Ja, nein, vielleicht
E-Book (EPUB)
Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Hanser Berlin (2025)
257 Seiten
ISBN 978-3-446-28505-7
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Hauptbeschreibung
Raffiniert und bissig schreibt die Bestsellerautorin Doris Knecht über das Leben als Frau, über Freundschaft und über Sinn und Unsinn der romantischen Liebe.
Zum ersten Mal seit vielen Jahren fühlt sie sich wieder frei: Die Kinder sind ausgezogen, in ihrem Dasein zwischen Großstadt und Landleben breitet sich Ruhe aus. Doch dann wird ihre Wohnung von ihrer Schwester besetzt, es droht ihr ein Zahn auszufallen und sie wird mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Während sich das eher marginale gesundheitliche Dilemma zu einer kleinen existenziellen Krise auswächst, trifft sie im Supermarkt einen Mann von früher wieder: Friedrich. Eine Begegnung, die sie vor eine Frage stellt, mit der sie sich eigentlich nicht mehr beschäftigen wollte: Ist sie bereit für eine weitere Liebesbeziehung? Oder besser gesagt: Ist sie bereit, ihr gutes Leben zu teilen, ihre innere Zufriedenheit zu riskieren, schon wieder? Ein moderner Roman über das Leben als Frau, der das ewige Primat der romantischen Liebe infrage stellt – unverbittert, witzig, lebensklug
Unterhaltsam
Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt und die Protagonistin fühlt sich seit Jahren erstmals wieder frei. Kinder mittlerweile ausgezogen, breitet sich eine Ruhe in ihrem Leben aus, bis ihre Schwester sich bei ihr einnistet, ihr ein Zahn ausfällt und plötzlich auch ihre eigene Endlichkeit spürt. Dann trifft sie im Supermarkt einen Mann von früher wieder und damit werfen sich Fragen aus, mit denen sie sich gar nicht beschäftigen wollte.
Meine Meinung:
Durch die vielen plötzlich auftretenden Veränderungen wie die Begegnung mit Friedrich, gerät das Leben der Ich-Erzählerin schwer durch einander, scheint er ihr doch Avancen zu machen. Aber will sie das überhaupt nochmal? Die Protagonistin wird urplötzlich aus ihrem eher ruhigen Leben, dass zwischen Stadt und Land hin und her pendelt, mit Fragen konfrontiert, denen sie sich stellen muss. Eigentlich passiert in dem Buch nicht wirklich viel, aber weil es eben so das normale Leben zeigt, ist es so lesenswert, denn wer hat sich nicht schon mal die ein oder andere existenzielle Frage gestellt? Ich hatte das Vergnügen sowohl Buch als auch Hörbuch zu genießen und mir haben beide gefallen.
Fazit:
Unterhaltsam
Eine interessante Geschichte über Vergänglichkeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
20. Kapitel
Eigentlich ist die Protagonistin ganz zufrieden mit ihrem Leben. Geschieden, die Kinder aus dem Gröbsten raus, pendelt sie zwischen ihrer Wohnung in der Stadt und ihrem ehemaligen Ferienhaus im Waldviertel. Doch das Glück bröckelt. Ein Zahn droht auszufallen, das Haus hat neue Risse und ihr wird die Vergänglichkeit vor Augen geführt, auch ihre eigene. In all dem trifft sie zufällig auf einen Mann aus ihrer Vergangenheit, Friedrich.
Hat sie in ihrem Leben Platz für eine neue, alte Liebe? Will er diesen Platz? Und ist sie überhaupt bereit, ihm diesen Platz einzuräumen?
Sie hat mit der Vergangenheit abgeschlossen, auch mit den Männern. Aber als sich dann Friedrich am Horizont auftut, gerät sie doch ins Wanken.
Mir haben gerade diese Gedanken sehr gut gefallen, ebenso wie ihre emotionalen Ausflüge in die Vergangenheit. Denn egal wie alt man ist, wenn man auf die Nachricht einer Person wartet, reagiert man wohl immer mit dem gleichen Gefühlschaos. Auch, wenn man nicht mal sicher ist, ob man diese Person in sein Leben lassen will, in der Luft will niemand hängen.
Die neue Unsicherheit, über seine und ihre Absichten, müssen dann angesichts eines drohenden Dramas Platz machen. Und sie stellt fest, dass da eigentlich viel mehr in ihrem Leben ist, viel mehr Liebe und Freundschaft und Zusammenhalt, als sie es jemals erwartet hat.
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Doris Knecht und ich habe etwas gebraucht, um mich in den besonderen Schreibstil einzufinden. Manchmal war mir das Setting nicht klar, auch dass sie Teile der Geschichte erzählt, als wären es Fragmente eines neuen Buches der Protagonistin hat mich etwas irritiert.
Dennoch hat mich das Ende berührt, aus der Bahn geworfen und wieder hineingeschupst und so habe ich die letzte Seite mit einem Lächeln im Gesicht und Zuversicht umgeklappt.
Fazit:
Eine interessante Geschichte über Vergänglichkeit, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.



