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Tracey Rose PeytonUm uns nur Dunkelheit

Roman

E-Book (EPUB)

Aufbau Digital (2026)

232 Seiten

ISBN 978-3-8412-4044-6

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Tracey Rose Peyton studierte am Michener Center for Writers der University of Texas. Sie ist Teil von VONA – Voices of Our Nations Arts Foundation und erhielt Stipendien von Hedgebrook und der Saltonstall Foundation. Ihre Kurzgeschichten sind unter anderem in Guernica, American Short Fiction, Prairie Schooner und Best American Short Stories erschienen. Sie lebt in Los Angeles. 
 

Agnes Krup, geboren bei Hamburg, arbeitete nach dem Studium als Verlagslektorin, Agentin und Literaturscout. Ihr Debüt »Mit der Flut« war auf Anhieb ein Erfolg. Zuletzt erschien im Aufbau Verlage ihr Buch »Leo und Dora«. Lange Jahre war New York ihre Wahlheimat, heute lebt sie als Autorin und Übersetzerin in Berlin.


Ein bedrückender, aber starker Roman
von Shilo
In diesem Roman erzählt Tracey Rose Peyton von sechs Frauen, die auf einer Plantage arbeiten. Die Arbeit ist schwer und oft ungerecht. Im Wald treffen sie sich nachts, um ehrlich zu reden. Sie reden über Hoffnungen, Verletzungen und Träume. Es geht darum, wie sie zusammenhalten und füreinander da sind.
Jede Frau hat eine eigene Stimme. Man merkt, wie verschieden Schmerz und Hoffnung klingen können. Es gibt kein großes Drama, sondern sensible, ehrliche Gespräche. Im Laufe der Zeit verändern sich Erwartungen und das Gefühl, wer man ist, wenn man zusammen bleibt.
Peytons Stil ist ruhig, ja, aber nicht glatt. Die Sätze sind oft kurz, der Rhythmus hängt am Atem der Figuren. Es gibt nichts Überflüssiges, und doch fängt jedes Bild eine Welt ein: den Geruch von Erde nach Regen, das leise Knacken von Ästen, das Tasten nach Worten, die nicht verletztend, aber wahr sind. Die Autorin lässt die Figuren sprechen, ihre Sprachspuren sind verschieden – und genau das macht das Lesen so intensiv.
Wichtig sind Solidarität, sichere Räume und wie man Menschlichkeit auch unter Druck bewahrt. Die nächtlichen Treffen werden zu einem Ort der Wahrheit. Dunkelheit außen zeigt, wer man innen ist. Die Geschichte ist ruhig, aber stark im Kern.
Es gibt kein lautes Finale. Es bleibt eine stille, nachklingende Klarheit. Mut zeigt sich im Alltag, wenn Menschen zusammenhalten. Das Ende regt zum Nachdenken an.
Besonders trifft mich, wie Nähe hier praktisch ist. Es geht nicht um Schönreden, sondern um echte Hilfe und Zuwendung. Die Figuren wirken echt und verletzlich. Die Waldnächte haben eine besondere Atmosphäre, die bleibt.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die sich auf ernste Themen einlassen können und starke Frauenfiguren mögen.