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Anette HinrichsNordlicht - Die Spur des Mörders

E-Book (EPUB)

Blanvalet (2020)

480 Seiten

ISBN 978-3-641-23656-4

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Kurztext / Annotation
Ein brisanter Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Boisen & Nyborg - von Bestsellerautorin Anette Hinrichs!
Am Sockel des Idstedt-Löwen in Flensburg wird die Leiche des 73-jährigen Karl Bentien gefunden. Brutal zu Tode getreten und ausgeraubt. Ein zufälliges Opfer oder gezielter Mord? Der pensionierte Studienrat gehörte der dänischen Minderheit an, Medien und Behörden sehen nach dem Mordfall bereits das friedliche Zusammenleben im Grenzland in Gefahr. Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei stehen unter Druck und müssen rasche Ergebnisse liefern. Dann stoßen sie im Keller des Toten auf eine versteckte Kammer mit brisantem Inhalt ...
In diesem Fall hat Vibeke Boisen nicht nur mit einem perfiden Mörder zu kämpfen, die Ermittlungen wühlen auch unliebsame Kindheitserinnerungen auf, denen sie sich stellen muss.
Das Böse kennt keine Grenzen - Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg ermitteln:
Band 1: NORDLICHT - Die Tote am Strand
Band 2: NORDLICHT - Die Spur des Mörders
Band 3: NORDLICHT - Die Tote im Küstenfeuer (erscheint im Frühjahr 2021)
Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Anette Hinrichs ist als geborene Hamburgerin ein echtes Nordlicht. Ihre Leidenschaft für Krimis wurde im Teenageralter durch Agatha Christie entfacht und weckte in ihr den Wunsch, eines Tages selbst zu schreiben. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie im Raum München. Ihre Sehnsucht nach ihrer alten Heimat lebt sie in ihren Küstenkrimis und zahlreichen Recherchereisen in den hohen Norden aus. Mit "NORDLICHT", ihrer Krimireihe um das deutsch-dänische Ermittlerteam Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg, begeistert Anette Hinrichs ihre Leserinnen und Leser und landete auf Anhieb auf der Bestsellerliste.

Textauszug
3. Kapitel

Hjerting, Dänemark

Laurits Kronberg öffnete die gläserne Schiebetür und trat nur mit einem Handtuch bekleidet auf die Terrasse. Vor ihm lagen die Ho Bugt, der Strand und das Wattenmeer. Eine leichte Brise wehte von der Nordsee an die Küste, doch der Himmel war wolkenfrei, und die ersten Sonnenstrahlen versprachen einen weiteren warmen Spätsommertag. An der Strandpromenade waren trotz der frühen Uhrzeit bereits erste Jogger zu sehen. An den dahinterliegenden Pfählen, die zur Messung der Gezeiten dienten, spielten ein paar Kinder Fußball.

An diesem Morgen herrschte Ebbe, und Laurits konnte von seinem Platz aus die dunklen Miesmuschelbänke erkennen. Ein schwarz-weißer Vogel kreiste auf Nahrungssuche über den mit Wasser gefüllten Vertiefungen, wo Fische, Quallen und Krabben lebten.

Laurits liebte die Nordsee mit ihren Gezeiten, wenn das Wasser ablief, sodass der darunterliegende Meeresboden zum Vorschein kam, nur um Stunden danach wieder seinen Höchststand zu erreichen. Schon als Kind war er mit seinem Vater stundenlang barfuß durchs Watt gelaufen, auf der Suche nach Muscheln und Wattwürmern, die sich tief im Sand vergruben.

Jetzt war sein Vater alt, die Kinder groß, und er selbst würde in ein paar Jahren das Rentenalter erreichen.

Laurits ging zurück ins Schlafzimmer und ließ dort das Handtuch von seinen Hüften gleiten, um sich anzuziehen. Auf dem Bettlaken war noch eine leichte Mulde von Esthers Körper zu erkennen. Sie musste früh aufgestanden sein. In der Luft hing noch ein Hauch ihres Parfüms. Leicht orientalisch und sinnlich.

Fünf Minuten später ging er die Treppe ins Erdgeschoss hinunter. Sie hatten das Haus in Esbjergs Vorort Hjerting zwanzig Jahre zuvor nach ihren Wünschen und Bedürfnissen von einem Architekten planen lassen. Drei versetze Wohnebenen in einem kubischen Bau mit Flachdach und umlaufendem Balkon, weißer Fassade mit schwarzen Industriefenstern und einer Dachterrasse mit Meerblick. Das obere Geschoss beherbergte die Schlafräume und Badezimmer von ihm und seiner Frau sowie den drei Kindern, im ausgebauten Souterrain lebte sein Vater, das Erdgeschoss nutzten alle gemeinsam.

Die Küche, die direkt in den großzügigen Wohnraum überging, war nach oben hin offen und bot einen Blick zu den deckenhohen Bücherregalen auf der Galerie. Helles Holz, weiße Leinenstoffe und Sisalteppiche auf Eichenparkett, an den Wänden hingen Schwarz-Weiß-Fotografien von Segelbooten.

Christian, sein jüngster Sohn und Nachzügler, saß am Küchentisch und löffelte Cornflakes.

Laurits verzog das Gesicht. Er konnte nicht verstehen, dass Esther das Zeug immer noch kaufte. Stärke, Kohlenhydrate und viel zu viel Zucker.

"Hej, Papa." Chris schaufelte sich einen weiteren Löffel der Pampe in den Mund. Dabei lief ihm etwas Milch das Kinn hinunter.

"Chris", ermahnte Laurits seinen Sohn.

Grinsend wischte sich sein Jüngster das Kinn mit einer Serviette ab.

Laurits nahm eine Tasse aus dem Regal, stellte sie unter den Ausguss des Kaffeevollautomaten und drückte den Startknopf. Es zischte einmal kurz, und die Tasse füllte sich mit dampfender Flüssigkeit.

"Wo steckt Mama?"

Ehe sein Sohn antworten konnte, kam Esther mit einem Tablett in die Küche und gab ihrem Mann im Vorübergehen einen flüchtigen Kuss auf die Wange.

Sie war wie jeden Tag elegant gekleidet, trug ein eng anliegendes flaschengrünes Kleid, das die Vorzüge ihres Körpers an den richtigen Stellen betonte. Ihr rotbraunes Haar fiel in leichten Wellen bis auf die Schultern. Sie war eine dieser alterslosen Schönheiten, die mühelos als Ende dreißig durchgingen, in Wirklichkeit aber über zehn Jahre älter waren. Sie hatten noch immer Sex, aber keine Nähe. Ihre Liebe war schon vor Jahren auf der Strecke geblieben.

Der Teller mit dem Rührei und die Tasse Tee auf dem Tablett, das Esther auf dem Küchentresen abstellte, waren unberührt.

"Wie geht

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