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Petra PelliniDer Bademeister ohne Himmel

Roman | Mit exklusivem Farbschnitt in der ersten Auflage

Taschenbuch

ROWOHLT Taschenbuch (2026)

320 Seiten; 19 cm x 12.5 cm

ISBN 978-3-499-01571-7

Sofort verfügbar oder abholbereit

Der Bademeister ohne Himmel



Petra Pellini
, geboren 1970 in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Bregenz. Sie war lange in der Pflege demenzkranker Menschen tätig. Für einen Auszug aus 
Der Bademeister ohne Himmel 
wurde sie 2021 mit dem Vorarlberger Literaturpreis ausgezeichnet, außerdem stand der Roman auf der Shortlist für das «Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen» 2024.




Hauptbeschreibung


«Es gibt Bücher, die lange nachhallen. Dieses ist so eines. Steht auf meiner persönlichen Bestsellerliste jetzt ganz oben.» Christine Westermann





Linda ist fünfzehn und würde am liebsten vor ein Auto laufen. Doch noch halten zwei Menschen sie davon ab: ihr einziger Freund Kevin, der daran verzweifelt, dass die Welt am Abgrund steht. Und Hubert, sechsundachtzig Jahre alt, ein Bademeister im Ruhestand, der seine Wohnung kaum mehr verlässt, Karotten toastet und auf seine Frau wartet, die vor sieben Jahren verstorben ist. Dreimal wöchentlich verbringt Linda den Nachmittag bei Hubert, um die polnische Pflegerin Ewa zu entlasten, die mit durchaus eigenwilligen Mitteln ihren Beruf ausübt. Feinfühlig und spielerisch begegnet Linda Huberts fortschreitender Demenz und versucht, den alten Bademeister im Leben zu halten. Bis das Schicksal ihre Pläne durchkreuzt …



Petra Pellini erzählt mit Wärme und Humor vom Erwachsenwerden und Vergessen und von einer einzigartigen Freundschaft.




Auf der Shortlist zum Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen 2024.




Hersteller: Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19, 20099 Hamburg DE
E-Mail: produktsicherheit@rowohlt.de


Der Bademeister ohne Himmel
„Eigentlich ist es simpel. Entweder man taucht ein in seine Welt oder man lässt es bleiben.“

Eines der besten, der schönsten, der berührendsten Bücher, das ich je gelesen habe, ist zweifelsohne der Debütroman von Petra Pellini. Ich weiß gar nicht, wohin mit meiner Begeisterung!
Zweiundvierzig Jahre war Hubert Bademeister im Bregenzer Strandbad, und nie ist ihm ein Kind ertrunken. Doch jetzt ist Hubert sechsundachtzig, und gäbe es eine Leistungsbeurteilung für Demente, wäre er Klassenbester.
Hubert sitzt in seiner Wohnung praktisch fest; er ist „der Bademeister ohne Himmel.“

Linda ist fünfzehn, und dank der Nachmittage, die sie bei Hubert verbringt, ist ihre Woche gut strukturiert. Gegenüber ihren Klassenkameraden ist Linda da klar im Vorteil, sie braucht sich nicht zu überlegen, was sie mit ihrer Zeit anfängt.
Zu Anfang hatte Linda keine Ahnung, worauf sie sich einlässt, als Huberts Tochter – genannt „der Nachtfalter“, weil sie so zerbrechlich und so flatterig ist – sie an den Briefkästen unten im Haus abgepasst hat: Ohne Betreuung sei ihr Vater aufgeschmissen, und so kommt Linda jetzt also mindestens dreimal die Woche, um die polnische Pflegerin Eva (ein Goldstück, eine ganz starke und wunderbare Figur in dieser Geschichte!) ein bisschen zu entlasten.
Inzwischen weiß Linda, wie die Sache läuft und findet kreative Lösungen, wenn es mit Hubert mal nicht so gut läuft.
„Ist Hubert mit nichts aufzumuntern, ziehe ich drei Brockhaus-Bände aus dem Regal, staple sie übereinander, steige hinauf, hole tief Luft, halte mir die Nase zu und springe vom Beckenrand.“
Oder sie holt für ihn die Schachtel mit den Schwimmflügeln aus dem Keller, Original BEMA, orangefarben, in unterschiedlichen Größen.
„Dann knöpft Hubert seine Strickjacke auf in einer Geschwindigkeit, als wäre es ein Klacks für ihn…, und reibt die Handflächen aneinander. ‚Wie viele?‘ – ‚Elf. Sieben Mädchen, vier Buben.‘ – ‚Alter?‘ – ‚Zwischen vier und sechs.‘ – ‚Unter 30 kg?‘ – ‚Alle unter 30 kg.‘ Hubert nickt: ‚Größe 0 für alle.‘ ‚Soll ich helfen?‘, frage ich. Entrüstet schaut er mich an.“
Diese kleine Szene gleich zu Beginn des Romans ist nur eine von vielen, die so zu Herzen gehen und so berührend sind. Die Freundschaft zwischen diesen beiden so ungleichen Menschen ist einfach wunderbar – auch wenn sie, je mehr Zeit vergeht, immer einseitiger wird, weil „die Löschtaste in seinem Kopf immer mehr die Oberhand gewinnt.“

Am liebsten würde ich hier immer weiter und weiter schwelgen und die vielen wunderschönen Sätze und Dialoge anführen, die ich mir alle angestrichen habe – aber wissen Sie was? Entdecken Sie die Schönheit dieser Geschichte doch am besten selber, indem sie möglichst bald dieses Juwel von einem Buch lesen.
„Der Bademeister ohne Himmel“ ist eine sensationell wunderbare Geschichte über das Erwachsenwerden, über das Leben und über das Abschiednehmen.
Ich möchte diesen Roman auch dringend allen Personen, die das Fach Deutsch unterrichten, für ihre etwas älteren Schüler und Schülerinnen als Klassenlektüre ans Herz legen. Es lohnt sich wirklich!