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Allgemeine Handelsware

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Kurz & Kickl
von Helmut Brandstätter
20. August 2019

Atme!
von Judith Merchant
Von Panik getrieben 20. August 2019
Atme ist ein Thriller, der von Anfang an von der Panik der Protagonistin vorangetrieben wird. Ihr Freund ist während eines gemeinsamen Besuchs eines Geschäfts verschwunden. Nile glaubt sofort, dass Ben etwas passiert ist. Als Leser ist man sofort irritiert. Warum diese große Panik und warum übertreibt Nile so? Sie bedrängt sogar die Verkäuferin, die nichts weiß. Die hat Ben nicht einmal gesehen. War er überhaupt mit im Geschäft? Nile geht noch weiter, indem sie die Ehefrau ihres Freundes aufsucht und attackiert diese sogar.

So eine aufgeregte, aggressive Hauptfigur trifft man selten. Als Leser weiß man sofort, dass etwas mit ihr nicht stimmt und es eine heikle Vorgeschichte geben muss.
Man ist sich aber auch nicht ganz sicher, was Bens Frau Flo angeht, die sich auch etwas merkwürdig verhält.
Dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, ist interessant. Dennoch wirkt das ganze konstruiert und übertrieben. Es ist auch nicht ganz einfach diese Hektik, die den ganzen Roman nie nachlässt, auf Dauer zu ertragen.

Die deutsche Autorin Judith Merchant schreibt ein wenig in der Tradition einer Joy Fielding (Lauf Jane Lauf) und ist auch vergleichbar mit z.B. Melanie Raabe. Man darf gespannt auf ihre kommenden Thriller sein.

Sal
von Mick Kitson
Berührend 20. August 2019
Sal ist 13 und hat schon einiges hinter sich im Leben: ihr Stiefvater vergeht sich an ihr, die Mutter ist alkoholabhängig und Sal muss sich um die kleine Schwester Peppa kümmern. Als der Stiefvater droht, auch Peppa zu missbrauchen, schmiedet Sal einen Plan: zusammen mit Peppa flieht sie in den Wald und lebt dort mit ihr. Doch wie lange können Kinder allein im Wald bleiben? Als sie auf die Deutsche Ingrid treffen, verändert sich ihr Leben noch einmal.
Was für ein schönes Buch! Auch wenn es einen tragischen Unterton hat. Sal muss man einfach mögen, wie sie sich um ihre Schwester kümmert und wie einfallsreich sie ihr Überleben im Wald plant und ausführt. Auch die Sprache von Mick Kitson gefiel mir sehr gut. Einfache Sätze, aber dennoch eindringlich und mit einem Ende, das zwar logisch ist, aber auch traurig.
Fazit: eine wunderschöne Erzählung, an die ich sicher noch lange zurück denken werde.