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Lisa FippsStarfish

Hardcover

Hanser, Carl (2026)

272 Seiten; 21.4 cm x 15.8 cm; ab 11 Jahre

ISBN 978-3-446-28590-3

Sofort verfügbar oder abholbereit

Starfish

Hauptbeschreibung
Lisa Fipps‘ unglaublich berührende und empowernde Geschichte über Bodyshaming und Mobbing und die große Bedeutung von Freundschaft

Ich bin richtig, genau so, wie ich bin! Das begreift die elfjährige Ellie nach einem Leidensweg aus Bodyshaming und Mobbing aufgrund ihres Gewichts. In Starfish erzählt sie von den unzähligen Diäten, zu denen ihre Mutter sie zwingt. Vom Aufstellen von Dicke-Mädchen-Regeln, um nicht aufzufallen. Aber Ellie erzählt auch von Akzeptanz, Solidarität und Freundschaft, die sie erfährt. Von ihrem sich wandelnden Selbstbild, ihrer Psychologin und ihrer besten Freundin, die ihr helfen, sich schließlich ihren mobbenden Mitschüler:innen, ihren Geschwistern und ihrer Mutter entgegenzustellen. Und Ellie erzählt von ihrer Liebe zu Wasser. Denn im Wasser treibend, alle viere von sich gestreckt wie ein Seestern, fühlt sie sich sicher, schwerelos, grenzenlos und frei.

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Vilshofener Straße 10, 81679 München DE
E-Mail: info@hanser.de


Gleichzeitig schönes und trauriges Hörbuch
Ellies Geschichte hat die ganze Familie sehr bewegt und wir haben viel über das Buch gesprochen. Die Sprecherin liest das Hörbuch leidenschaftlich und emotional. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Hier erlebt man hautnah, wie ein Kind wegen seines Aussehens gemobbt wird. Schwer zu ertragen und genau deswegen so wichtig. Wie fühlt sich das an, ausgegrenzt und schikaniert zu werden? Wenn niemand deine inneren Werte sieht, sondern dich nur auf dein Gesicht reduziert? Was tut man Kindern damit an? Wie kann man Betroffene von Mobbing helfen? Das fördert Empathie und es ist so gut geschrieben, sodass wir mit Ellie mitgefiebert haben, und wissen wollten, wie sie dem Fettshaming entgegentreten wird, denn sie ist unglaublich stark, klug und wundervoll. Zum Glück hat sie Menschen in ihrem Leben, die ihr das klar machen und sie lieben und akzeptieren, wie sie ist. Ganz tolles Kinderbuch und ich empfehle besonders das Hörbuch, weil die Sprecherin alles gibt und zu Ellie wird.

Großartig! Unbedingt lesen!
Die elfjährige Texanerin wird wegen ihres Gewichts beleidigt und ausgegrenzt. Es tut weh, zu erleben, was sie durchmachen muss und aus nächster Nähe die Konsequenzen zu spüren. Ihr Gewicht ist allgegenwärtig und die selbstverfassten Dicke-Mädchen-Regel in ihrem Tagebuch bestimmen ihren Alltag. Ellie wird nicht nur in der Schule gemobbt, sondern auch in der eigenen Familie gedemütigt — ein Ort, der eigentlich ein Schutzraum aus Liebe und gegenseitiger Unterstützung sein sollte. Das Kapitel um den Salzcracker hat mich sprachlos zurückgelassen, so einnehmend ist es geschrieben.

»Klischees sind bescheuert.
Sie geben den Leuten einen Vorwand,
Menschen zu hassen,
die anders sind als sie,
anstatt sich die Zeit zu nehmen,
diese Menschen kennenzulernen.«

Aber es ist keine deprimierende Geschichte, denn es gibt Lichtblicke: Ellies Vater und ihre Therapeutin. Sie gibt Ellie wertvolle Ratschläge, dazu, wie sie mit dem Mobbing und ihren Gefühlen umgehen kann. Diese Kapitel sind humorvoll und man spürt, wie Ellie auftaut und traut, sich zu zeigen. Sie lernt, sich selbst zu akzeptieren, obwohl andere das nicht können. Es steckt viel Liebe und Hoffnung in dieser Geschichte, bei der man dranbleibt, obwohl es keine Rätsel zu lösen gibt oder Drachen darin vorkommen. Die kurzen Kapitel lassen sich leicht lesen und erinnern vom Aufbau an ein Gedicht, denn Ellie ist Dichterin und eine hervorragend Erzählerin. Es liest sich wie ein Tagebuch, aber immer treffend statt ausschweifend und mit Sätzen, die man nicht so schnell vergisst.

Allerdings ist es viel einfacher,
die Gedanken anderer Leute über dich
in den Müll zu werfen,
als deine eigenen.

Die Welt aus Ellies Blick zu betrachten, war herzzerreißend, erschütternd und lehrreich. So eine wertvolle Geschichte, von der ich – wie die Autorin Lisa Tipps – hoffe, dass sie dazu beiträgt, dass sich die Einstellung der Leute ändert und viele Kinder dieses Buch lesen oder das Hörbuch hören. Betroffene Kinder, die wegen ihres Gewichts oder aus einem anderen Grund gemobbt werden, werden sich verstanden fühlen und eine Ahnung davon bekommen, wie es besser werden könnte. Erhellend, aufklärend und das ideale Buch, um ins Gespräch zu kommen. Sollte Pflichtlektüre an Schulen werden.

Eine berührende Geschichte
Starfish ist ein ganz besonderes Buch und handelt von Body Shaming, Body Positivity, Selbstakzeptanz und Freundschaft. Ellie wird nur auf ihr Gewicht reduziert, in der Schule gemobbt und auch von ihrer eigenen Mutter von Diät zu Diät und von Arzt zu Arzt gezerrt.

Das besondere an diesem Buch ist der Erzähl-Stil. Die Geschichte von Ellie wird nämlich in kurzen und knackigen Vers-Formen erzählt. Ein Interessantes Mittel wie ich finde und habe ich so noch nie gelesen. Zu Beginn habe ich etwas gebraucht um damit warm zu werden und in die Geschichte hineinzufinden aber recht schnell war ich drin und konnte Ellie begleiten.

Ellie erfährt schon mit ihren elf Jahren grausame Dinge. Aber ich bewundere ihre Stärke, denn sie lässt sich nicht so leicht unterbuttern und findet sogar eine tolle Freundin und erfährt pure Akzeptanz der Familie ihrer neuen Freundin. Dadurch schöpft sie neuen Mut und neues Selbstvertrauen. Sie stellt sich sogar gegen ihre Mutter, die immer nur auf Ellies Gewicht geachtet hat. Das war ein sehr starker Moment. Ihr Vater war immer auf Ellies Seite aber ich verstehe nicht, wieso er nie etwas gegen seine Frau gesagt und Ellie vor ihren Diäten geschützt hat.

Insgesamt ein sehr gutes und wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt und dem ein oder anderen sicherlich Mut macht.

Eine starke Geschichte zum Nachdenken
von Katrin
Cover und Titel passen zusammen wie "die Faust aufs Auge". Das Buch kommt in Hardcoverausführung, was ich persönlich immer als sehr hochwertig empfinde. Die nur halb befüllten Seiten waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie unterstreichen die doch eher kurzen Sätze und sehr schnelle Geschichte sehr gut.

Story:
Ellie ist ein, wie sie sagt dickes Mädchen. Sie wird gemobbt und seit der frühen Kindheit nurmehr mit "Platschi" angesprochen, da sie sehr gerne Zeit im Wasser verbringt. Sie lebt nach ihren eigenen "Dicke-Mädchen-Regeln".

Das Mobbing hört nur leider nicht in der Schule auf, denn ihr größter "Feind" ist die eigene Mutter und ihre Geschwister.
Sie fühlt sich nicht geliebt. Ihre Mutter schleift sie von einem Arzt zum anderen. Doch gefühlt bringt alles nichts. Nur immer mehr Selbsthass.
Eine Therapeutin schafft es, ihr etwas mehr Mut und ein bisschen Selbstbewusstsein beizubringen und Ellie wehrt sich endlich.

Fazit:
Ich fand das Buch sehr sehr emotional. Da ich selbst auch immer mollig und von Mobbing betroffen war, konnte ich viele Seiten quasi spüren.
Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, für jung und alt.
Es sollte jeder einmal gelesen haben, denn es regt definitiv zum Nachdenken an.

Raum beanspruchen, sich selbst akzeptieren
Ellies Leben wird von ihrem Gewicht bestimmt. In der Schule wird sie deswegen gemobbt und auch in ihrer Familie nicht vollständig akzeptiert. Ihre Mutter legt ihr Diäten auf, kontrolliert jedes Essen. Selbst erfundene Dicke-Mädchen-Regeln sollen ihr Leben einfacher machen. Nur im Pool kann sie sich leicht und schwerelos fühlen, wie ein Seestern.

Starfish von Lisa Fipps ist ein Buch für mehr Selbstakzeptanz und Body-positivity. Das Buch hat kurze, aber kraftvoll, eindringliche Kapitel und ist in Versform geschrieben. Die elfjährige Ellie, die hier von ihrem Alltag erzählt, lernt im Laufe des Buches, dass sie trotz ihrer überschüssigen Kilos schön ist. Statt sich zu verstecken, nimmt sie Raum ein, findet eine neue Freundin und wehrt sich gegen ihre Mobber. Auch zu hause beginnt sie sich durchzusetzen. Vor allem ihre Mutter verhält sich toxisch. Man hat das Gefühl, dass sie Ellie nur auf ihr Gewicht reduziert. Diäten, Verbote und Strafen sollen ihre Tochter schlank und dann glücklich machen. Manches wirkt für mich leider etwas überzogen, beispielsweise die geplante Magenverkleinerung oder der gebuchte zweite Sitzplatz im Flugzeug. Ellies Geschichte hat mich berührt. Sie leidet, lernt aber zu sich selbst zu stehen. Insgesamt ein gutes Buch zu einem wichtigen Thema.

Anders sein ist okay
von Alo

Ich habe „Starfish“ zusammen mit meiner 11-järhigen Tochter gelesen. Als Mutter möchte ich, dass meine Kinder lernen sich in andere hineinzuversetzen und gerade dieses Thema ist in dem Alter meiner Tochter, in dem die Körper der Mädchen eine immer größere Rolle spielen besonders wichtig. Ich war mir unsicher, ob sie die poetische Sprache des Buches ansprechend findet, wir waren uns aber schnell einig: gerade diese macht dieses Buch besonders emotional. Das Buch ist ab 11 Jahren empfohlen und ich denke, das passt auch, mit einem jüngeren Kind würde ich es noch nicht lesen. Es ist teilweise schon hart und auch ich musste ein paar Mal schlucken.

Hier ist der Leseeindruck meiner Tochter:

„Starfish“ von Lisa Fipps ist ein Jugendbuch über Ellie. In der Geschichte geht es um viele Diäten, um Mobbing und um die sogenannten „Dicke-Mädchen-Regeln“, die Ellie von anderen beigebracht bekommt.

Ellie fühlt sich im Wasser am wohlsten. Dort ist sie schwerelos und frei. Das Schwimmen ist ihr sicherer Ort, an dem sie einfach sie selbst sein kann. Zum Glück ist Ellie nicht ganz allein. Ihr Vater, ihre Therapeutin und ihre neue Freundin Catalina stehen auf ihrer Seite. Mit ihrer Hilfe lernt Ellie langsam, auch im echten Leben mutig zu sein.

Ich finde das Buch sehr gut, weil es sehr emotional ist. Manche Figuren sind witzig, aber vieles ist auch traurig. Beim Lesen hatte ich mehrmals Tränen in den Augen und war oft wütend auf bestimmte Personen. Ich habe richtig mit Ellie mitgefühlt.

Der Schreibstil ist besonders, weil das Buch in Versform geschrieben ist. Es sieht ein bisschen aus wie ein Gedicht, aber es reimt sich nicht. Das macht die Geschichte noch intensiver.

Ich finde es wichtig, dass das Buch zeigt, wie es Menschen geht, die gemobbt werden. „Starfish“ gibt einem die Möglichkeit, in das Leben eines Mädchens zu schauen, das solche Erfahrungen macht.


Leise, schmerzhaft und unglaublich wichtig
Das Cover ist auf den ersten Blick ruhig und einladend. Es wirkt sanft, fast tröstlich, und steht damit in einem bewussten Kontrast zu den schweren Themen, die im Buch behandelt werden.
Der Schreibstil von Lisa Fipps ist ungewöhnlich und gleichzeitig sehr zugänglich. Die Geschichte wird vollständig in kurzen Versen erzählt, die sich schnell lesen lassen und Ellies Gedankenwelt direkt widerspiegeln. Viele Sätze stehen für sich, wirken bruchstückhaft und genau dadurch sehr nah an den inneren Monologen eines Kindes. Man ist sofort in Ellies Kopf, spürt ihre Scham, ihre Wut, ihre Unsicherheit, aber auch ihre leisen Hoffnungen. Mir hat diese Form grundsätzlich gefallen, auch wenn ich nicht jede Stelle als gleich stark empfunden habe. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sich Gedanken wiederholen oder länger auf der gleichen emotionalen Ebene verharren.

Ellie ist elf Jahre alt und wird aufgrund ihres Gewichts gemobbt. In der Schule, durch Mitschüler, aber vor allem auch innerhalb der eigenen Familie. Besonders das Verhalten ihrer Mutter war für mich schwer auszuhalten. Die vielen Regeln, Diäten und Kommentare sind als Fürsorge getarnt, aber einfach nur zutiefst verletzend. Gerade weil diese Dynamik so realistisch wirkt, ging sie mir beim Lesen besonders nah. Ihr Vater bildet einen wichtigen Gegenpol, ebenso wie Ellies Freundschaften und die therapeutische Unterstützung, die sie im Laufe der Geschichte erhält. Diese Charaktere geben ihr Halt, ohne alles sofort besser zu machen, was ich als sehr glaubwürdig empfunden habe.
Was das Buch für mich stark macht, ist die Ehrlichkeit. Es beschönigt nichts und macht sehr deutlich, wie sehr Worte verletzen können, gerade wenn sie immer wieder kommen und von Menschen stammen, die eigentlich Schutz bieten sollten. Gleichzeitig ist es keine reine Leidensgeschichte. Ellie entwickelt sich. Langsam, vorsichtig und nicht geradlinig. Sie lernt, Raum einzunehmen, im Wasser und nach und nach auch außerhalb davon. Diese Entwicklung wirkt nicht spektakulär, sondern leise, was gut zum Ton des Buches passt.
Trotzdem hat mir stellenweise ein etwas stärkerer Ausgleich gefehlt. Die belastenden Situationen nehmen viel Raum ein und gerade für die junge Zielgruppe kann das sehr intensiv sein. Die hoffnungsvollen Momente sind da, aber sie bleiben für mein Empfinden manchmal zu kurz oder zu zurückhaltend, um das Gewicht der negativen Erfahrungen wirklich auszubalancieren.

Fazit:
"Starfish" ist ein wichtiges, sensibles und sehr nah erzähltes Buch über Bodyshaming, Mobbing und Selbstwert. Die Versform bringt Ellies Gefühle eindringlich zum Ausdruck, auch wenn sie für mich nicht durchgehend die gleiche Wirkung hatte. Es ist keine leichte Lektüre, aber eine ehrliche und relevante. Besonders für junge Leserinnen und Leser, aber auch für Erwachsene, die bereit sind, hinzusehen.
4/5 Sterne

Unbedingt lesen!
„Dicke Menschen haben eine Superkraft: Ihre Augen sind Zollstöcke, mit denen sie die Abstände zwischen Gegenständen messen können, um einzuschätzen, ob sie hindurchpassen.“ Das Mädchen mit dieser Superkraft heißt Ellie und die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Ellie ist extrem übergewichtig, so lange sie denken kann. Richtig wohl fühlt sie sich nur im Pool im Garten, obwohl dieser Pool für ihren Spitznamen Platschi verantwortlich ist. Bei einer Arschbombe an ihrem fünften Geburtstag, hat Ellie fast den gesamten Pool geleert. Es verwundert nicht, dass in der Öffentlichkeit Ellie mit ihrer Figur immer Aufsehen erregt. Fremde Menschen grabbeln sie an und geben ungefragt Kommentare ab und in der Schule wird sie gemobbt. Am schlimmsten wiegt für Ellie aber, dass ihre Familie kein Schutzraum bietet. Ellie hat das Gefühl, dass ihre Mutter sie wegen ihres Gewichts nicht lieben kann. Die Mutter setzt alles daran, dass Ellie Gewicht verliert. So gibt es jede Menge Dicke-Mädchen- Regeln. Zuhause ist Ellies einziger Verbündeter ihr Vater. Aber zum Glück gibt es da noch ihre Therapeutin und ein neues Mädchen in der Nachbarschaft.
Das gesamte Buch ist in Versform geschrieben und gibt so gut die Gedanken von Ellie wieder. Ich musste mich erst beim Lesen daran gewöhnen, aber ab Seite 3 habe ich das schon gar nicht mehr wahrgenommen. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz. Ich konnte das Buch kaum bei Seite legen, so sehr hat mich die Geschichte von Ellie beschäftigt. Mobbing kenne ich auch zu gut und bis heute gibt es davon Risse in meiner Seele. Umso wichtiger ist die Botschaft am Ende des Buches: Du bist richtig, genauso, wie du bist! Für mich ist dies ein Buch, das Pflichtlektüre sein sollte.

Schockierend aber auch unfassbar befreiend
von _Le4_
Ellie engagiert sich für Hunde, ist eine Dichterin, geht jeden Tag schwimmen und kann ganz fantastisch mit ihrer besten Freundin Viv tanzen. Leider begeistert das ihre MitschülerInnen, ihre Mutter und viele wildfremde Leute nicht. Ellie ist nämlich dick und aus irgendeinem Grund interessieren sich die Leute oft mehr dafür als für den Fakt, dass sie auf dem Weg ist, die beste Dichterin ihrer Generation zu sein.
Als ihre Familie Ellie zu einer Therapeutin schickt, denkt sie, dass ihre Mutter dahintersteckt, um sie zum Abnehmen zu bewegen. Doch langsam aber sicher kann sie sich ihrer Therapeutin öffnen und geht damit den ersten Schritt, sich gegen ihre Mobber zu wehren.

“Starfish” beschäftigt sich mit Fatshaming und dem daraus resultierenden Mobbing, dem Ellie aber auch viele Kinder und Erwachsene im echten Leben ausgesetzt sind. Auch wenn das Buch eine fiktive Geschichte ist, sind alle Gegebenheiten, denen Ellie ausgesetzt ist, leider realistisch.
Es ist schockierend zu sehen, wie andere Menschen mit Ellie umgehen, nur weil sie dick ist. Was wildfremde Menschen ihr ins Gesicht sagen und auch, wie sich ihre MitschülerInnen ihr gegenüber verhalten, ist grausam. Am furchtbarsten jedoch fand ich die Art und Weise, wie Ellies Mutter sich verhalten hat. Sie schreibt die schlimmen Dinge, die Ellie passieren, ihrem Gewicht zu und besteht ständig darauf, dass sie abnimmt. Dabei verbietet sie Ellie nicht nur normal zu essen, sondern geht auch so weit, dass sie ihre eigene Tochter einer OP zur Magenverkleinerung aussetzen will. Das Schockierende daran ist, dass diese Dinge auch im echten Leben geschehen.
Das Mobbing und Ellies Gefühle dazu sind unheimlich realistisch und haben öfter dafür gesorgt, dass ich Tränen in den Augen hatte. Mobbing ist besonders niederträchtig, weil die betroffene Person das zumeist internalisiert und die Schuld bei sich sucht.
Trotz all dieser erschreckenden Dinge ist das Buch letztendlich überaus hoffnungsvoll. Wir sehen, wie Ellie Therapieerfolge durchlebt und sich mit ihren eigenen Gefühlen und mit ihren Mobbern auseinandersetzt. Die Hauptcharakterin ist ein unfassbar wundervolles und starkes Mädchen und ich habe es genossen, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.
Auch wenn das Buch teils bedrückend ist, gibt es viele hoffnungsfrohe und berührende Momente.

Ich kann dieses wundervolle Buch nur jedem ans Herz legen, der gemobbt wird oder wurde. Sei es nun Fatshaming oder etwas anderes, ich glaube, dass alle irgendwie von Ellies wunderbarem Mut profitieren können.

Ein übergewictiiges Mädchen wird stark und setzt sich durch
von Daggy
„Ein großartiges Buch über ein großartiges Mädchen“ steht als Untertitel auf dem Cover und ich kann das voll und ganz bestätigen.
Eliane Elizabeth Montgomery-Hofstein, kurz Ellie oder El, wie die wenigen Freunde sie nennen, lebt in Texas und ihre Figur entspricht nicht den Maststäben ihrer Umwelt, denn Ellie ist dick. Sie hat zwei ältere Geschwister, eine Mutter, die als Journalistin tätig ist und einen Vater, der Psychiater ist. Ellie liebt es zu schwimmen, aber als sie eine A---bombe macht, sagt ihre Schwester „Platschi“ zu ihr und so wir Ellie für alle Platschi, der Wal. In der Schule gibt es zwei Mädchen, die Ellie immer wieder aufs schlimmste mobben. Und weil ihre Freundin wegzieht, steht sie dieser gemeinen Bande allein gegenüber. Ihre Mutter versucht Ellie immer wieder zu Diäten zu zwingen, während ihr Vater versucht sie zu stärken.
Ellie, die gerne Schriftstellerin werden möchte, scheibt diese Buch aus ihrer Sicht und mit ganz kurzen Kapiteln und ebenso kurzen Sätzen. Eine eindringliche, poetische Sprache, die leicht zu lesen ist und so eindrucksvoll Ellies Gefühle darstellt.
Wie habe ich mit Ellie gelitten und wie habe ich ihr gewünscht, dass sie sich liebt und verstanden fühlt. Zum Glück gerät sie an eine Therapeutin, die sie mit ungewöhnlichen Methoden und viel Einfühlungsvermögen unterstützt. So lernt Ellie sich zu wehren, ohne anzugreifen, was mich sehr fasziniert hat.
Ein Buch über ein dickes Mädchen, schreckliche Mobbingszenen und ihre Verwandlung in einen starken Seestern. Vielen Veränderungen, vielen Tränen, aber auch tolle Freunde und einen wunderbaren Cowboy-Vater.


Wertvoll!
Ellie ist elf Jahre und muss sich täglich mit Bodyshaming und Mobbing auseinandersetzen, nicht nur in der Schule, sondern auch in der eigenen Familie. Mithilfe ihrer besten Freundinnen, ihrem Vater und ihrer Psychologin lernt Ellie sich gegen die anderen zu wehren und für sich selbst einzustehen. Ellie erkennt ihren wert, nimmt Raum ein und wird frei wie ein Seestern.

Starfish von Lisa Fipps ist ein unglaublich wertvolles Buch für Kinder, die bereits in jungen Jahren unter Mobbing von Mitschüler:innen oder der eigenen Familie leiden. Ellie muss das alles selbst durchmachen und teilweise war es wirklich schwer zu lesen, wie auch ihre Mutter in diese Kerbe einschlägt und Ellies Selbstwertgefühl ruiniert. Umso schöner waren eben jene Menschen, die Ellie nicht auf ihr Körpergewicht reduziert haben und für sie einstanden, wenn sie es (noch) nicht konnte. Starfish schafft es nicht nur, Ellies Selbstwertgefühl zu steigern und damit vielleicht auch Kindern, die ähnliches Erleben müssen, zu helfen, sondern bietet auch einen Perspektivwechsel für alle, die Ellies Perspektive nie selbst einnehmen mussten und öffnet auf diese Weise hoffentlich existierende Grenzen.

Durch die poetischen, kurzen Kapitel fliegt man unglaublich schnell durch die berührende Geschichte Ellies!

Ein wichtiges Buch für unsere Kinder
Was für ein Buch. Es ist nicht laut, nicht reißerisch, sondern ehrlich. Ellie erzählt nicht nur von Bodyshaming und Mobbing, sondern davon, wie es sich anfühlt, sich selbst ständig klein zu machen, nur um zu passen . Besonders bedrückend, aber leider realistisch, ist der Teil, der nicht von Mitschüler:innen ausgeht, sondern aus der eigenen Familie. Diäten, Regeln, Kommentare usw. alles mit dem Anstrich von gut gemeint und doch so verletzend. Gleichzeitig ist Starfish ein Buch über Entwicklung. Über Selbstakzeptanz, Selbstachtung und darüber, wie wichtig Menschen sind, die nicht an einem herumschnitzen wollen, sondern mit einem wachsen. Die Psychologin und die beste Freundin geben Ellie Halt und das Wasser gibt ihr Freiheit. Ihre Freiheit ist schwebend wie ein Seestern, unbeschwert, ohne Bewertung. Was besonders beeindruckt, ist die Perspektive. Ellie ist jung, aber ihre Gedanken sind präzise, reflektiert und poetisch. Das macht das Buch auch für Erwachsene absolut relevant.