Wie Inseln im Licht
Nach »Ewig Sommer« ein neues Meisterwerk der atmosphärischen Spannung
Hardcover
Kein & Aber (2024)
208 Seiten; 19 cm x 12.5 cm
ISBN 978-3-0369-5034-1
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Kurztext
Nach »Ewig Sommer« ein neues Meisterwerk der atmosphärischen Spannung
Text der Buchrückseite
Als ihre kleine Schwester verschwindet, ist Zoey selbst noch ein Kind. Jetzt, zwanzig Jahre später, sind ihre Erinnerungen daran bruchstückhaft und widersprüchlich. Warum wurde nie nach der Schwester gesucht? Nach dem Tod der Mutter reist Zoey an die französische Atlantikküste, wo sie zu dritt gelebt haben, bevor diese eine Nacht alles veränderte. Zoey ahnt: Sie muss ihre Erinnerungen neu sortieren, die wie Inseln im Licht aus dem Meer ragen und die tief unter der Oberfläche miteinander verbunden sind.
»Franziska Gänsler ist eine behutsame und äußerst gekonnte Erzählerin, in deren Händen diese Geschichte über Wahrnehmung und Wahrheit sich nach und nach mit einem großen Sog entfaltet.« Theresia Enzensberger
»Ein Buch wie das große Kino von Ozon und Sorrentino: flirrend, elegant und im besten Sinne skurril.« Yael Inokai
»Franziska Gänslers Prosa bläst eine Seifenblase in einem auf. Darin ein wabernder Sommer an der Côte D‘Argent. Da steht ein Fernseher. Ist alles anders, als es scheint?« Julia Friese
Hauptbeschreibung
Als ihre kleine Schwester verschwindet, ist Zoey selbst noch ein Kind. Jetzt, zwanzig Jahre später, sind ihre Erinnerungen daran bruchstückhaft und widersprüchlich. Warum wurde nie nach der Schwester gesucht? Nach dem Tod der Mutter reist Zoey an die französische Atlantikküste, wo sie zu dritt gelebt haben, bevor diese eine Nacht alles veränderte. Zoey ahnt: Sie muss ihre Erinnerungen neu sortieren, die wie Inseln im Licht aus dem Meer ragen und die tief unter der Oberfläche miteinander verbunden sind.
Hersteller: Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12, 14052 Berlin DE
E-Mail: berlin@keinundaber.deHersteller: Kein & Aber AG
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- Mutter-Tochter-Beziehung
- Erinnerung
- Familiengeheimnis
- Kindheit
- Schwestern
- Meer
- Spurensuche
- Campingplatz
- Familie
- Hotel
- Lesbisch
- Inseln der Erinnerungen
- Trauer
- Familiengeschichte
- Familiensaga
- Traumabewältigung
- Reise in die Vergangenheit
- Suche nach Wurzeln
- Atlantikküste
- Erinnerungen
- Verschwinden
- atmosphärisch
- flirrend
- Zivilisationsflucht
- Vergangenheitsbewältigung
- Kindheitstrauma
Odas Verschwinden
3 Jahre hat die 27jährige Zoey ihre Mutter gepflegt, bis diese starb. Jetzt ist Zoey an einem Ort in Frankreich, wo sie die Asche der Mutter verstreuen will. Hier hatte sie vor 20 Jahren als Kind gelebt, hier war ihre kleine Schwester spurlos verschwunden. Zoey und ihre Mutter zoen nach Berlin. Von Oda haben sie nie wieder etwas gehört.
Doch jetzt beginnt Zoey zu forschen, was damals passiert sein könnte.
Franziska Gänsler hat einen ruhigen Ton gefunden und kreiert Sätze, die zur Stimmungslage der Figur passen und diese vermitteln. Melancholie durchzieht den Text. Man ist nahe bei Zoey, folgt ihren Gedanken und Erinnerungen durch das ganze Buch.
Ich denke, die Autorin verdichtet den Text auf ein stimmiges Maß.
Eine Geschichte über das Schweigen und die Suche nach der Wahrheit ...
Auch wenn mich die Erklärung darüber am Ende etwas verwundert zurückgelassen hat und der frühe Tod der Mutter etwas zu vage blieb - eine klare Leseempfehlung meinerseits für diesen fesselnden, intensiven und doch so ruhigen Roman!
Wie Inseln im Licht
Vier Tage sind seit dem Tod der Mutter vergangen, und seitdem ist Zoeys Zeitrechnung eine andere. Sie reist nach Frankreich, um die Asche ihrer Mutter im Atlantik zu verstreuen – und um endlich wieder an den Ort zu kommen, an dem sie vor zwanzig Jahren mit ihrer jüngeren Schwester Oda und der Mutter gelebt hat, damals als sie noch glücklich waren.
Zoey ist auf der Suche nach Antworten auf die Frage, was damals eigentlich passiert ist, als sie sieben Jahre alt war und Oda fünf.
Was ist geschehen, in dieser Nacht, in der die beiden Mädchen alleine waren in dem Wohnwagen, in dem sie damals lebten; wo war die Mutter in jener Nacht und warum hat sie der älteren Schwester die jüngere überlassen? Ist Oda wirklich im Wald hinter dem Campingplatz verschwunden, dort wo das warme Leben, das die Mutter für ihre Töchter abgesteckt hatte, endete und wo die Geheimnisse anfingen?
Jetzt will Zoey, jetzt MUSS sie, außer ihren verschütteten Erinnerungen auch mehr über die Mutter herausfinden, deren Geschichte immer mit Oda und Zoey auf dem Campingplatz begonnen hat. Nie hat sie von ihrem Leben gesprochen, bevor es die Mädchen gab.
Irgendetwas ist damals passiert, das so schrecklich war, dass die Mutter nicht darüber sprechen, nicht einmal daran denken konnte.
"Das Leben der Mutter bestand aus Lücken, war ein Text, in dem seitenweise geschwärzt worden war, was sie nicht ertrug."
Bereits vor zwei Jahren hat mich Franziska Gänsler mit ihrem Debütroman „Ewig Sommer“ begeistert und das ist ihr mit ihrem neuen Werk „Wie Inseln im Licht“ auch wieder gelungen.
Wieder beschwört sie durch ihre bildhafte Sprache eine ganz besondere, flirrende Stimmung, und wieder begegnen wir Personen, die geheimnisvoll und schwer greifbar sind, die mit sich und ihrer Vergangenheit ringen.
Es ist nicht nur die Geschichte eines Verlustes, der niemals so richtig begriffen wurde, der niemals verarbeitet werden konnte; es ist vor allen die Geschichte einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung, die durch Odas Verschwinden schwer belastet ist.
"Wir hielten die Luft an, seit wir Oda nicht mehr hatten... Oda war ein Graben in unserem Leben, ein Abgrund, an dessen Kante wir standen, immer nur wenige Zentimeter von diesem unbegreiflichen Schwarz entfernt."
Zoey ist die übriggebliebene Tochter, die niemals gehen konnte – und wenn sie ging, dann ganz behutsam, um immer wieder zurückzukommen – ihr Leben lang wurde sie von der Mutter kontrolliert durch deren Leid und die Gebrechen, die sich nach und nach einstellten, kontrolliert und traumatisiert durch eine Mutter, die lieber stirbt, als ihre Tochter medizinische Hilfe holen zu lassen.
Am Schluss erfahren wir, was wirklich mit Oda geschehen ist – und ich frage mich die ganze Zeit, ob ich es nicht stimmiger gefunden hätte, wenn ihr Schicksal weiter im Unklaren geblieben wäre. Wenn ich vielleicht weiterhin – so wie Zoey all die Jahre – hätte hoffen können, dass Oda irgendwo doch noch lebt.


