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Eva AdamHEIßE NÄCHTE IN UNTERFILZBACH

E-Book (EPUB)

Luzifer Verlag (2020)

304 Seiten

ISBN 978-3-95835-485-2

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Kurztext / Annotation
Aufregung im niederbayerischen Dorf Unterfilzbach: Der pensionierte Unterfilzbacher Briefträger und Gemeinderat Erwin Weiderer kommt bei einer so spektakulären wie tragischen Explosion ums Leben - und natürlich wittern die erprobten Bauhof-Spürnasen Hansi Scharnagl und Sepp Müller sofort mehr als nur einen unglücklichen Zufall. Band Drei der erfolgreichen niederbayrischen Krimikomödie um 'Hobby-Detektiv' Hansi Scharnagl und die ebenso schrulligen wie liebenswürdigen Bewohner des beschaulichen Dorfes Unterfilzbach - für Fans der Regionalkrimis von Rita Falk, Jörg Maurer und Volker Klüpfel. Doch damit nicht genug: Die Neuwahl des Feuerwehrkommandanten steht an und die Dorfgemeinschaft fiebert bereits einem Show-Down zwischen Sepp und seinem Kontrahenten Fritz Kronschnabl entgegen. Ganz klar, dass da der aus München angereiste Filmregisseur Klaus-Maria Ranftl mit seinen Plänen und Starallüren den Dorfbewohnern einfach nur auf die Nerven geht. Welche Rolle aber die amourösen Abenteuer des Juniorchefs der Oberfilzbacher Feuerlöscher-Firma Karl Brandl, der Liebeskummer von Hansis Freund Sepp und ein manipulierter Feuerlöscher für die Lösung des dritten Kriminalfalls aus Unterfilzbach spielen, müssen Hansi und Sepp auf gewohnt unorthodoxe Weise allein herausfinden ...

Als bayerisches 'Landei' wuchs Eva Adam, Jahrgang 1975, im kleinen Bodenmais im idyllischen Bayerischen Wald auf.
Nach beruflichen Stationen als Steuersekretärin und in der internationalen Fünfsterne-Hotellerie, ist sie heute als Event Managerin wieder in ihrem Heimatort tätig. Dort lebt sie mit ihrer Familie und zwei Hunden.

Textauszug
Kapitel 1

Friedhofs-Tuning

Ende Oktober fiel im kleinen niederbayerischen 3.000-Einwohner-Dörfchen Unterfilzbach im schönen Bayerischen Wald jährlich der Startschuss für einen wahren Brauchtumsmarathon. Am Jahresende häuften sich die Riten der Eingeborenen merkwürdigerweise, warum auch immer.

Es war der 31. Oktober und auf der ganzen Welt hieß dieser Tag Halloween, vereinzelt sogar hier in Unterfilzbach. Im örtlichen Kindergarten Die Filzmäuse wurde inzwischen regelmäßig eine Halloween-Party mit kleinen Gespenstern und Vampiren veranstaltet und abends zogen auch schon mal ein paar Kinder von Haus zu Haus, um Süßes oder Saures zu verlangen. Aber das war's dann auch schon mit dem neumodischen amerikanischen Glump, diesem Halloween-Zeug, wie die rüstige und ausgesprochen gesprächige, aber wenig feinfühlige Dorfratschn Berta Hinkhofer immer zu sagen pflegte.

In Unterfilzbach hatte der 31. Oktober eine ganz andere Bedeutung. Etwas Großes lag in der Luft, etwas Bedeutendes. Geschäftiges Treiben herrschte im ganzen Ort, vor allem rund um die Gärtnerei und den Friedhof. Seit Tagen veranstalteten alle schon ein Mordsgewusel. Das große Gräber-Tuning stand an. Am 1. November war Allerheiligen, was im katholischen Bayern sogar ein Feiertag war. An diesem Tag wurde der Toten gedacht. Das war der Sinn dieses Tages, also eigentlich eine ruhige und besinnliche Angelegenheit - sollte man meinen. Allerdings war dieses Gedenken mit einem ganzen Haufen Aufwand verbunden, sofern man für die Grabpflege in Unterfilzbach verantwortlich war. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, dass man hier förmlich unter gesellschaftlichen Erwartungsdruck gesetzt wurde, denn das geheime Motto lautete: schöner, aufwendiger, kreativer, üppiger! Schließlich reiste teilweise sogar die gesamte Verwandtschaft an und man wollte sich ja vor den anderen nicht blamieren, egal ob Mitbürger oder verwandte Tagestouristen. Denn: "Was sagen denn da d Leut?"

Hansi Scharnagl, angestellt im kommunalen Bauhof, wurde am 31. Oktober von seinem Chef Wiggerl zu einer sofortigen Notfallaktion abkommandiert. Er sollte am Friedhof die Wege ein wenig mit Kies auffüllen. Ein paar Damen, die gerade dabei waren, ihre zu pflegenden Gräber im Endspurt aufzumotzen, hatten sich nämlich beschwert. Der neurotische Bauhofkapo Ludwig Hackl, genannt Wiggerl, war leider nicht mit einem besonders starken Nervenkostüm ausgerüstet und geriet bei Beschwerden schon mal leicht an die Grenzen der Belastbarkeit.

"Hansiii! Was machst du grad? Egal, was du tust, hör sofort auf damit!", schallte es aufgeregt aus dem Bauhoffunk.

"Ähm, Hundetoiletten leeren. Das hast du mir ja heut Morgen angeschafft, oder nicht?", sagte Hansi, verwundert darüber, wie vergesslich sein Chef schon wieder war.

"Lass sofort alles stehen und liegen, wir haben einen Notfall."

Auch Hansi neigte ab und zu ein wenig zur Hysterie und hatte sofort die schrecklichsten Bilder im Kopf. Ein Terroranschlag auf das Rathaus? Explosion in der örtlichen Biogasanlage? Geiselnahme im Bauhof?

"Die Hinkhoferin hat mich gerade angerufen. Am Friedhof sind die Wege wohl unbegehbar und das wäre absolut lebensgefährlich, hat sie gesagt. Du musst da sofort hin und Kies auffüllen. Was sagen denn da d Leut? Morgen ist schließlich das ganze Dorf am Friedhof und dann schimpfen sie wieder alle über den Bauhof, wenn wir nichts unternehmen."

Ein Lächeln huschte über Hansis Gesicht. Das ließ er sich nicht zweimal sagen, denn Hundetoiletten zu leeren, war nicht unbedingt eine direkte Herausforderung und ekelhaft noch dazu.

Leider war rund um den Friedhof kein einziger freier Parkplatz zu bekommen; sie standen einfach ü-ber-all ... egal, ob Halteverbot oder Feuerwehranfahrt.

Man könnt ja meinen, es geht hier um Leben und Tod, dabei sind wir eh schon am Friedhof , dachte Hansi leicht gener

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