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Svenja LeiberNelka

Roman | »Von der ersten Seite an war ich verzaubert, so herzzerreißend, so traurig und doch federleicht ...« Kristine Bilkau

Hardcover

Suhrkamp (2026)

200 Seiten; 20.8 cm x 13.4 cm

ISBN 978-3-518-43276-1

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Nelka

Hauptbeschreibung

Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden sie zu schwerer Arbeit gezwungen. Ihr Vater hatte Nelka früh im Obstbau unterrichtet, und schon als Kind hatte sie ihm beim Veredeln der Apfelbäume geholfen. Dank dieses Wissens kann sie sich anfänglich der Zudringlichkeit des Gutsverwalters erwehren. Sie plant den Apfelanbau für ihn, und die Plantagen bescheren ihm nach dem Krieg ein Vermögen. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leidens zurück. Sie will, dass Marten sich an das erinnert, wovon sie selbst sich endlich befreien muss.





Welche Spuren die gewaltvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts und Zwangsarbeit hinterlassen haben, bis in die Gegenwart und Landschaften hinein, das macht Svenja Leiber in ihrem neuen Roman sichtbar. Sie erzählt von Frauen, deren Wissen und Körper ausgebeutet wurden, die sich in Freundschaft verbanden und sich so gegen Erniedrigung und Brutalität stemmten.
Nelka
beleuchtet ihre Schicksale hellwach und sensibel – und bewahrt die Erinnerung an sie.





Svenja Leiber, 1975 in Hamburg geboren, wuchs in Norddeutschland auf und verbrachte als Kind einige Zeit in Saudi-Arabien. Sie studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, debütierte 2005 mit dem Erzählungsband
Büchsenlicht
, 2010 folgte der Roman
Schipino
. Im Suhrkamp Verlag erschien 2014
Das letzte Land
, 2018
Staub
und 2021
Kazimira
. Svenja Leiber lebt und arbeitet in Berlin und Schleswig-Holstein.


Hersteller: Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44, 10119 Berlin DE
E-Mail: info@suhrkamp.de, Telefon: +49 30 740 744 0


Eine Empfehlung von Herzen
Nelka, Margaryta und Schura sind stellvertretend für all jene, die aus ihrer Heimat verschleppt, ihren Familien entrissen, zur Zwangsarbeit gezwungen und ihres Lebens beraubt wurden. Marten steht für alle, die dieses System genutzt, sich dadurch den kriegerischen Handlungen entzogen haben und trotzdem entsetzliche Dinge getan haben.
Svenja Leibers Ton ist meistens sehr leise, nur manchmal laut. Mahnend und eindringlich, doch ohne erhobenen Zeigefinger.
Ein Roman, trotz aller Dramatik, wunderschön zu lesen, handelt er doch von großer Freundschaft und dem Willen zu Überleben.