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Rezensionen

Wirf einen Schatten

Autor: Elena Fischer

Erschienen 2026 bei Diogenes
ISBN 978-3-257-07390-4
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Nachdenklich - 4 Sterne

„Wirf einen Schatten“ war für mich ein Buch, das vor allem durch seine Atmosphäre und seine Figuren gewirkt hat. Ich bin mit anderen Erwartungen an die Geschichte herangegangen und war zunächst überrascht, wie ruhig und entschleunigt sie erzählt wird. Im Mittelpunkt steht Joseph, ein Mann, der sein Leben lang gelernt hat zu funktionieren, aber nie wirklich gelernt hat, über seine Gefühle zu sprechen.

Joseph war für mich eine Figur, mit der ich sehr mitfühlen konnte, gerade weil er so unauffällig und menschlich wirkt. Seine Sehnsucht nach Nähe, sein Bedauern über verpasste Chancen und seine Schwierigkeiten, sich anderen zu öffnen, waren sehr emphatisch dargestellt. Besonders gefallen hat mir dabei die Sprache des Romans. Sie ist ruhig, oft poetisch und transportiert die melancholische Stimmung der Geschichte. Viele Kapitel leben weniger von dramatischen Ereignissen als von Gedanken und Erinnerungen.

„Wirf einen Schatten“ ist kein lauter Roman und keine Geschichte voller Wendungen. Stattdessen erzählt er langsam, nachdenklich und einfühlsam von Menschen, die lernen müssen, sich ihren Wahrheiten zu stellen. Gerade diese Ruhe und Melancholie haben das Buch für mich besonders gemacht.
von LeserinLu - 2026-06-21 16:50:00

Joseph - 5 Sterne

Im Mittelpunkt von "Wirf einen Schatten" von der Autorin Elena Fischer steht Bauer Joseph. Er lebt allein auf seinem abgelegenen Hof. Er hat sich von der Welt zurückgezogen und steckt tief in Trauer und Schuldgefühlen fest.
Seine Frau und sein Sohn haben ihn verlassen und sind in die Stadt gezogen. Lis , seine Ehefrau, hat das Leben auf dem Hof nicht mehr ausgehalten. Joseph war ein Mensch, der nur noch funktioniert hat. er spricht nicht und zieht sich immer mehr zurück.
Als jemand an seine Tür klopft und seine Hilfe braucht, wird sein festgefahrenes Leben durcheinander gebracht. Er hilft und wird gezwungen sich wieder mit seiner Welt und mit seinen eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen.
Der Roman zeigt, wie schwer es ist aus einer tiefen Dunkelheit herauszufinden. Aber auch, dass es manchmal nur einen unerwarteten Kontakt oder einen kleinen
Moment braucht, um wieder Hoffnung zu spüren.
Meine Leseempfehlung!
von peppi - 2026-06-18 17:47:00