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Franziska GänslerWie Inseln im Licht

Nach »Ewig Sommer« ein neues Meisterwerk der atmosphärischen Spannung

Taschenbuch

Kein & Aber (2025)

208 Seiten; 18.5 cm x 11.6 cm

ISBN 978-3-0369-6203-0

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Wie Inseln im Licht

Kurztext
In ihrem zweiten Roman nach dem Erfolgsdebüt Ewig Sommer erzählt Franziska Gänsler von einer jungen Frau und dem abgründigen Geheimnis um ihre verschwundene Schwester. Ein eindringlicher, intensiver Roman über Trauer und Liebe, über Erinnerungen und ihre Grenzen.

Hauptbeschreibung

Als ihre kleine Schwester verschwindet, ist Zoey selbst noch ein Kind. Ihre Erinnerungen daran sind bruchstückhaft und widersprüchlich. Warum wurde nie nach der Schwester gesucht? Und wieso hat die Mutter so getan, als hätte es die Schwester nicht gegeben? Nach dem Tod der Mutter reist Zoey an die französische Atlantikküste, zurück an den Ort, an dem sie zu dritt gelebt haben, bevor diese eine Nacht alles veränderte. Zoey beginnt, nachzuforschen und Erinnerungen neu zu sortieren, die wie Inseln im Licht aus dem Meer ragen und tief unter der Oberfläche miteinander verbunden sind.






Franziska Gänslers Debütroman 
Ewig Sommer
erschien 2022. Er wurde in diverse Sprachen übersetzt, für das Theater adaptiert und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. 2025 war die englischsprachige Ausgabe ein
New York Times
Editor’s Pick. Nach
Wie Inseln im Licht
(2024) erscheint mit
Orca
ihr dritter Roman. Franziska Gänsler lebt in Augsburg und Berlin.




Hersteller: Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52, 8004 Zürich CH
E-Mail: berlin@keinundaber.deHersteller: Kein & Aber Verlag
Bäckerstrasse 52, 8004 Zürich CHWürttembergallee 12, 14052 Berlin DE
E-Mail: berlin@keinundaber.de


Wie Inseln im Licht
"Wir waren drei, und jetzt bin ich allein übrig geblieben. Geist, Geist, Mensch."

Vier Tage sind seit dem Tod der Mutter vergangen, und seitdem ist Zoeys Zeitrechnung eine andere. Sie reist nach Frankreich, um die Asche ihrer Mutter im Atlantik zu verstreuen – und um endlich wieder an den Ort zu kommen, an dem sie vor zwanzig Jahren mit ihrer jüngeren Schwester Oda und der Mutter gelebt hat, damals als sie noch glücklich waren.

Zoey ist auf der Suche nach Antworten auf die Frage, was damals eigentlich passiert ist, als sie sieben Jahre alt war und Oda fünf.
Was ist geschehen, in dieser Nacht, in der die beiden Mädchen alleine waren in dem Wohnwagen, in dem sie damals lebten; wo war die Mutter in jener Nacht und warum hat sie der älteren Schwester die jüngere überlassen? Ist Oda wirklich im Wald hinter dem Campingplatz verschwunden, dort wo das warme Leben, das die Mutter für ihre Töchter abgesteckt hatte, endete und wo die Geheimnisse anfingen?

Jetzt will Zoey, jetzt MUSS sie, außer ihren verschütteten Erinnerungen auch mehr über die Mutter herausfinden, deren Geschichte immer mit Oda und Zoey auf dem Campingplatz begonnen hat. Nie hat sie von ihrem Leben gesprochen, bevor es die Mädchen gab.
Irgendetwas ist damals passiert, das so schrecklich war, dass die Mutter nicht darüber sprechen, nicht einmal daran denken konnte.
"Das Leben der Mutter bestand aus Lücken, war ein Text, in dem seitenweise geschwärzt worden war, was sie nicht ertrug."

Bereits vor zwei Jahren hat mich Franziska Gänsler mit ihrem Debütroman „Ewig Sommer“ begeistert und das ist ihr mit ihrem neuen Werk „Wie Inseln im Licht“ auch wieder gelungen.
Wieder beschwört sie durch ihre bildhafte Sprache eine ganz besondere, flirrende Stimmung, und wieder begegnen wir Personen, die geheimnisvoll und schwer greifbar sind, die mit sich und ihrer Vergangenheit ringen.

Es ist nicht nur die Geschichte eines Verlustes, der niemals so richtig begriffen wurde, der niemals verarbeitet werden konnte; es ist vor allen die Geschichte einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung, die durch Odas Verschwinden schwer belastet ist.
"Wir hielten die Luft an, seit wir Oda nicht mehr hatten... Oda war ein Graben in unserem Leben, ein Abgrund, an dessen Kante wir standen, immer nur wenige Zentimeter von diesem unbegreiflichen Schwarz entfernt."

Zoey ist die übriggebliebene Tochter, die niemals gehen konnte – und wenn sie ging, dann ganz behutsam, um immer wieder zurückzukommen – ihr Leben lang wurde sie von der Mutter kontrolliert durch deren Leid und die Gebrechen, die sich nach und nach einstellten, kontrolliert und traumatisiert durch eine Mutter, die lieber stirbt, als ihre Tochter medizinische Hilfe holen zu lassen.

Am Schluss erfahren wir, was wirklich mit Oda geschehen ist – und ich frage mich die ganze Zeit, ob ich es nicht stimmiger gefunden hätte, wenn ihr Schicksal weiter im Unklaren geblieben wäre. Wenn ich vielleicht weiterhin – so wie Zoey all die Jahre – hätte hoffen können, dass Oda irgendwo doch noch lebt.