Kassandra in Mogadischu
Roman
Hardcover
S. FISCHER (2024)
416 Seiten; 1 s/w-Abbildung; 20.5 cm x 12.5 cm
ISBN 978-3-10-397619-9
Sofort verfügbar oder abholbereit
Hauptbeschreibung
Der große Roman einer weitverzweigten Familie – von einer der gefeiertsten Schriftstellerinnen Italiens
Wie erzählt man
die Geschichte einer Familie
, wenn die gemeinsame Sprache in der Diaspora verloren geht? Wenn die Erinnerungen trügen und geliebte Verwandte seit Generationen in die ganze Welt zerstreut leben? In ihrem
gefeierten autofiktionalen Roman
geht die große italienische Erzählerin Igiaba Scego auf Spurensuche zwischen Mogadischu und Rom. Sie erzählt von verloren geglaubten Müttern und wiedergefundenen Brüdern, von einer Kindheit als Hirtin und der Schule in Rom-Nord, von Verletzungen der Kolonialgeschichte, die sich über die Generationen tragen –
und von der großen Hoffnung, die im Erzählen liegt.
Hersteller: S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114, 60596 Frankfurt am Main DE
E-Mail: produktsicherheit@fischerverlage.de
Die italienische Tochter
Die Erzählerin schreibt Briefe an ihre Nichte Soraya. Zunächst denkt man als Leser sogar, man würde persönlich angesprochen. Ehrlich gesagt, hatte ich keinen Briefroman erwartet. Das ist nicht meine bevorzugte Erzählform, doch mit der Zeit kommt man besser rein.
Man erfährt etwas von Somalia. Die Heimat der Erzählerin ist Rom, auch wenn sie afrikanische Wurzeln hat. Und doch traumatisiert sie, was ab 1991 schreckliches im Bürgerkrieg in Somalia passiert. Es ist auch ein Buch über ihre Familie.
Ich bin der Erzählerin mit Interesse durch das Buch gefolgt.
Spannend anders
Der Bürgerkrieg in Somalia ist dieser spezielle "Moment", ein Riss in der Matrix, ein Krankheitsherd, die "Jirro". Diese kriegerische Auseinandersetzung zerstreut eine Familie in alle vier Windrichtungen, es verändern sich Umgebung und Sprache, was sie jedoch eint, sind Briefe.
Bestürzend und hochemotional.


