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Aurel MertzAlpha-Boys

Der Anti-Bro-Code von Aurel Mertz

Hardcover

Knaur (2026)

256 Seiten; 20.9 cm x 12.8 cm

ISBN 978-3-426-56939-9

Sofort verfügbar oder abholbereit

Alpha-Boys



Aurel Mertz
ist ohne traditionelle Männlichkeitsideale in Stuttgart aufgewachsen. Seinen ersten freilaufenden Alphamännern begegnete er erst, als er in die Medienbranche einstieg. Als Comedian und Host legte er sich unter anderem schon mit Dressurreiter*innen, deutschen Polizist*innen und Innenministern an, bevor er für dieses Buchprojekt in die Untiefen der Manosphere hinabstieg und der Spur des Geldes bis in den indonesischen Dschungel folgte. Nach Lehrjahren in Wien und Istanbul lebt Aurel Mertz heute in Berlin.




Hauptbeschreibung


In seinem satirischen Sachbuch-Debüt »Alpha-Boys« geht Comedian Aurel Mertz dorthin, wo wenig geweint und noch weniger gelacht wird: zu den Brutstätten der neuen Männlichkeit.


Theoretisch dürfen Männer sich die Fingernägel lackieren und müssen Konflikte nicht mit den Fäusten regeln. Doch so ganz scheint es dem Y-Chromosom nicht zu behagen, weshalb der Trend für junge Männer heute wieder zum traditionellen Rollenbild geht.


Aurel Mertz, selbst Mann, ist davon komplett verwirrt: Warum nach Muskeln und Krypto-Geld streben, statt die Freiheiten einfach anzunehmen? Was hat uns so verletzt, dass wir Einsamkeit und emotionale Verrohung suchen? Worin unterscheiden sich Alphas eigentlich von Betas und Sigmas? Und was haben Trump, Putin und sogar Friedrich Merz damit zu tun?



Allein unter Männern – ein Horrortrip durchs Patriarchat im Endstadium


In »Alpha-Boys« begibt sich Aurel Mertz auf eine Reise durch die Manosphere und sucht all jene Orte auf, an denen die Männerseele leidet, aber auch Leid und Misogynie verbreitet. Mit seinem unverwechselbaren Humor findet er Antworten in Verletzlichkeit, im Kapitalismus und sogar im indonesischen Dschungel.




Hersteller: Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG
Landsberger Straße 346, 80687 München DE
E-Mail: produktsicherheit@droemer-knaur.de


Manosphere
Aurel Mertz kannte ich bisher vorrangig aus der Comedy Szene, umso interessanter fand ich zunächst die Thematik des Buches: Ein Blick in die Manosphere. Je mehr ich gelesen habe, desto klarer wird, dass es durchaus möglich ist, einen humoristischen und ernsten Blick auf dieses Thema zu vereinen. Mertz berichtet durchaus lakonisch, dennoch geprägt von Witz und Charme von eigenen Erlebnissen auf einer Rundreise durch die Manosphere.
Die einzelnen Kapitel sind kurzweilig und lassen sich flüssig lesen. Ich habe einige Ausschnitte aus dem Hörbuch (gelesen vom Autor selbst) gehört und tatsächlich kann dies helfen den Humor besser zu verstehen/wahrzunehmen. Beim reinen Lesen könnten humoristische Bilder an einigen Stellen misinterpretiert werden. In diesem Buch geben sich Humor und bitterer Ernst mehrfach die Klinke in die Hand, so dass es Aurel Mertz gelingt trotz gesellschaftskritischen Perspektiven zu unterhalten. An einigen Stellen konnten aufgrund eigener Erfahrungen tatsächlich Vorurteile abgebaut, an anderen Fassaden entlarvt werden. Diese Mischung liest sich unterhaltsam und ist meiner Meinung nach ein gutes Buch, um un diese Thematik einzusteigen. Eine ausführliche theoretische Untermauerung findet sich in diesem Buch nicht, wenngleich einige Querverweise gegeben werden.
"Alpha-Boys" ist für mich eine gelungene Perspektive auf Männlichkeit. Die persönlichen Erzählungen wirken authentisch und nahbar, zeitgleich hilft die spitze Humoristik eine gewisse Distanz herzustellen.

Interessanter humoristischer Ausflug eines Comedians in die Manosphere
Aurel Mertz ist mit starken Frauen aufgewachsen und hat von klein auf die Power von Mama, Schwester, Oma erlebt, genauso wie einen progressiv eingestellten Vater. So hat er im Erwachsenenalter mit Erstaunen das Erstarken sehr konservativer, längst überwunden geglaubter Männlichkeitsideale in vielen Gesellschaften bemerkt.

Mir ist der Autor sehr sympathisch und man merkt ihm an, dass er sich - vielleicht auch aufgrund eigener Marginalisierungs- und Diskriminierungserfahrungen als PoC mit einem ghanaischen Großvater - selbst schon viel Perspektiven jenseits derer weißer, mächtiger Männer auseinandergesetzt hat.

Neugierig und humorvoll begibt er sich in diesem Buch auf die Spuren der sogenannten "Manosphere", beschäftigt sich mit Donald Trump genauso wie mit der Incel- und Red-Pill-Bewegung, mit Pick-Up-Artists, dem konservativen kanadischen Psychologen und Influencer Donald Peterson oder einem Männlichkeitsmentor, der im balinesischen Dschungel ein Camp für angehende Alphamänner veranstaltet.

Authentisch und humorvoll analysiert der Autor, was in diesen Bereichen der Gesellschaft los ist, welche Männlichkeitsideale dort vertreten werden und was die Auseinandersetzung damit mit ihm selbst als Mann mit progressiven, linken Einstellungen macht.

Wer sich noch nicht viel mit diesen Trends beschäftigt hat, bekommt durch dieses Buch interessante Impulse, wo man näher hinschauen könnte, um diese kontroverse Zeitgeistbewegung besser zu verstehen. Ansonsten ist es aber auch einfach eine unterhaltsame Lektüre bzw. in der Audioversion ein vom Autor selbst humorvoll vorgetragenes unterhaltsames Hörbuch, das ich empfehlen kann.

Im Nachwort erwähnt er übrigens, dass er das auf dem Cover sichtbare Tierschutzkätzchen gemeinsam mit einem zweiten Kätzchen adoptiert hat: ein weiterer Sympathiepunkt für den tierlieben Autor, Sprecher und Comedian.