Stimmen auf Abstand
Roman
Hardcover
Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch (2026)
383 Seiten; 20 cm x 12 cm
ISBN 978-3-8353-6086-0
Sofort verfügbar oder abholbereit
Hauptbeschreibung
»Das ist große europäische Literatur einer wahrhaft europäischen Autorin.« – Luca Vazgec, FAZ
In einer Kleinstadt der rumänischen Karpaten erinnert sich die pensionierte Ärztin Anda Movila an ihr Leben mit zwei Ehemännern – der eine starb gewaltsam bei der Revolution von `89, der andere an einer Krankheit. Sie denkt an ihre Kinder Liviu und Delia, die mittlerweile in Frankreich und den Vereinigten Staaten ihr Glück suchen. Andas Erinnerungen lassen auch die Zustände in der Klinik während des Kommunismus, Ehebruch und Eifersucht oder den Urlaub am Schwarzen Meer in einem Luxushotel in Nachbarschaft zur Sommerresidenz des Diktatorenehepaars wiederaufleben. Die Gegenwart erreicht sie als Alarm vor Braunbären, die den Touristenort heimsuchen, als Fernsehnachrichten und Social-Media-Gerüchte oder durch die Stimmen ihrer Kinder und Freunde am Telefon – auf Abstand. Bis sie beschließt, die rätselhafte Geschichte um Ceausescus Oberkellner Trif und seine Frau aufzuschreiben: Denn in Rumänien ist die Vergangenheit nicht selten überraschender als die Zukunft.
Gabriela Adameșteanu entwirft in ihrem neuen Roman ein Panorama der rumänischen Welt: Familien, die durch die Emigration zerfallen; nie vernarbte Erfahrungen von Rechtlosigkeit und Gewalt; und die Verwerfungen einer Gesellschaft, die mit der Vergangenheit nie abrechnen wollte. »Stimmen auf Abstand« vervollständigt die Galerie der großen Romane und Frauenfiguren von Gabriela Adamesteanu auf brillante Weise.
Hersteller: Wallstein Verlag GmbH
Geiststr. 11, 37073 Göttingen DE
E-Mail: info@wallstein-verlag.de
Erinnerungen
Von der rumänischen Schriftstellerin Gabriela Adamesteanu hatte ich bis jetzt noch nichts gelesen.
Der Roman Stimmen auf Abstand
literarisch brillant geschrieben.
Sie lässt das Leben in Rumänien
beklemmend aber auch fantasievoll erleben.
Es beginnt in der Zeit von Corona. Die ehemalige Ärztin Anda Movila kann sich mit ihren Töchtern nur telefonisch unterhalten, denn sie wohnen in Frankreich und den USA.
Man wird in ihre Erinnerungen direkt eingezogen.
Die Autorin ist eine glänzende Erzählerin.
Der Roman ist gute Literatur.


