Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.

Paul MaarDas Sams feiert Weihnachten

E-Book (EPUB)

Verlag Friedrich Oetinger (2017)

144 Seiten; ab 7 Jahre

ISBN 978-3-96052-022-1

EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!

Kurztext / Annotation
Weihnachten werden Wünsche wahr! So etwas hat das Sams noch nicht erlebt! Was sind das nur für Flügelwesen, die angeblich im Himmel wohnen? Wieso hat Papa Taschenbier auf einmal so viele Geheimnisse? Und warum stellt man sich Bäume ins Wohnzimmer? Als das Sams zu seinem Weihnachtsfestdebüt noch ein paar Kollegen aus der Welt der Samse einlädt, geht so mancher gewünschter, allerdings auch mancher ungewünschter Wunsch in Erfüllung. Aber am Ende bescheren die vielen Samse Herrn Taschenbier einen stürmischen, wirklich absolut unvergesslichen Weihnachtsabend.
Turbulent, charmant, mit allem, was das Herz begehrt: das perfekte Weihnachtsgeschenk für alle Fans vom Sams.

Paul Maar ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er wurde 1937 in Schweinfurt geboren, studierte Malerei und Kunstgeschichte und war einige Jahre als Lehrer und Kunsterzieher an einem Gymnasium tätig, bevor er den Sprung wagte, sich als freier Autor und Illustrator ganz auf seine künstlerische Arbeit zu konzentrieren. Der Schritt hat sich gelohnt! Sein Werk wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen gewürdigt, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Friedrich-Rückert-Preis und dem E.T.A.-Hoffmann-Preis. Für seine Verdienste um Kunst und Bildung wurde er vom Bayerischen Staatsministerium geehrt.

Nina Dulleck, geboren 1975, zeichnet, seit sie einen Stift halten kann. Sie lebt mit ihrer Familie in Rheinhessen inmitten von Kirschbaumplantagen und Weinbergen.

Textauszug
Warme Kleider und Gedankenketten

Herr Taschenbier stand am Fenster seines Zimmers und schaute hinaus. Die Büsche auf der anderen Straßenseite waren mit hellem Raureif überzogen. Der kahle Kirschbaum dahinter trug ein Glitzerkleid, und die Dächer der umstehenden Häuser hatten weiße Ziegel.

"Ganz schön frostig draußen!", sagte er zum Sams. "Der Winter kommt."

"Herr Winter kommt?", fragte das Sams und schaute auch durchs Fenster. Draußen schob ein Mann gerade das gelbe Postwägelchen vorbei und hob grüßend die Hand, als er Herrn Taschenbier hinter der Fensterscheibe erblickte. Er trug Handschuhe, und wenn er ausatmete, schwebte eine neblige Atemwolke vor seinem Mund.

"Wenn du unseren Briefträger meinst, der heißt aber nicht Herr Winter, sondern Herr Endres", sagte das Sams.

"Nicht Herr Winter kommt, sondern der Winter", sagte Herr Taschenbier. "Ich spreche von der Jahreszeit. Wir müssen dir etwas Warmes kaufen."

"Ein warmes Würstchen?", fragte das Sams.

"Nein", sagte Herr Taschenbier.

"Zwei?", fragte das Sams.

"Nein!"

"Drei!" Das Sams strahlte. "Mit ganz viel Senf!"

"Mach dir keine falschen Hoffnungen", sagte Herr Taschenbier. "Ich spreche von warmen Kleidern."

"Ach so", sagte das Sams enttäuscht. "Gibt's die wirklich?"

"Was meinst du?"

"Warme Kleider!"

"Natürlich gibt's die!", sagte Herr Taschenbier. "Du stellst manchmal sehr dämliche Fragen!"

"Wie werden diese Kleider denn gewärmt?", fragte das Sams. "In der Mikrowelle?"

Herr Taschenbier musste lachen. "Du nimmst wohl alles sehr genau", sagte er. "Ich meinte keine warmen Kleider, sondern welche, die warm machen. Einen Pullover oder eine dicke Hose. In deinem superdünnen Taucheranzug wirst du frieren. Wir gehen am besten gleich los."

"Wohin?", fragte das Sams.

"Ins Kaufhaus. Da haben wir die größte Auswahl."

"Kaufhaus, sehr gut", sagte das Sams und fing gleich an zu singen:

"Kaufhaus, Feldmaus,

Kaufmaus, Kopflaus,

Kauflaus, Blumenstrauß!"

"Dasselbe Lied hast du schon mal gesungen", sagte Herr Taschenbier.

Das Sams nickte. "Ich war ja auch schon mal im Kaufhaus. Da habe ich diesen wunderbar wundervollen, supertollen Taucheranzug her, den du superdünn nennst. Den werde ich niemals nicht ausziehen - und wenn es saumäßig superkalt wird!"

"Das musst du ja nicht. Du ziehst den Pullover einfach über den Taucheranzug."

"Und die Hose?"

"Auch!"

"Gute Idee", sagte das Sams. "Dann lass uns losgehen. Ob der Ober-Verkäufer mit der dicken Brille wohl noch da ist?"

"Meinst du den Abteilungsleiter?", fragte Herr Taschenbier.

"Ja. Der mir den Taucheranzug geschenkt hat."

"Schenken kann man das wohl nicht nennen", sagte Herr Taschenbier. "Eigentlich ist der Taucheranzug mehr oder weniger geklaut."

"Wieso?" Das Sams wunderte sich. "Erst wollte er, dass ich in den Anzug schlüpfe. 'Gummi dehnt sich', hat er gesagt. Und dann hat er gerufen: 'Verschwinde hier! Verschwinde aus meinem Kaufhaus!'"

"Weil du so ein Chaos angerichtet hast mit deinem falschen Feueralarm!"

"Ja, das war ein sehr, sehr schönes Choas", schwärmte das Sams.

"Chaos", verbesserte Herr Taschenbier. "Wir sollten diesem Herrn jedenfalls aus dem Weg gehen. Er darf uns im Kaufhaus nicht entdecken, sonst kriegen wir Ärger."

"Er wird uns niemals nicht entdecken, weil wir uns vor ihm verstecken", reimte das Sams.

Aber es sollte ganz anders kommen, als es die beiden sich vorgestellt hatten!

Das Kaufhaus, das sie nun betraten, war vorweihnachtlich dekoriert. Überall an den Wänden hingen Tannenzweige aus Plastik, es gab Weihnachtsbäumchen mit bunten Kugeln und blinkende Lichterketten, und riesige, goldfarbene Sterne. In der Mitte stand ein großer Christbaum, mit künstlichem Schnee bestäubt. Aus allen Lautsprec

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Nina Dulleck, Jg. 1975, zeichnet, seit sie einen Stift halten kann. Mittlerweile hat sie viele Kinderbücher für verschiedene Verlage im In- und Ausland illustiert. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Rheinhessen inmitten von Kirschbaumplantagen und Weinbergen.