Jenseits des Grabes
Kriminalroman - Der Platz-1-SPIEGEL-Bestseller jetzt als Taschenbuch.
Taschenbuch
Blanvalet; Flammarion, Paris 2023 (2025)
528 Seiten; 18.8 cm x 12.7 cm
ISBN 978-3-7341-1446-5
versand- oder abholbereit innerhalb von 3 Werktagen
Hauptbeschreibung
Ein Dorf voller verschrobener Gestalten, ein Mörder, der perfide Fährten legt und ein Geheimnis so abgründig, dass nur Kommissar Adamsberg es lüften kann ...
In einem kleinen Ort in der Bretagne, gehen merkwürdige Dinge vor sich: Ein Wildhüter wird mit einem kostbaren Messer in der Brust tot aufgefunden. In der Nacht zuvor wollen die Alten des Dorfes den hinkenden Schritt eines Geistes gehört haben, der immer dann erklingt, wenn Unheil bevorsteht. Als Adamsberg, der legendäre Kommissar, von dem Fall Wind bekommt, ist er nicht mehr zu halten: Er steigt in die Ermittlungen ein, und sofort fallen ihm drei Flohbisse an der Leiche auf, ein Detail, das sonst niemand gesehen hat. Noch ahnt er nicht, dass dies nur der Auftakt ist zu einer Mordserie, die das Dorf erschüttern wird…
»Ein Meisterstück.«
Aachener Zeitung
Lesen Sie auch die anderen Bände der Reihe um Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg!
Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28, 81673 München DE
E-Mail: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de
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Jenseits des Grabes
Mehr als fünf Jahre ist es her, dass der letzte Krimi rund um Kommissar Adamsberg erschienen ist, und so langsam hatte ich schon befürchtet, dass er völlig in der Versenkung verschwunden ist.
Dem ist zum Glück nicht so; er ist also zurück, wunder- und sonderbar wie eh und je, und mit ihm sein großartiges Team, bestehend u.a. aus dem allwissenden Danglard, Mercadet mit dem übergroßen Schlafbedürfnis und der unverwüstlichen Violette Retancourt.
Gerade haben sie in Paris den Fall um „Sim den Aal“ gelöst, da werden sie auch schon nach Louviec, einen kleinen Ort in der Bretagne, abkommandiert. Dort häufen sich die merkwürdigsten Vorfälle: Der mysteriöse Hinkende, ein Geist aus dem frühen 18. Jahrhundert, treibt wieder sein Unwesen. Wie auch bei seinem letzten Auftreten vor vierzehn Jahren, hört man des Nachts sein Holzbein durch die schmalen Gassen stampfen – und so wie damals geschieht auch jetzt wieder ein Mord…
Und was hat es mit denjenigen Bewohnern auf sich, die felsenfest daran glauben, dass ihre Seele Schaden nimmt, wenn jemand auf ihren Schatten, insbesondere den des Kopfes, tritt, und die als sogenannte „Schattenschützer“ die Verteidigung gegen die „Schattenschmutzer“ organisieren
.
Dieses Mal sind die Verbrechen – denn es bleibt nicht bei dem einen Mord, den der hinkende Geist angekündigt hatte – besonders perfide und scheinbar völlig willkürlich. Was hat es damit auf sich, dass jeder der Toten ein zerdrücktes, befruchtetes Hühnerei in der Hand hält und zwei oder drei frische Flohbisse am Körper hat?
Kommissar Adamsberg ermittelt wieder mit der ihm üblichen Gemütsruhe, die ihm oft als Nachlässigkeit oder gar Gleichgültigkeit ausgelegt wird, er folgt seinem eigenen Kompass und seinen Methoden, die auf andere oft undurchsichtig wirken. Adamsberg hat ein bemerkenswertes Gespür für Details und ein sensationelles visuelles Gedächtnis. Sein Ruf ist durchaus widersprüchlich, aber seine vielen Erfolge sprechen für sich.
„Sur la dalle“ – so der Originaltitel – also “Auf der Platte“ eines Jahrtausende alten Dolmen hängt er seinen „Gedankenblasen“ nach und begreift allmählich die Zusammenhänge, deren Bruchstücke er von Anfang an in den Händen gehalten hat, während die Leser:innen – jedenfalls ich! – noch meilenweit davon entfernt sind zu verstehen, welche alte Geschichte hinter den teuflischen Geschehnissen steckt.
„Jenseits des Grabens“ ist feinste Unterhaltung: Der Kriminalfall an sich ist hochspannend und sehr komplex, das Personal ist eigensinnig und sehr speziell und liefert sich Dialoge, die unübertroffen sind – das ist eine ganz besondere Stärke der Autorin – und in diesem Fall erfreuen auch noch die sehr besonderen bretonischen Vornamen und die ausgezeichneten Menüs und liebevoll zusammengestellten Picknickkörbe des charmanten Wirtes Johan das Herz.
Ganz ehrlich: Wenn Fred Vargas jetzt wieder fünf Jahre braucht, damit dann erneut so ein großer Lesegenuss und ein weiterer phantastischer Fall für Adamsberg & Co herauskommen – dann ist das die lange Wartezeit absolut wert! Wenn es etwas schneller ginge, hätte ich allerdings auch nichts dagegen…


