Rezensionen
Peggy Guggenheim
Freigeist - Mäzenin - Femme fatale
Autor: Mona Horncastle
Erschienen 2025 bei Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG
ISBN 978-3-222-15129-3
Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte - 4 Sterne
Das Buch verspricht, Peggy Guggenheims Geschichte abseits aller Klischees zu erzählen. Da ich ihre Lebensgeschichte nun vor allem aus diesem Buch kenne, kann ich das zwar nicht abschließend beurteilen, doch hatte auf jeden Fall den Eindruck, dass neutral ihr Wirken in der Kunstförderung und -bewahrung, aber auch ihre schwierigen Seiten aufgezeigt hat.
Die jeweiligen Kapitel sind kurz gehalten, und erzählen jeweils einen Abschnitt aus ihrem Leben, sodass man gut mitkommt und wenn man - wie ich - Sachbücher eher Stück für Stück liest, passende Sinneinheiten findet. Darüber hinaus gibt es viele Bilder, die dem Leser Peggy und andere Protagonisten ihres Lebens näher bringen. Durch die vielen Literaturverweise fällt es auch leicht, tiefer einzusteigen.
Einziger Kritikpunkt: Es wird hier sehr viel mit Namen um sich geworfen. Natürlich ist es interessant zu sehen, mit wem Peggy Guggenheim Kontakt hatte, aber bei 5 verschiedenen Namen in einem Abschnitt fiel es mir manchmal schwer, noch zu folgen. Hier wäre vielleicht weniger manchmal mehr gewesen. Eine Hilfestellung ist aber das umfassende Personenregister am Ende des Buches.
Insgesamt ein wunderbares Sachbuch für alle, die sich für Kunstgeschichte, aber auch feministische Geschichte interessieren, da Peggy sich nicht nur vor allem auch für die Förderung von Künstlerinnen einsetzte und mit vielen Sammlerinnen Kontakt pflegte, sondern sich leider auch im Laufe ihres Lebens immer wieder mit sexistischen Aussagen auseinandersetzen musste. Auch ihr Leben wurde im Nachhinein vor allem aus dem Blickwinkel männlicher Biografen bewertet, weshalb dieses Buch eine Bereicherung in den Werken über ihr Leben darstellt.
Die jeweiligen Kapitel sind kurz gehalten, und erzählen jeweils einen Abschnitt aus ihrem Leben, sodass man gut mitkommt und wenn man - wie ich - Sachbücher eher Stück für Stück liest, passende Sinneinheiten findet. Darüber hinaus gibt es viele Bilder, die dem Leser Peggy und andere Protagonisten ihres Lebens näher bringen. Durch die vielen Literaturverweise fällt es auch leicht, tiefer einzusteigen.
Einziger Kritikpunkt: Es wird hier sehr viel mit Namen um sich geworfen. Natürlich ist es interessant zu sehen, mit wem Peggy Guggenheim Kontakt hatte, aber bei 5 verschiedenen Namen in einem Abschnitt fiel es mir manchmal schwer, noch zu folgen. Hier wäre vielleicht weniger manchmal mehr gewesen. Eine Hilfestellung ist aber das umfassende Personenregister am Ende des Buches.
Insgesamt ein wunderbares Sachbuch für alle, die sich für Kunstgeschichte, aber auch feministische Geschichte interessieren, da Peggy sich nicht nur vor allem auch für die Förderung von Künstlerinnen einsetzte und mit vielen Sammlerinnen Kontakt pflegte, sondern sich leider auch im Laufe ihres Lebens immer wieder mit sexistischen Aussagen auseinandersetzen musste. Auch ihr Leben wurde im Nachhinein vor allem aus dem Blickwinkel männlicher Biografen bewertet, weshalb dieses Buch eine Bereicherung in den Werken über ihr Leben darstellt.
von bakerstreetbabe - 2025-10-11 10:36:00
Ihrer Zeit voraus - 4 Sterne
Ein neues Buch in der Buchreihe "Reihenweise kluge Frauen" aus dem Molden Verlag: Diesmal hat Mona Horncastle über Peggy Guggenheim geschrieben und somit wurde nun der zehnte Band in dieser Reihe veröffentlicht.
Peggy Guggenheim ist denke ich so manchen ein Begriff. Wenn nicht im ersten Moment Peggy selbst, so bestimmt ihr Vater Benjamin Guggenheim, der auf der Jungfernfahrt der Titanic verunglückt ist und auch im gleichnamigen Film mit Kate Winslet und Leonardo di Caprio erwähnt wurde.
Peggy Guggenheim wurde in eine reiche, jüdische Familie in New York geboren und fand schon in jungen Jahren Interesse an Kunst. Ihr Ziel war es vor allem immer Künstler*innen zu unterstützen und dies tat sie Zeit ihres Lebens. Sie hielt sich den Großteil ihres Lebens in Europa auf, wo die Kunstszene boomte und wo sie in Kontakt mit Künstler*innen kam, die zu dieser Zeit wenig bekannt waren. Einige ihrer Werke kaufte sie und stellte sie aus.
Neben diesen Einzelheiten bekommt man auch etwas über Peggys Liebes- und Familienleben mit, wenn auch vor allem die Teile, die im Hinblick auf die Kunst relevant sind. Diesen Aspekt hat Horncastle bewusst gewählt. Mit ihren zahlreichen Liebschaften und dem Fokus auf Karriere statt Familie und Kindern, würde Peggy anders bewertet werden als beispielsweise ein Mann. Vor allem zu ihren Lebzeiten.
Das Buch ist neben den vielen informativen Aspekten außerdem sehr schön gestaltet und macht in jedem Bücherregal was her. Innerhalb des Buches findet man viele Fotos, die dem geschriebenen ein Bild verleihen. Das Buchcover ist dabei wie immer im Stil der ganzen Reihe designet.
Alles in Allem hat mir das Buch gut gefallen und ich durfte einen Einblick in das Leben einer interessanten Frau bekommen. Dies wird definitiv nicht das letzte Buch aus dieser Reihe für mich gewesen sein.
Peggy Guggenheim ist denke ich so manchen ein Begriff. Wenn nicht im ersten Moment Peggy selbst, so bestimmt ihr Vater Benjamin Guggenheim, der auf der Jungfernfahrt der Titanic verunglückt ist und auch im gleichnamigen Film mit Kate Winslet und Leonardo di Caprio erwähnt wurde.
Peggy Guggenheim wurde in eine reiche, jüdische Familie in New York geboren und fand schon in jungen Jahren Interesse an Kunst. Ihr Ziel war es vor allem immer Künstler*innen zu unterstützen und dies tat sie Zeit ihres Lebens. Sie hielt sich den Großteil ihres Lebens in Europa auf, wo die Kunstszene boomte und wo sie in Kontakt mit Künstler*innen kam, die zu dieser Zeit wenig bekannt waren. Einige ihrer Werke kaufte sie und stellte sie aus.
Neben diesen Einzelheiten bekommt man auch etwas über Peggys Liebes- und Familienleben mit, wenn auch vor allem die Teile, die im Hinblick auf die Kunst relevant sind. Diesen Aspekt hat Horncastle bewusst gewählt. Mit ihren zahlreichen Liebschaften und dem Fokus auf Karriere statt Familie und Kindern, würde Peggy anders bewertet werden als beispielsweise ein Mann. Vor allem zu ihren Lebzeiten.
Das Buch ist neben den vielen informativen Aspekten außerdem sehr schön gestaltet und macht in jedem Bücherregal was her. Innerhalb des Buches findet man viele Fotos, die dem geschriebenen ein Bild verleihen. Das Buchcover ist dabei wie immer im Stil der ganzen Reihe designet.
Alles in Allem hat mir das Buch gut gefallen und ich durfte einen Einblick in das Leben einer interessanten Frau bekommen. Dies wird definitiv nicht das letzte Buch aus dieser Reihe für mich gewesen sein.
von rosetheline - 2025-10-06 20:53:00
Lesenswert - 5 Sterne
Ich habe mich schon öfters mit Peggy Guggenheim beschäftigt und bin regelmäßiger Besucher der Guggenheim-Collection in Venedig. Umso neugieriger war ich auf dieses Buch und ob ich etwas Neues über Peggy-Guggenheim erfahren würde.
Nach dem Lesen dieses Buches muss ich zugeben, dass ich in keinster Weise enttäuscht wurde. Ganz im Gegenteil, ich habe völlig neue und unbekannte Seiten an Peggy Guggenheim kennengelernt und kann sie nun als Kunstmäzenin noch besser einordnen.
Das Buch schafft es sehr gut, die Person Peggy Guggenheim in all ihren Facetten darzustellen. Es erzählt von ihrer Geburt, ihrer Kindheit, ihr schwieriges Verhältnis zu Männern sowie ihrer Leidenschaft, der Kunst.
Ich kann dieses Buch zweifellos weiterempfehlen, sowohl an Kenner Guggenheims sowie an Menschen, die die wichtige Kunstmäzenin erst kennenlernen wollen.
Nach dem Lesen dieses Buches muss ich zugeben, dass ich in keinster Weise enttäuscht wurde. Ganz im Gegenteil, ich habe völlig neue und unbekannte Seiten an Peggy Guggenheim kennengelernt und kann sie nun als Kunstmäzenin noch besser einordnen.
Das Buch schafft es sehr gut, die Person Peggy Guggenheim in all ihren Facetten darzustellen. Es erzählt von ihrer Geburt, ihrer Kindheit, ihr schwieriges Verhältnis zu Männern sowie ihrer Leidenschaft, der Kunst.
Ich kann dieses Buch zweifellos weiterempfehlen, sowohl an Kenner Guggenheims sowie an Menschen, die die wichtige Kunstmäzenin erst kennenlernen wollen.
von Michael150 - 2025-09-29 23:28:00
Eine ungewöhnliche Frau als Museumsgründerin und Kunstmäzenin - 4 Sterne
Das Cover zur Biografie von „Peggy Guggenheim“, geschrieben von Mona Horncastle, gefällt mir sehr, wenn es auch eigentlich nicht unbedingt meinen Vorlieben entspricht. Aber ich finde, dass das eigenwillige Foto dieser ungewöhnlichen Persönlichkeit einfach einen hervorragenden Einstieg in deren Leben und Wirken bildet und ich mag auch die sehr passende, modern-reduzierte Gestaltung an sich. Das Blau mit dem weißen Spot hinter Peggy Guggenheims Bild macht neugierig und lädt ein, die Biografie entdecken zu wollen.
Zudem ist das Buch insgesamt extrem hochwertig gestaltet und verfügt über einen sehr festen, schweren Einband. Im Inneren erwarten uns LeserInnen immer wieder tolle Fotos und auch die Gestaltung mit farbigen Bereichen ist meiner Meinung nach ausgesprochen gut gelungen. Blaue Überschriften, kurze Kapitel und ein angenehmes Schriftbild machen das Lesen sehr komfortabel und es macht schon großen Spaß einfach durch das Buch zu blättern und den gelungenen Aufbau zu genießen sowie die Fotos zu betrachten. Schade finde ich nur, dass die eingefügten Fotos zum großen Teil nicht auf den Text abgestimmt wurden und daher meist isoliert dastehen ohne die aktuell gelesenen Informationen zu bebildern. Eine gezieltere Anordnung hätte meiner Meinung nach das Leseerlebnis noch weiter aufgewertet und Inhalte verdeutlicht.
Mona Horncastle erzählt aber auch in sehr eingängiger Sprache vom Leben und Wirken der Peggy Guggenheim, so dass sich der Text leicht und angenehm lesen lässt und nichts von der Trockenheit hat, die Sachtexte manchmal schwer zugänglich werden lässt. Etwas anstrengt ist es allerdings zeitweise für mich gewesen, dass in manchen Passagen doch enorm viele Namen genannt und Personen angegeben werden. Im Nachwort habe ich erfahren, dass sich die Autorin hauptsächlich auf die Darstellung Peggy Guggenheims als Kunstsammlerin, als Museumsgründerin und als Mäzenin konzentriert hat und private Themen, wie das Verhältnis zu ihren Kindern oder Liebschaften, so wie speziell weibliche Themen zum Großteil ausklammern wollte. Diesen Fokus konnte ich im Text deutlich wahrnehmen und wäre froh gewesen, wenn ich diese Intentionen im Vorfeld gekannt hätte. Denn ohne diese Informationen haben sich für mich beim Lesen immer wieder Lehrstellen und Fragen, Lücken und Ungereimtheiten ergeben, die mich unbefriedigt zurück gelassen haben. Natürlich wären diese auch nicht verschwunden, wenn ich vorher Bescheid gewusst hätte, aber ich hätte gewusst, worauf ich mich einlasse und die Fragezeichen anders einordnen können.
Peggy Guggenheim als Mensch ist mir ein wenig fremd geblieben, doch ich habe ansonsten sehr viel Interessantes und Kurioses aus ihrer Schaffenswelt erfahren und bin sehr beeindruckt, von ihrem Durchsetzungsvermögen, von ihrer Schlagfertigkeit und von ihrer Leistung für die Kunstwelt. Diese Biografie ist ein wunderbarer Einstieg, um sich Peggy Guggenheim anzunähern, muss dann allerdings durch andere Werke ergänzt werden, um alle Facetten dieser ungewöhnlichen Frau kennen lernen zu können.
Nichts desto trotz hatte ich mit diesem Buch eine sehr inspirierende, interessante und faszinierende Lesezeit und schätze es als eigenes, wunderschönes kleines Kunstwerk sehr. Ich empfehle diese Biografie daher allen interessierten LeserInnen als Einstieg zum Kennenlernen von Peggy Guggenheim und allen BuchliebhaberInnen auch als schönes „Sehnsuchtsobjekt“.
Zudem ist das Buch insgesamt extrem hochwertig gestaltet und verfügt über einen sehr festen, schweren Einband. Im Inneren erwarten uns LeserInnen immer wieder tolle Fotos und auch die Gestaltung mit farbigen Bereichen ist meiner Meinung nach ausgesprochen gut gelungen. Blaue Überschriften, kurze Kapitel und ein angenehmes Schriftbild machen das Lesen sehr komfortabel und es macht schon großen Spaß einfach durch das Buch zu blättern und den gelungenen Aufbau zu genießen sowie die Fotos zu betrachten. Schade finde ich nur, dass die eingefügten Fotos zum großen Teil nicht auf den Text abgestimmt wurden und daher meist isoliert dastehen ohne die aktuell gelesenen Informationen zu bebildern. Eine gezieltere Anordnung hätte meiner Meinung nach das Leseerlebnis noch weiter aufgewertet und Inhalte verdeutlicht.
Mona Horncastle erzählt aber auch in sehr eingängiger Sprache vom Leben und Wirken der Peggy Guggenheim, so dass sich der Text leicht und angenehm lesen lässt und nichts von der Trockenheit hat, die Sachtexte manchmal schwer zugänglich werden lässt. Etwas anstrengt ist es allerdings zeitweise für mich gewesen, dass in manchen Passagen doch enorm viele Namen genannt und Personen angegeben werden. Im Nachwort habe ich erfahren, dass sich die Autorin hauptsächlich auf die Darstellung Peggy Guggenheims als Kunstsammlerin, als Museumsgründerin und als Mäzenin konzentriert hat und private Themen, wie das Verhältnis zu ihren Kindern oder Liebschaften, so wie speziell weibliche Themen zum Großteil ausklammern wollte. Diesen Fokus konnte ich im Text deutlich wahrnehmen und wäre froh gewesen, wenn ich diese Intentionen im Vorfeld gekannt hätte. Denn ohne diese Informationen haben sich für mich beim Lesen immer wieder Lehrstellen und Fragen, Lücken und Ungereimtheiten ergeben, die mich unbefriedigt zurück gelassen haben. Natürlich wären diese auch nicht verschwunden, wenn ich vorher Bescheid gewusst hätte, aber ich hätte gewusst, worauf ich mich einlasse und die Fragezeichen anders einordnen können.
Peggy Guggenheim als Mensch ist mir ein wenig fremd geblieben, doch ich habe ansonsten sehr viel Interessantes und Kurioses aus ihrer Schaffenswelt erfahren und bin sehr beeindruckt, von ihrem Durchsetzungsvermögen, von ihrer Schlagfertigkeit und von ihrer Leistung für die Kunstwelt. Diese Biografie ist ein wunderbarer Einstieg, um sich Peggy Guggenheim anzunähern, muss dann allerdings durch andere Werke ergänzt werden, um alle Facetten dieser ungewöhnlichen Frau kennen lernen zu können.
Nichts desto trotz hatte ich mit diesem Buch eine sehr inspirierende, interessante und faszinierende Lesezeit und schätze es als eigenes, wunderschönes kleines Kunstwerk sehr. Ich empfehle diese Biografie daher allen interessierten LeserInnen als Einstieg zum Kennenlernen von Peggy Guggenheim und allen BuchliebhaberInnen auch als schönes „Sehnsuchtsobjekt“.
von Sternzauber - 2025-09-24 17:36:00
Außergewöhnliche Biographie - 5 Sterne
Die Autorin Mona Horncastle hat eine sehr interessante und außergewöhnliche Biographie über Peggy Guggenheim geschrieben. Dieses Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Den Schreibstil fand ich sehr flüssig. Bilder und Zitate runden den Text sehr ab. Das hat sehr geholfen, um im Lesefluss zu bleiben. Was Peggy Guggenheim für die Kunst gemacht hat, ist schon erstaunlich und sehr eindrucksvoll. So viel habe ich vor diesem Buch nicht über Peggy Guggenheim Bescheid gewusst. Durch dieses Buch habe ich sehr viel Neues über diese großartige Frau erfahren. Im Nachwort schreibt die Autorin, dass sie in dieser Biographie das Privatleben von Peggy Guggenheim ausgespart hat. Das hat mir sehr gefallen. Denn so wird ihr Lebenswerk noch viel mehr gewürdigt. Ich empfehle diese Biographie jedem, der mehr über diese beachtenswerte Frau erfahren möchte.
Außergewöhnliche Biographie einer auffallenden Frau.
Außergewöhnliche Biographie einer auffallenden Frau.
von Kunde - 2025-09-24 16:12:00
Ein Leben für die Kunst - 4 Sterne
In seiner Reihe "Reihenweise kluge Frauen" hat der Molden Verlag bereits neun Biografien veröffentlicht, drei davon stammen aus der Feder der deutschen Autorin Mona Horncastle. Im 10. Band geht es um die Amerikanerin Peggy Guggenheim, die sich als bedeutende Kunstmäzenin, Sammlerin und Galeristin der Kunst des 20. Jahrhunderts widmete.
Das gebundene Buch ist sehr liebevoll und hochwertig gestaltet. Es umfasst 224 Seiten und ist in sechs Kapitel gegliedert, zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos, die dem Leser Peggy Guggenheims Leben und Wirken nahebringen, ergänzen die Texte.
Peggy wird 1898 als zweite von drei Töchtern der Eheleute Benjamin und Florette Guggenheim geboren. Die Familie ist vermögend, die Kinder wachsen inmitten von Luxus auf und werden von Privatlehrern zuhause unterrichtet. Als der Vater 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben kommt, erbt Peggy ein umfangreiches Aktienpaket, das es ihr ermöglicht, mit Eintritt ihrer Volljährigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie liebt die Literatur, wendet sich aber nach einer monatelangen Europareise mit zahlreichen Museumsbesuchen der Malerei des 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Surrealismus und abstrakter Expressionismus zu. 1937 eröffnet sie eine Galerie für moderne Kunst. Wenig später vergrößert sich mit dem Tod ihrer Mutter ihr Vermögen beträchtlich, und sie beginnt, im großen Stil Kunstobjekte zu erwerben, bevor der Zweite Weltkrieg ihre Pläne, ein Museum zu eröffnen, zunichte macht ...
Das interessante Buch ist in sachlicher und klarer Sprache geschrieben und gibt uns nicht nur Einblicke in Peggys Leben und ihr Wirken für die Kunst, sondern auch in ihre Herkunft und die ihrer Familie. Sie liebt die Kunst, sie liebt auch die Männer und hat viele Affären. Peggy pflegt zahlreiche Kontakte, sie feiert gern und oft, und sie zeigt sich äußerst großzügig gegenüber Freunden und der Familie. Zielstrebig geht sie ihren Weg, wir erleben ihre Anfänge als Kunstsammlerin und Galeristin, die auch Werke von Künstlerinnen zeigt, was für die damalige Zeit ungewöhnlich ist. Sie rettet bedeutende Kunstobjekte jüdischer Künstler und sogenannte "entartete Kunst" vor dem Zugriff der Nationalsozialisten. Später ist es ihr ein Anliegen, junge und unbekannte Künstler durch Geldzuwendungen und Ausstellungen zu unterstützen.
Die Autorin beschreibt neben Peggys schillernder Persönlichkeit auch ihr kompliziertes Privatleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Sie heiratet zweimal und bekommt zwei Kinder, für die sie sich jedoch nur wenig Zeit nimmt.
Ich habe die Biografie, deren Schwerpunkt auf Peggys leidenschaftlichem Wirken für die Kunst liegt, sehr gern und mit großem Interesse gelesen und dabei viel über die Kunstszene des 20. Jahrhunderts erfahren. Es fiel mir allerdings nicht gerade leicht, mir die unzähligen im Buch vorkommenden Namen bzw. deren Bezug zu Peggy einzuprägen.
Leseempfehlung für alle, die sich für Kunst und ein leidenschaftliches Leben für die Kunst interessieren!
Das gebundene Buch ist sehr liebevoll und hochwertig gestaltet. Es umfasst 224 Seiten und ist in sechs Kapitel gegliedert, zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos, die dem Leser Peggy Guggenheims Leben und Wirken nahebringen, ergänzen die Texte.
Peggy wird 1898 als zweite von drei Töchtern der Eheleute Benjamin und Florette Guggenheim geboren. Die Familie ist vermögend, die Kinder wachsen inmitten von Luxus auf und werden von Privatlehrern zuhause unterrichtet. Als der Vater 1912 beim Untergang der Titanic ums Leben kommt, erbt Peggy ein umfangreiches Aktienpaket, das es ihr ermöglicht, mit Eintritt ihrer Volljährigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie liebt die Literatur, wendet sich aber nach einer monatelangen Europareise mit zahlreichen Museumsbesuchen der Malerei des 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Surrealismus und abstrakter Expressionismus zu. 1937 eröffnet sie eine Galerie für moderne Kunst. Wenig später vergrößert sich mit dem Tod ihrer Mutter ihr Vermögen beträchtlich, und sie beginnt, im großen Stil Kunstobjekte zu erwerben, bevor der Zweite Weltkrieg ihre Pläne, ein Museum zu eröffnen, zunichte macht ...
Das interessante Buch ist in sachlicher und klarer Sprache geschrieben und gibt uns nicht nur Einblicke in Peggys Leben und ihr Wirken für die Kunst, sondern auch in ihre Herkunft und die ihrer Familie. Sie liebt die Kunst, sie liebt auch die Männer und hat viele Affären. Peggy pflegt zahlreiche Kontakte, sie feiert gern und oft, und sie zeigt sich äußerst großzügig gegenüber Freunden und der Familie. Zielstrebig geht sie ihren Weg, wir erleben ihre Anfänge als Kunstsammlerin und Galeristin, die auch Werke von Künstlerinnen zeigt, was für die damalige Zeit ungewöhnlich ist. Sie rettet bedeutende Kunstobjekte jüdischer Künstler und sogenannte "entartete Kunst" vor dem Zugriff der Nationalsozialisten. Später ist es ihr ein Anliegen, junge und unbekannte Künstler durch Geldzuwendungen und Ausstellungen zu unterstützen.
Die Autorin beschreibt neben Peggys schillernder Persönlichkeit auch ihr kompliziertes Privatleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Sie heiratet zweimal und bekommt zwei Kinder, für die sie sich jedoch nur wenig Zeit nimmt.
Ich habe die Biografie, deren Schwerpunkt auf Peggys leidenschaftlichem Wirken für die Kunst liegt, sehr gern und mit großem Interesse gelesen und dabei viel über die Kunstszene des 20. Jahrhunderts erfahren. Es fiel mir allerdings nicht gerade leicht, mir die unzähligen im Buch vorkommenden Namen bzw. deren Bezug zu Peggy einzuprägen.
Leseempfehlung für alle, die sich für Kunst und ein leidenschaftliches Leben für die Kunst interessieren!
von Bücherfreundin - 2025-09-17 20:29:00
Penibel recherchiert und gekonnt erzählt - 5 Sterne
In diesem 10. Band aus der Serie „Reihenweise kluge Frauen“, die im Verlag Styria erschienen ist, beschäftigt sich die Kunsthistorikerin Mona Horncastle mit Peggy Guggenheim. Aber nicht mit ihr als Ehefrau, Geliebte oder Mutter, sondern als Erbin, Fluchthelferin, Kunstsammlerin und Mäzenin. Mona Horncastle erzählt den Werdegang der Kunstsammlerin als wäre sie ein Mann, denn Mäzene fragt man nicht nach Frau und Kind. Die Autorin ist für ihre penibel recherchierten Frauen-Biografien bekannt.
Peggy Guggenheim (1898-1979) ist ein Kind ihrer Zeit, das durch den frühen Tod ihres Vaters zur reichen Erbin wird, sich allerdings den jüdischen Konventionen widersetzt. Sie geht mit ihrem damaligen Mann nach Europa, lernt dort in der Zwischenkriegszeit die Avantgarde der Literatur und bildenden Künste kennen, kauft Werke noch unbekannter Künstler oder von jenen, deren Bilder als unverkäuflich gelten, weil nicht dem Geschmack potenzieller Käufer entsprechen. Als Hitler Europa mit Krieg überzieht, wird sie durch ihr Vermögen zur Fluchthelferin. Sie kann sich und auch ihre eigene Kunstsammlung aus dem besetzten Frankreich in die USA retten. Nach dem Krieg kehrt sie nach Europa zurück, kauft einen Palazzo in Venedig und errichtet die Collezione Peggy Guggenheim.
Meine Meinung:
Die 224 Seiten starke Biografie gliedert sich in sechs große (Lebens)Abschnitte, die von einem „Intro“ sowie “Echo“ und Nachwort umrahmt sind. Zahlreiche Fotos, Zitate und Ausschnitte aus ihren Briefen ergänzen Peggy Guggenheims Lebensgeschichte:
Intro
Herkunft
Emanzipation
Neuanfang
Warclouds
Art of This Century
Collezione Peggy Guggenheim
Eine Art Nachwort
Kunsthistorikerin Mona Horncastle kenne ich schon durch ihre Biografien über Gustav Klimt, Hedy Lamarr, Josephine Baker und Margarete Schütte-Lihotzky. Die beiden Frauen-Biografien sind ebenfalls Teil der Reihe „Reihenweise kluge Frauen“. Das Buch über Peggy Guggeheim passt durch sein Format und seine gediegene Aufmachung perfekt zu den neun anderen Frauen-Biografien.
Mona Horncastle Schreibstil ist schnörkellos, knapp und präzise, was ich sehr gerne mag. Anders als in anderen Biografien oder biografischen Romanen wird Peggy Guggenheim nicht auf ihr, von vielen Zeitgenoss:innen als skandalös empfundenen, Privatleben reduziert. Mona Horncastle klammert ihre private Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter auf weiten Strecken bewusst aus. Deutlich kommt hervor, dass sie von ihrer Entourage häufig als Geldmaschine gesehen wird, von der man bequem leben kann. Besonders deutlich kommt das durch ihren ersten Ehemann Laurence Vail, den sie auch nach der Scheidung und seiner Wiederverheiratung weiterhin finanziert hat. Auch Max Ernst profitiert vom Geld und den Verbindungen seiner (dritten) Ehefrau.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Peggy Guggenheim neben der Rolle als Mäzenin und Kunstliebhaberin auch die der nützlichen Idiotin, auf deren Kosten man bequem leben kann, gespielt hat. Ob sie sich dessen bewusst war?
Fazit:
Gerne gebe ich dieser Biografie einer Frau, die nicht auf ihre unkonventionelle Lebensweise reduziert werden sollte, 5 Sterne.
Peggy Guggenheim (1898-1979) ist ein Kind ihrer Zeit, das durch den frühen Tod ihres Vaters zur reichen Erbin wird, sich allerdings den jüdischen Konventionen widersetzt. Sie geht mit ihrem damaligen Mann nach Europa, lernt dort in der Zwischenkriegszeit die Avantgarde der Literatur und bildenden Künste kennen, kauft Werke noch unbekannter Künstler oder von jenen, deren Bilder als unverkäuflich gelten, weil nicht dem Geschmack potenzieller Käufer entsprechen. Als Hitler Europa mit Krieg überzieht, wird sie durch ihr Vermögen zur Fluchthelferin. Sie kann sich und auch ihre eigene Kunstsammlung aus dem besetzten Frankreich in die USA retten. Nach dem Krieg kehrt sie nach Europa zurück, kauft einen Palazzo in Venedig und errichtet die Collezione Peggy Guggenheim.
Meine Meinung:
Die 224 Seiten starke Biografie gliedert sich in sechs große (Lebens)Abschnitte, die von einem „Intro“ sowie “Echo“ und Nachwort umrahmt sind. Zahlreiche Fotos, Zitate und Ausschnitte aus ihren Briefen ergänzen Peggy Guggenheims Lebensgeschichte:
Intro
Herkunft
Emanzipation
Neuanfang
Warclouds
Art of This Century
Collezione Peggy Guggenheim
Eine Art Nachwort
Kunsthistorikerin Mona Horncastle kenne ich schon durch ihre Biografien über Gustav Klimt, Hedy Lamarr, Josephine Baker und Margarete Schütte-Lihotzky. Die beiden Frauen-Biografien sind ebenfalls Teil der Reihe „Reihenweise kluge Frauen“. Das Buch über Peggy Guggeheim passt durch sein Format und seine gediegene Aufmachung perfekt zu den neun anderen Frauen-Biografien.
Mona Horncastle Schreibstil ist schnörkellos, knapp und präzise, was ich sehr gerne mag. Anders als in anderen Biografien oder biografischen Romanen wird Peggy Guggenheim nicht auf ihr, von vielen Zeitgenoss:innen als skandalös empfundenen, Privatleben reduziert. Mona Horncastle klammert ihre private Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter auf weiten Strecken bewusst aus. Deutlich kommt hervor, dass sie von ihrer Entourage häufig als Geldmaschine gesehen wird, von der man bequem leben kann. Besonders deutlich kommt das durch ihren ersten Ehemann Laurence Vail, den sie auch nach der Scheidung und seiner Wiederverheiratung weiterhin finanziert hat. Auch Max Ernst profitiert vom Geld und den Verbindungen seiner (dritten) Ehefrau.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Peggy Guggenheim neben der Rolle als Mäzenin und Kunstliebhaberin auch die der nützlichen Idiotin, auf deren Kosten man bequem leben kann, gespielt hat. Ob sie sich dessen bewusst war?
Fazit:
Gerne gebe ich dieser Biografie einer Frau, die nicht auf ihre unkonventionelle Lebensweise reduziert werden sollte, 5 Sterne.
von Bellis-Perennis - 2025-09-10 11:08:00
Was für ein Leben! - 5 Sterne
Peggy Guggenheim
Mit großem Genuss habe ich diese Biografie aus dem Molden Verlag von Mona Horncastle gelesen.
Peggy Guggenheim wurde 1898 in einer der reichsten New Yorker Familien geboren. Mehr aus Langeweile beginnt sie mit ihrer Volljährigkeit in dem Buchladen „The Sunwise Turn“ zu arbeiten; das war übrigens der erste Buchladen Amerikas, der von zwei Frauen geführt wurde. Dabei kommt Peggy mit Menschen aus der Kunst- und Literaturszene in Kontakt und lernt auch ihren späteren ersten Ehemann Laurence Vail kennen, dem sie 1921 nach Paris folgt.
Es ist keine glückliche Ehe. Nach sechs Jahren und zwei Kindern wird die Ehe geschieden. Ihr zweiter Ehemann ist der Schriftsteller John Holms - er stirbt bei einer Operation, weil er am Vortag zu viel getrunken hat, mit nur 32 Jahren. Es wäre jedoch auch diese nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Ihre dritte ernsthafte Beziehung, mit dem Maler Max Ernst, stand auch unter keinem guten Stern.
Nach diesen Beziehungen fragte sich Peggy, wie sie ihrem Leben Sinn geben soll. Schon immer hat sie Künstler*innen finanziell unterstützt, das war ihr Verständnis von verantwortungsvollem Umgang mit Reichtum und hat sich auch zu ihnen hingezogen gefühlt. Sie möchte aber mehr: eine eigene Galerie in London (die es nur kurz gab) und sich eine eigene Sammlung aufbauen – in der Folge kaufte sie täglich ein Kunstwerk.
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges floh Peggy wieder in die USA und ließ auch ihre Kunstwerke dorthin überstellen, da es sich zum größten Teil – nach Nazi-Definition – um „entartete Kunst handelte“. Nach dem Krieg suchte Peggy einen neuen Lebensmittelpunkt für sich und fand diesen in Venedig. Sie kaufte sich einen Palast am Canal Grande in diesem ist bis heute ihre Sammlung untergebracht und nach wie vor der Öffentlichkeit zugänglich. Peggy und ihre Hunde sind im Garten des Palastes beigesetzt.
Mich hat diese Biografie von Mona Horncastle beeindruckt. Der Fokus dieser Biografie liegt auf der Kunstliebhaberin und Unterstützerin der Künstler*innen und nicht auf ihrem ausschweifenden Leben – auch darüber wird sehr respektvoll geschrieben. Diese Reihe aus dem Molden Verlag ist überhaupt großartig: stillvolle Gestaltung der Bücher, viele Fotos, interessant zu lesen und eine herzeigbare Auswahl von Frauen-Biografien. Sehr zu empfehlen.
Mit großem Genuss habe ich diese Biografie aus dem Molden Verlag von Mona Horncastle gelesen.
Peggy Guggenheim wurde 1898 in einer der reichsten New Yorker Familien geboren. Mehr aus Langeweile beginnt sie mit ihrer Volljährigkeit in dem Buchladen „The Sunwise Turn“ zu arbeiten; das war übrigens der erste Buchladen Amerikas, der von zwei Frauen geführt wurde. Dabei kommt Peggy mit Menschen aus der Kunst- und Literaturszene in Kontakt und lernt auch ihren späteren ersten Ehemann Laurence Vail kennen, dem sie 1921 nach Paris folgt.
Es ist keine glückliche Ehe. Nach sechs Jahren und zwei Kindern wird die Ehe geschieden. Ihr zweiter Ehemann ist der Schriftsteller John Holms - er stirbt bei einer Operation, weil er am Vortag zu viel getrunken hat, mit nur 32 Jahren. Es wäre jedoch auch diese nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Ihre dritte ernsthafte Beziehung, mit dem Maler Max Ernst, stand auch unter keinem guten Stern.
Nach diesen Beziehungen fragte sich Peggy, wie sie ihrem Leben Sinn geben soll. Schon immer hat sie Künstler*innen finanziell unterstützt, das war ihr Verständnis von verantwortungsvollem Umgang mit Reichtum und hat sich auch zu ihnen hingezogen gefühlt. Sie möchte aber mehr: eine eigene Galerie in London (die es nur kurz gab) und sich eine eigene Sammlung aufbauen – in der Folge kaufte sie täglich ein Kunstwerk.
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges floh Peggy wieder in die USA und ließ auch ihre Kunstwerke dorthin überstellen, da es sich zum größten Teil – nach Nazi-Definition – um „entartete Kunst handelte“. Nach dem Krieg suchte Peggy einen neuen Lebensmittelpunkt für sich und fand diesen in Venedig. Sie kaufte sich einen Palast am Canal Grande in diesem ist bis heute ihre Sammlung untergebracht und nach wie vor der Öffentlichkeit zugänglich. Peggy und ihre Hunde sind im Garten des Palastes beigesetzt.
Mich hat diese Biografie von Mona Horncastle beeindruckt. Der Fokus dieser Biografie liegt auf der Kunstliebhaberin und Unterstützerin der Künstler*innen und nicht auf ihrem ausschweifenden Leben – auch darüber wird sehr respektvoll geschrieben. Diese Reihe aus dem Molden Verlag ist überhaupt großartig: stillvolle Gestaltung der Bücher, viele Fotos, interessant zu lesen und eine herzeigbare Auswahl von Frauen-Biografien. Sehr zu empfehlen.
von Nicole Koppandi - 2025-09-10 05:13:00
beeindruckend - 5 Sterne
Das Cover ist minimalistisch gestaltet, aber ich finde es passt sehr gut zu dem Inhalt des Buches, da es künstlerisch aussieht. Natürlich kenne ich als kunstinteressierter Mensch das Guggenheim Museum, aber ehrlich gesagt habe ich mich vor diesem Buch noch nie mit dem Menschen hinter diesem Museum. Es ist Peggy Guggenheim. Ich habe durch dieses Buch alles über ihr Leben und ihr Schaffen erfahren. Es ist reich bebildert und gibt somit einen noch viel tieferen Einblick in das Leben von Peggy Guggenheim. Ich finde sie als Person sehr beeindruckend und mich hat ihr Leben und vor allem ihr Schaffen in der Kunstwelt sehr interessant und toll. Ich finde auch den Schreibstil dieses Suchbuchs sehr gelungen, da es obwohl es ein Sachbuch ist, nicht langweilig wird. Ich kann dieses Buch allen kunstinteressierten Leser:innen empfehlen.
von inya - 2025-08-31 21:30:00
Das Leben einer Ikone - 5 Sterne
„Peggy Guggenheim: Freigeist - Mäzenin - Femme Fatale“ ist eine interessante Biografie der promovierten Kunsthistorikern Mona Horncastle und als zehnter Band der Reihe „Reihenweise kluge Frauen“ im Styria Buchverlags erschienen.
Die amerikanische Kunstsammlerin Peggy Guggenheim interessierte sich schon in jungen Jahren für Kunst und war der Überzeugung, dass ihre Familie und sie dazu verpflichtet sind, die Welt zu verbessern. Ihr Ziel war es Künstlern - die nicht die ihnen zustehende Anerkennung bekamen - zu unterstützen. Daraus entstand weit mehr als ihre Kunstsammlung für die sie heute so bekannt ist. Sie wird während des Zweiten Weltkrieges zur Fluchthelferin, setzt sich gesellschaftlich ein und schreckt vor nichts zurück.
Mit dieser Biografie gibt die Autorin einen äußerst interessanten Einblick in das Leben dieser außergewöhnlichen Frau. Es gibt viele Details, Zitate, Fotografien, die das Buch abwechslungsreich gestalten und lebendig machen. Obwohl ich zuvor schon eine Bücher über Peggy Guggenheim gelesen habe, hat mir diese Biografie noch einmal eine andere Seite der Kunstsammlerin gezeigt.
Peggy Guggenheim hat die Kunstwelt nachhaltig verändert und sich mutig für andere Künstler eingesetzt.
Der Schreibstil von Mona Horncastle liest sich angenehm und sie lässt Peggy in ihrer Biografie lebendig werden, so dass ich den Eindruck habe ein wirklich authentisches Bild von ihr, ihrem Tun, den Künstlerin um sie herum und der damaligen Zeit zu erhalten.
Sehr interessant fand ich auch das Nachwort der Autorin, in dem sie erklärt warum es in ihrem Buch einige Lücken in der Biografie gibt. Ich kann mich ihr nur anschließen, dass Peggy Guggenheim für ihre Lebensleistung uneingeschränkten Respekt verdient hat.
Die amerikanische Kunstsammlerin Peggy Guggenheim interessierte sich schon in jungen Jahren für Kunst und war der Überzeugung, dass ihre Familie und sie dazu verpflichtet sind, die Welt zu verbessern. Ihr Ziel war es Künstlern - die nicht die ihnen zustehende Anerkennung bekamen - zu unterstützen. Daraus entstand weit mehr als ihre Kunstsammlung für die sie heute so bekannt ist. Sie wird während des Zweiten Weltkrieges zur Fluchthelferin, setzt sich gesellschaftlich ein und schreckt vor nichts zurück.
Mit dieser Biografie gibt die Autorin einen äußerst interessanten Einblick in das Leben dieser außergewöhnlichen Frau. Es gibt viele Details, Zitate, Fotografien, die das Buch abwechslungsreich gestalten und lebendig machen. Obwohl ich zuvor schon eine Bücher über Peggy Guggenheim gelesen habe, hat mir diese Biografie noch einmal eine andere Seite der Kunstsammlerin gezeigt.
Peggy Guggenheim hat die Kunstwelt nachhaltig verändert und sich mutig für andere Künstler eingesetzt.
Der Schreibstil von Mona Horncastle liest sich angenehm und sie lässt Peggy in ihrer Biografie lebendig werden, so dass ich den Eindruck habe ein wirklich authentisches Bild von ihr, ihrem Tun, den Künstlerin um sie herum und der damaligen Zeit zu erhalten.
Sehr interessant fand ich auch das Nachwort der Autorin, in dem sie erklärt warum es in ihrem Buch einige Lücken in der Biografie gibt. Ich kann mich ihr nur anschließen, dass Peggy Guggenheim für ihre Lebensleistung uneingeschränkten Respekt verdient hat.
von Tara - 2025-08-30 22:23:00


