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Igiaba ScegoKassandra in Mogadischu

Roman

Hardcover

S. FISCHER (2024)

416 Seiten; 1 s/w-Abbildung; 20.5 cm x 12.5 cm

ISBN 978-3-10-397619-9

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Kassandra in Mogadischu


Igiaba Scego wurde 1974 in Rom geboren und stammt aus einer somalischen Familie. Die Literatur und das Lesen bezeichnet sie selbst als ihren Rettungsanker:  »In Büchern habe ich meine Geschichte, mich selbst und vor allem Afrika gefunden.« Scego studierte Literatur und Pädagogik, heute schreibt die Autorin mehrerer Romane und Erzählungen auch für Zeitungen und Zeitschriften wie »L’Unità« und »Internazionale« und ist Herausgeberin mehrerer Anthologien. »Kassandra in Mogadischu« ist ihr erster Roman bei S. FISCHER.



Verena von Koskull übersetzt Literatur aus dem Italienischen und dem Englischen. 2020 wurde sie mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis ausgezeichnet. Sie lebt zwischen Brandenburg und Rom.




Hauptbeschreibung


Der große Roman einer weitverzweigten Familie – von einer der gefeiertsten Schriftstellerinnen Italiens



Wie erzählt man
die Geschichte einer Familie
, wenn die gemeinsame Sprache in der Diaspora verloren geht? Wenn die Erinnerungen trügen und geliebte Verwandte seit Generationen in die ganze Welt zerstreut leben? In ihrem
gefeierten autofiktionalen Roman
geht die große italienische Erzählerin Igiaba Scego auf Spurensuche zwischen Mogadischu und Rom. Sie erzählt von verloren geglaubten Müttern und wiedergefundenen Brüdern, von einer Kindheit als Hirtin und der Schule in Rom-Nord, von Verletzungen der Kolonialgeschichte, die sich über die Generationen tragen –
und von der großen Hoffnung, die im Erzählen liegt.
 




Hersteller: S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114, 60596 Frankfurt am Main DE
E-Mail: produktsicherheit@fischerverlage.de


Die italienische Tochter
Kassandra in Mogadischu ist ein Buch, dass sehr von seiner Erzählperspektive geprägt ist.
Die Erzählerin schreibt Briefe an ihre Nichte Soraya. Zunächst denkt man als Leser sogar, man würde persönlich angesprochen. Ehrlich gesagt, hatte ich keinen Briefroman erwartet. Das ist nicht meine bevorzugte Erzählform, doch mit der Zeit kommt man besser rein.
Man erfährt etwas von Somalia. Die Heimat der Erzählerin ist Rom, auch wenn sie afrikanische Wurzeln hat. Und doch traumatisiert sie, was ab 1991 schreckliches im Bürgerkrieg in Somalia passiert. Es ist auch ein Buch über ihre Familie.
Ich bin der Erzählerin mit Interesse durch das Buch gefolgt.

Spannend anders
In früheren Zeiten war der Briefroman ein Mittel um Themen wirkungsvoll zu vermitteln. Hier ist dieser Kunstgriff umso ergreifender, weil wir einen tiefen Einblick in ein Leben bekommen, das sich von einem Moment auf den anderen für immer verändert.
Der Bürgerkrieg in Somalia ist dieser spezielle "Moment", ein Riss in der Matrix, ein Krankheitsherd, die "Jirro". Diese kriegerische Auseinandersetzung zerstreut eine Familie in alle vier Windrichtungen, es verändern sich Umgebung und Sprache, was sie jedoch eint, sind Briefe.
Bestürzend und hochemotional.