Anti Müller
Roman | Der große zweite Roman der Sprachkünstlerin Yade Yasemin Önder
Hardcover
park x ullstein (2026)
240 Seiten; 20.9 cm x 12.8 cm
ISBN 978-3-9881606-5-2
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Text der Buchrückseite
»LIEBE IST DIE ILLUSION, DASS DIE AKTUELLE BEZIEHUNG HÄLT; ZUR DESILLUSION WIRD SIE NUR DURCH EINE NEUE ILLUSION IN FORM DER NÄCHSTEN LIEBE.«
Anti Müller ist kein Liebesroman. Es ist eine schonungslose Analyse verkrusteter Strukturen und ihrer sanften Vollstrecker, unter deren lackierten Nägeln noch immer der Schmutz des Patriarchats lauert. Mit großer poetischer Präzision seziert Yade Önders Erzählerin die Mechanismen moderner Beziehungen sowie eines vermeintlich feministischen Kulturbetriebs, der nach wie vor den Männern die Regie überlässt. Über die Bühnen. Und über die Körper.
»Was für ein Buch! Anti Müller ist stärker als die Scheinheiligkeit der Welt. Ein unglaublich überraschender und benötigter Text voller Wut, Schmerz, Witz und Trost, den ich nicht aus der Hand legen konnte.«
HEIKE GEIßLER
»Ich wage zu prophezeien: Dieses Buch wird ein feministischer Klassiker.«
DANIELA DRÖSCHER
Hauptbeschreibung
»Liebe ist die Illusion, dass die aktuelle Beziehung hält, und die nach ihrem Ende nur durch eine neue Illusion in Form einer neuen Liebe zur Desillusion werden kann.«
Anti Müller ist kein Liebesroman. Es ist eine schonungslose Analyse verkrusteter Strukturen und ihrer sanften Vollstrecker, unter deren lackierten Nägeln noch immer der Schmutz des Patriarchats lauert.
Mit großer poetischer Präzision seziert Yade Önders Erzählerin die Mechanismen moderner Beziehungen sowie eines vermeintlich feministischen Kulturbetriebs, der nach wie vor den Männern die Regie überlässt. Über die Bühnen. Und über die Körper.
»Ich wage zu prophezeihen, dieses Buch wird ein feministischer Klassiker.« Daniela Dröscher
Hersteller: Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstraße 126, 10117 Berlin DE
E-Mail: produktsicherheit@ullstein.de
Verantwortungsflüchtige Männer
Der Roman ist kein klassischer Liebesroman, sondern eine radikale Abrechnung mit den realen Macht- und Verantwortungsverhältnissen in heterosexuellen Beziehungen. Kaum ein Buch der letzten Jahre seziert so präzise die Diskrepanz zwischen dem, was Männer sagen („Ich will auch Kinder irgendwann“), und dem, was sie tun (nichts Konkretes).
Önder nutzt den Kinderwunsch nicht als rührseliges Motiv, sondern als schonungslosen Test. Wer übernimmt wirklich Verantwortung? Wer entscheidet de facto über den Körper und die Lebenszeit der Frau?
Önder schreibt hochpräzise, poetisch, stellenweise richtig rotzig und witzig. Viele Passagen wirken wie ein intelligenter, schonungslos ehrlicher innerer Monolog, der zwischen Verzweiflung, Sarkasmus und analytischer Kälte changiert.
Neben den Beziehungen wird auch der vermeintlich progressive Kulturbetrieb seziert. Wie dort immer noch vor allem Männer die Strippen ziehen, Frauen als „frisch“ und „weiblich“ vermarktet werden und echte Machtstrukturen unter „Feminismus“-Marketing versteckt bleiben.
„Anti Müller“ ist eines der stärksten und unangenehmsten Bücher der deutschen Gegenwartsliteratur im noch jungen Jahr 2026. Es schmerzt, es ist komisch, es ist klug – und es lässt einen danach anders auf viele Gespräche und Beziehungen schauen.


