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Rezensionen

Der Tote auf dem Kniepsand

Autor: Anna Johannsen

Erschienen 2026 bei Edition M
ISBN 978-2-496-71895-9
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Fesselnd bis zur letzten Seite - 5 Sterne

In ihrem 13. Fall werden HK Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen abermals nach Amrun geschickt, um den Tod von Dennis Claasen zu untersuchen, der möglicherweise etwas mit angeschwemmten Drogenpaketen zu hat. Recht bald entdecken die beiden Ermittlerinnen, dass es im Leben des Toten einige Ungereimtheiten gibt. Zum einen scheint er zahlreiche Liebschaften auch mit verheirateten Frauen zu unterhalten und zum anderen hat er mit seinen drei Geschwistern Haus und Grundstück geerbt, um dessen Verkauf nun gestritten wird. Um seine Geschwister auszahlen zu können, reicht sein Verdienst als Mädchen für alles im Yachthafen nicht aus.

Als wenig später in Claasens Haus eingebrochen wird und verwüstet wird, deutet alles darauf hin, dass der Tote in die Drogengeschäfte involviert war. Doch wer sind die Drahtzieher? Oder ist alles ganz anders?

Meine Meinung:

Anna Johannsen schafft es, auch im 13. Fall den Spannungsbogen hoch zu halten. Neben dem oft mühsamen Ermittleralltag, der durch Bürokratie, Rivalitäten zwischen Ordnungspolizei und Kriminalbeamten sowie auf ihre Karriere bedachten Staatsanwälte nicht unbedingt erleichtert wird, gibt es für Lena und Naya doch immer wieder Kolleginnen und Kollegen, die durch unbürokratisches Handeln für Lichtblicke sorgen. Manches Macho-Gehabe des einen oder anderen Kollegen soll nur die Angst vor der Nordsee verbergen, die man(n) nicht wirklich zugeben kann.

Wie schon in den Vorgängern spielt das Privatleben von Lorenzen und Olsen eine große Rolle. Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben. Lena Lorenzen, die auf Amrun aufgewachsen ist, kann auf zahlreiche Bekannte, wie zum Beispiel ihren früheren Lehrer zurückgreifen, um die eine oder andere Information zu erhalten. Nicht immer fühlt sie sich dabei wohl in ihrer Haut.

Fazit:

Autorin Anna Johannsen hat wieder einen vielschichtigen Krimi geschrieben, der mit einer doch überraschenden, aber stimmigen Aufllösung punktet. Gerne gebe ich dafür 5 Sterne.
von Bellis-Perennis - 2026-06-09 06:56:00

Nicht ganz so spannend, aber durchaus lesenswert - 4 Sterne

Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder Krimi, der Spannung, norddeutsche Küstensatmosphäre und Lokalkolorit miteinander verwebt.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil klar und flüssig, ohne überflüssige Ausschweifungen und dennoch entfaltet sich die Handlung geschickt durch das Legen falscher Spuren und vieler Verdächtiger.
Auch die private Seite der Ermittler kommt nicht zu kurz. In diesem Fall aber fast schon ein wenig zu lang. Denn die Beziehungsprobleme von Lenas Kollegin haben mich ein wenig genervt.
Ansonsten aber ein solider Krimi, der mit einer logischen Handlung und einem flüssigen Schreibstil punktet.
Fazit: Der 13. Fall für Lena war jetzt nicht der spannendste, aber dennoch überaus lesenswert.
von Harakiri - 2026-05-26 18:08:00

Mord und Drogenschmuggel - 5 Sterne

Die Polizei geht bei dem Toten am Amrumer Kniepsand von einem Zusammenhang mit Drogenpakten, die an den Stränden der nordfriesischen Inseln angespült wurden, aus. Lena Lorenzen, ihres Zeichens Hauptkommissarin, kehrt auf Amrum zurück und findet mit Kollegin Naya Olsen heraus, dass Claasen Streit mit seinen Geschwistern wegen des Erbe seines Elternhauses hatte. Alle hätten einen akuten Finanzbedarf. War er an dem Schmuggel beteiligt? Die Ermittler sind alarmiert als in sein Haus eingebrochen wird. Ist das eine Spur?


Meine Meinung
Das Buch konnte ich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Lena und auch in Naya, die nach Amrum geschickt werden und dort nicht nur den Mordfall vorfinden, sondern auch die Drogendelikte. Die Vermutung liegt nahe, dass Bootsbesitzer, deren Booe dort vor Anker liegen, in den Drogen Schmuggel verstrickt sind. Doch haben sie auch mit dem Mord an Claasen zu tun? Lena will es aufklären. Das Buch ist spannend geschrieben, hat mir gut gefallen, mich gefesselt und auch gut unterhalten. Deshalb von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.
von Lerchie - 2026-05-23 15:12:00