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Broken Love
von L. J. Shen
Schöne Liebesgeschichte, aber keine leichte Kost 23. April 2019
"Broken Love" ist alles andere als leichte Kost. Schon zu Beginn gibt es einen Leserhinweis, der davor warnt, dass sexuelle Gewalt thematisiert werden wird, und diese Szenen waren schwer zu lesen. Die Beschreibungen waren nicht besonders graphisch, doch es wurde deutlich, wie sehr die Protagonistin gelitten hat und dass die Vorkommnisse sie noch Jahre später belastet und beeinflusst haben. Die Autorin ist meiner Meinung nach sensibel und einfühlsam mit dem Thema umgegangen und es war schön zu sehen, wie Jesse im Lauf der Handlung langsam gelernt hat, mit ihrer Vergangenheit umzugehen und nach vorne zu blicken. Sehr gut gefallen hat mir, dass ihre aufblühende Beziehung zu Roman nicht alles gut gemacht hat; er hilft ihr zweifellos, das Leben wieder zu genießen, doch sie findet auch von ihm unabhängig eine innere Stärke und zeigt, dass sie ihn nicht als Retter braucht, was ich toll fand.

Die Dynamik der beiden Charaktere ist recht komplex. Zu Beginn scheint es schwer vorstellbar, dass sie sich ineinander verlieben könnten, da er keine Beziehungen führt und sie Männern abgeschworen hat, doch sobald sie Zeit miteinander verbringen, wird deutlich, dass sie sich verstehen und einander gut tun. Es knistert auch zwischen ihnen, doch für mich waren die emotionalen Momente wichtiger, obwohl die Entwicklung ihrer körperlichen Beziehung aufgrund von Jesses Trauma natürlich von entscheidender Bedeutung war und für sie eine große Rolle gespielt hat. Ich mochte, dass beide füreinander da waren und sie sich gegenseitig helfen konnten, selbst wenn es Dinge gibt, die zwischen ihnen stehen. Allerdings muss ich sagen, dass die Annäherung der beiden mir ein bisschen zu schnell ging, obwohl Shen für mich glaubwürdig damit umgegangen ist und auch thematisiert wurde, was in den Charakteren vor sich geht, sodass ich ihr Handeln nachvollziehen konnte.

Die Geschichte entwickelt sich teilweise vorhersehbar, da der Leser von Anfang an weiß, was Roman Jesse verschweigt und es offensichtlich war, wie sie auf die Wahrheit reagieren würde. Es war ein wenig frustrierend, dass er nicht mit ihr gesprochen hat, doch zugleich konnte ich verstehen, wieso es ihm mit dem Fortschreiten der gemeinsam verbrachten Zeit immer schwerer fiel. Dennoch mochte ich, dass sein Verhalten Konsequenzen hatte und sie nicht sofort bereit war, ihm zu vergeben, obwohl ich natürlich auf ein Happy End für die beiden gehofft habe; die Protagonisten waren sehr sympathisch und ich mochte, wie sie sich entwickelt haben. Zudem gab es gut ausgearbeitete Nebencharaktere, die entweder einen positiven oder negativen Einfluss auf die Figuren hatten.

Alles in allem würde ich "Broken Love" mit 4 Sternen bewerten. Es gab ein paar Aspekte, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten, doch die Charakterisierung der Hauptpersonen und die Entwicklung ihrer Beziehung hat dies aufgewogen. Ich fand toll, wie sensibel die Autorin mit den vergangenen Erlebnissen der Charaktere umgegangen ist und wie sie ihr Innenleben dargestellt hat.
Lisa und ihre Lust 23. April 2019
von niknak
Inhalt:
(Klappentext)
Unverhofft tritt ein rothaariger Wirbelwind in sein Leben und stellt es auf den Kopf. Lisa liebt es, sich nackt zu bewegen, ob in ihrer Wohnung oder in der Natur. Was andere über sie denken, interessiert sie nicht. Mit ihr stolpert er von einem e*otischen Abenteuer ins nächste. In immer neuen Bezügen wird das altbekannte Spiel zelebriert. So treiben sie es bei Regen auf dem Feld, beim Pilzesuchen im Wald, in den Dünen und auf so ziemlich allen Flächen zu Hause.
Aus anfänglich rein körperlicher Attraktion entwickelt sich eine Liebesbeziehung.
Werden ihre se*uelle Anziehung und ihre schier unersättliche Lust aufeinander dem Alltag trotzen und über die Jahre andauern?

Mein Kommentar:
Dieser E*otikroman ist von Günter Richter geschrieben und ich finde es immer wieder spannend eine e*otische Geschichte aus der Sicht eines Mannes zu lesen. Dabei hat der Autor diesmal nur der weiblichen Hauptfigur einen Namen gegeben, Lisa. Obwohl die ganze Geschichte aus der Perspektive des Mannes erzählt wird, bleibt er komplett namenlos. Dabei könnte sich dann jeder in seine Rolle hineinversetzten.

Lisa wird als eine sehr offene Frau gezeigt, die genau weiß, was sie will und sich dabei auch nicht darum kümmert, was ihre Umwelt von ihr denkt. Sie geht ihren eigenen Weg und lässt sich nicht davon abbringen. Der Mann hingegen ist zu Beginn noch recht unsicher und weiß nicht so recht, wie er sich in der Gegenwart von Lisa verhalten soll. Dennoch kommen sich die beiden immer näher, nicht nur se*uell und es entwickelt sich langsam eine Beziehung. Seine Wandlung kann man als Leser sehr gut nachvollziehen und versteht auch seine Ängste, die ihn zu Beginn noch beunruhigen.

Das ganze Buch enthält viele e*otische Szenen, welche alle sehr offen und niveauvoll beschrieben sind. Dabei nimmt sich der Autor auch kein Blatt vor den Mund und der Leser hat ein klares Bild vor Augen.

Was sehr speziell für dieses Buch und allgemein für e*otische Romane ist, dass es die Geschichte der beiden über einen längeren Zeitraum hinweg erzählt. So erfährt man die Entwicklung ihrer Liebesgeschichte über die Jahre hinweg. Dies ist dem Autor aber meiner Meinung nach sehr gut und authentisch gelungen rüberzubringen.

Mein Fazit:
Ein niveauvoller Roman, der die Liebesgeschichte eines Paares und deren Entwicklung über einen längeren Zeitraum hin erzählt mit gefühlvollen und unzensierten e*otischen Szenen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

Mord im Nachbarort
von Rhys Bowen
Evan Evans ermittelt wieder 23. April 2019
von niknak
Inhalt:
(Klappentext)
Langsam gewöhnt sich Evan Evans an seine Rolle als Constable von Llanfair, einer kleinen Gemeinde, die sich in den Bergen Nordwales' versteckt. Er tritt als Schlichter bei den nebensächlichen Streitigkeiten der Einheimischen auf, zwischen konkurrierenden Geistlichen, Gewerbetreibenden und scheinbar jedem walisischen Exzentriker der gesamten Region. Doch eine ungewöhnliche Verkettung von Ereignissen bringt verborgene Konflikte ans Licht und Evan wird klar, wie tief die Feindseligkeiten der Bürger verwurzelt sind.

Obwohl das Dorf Llanfair schon immer mit der Nachbarstadt Beddgelert im Streit lag, treibt eine faszinierende archäologische Entdeckung diese Rivalität auf die Spitze und schafft ein buntes Treiben aus Lokalpatriotismus und Klatsch. Dieses Treiben wird allerdings bald tödlich, als Llanfairs verlorener Sohn, Ted Morgan, ankündigt, dass er an der Ausgrabungsstelle einen Freizeitpark errichten wird. Constable Evans gerät in einen Strudel aus kulturellem Stolz, Täuschung und Gier und deckt dabei das ungebrochene Streben der Gemeinde auf ...

Mein Kommentar:
Dies ist der zweite Teil der Reihe "Ein Fall für Constable Evans" von Rhys Bowen und ich kenne bereits den ersten Teil. Ich bin wieder sehr leicht in die Geschichte gestartet und habe mich schon auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten gefreut.

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die detaillierten Beschreibungen gefallen mir sehr gut. So hat man nicht nur ein sehr gutes Bild der Personen und ihres Aussehens vor Augen, sondern auch die Landschaft ist genau beschrieben. Dennoch ist es nicht zu viel und langweilt beim Lesen. Ich finde, dass es eine gelungene Mischung ist.

Dass die Geschichte von einem Erzähler berichtet wird, finde ich in diesem Fall sehr passend, da man so alle Personen besser kennenlernen kann.

Evan ist wieder sehr charmant und ich freue mich schon darauf zu erfahren, welche Methoden er bei der Aufklärung verwenden wird. Durch seine herzliche Art ist er mir sofort ans Herz gewachsen und er hat so eine natürliche Art, was mir sehr gut gefällt. Aber ich finde es auch sehr amüsant, dass er nicht immer alles genau nach Vorschrift erledigt, sondern seine eigenen Methoden hat, um einen Fall aufzuklären. Das macht es spannend, da man nie so genau weiß, was er als nächstes vorhat.

Auch die anderen Personen kommen sehr gut rüber und ich freue mich immer von den Unstimmigkeiten zwischen dem Fleischer und dem Milchmann zu hören, da sie immer sehr humorvoll beschrieben sind.
Aber auch Mrs Williams hat eine tolle Rolle, wie sie immer versucht Evan zu verkuppeln und ihn gleichzeitig zu mästen. Einfach köstlich.

So hat der Leser eine tolle und ausgewogene Mischung zwischen einem spannenden Krimi, aber auch humorvollen Szenen innerhalb der Dorfbewohner.

Durch unerwartete Wendungen wird die Geschichte immer wieder in eine andere Richtung gelenkt und bleibt daher bis zum Schluss spannend. Ich hatte auch lange Zeit keine Idee, wer der Täter sein könnte und meine Verdächtigungen wurden immer wieder zerschlagen.

Mein Fazit:
Ein etwas anderer Krimi mit ganz speziellen Charakteren, die der Geschichte das gewisse Etwas verleihen und zu einem gelungenen Lesevergnügen beitragen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall, wenn Evans wieder ermittelt.

Ganz liebe Grüße,
Niknak