Rezensionen
Solide - 3 Sterne
Charlie ist fünfzehn und hat sich in ihrem Leben eingerichtet, als alles anders wird: Die beste Freundin sucht sich eine andere, auch die Mutter hat einen neuen Partner, der Vater ist weg und plötzlich steht Charlie allein da – bis Kornelius, genannt Pommes, auftaucht und etwas Bewegung in Charlies Blick auf das Leben bringt.
Ich mag Coming-of-Age-Geschichten sehr, und auch Himmel ohne Ende habe ich grundsätzlich gerne gelesen. Julia Engelmann fängt das Gefühlschaos und die Unsicherheiten dieser Lebensphase oft treffend ein. Besonders die stillen Momente, in denen Charlies Traurigkeit und Sehnsucht spürbar werden, fand ich gelungen.
Allerdings konnte mich der Roman sprachlich nicht durchgehend überzeugen. Zwischen wirklich schönen, poetischen Bildern stehen immer wieder Sätze, die nach Kalenderweisheiten klingen, und das häufig wiederkehrende Wort „bescheuert“ (39-mal!) hat mich irgendwann eher gestört als authentisch gewirkt. Es fällt schwer, die Figuren wirklich als heutige Jugendliche zu sehen – oft klangen sie eher wie junge Erwachsene aus einer anderen Zeit.
Trotzdem hat mich die Geschichte am Ende berührt. Sie zeigt, wie schwer es sein kann, seinen Platz zu finden, und wie befreiend es ist, wenn plötzlich jemand da ist, der einen einfach sieht. Ein melancholisches, allerdings auch stellenweise bedrückendes Buch für Fans des Genres.
Ich mag Coming-of-Age-Geschichten sehr, und auch Himmel ohne Ende habe ich grundsätzlich gerne gelesen. Julia Engelmann fängt das Gefühlschaos und die Unsicherheiten dieser Lebensphase oft treffend ein. Besonders die stillen Momente, in denen Charlies Traurigkeit und Sehnsucht spürbar werden, fand ich gelungen.
Allerdings konnte mich der Roman sprachlich nicht durchgehend überzeugen. Zwischen wirklich schönen, poetischen Bildern stehen immer wieder Sätze, die nach Kalenderweisheiten klingen, und das häufig wiederkehrende Wort „bescheuert“ (39-mal!) hat mich irgendwann eher gestört als authentisch gewirkt. Es fällt schwer, die Figuren wirklich als heutige Jugendliche zu sehen – oft klangen sie eher wie junge Erwachsene aus einer anderen Zeit.
Trotzdem hat mich die Geschichte am Ende berührt. Sie zeigt, wie schwer es sein kann, seinen Platz zu finden, und wie befreiend es ist, wenn plötzlich jemand da ist, der einen einfach sieht. Ein melancholisches, allerdings auch stellenweise bedrückendes Buch für Fans des Genres.
von LeserinLu - 2025-10-05 13:24:00
Gebe ich sofort an meine Enkel weiter - 4 Sterne
Ein schönes, einfühlsames Buch, das die Tiefen und Höhen der Gefühle von Jugendlichen meist sehr einfühlsam und gut beschreibt.
Das sollten Jugendliche, aber durchaus auch Eltern lesen.
Wie so oft, ist eine Spur zu viel "eingepackt" an kleinen und großen Tragödien, um ja nichts auszulassen....
Dennoch, lesenswert, berührend und durchaus unterhaltsam!
Das sollten Jugendliche, aber durchaus auch Eltern lesen.
Wie so oft, ist eine Spur zu viel "eingepackt" an kleinen und großen Tragödien, um ja nichts auszulassen....
Dennoch, lesenswert, berührend und durchaus unterhaltsam!
von HEYN Leserunde, Maria Dörfler - 2025-09-18 17:06:00
Ein Buch für alle! - 4 Sterne
Ein Buch nicht nur für junge Leser*innen sondern für jung UND BESONDERS für "alt". Man taucht in die Welt des Erwachsenwerdens ein, wird möglicherweise daran erinnert, wie es "damals" war und dass dieser Prozess und Wandel von jungen Menschen viel abverlangt. Ich denke mir, dass dieses Buch Erwachsenen auch durchaus helfen kann, Pubertierende in ihrem Sein besser zu verstehen. Prädikat lesenswert!
von HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger - 2025-09-15 16:33:00
Ein Buch für jugendliche und jung gebliebene Leser! - 4 Sterne
Das Buch „Himmel ohne Ende“ von Julia Engelmann beschreibt die vielfältigen Facetten des Erwachsenwerdens in einem unterhaltsamen, gut verständlichen Stil. Die Suche nach dem Sinn, nach Geborgenheit und Freundschaft wird in einer hoffnungsvollen Grundhaltung vermittelt und gleichzeitig erzeugen die Zweifel und Unsicherheiten der Protagonisten einen Spannungsbogen, der dem Lesen Leichtigkeit verleiht. Natürlich lässt es sich bei diesem Buch nicht vermeiden, an die eigene Jugendzeit erinnert zu werden. Deshalb empfehle ich dieses Buch jugendlichen und jung gebliebenen Lesern.
von HEYN Leserunde, Marianne Schaffer-Schellander - 2025-09-15 15:57:00
"Du bist nicht langweilig" - ein einfühlsamer Coming-of-Age-Roman - 4 Sterne
„Du bist nicht langweilig“ – ein einfühlsamer Coming-of-Age -Roman
Die Autorin ist einem breiten Publikum durch ihrem Poetry-Slam-Hit bekannt geworden, in dem es u.a. heißt: „Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.“ Nun erzählt Julia Engelmann – quasi prophylaktisch - die Coming-of-Age-Geschichte der fünfzehnjährigen Charlie, die sich beginnt, ihr Leben mit erzählenswerten Erinnerungen auszustatten. Was sich am Anfang wie die Illustration eines Erziehungsratgebers zum Thema „Pubertät“ im Stil von Jesper Juul liest, befreit sich im Laufe des Romans sehr schnell von diesem Makel. Zwar scheint das Reflexionsniveau der 15-jährigen Ich-Erzählerin an manchen Stellen ihrem Alter etwas voraus zu sein, wenn sie z.B. feststellt, dass sie „bisher vielleicht selten die richtigen Worte, aber oft die richtige Stille“ gefunden hat. Nichtsdestotrotz gewinnen die Hauptfiguren schnell an Kontur, Tiefe und sympathischer Einzigartigkeit, sodass man ihnen gerne folgt, auch weil sie Erinnerungen an die eigene „éducation sentimentale“ wachrufen. Ja, das war alles gar nicht so einfach. Die Autorin findet eine einfühlsame und treffende Sprache, ohne eine pseudo-authentische Jugendsprache zu verwenden, die ja zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung schon wieder veraltet wäre. Dieser Roman ist wie die Ouvertüre eines Musikstücks, in der die großen Themen, die im weiteren Verlauf wichtig werden, schon anklingen: die Frage nach der Identität und dem eigenen Weg, Freundschaft, Wahlverwandtschaft, Verrat, Liebe, Familie, Trennung, Verlust, Unsicherheit sowie die Entscheidung zwischen vertrauter Enge und weiter Welt.
Schließlich erklärt Pommes, Charlies Freund, wie wir es verhindern können, dass wir am Ende unseres Lebens nur an die Geschichten denken, „die wir hätten erzählen können.“: „Du… bist nicht langweilig. Aber du wirst es in den Momenten, in denen du nur um dich und deine Fehler kreist. Das ist der eigentliche Grund, warum man sein Leben verpasst. Nicht weil man ist, wie man ist… Du schaust so viel in den Spiegel, dass du vergisst, in die Welt zu schauen.“ Einem jeden ist so ein Freund zu wünschen!
Die Autorin ist einem breiten Publikum durch ihrem Poetry-Slam-Hit bekannt geworden, in dem es u.a. heißt: „Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Oh Baby, werden wir alt sein und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.“ Nun erzählt Julia Engelmann – quasi prophylaktisch - die Coming-of-Age-Geschichte der fünfzehnjährigen Charlie, die sich beginnt, ihr Leben mit erzählenswerten Erinnerungen auszustatten. Was sich am Anfang wie die Illustration eines Erziehungsratgebers zum Thema „Pubertät“ im Stil von Jesper Juul liest, befreit sich im Laufe des Romans sehr schnell von diesem Makel. Zwar scheint das Reflexionsniveau der 15-jährigen Ich-Erzählerin an manchen Stellen ihrem Alter etwas voraus zu sein, wenn sie z.B. feststellt, dass sie „bisher vielleicht selten die richtigen Worte, aber oft die richtige Stille“ gefunden hat. Nichtsdestotrotz gewinnen die Hauptfiguren schnell an Kontur, Tiefe und sympathischer Einzigartigkeit, sodass man ihnen gerne folgt, auch weil sie Erinnerungen an die eigene „éducation sentimentale“ wachrufen. Ja, das war alles gar nicht so einfach. Die Autorin findet eine einfühlsame und treffende Sprache, ohne eine pseudo-authentische Jugendsprache zu verwenden, die ja zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung schon wieder veraltet wäre. Dieser Roman ist wie die Ouvertüre eines Musikstücks, in der die großen Themen, die im weiteren Verlauf wichtig werden, schon anklingen: die Frage nach der Identität und dem eigenen Weg, Freundschaft, Wahlverwandtschaft, Verrat, Liebe, Familie, Trennung, Verlust, Unsicherheit sowie die Entscheidung zwischen vertrauter Enge und weiter Welt.
Schließlich erklärt Pommes, Charlies Freund, wie wir es verhindern können, dass wir am Ende unseres Lebens nur an die Geschichten denken, „die wir hätten erzählen können.“: „Du… bist nicht langweilig. Aber du wirst es in den Momenten, in denen du nur um dich und deine Fehler kreist. Das ist der eigentliche Grund, warum man sein Leben verpasst. Nicht weil man ist, wie man ist… Du schaust so viel in den Spiegel, dass du vergisst, in die Welt zu schauen.“ Einem jeden ist so ein Freund zu wünschen!
von HEYN Leserunde, Britta Speer - 2025-09-15 15:39:00
Wachstumsschmerzen - 4 Sterne
Auch wenn ich meine Pubertät schon vor vielen Jahrzehnten erlebte, empfand ich einen Nachklang beim Lesen dieses einfühlsamen, mit Verständnis und Poesie geschriebenen Buches. Es handelt sich ja um ein zeitloses Thema, obwohl sich die äußeren Verhältnisse geändert haben.
Charlie, schwankend zwischen Zurückgezogenheit und Sehnsucht nach Anerkennung und Freundschaft erlebt Zweifel, Kränkungen und Unsicherheit. Doch sie kann auch a in einigen Situationen klar ihre Bedürfnisse verteidigen.
Durch die Freundschaft mit Pommes, der ein schweres Familientrauma zu bewältigen hat, erkennt sie, dass es auch andere junge Menschen gibt, die vor Herausforderungen stehen und sie trotz Angst mutig zu bewältigen versuchen.
Pubertät ob gestern oder heute vollzieht sich trotz verschiedener äußerer Bedingungen im inneren Kampf um Sebsterkenntnis und im Suchen nach dem angemessenen Platz in der Welt nicht ohne Wachstumsschmerzen.
Charlie, schwankend zwischen Zurückgezogenheit und Sehnsucht nach Anerkennung und Freundschaft erlebt Zweifel, Kränkungen und Unsicherheit. Doch sie kann auch a in einigen Situationen klar ihre Bedürfnisse verteidigen.
Durch die Freundschaft mit Pommes, der ein schweres Familientrauma zu bewältigen hat, erkennt sie, dass es auch andere junge Menschen gibt, die vor Herausforderungen stehen und sie trotz Angst mutig zu bewältigen versuchen.
Pubertät ob gestern oder heute vollzieht sich trotz verschiedener äußerer Bedingungen im inneren Kampf um Sebsterkenntnis und im Suchen nach dem angemessenen Platz in der Welt nicht ohne Wachstumsschmerzen.
von HEYN Leserunde, Irmgard Gstettner - 2025-09-15 15:17:00
Der Himmel so blau…… - 5 Sterne
…..und dann wieder so grau. Die Autorin schafft es meisterlich, die manchmal sehr chaotische Gedanken- und Gefühlswelt einer 15jährigen darzustellen. Ein Roman, der Menschen aller Altersgruppen ansprechen kann, wenn man bereit ist, in die Welt einer 15jährigen einzutauchen!
von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber - 2025-09-15 13:51:00
Auf der Suche nach sich selbst - 5 Sterne
Ein mitreißendes Buch übers Erwachsenwerden. Julia Engelmann schildert in einer wunderbar feinfühligen Sprache das Gefühlschaos der Protagonistin und die Welt um sie herum. Eine absolute Buchempfehlung auch für ältere Semester.
von HEYN Leserunde, Sigrun Alten - 2025-09-15 11:24:00
Himmel ohne Ende - Gefühle, die jeder kennt - 4 Sterne
Der Roman Himmel ohne Ende war leicht zu lesen und hat mich an einigen Stellen tief berührt, auch wenn er mich nicht in seiner Gesamtheit voll überzeugen konnte. Das Buch ist für mich weniger ein klassisch spanender Roman, sondern eher eine poetische Erzählung über das Erwachsenwerden.
Die Hauptfiguren, allen voran Charlie sind mitten in dieser Phase des Erwachsenwerdens. Es geht immer wieder um die Frage: Wer bin ich eigentlich, wie sehen mich die anderen und wo ist mein Platz im Leben? Freundschaft, Verlust, Sehnsucht, Unsicherheit und erste große Gefühle ziehen sich durch die ganze Geschichte. Dieses ständige „nach rechts und links schauen, was die anderen machen“ trifft genau den Druck, den viele Jugendliche kennen. Und trotzdem bleibt am Ende das Gefühl: Auch wenn man stolpert und zweifelt, wächst man daran und findet seinen eigenen Weg.
Spannung im klassischen Sinne darf man hier nicht erwarten – dafür aber eine Erzählung, die zum Nachdenken einlädt. Genau das macht es aber besonders – es zeigt, wie sich das Erwachsenwerden anfühlt, mit allen Höhen und Tiefen – mal himmelhochjauchzend, mal total betrübt. Damit passt der Titel „Himmel ohne Ende“ perfekt.
Von mir gibt es 4 Sterne – weil das Buch berührt, zum Nachdenken anregt und die Gefühlswelt einer Lebensphase einfängt, die jeder kennt.
Die Hauptfiguren, allen voran Charlie sind mitten in dieser Phase des Erwachsenwerdens. Es geht immer wieder um die Frage: Wer bin ich eigentlich, wie sehen mich die anderen und wo ist mein Platz im Leben? Freundschaft, Verlust, Sehnsucht, Unsicherheit und erste große Gefühle ziehen sich durch die ganze Geschichte. Dieses ständige „nach rechts und links schauen, was die anderen machen“ trifft genau den Druck, den viele Jugendliche kennen. Und trotzdem bleibt am Ende das Gefühl: Auch wenn man stolpert und zweifelt, wächst man daran und findet seinen eigenen Weg.
Spannung im klassischen Sinne darf man hier nicht erwarten – dafür aber eine Erzählung, die zum Nachdenken einlädt. Genau das macht es aber besonders – es zeigt, wie sich das Erwachsenwerden anfühlt, mit allen Höhen und Tiefen – mal himmelhochjauchzend, mal total betrübt. Damit passt der Titel „Himmel ohne Ende“ perfekt.
Von mir gibt es 4 Sterne – weil das Buch berührt, zum Nachdenken anregt und die Gefühlswelt einer Lebensphase einfängt, die jeder kennt.
von HEYN Leserunde, Silvia Grutze - 2025-09-15 10:03:00
Wer bin ich? - 5 Sterne
Sehr intensiv und gefühlvoll beschreibt Julia Engelmann das Erwachsenwerden der jungen Charlie. Das Gefühlschaos, Ängste, die Frage nach der eigenen Identität , eine Achterbahn der Gefühle! Wunderbar feinfühlig wird das innere Chaos beschrieben und Charlie lernt auch, dass sie nicht alleine ist, dass es auch anderen Jugendlichen ähnlich ergeht, auch wenn sie nach außen hin sehr cool erscheinen. Ein wunderbar einfühlsames Buch über die Zeit des Erwachsenwerdens, sehr berührend, sehr empfehlenswert!
von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair - 2025-09-15 09:24:00


