Rezensionen
Mai Juni Juli - 5 Sterne
Linnea Lindblad hat mit Ende dreißig schon viel erreicht. Ein Sternelokal in Göteborg, eine eigene Kochshow. Ganz Schweden kennt sie.
Aber doch quält Linnea eine Erschöpfung, der sie zu entkommen versucht. Mit dem alten Volvo ihres besten Freundes und neuer Frisur reist Linnea weit nach oben an die norwegische Grenze.
Dort findet sie Ruhe und Freunde, neue Rezepte und eine Imbissbude, deren Besitzer Hilfe benötigen.
Unaufgeregt, stimmig, einfach schön zu lesen.
Aber doch quält Linnea eine Erschöpfung, der sie zu entkommen versucht. Mit dem alten Volvo ihres besten Freundes und neuer Frisur reist Linnea weit nach oben an die norwegische Grenze.
Dort findet sie Ruhe und Freunde, neue Rezepte und eine Imbissbude, deren Besitzer Hilfe benötigen.
Unaufgeregt, stimmig, einfach schön zu lesen.
von Judith Palka - 2026-06-03 16:32:52
Auszeit - 4 Sterne
Linn braucht eine Auszeit, Sie macht alles mit sich selber aus. Wenn etwas in ihrem Leben zur Katastrophe wird, zieht sie sich komplett zurück, wie in einem Schneckenhaus und lässt niemanden an sich heran. Sie überlässt ihr gut gehendes Sternerestaurant ihren Mitarbeitern und fährt in den Norden von Schweden. Hier will sie in der Einsamkeit Ruhe finden, vor allem Schlaf und mit ihrem Schicksal ins Reine kommen.
Sie beginnt ihr neues Leben mit einer Lüge über ihre Herkunft denn im Süden ist sie eine bekannte Persönlichkeit.
Der kleine Oskar kann ihre Mauern erklimmen, denn auch er kocht leidenschaftlich gern und hat jetzt schon einen absoluten Geschmackssinn. Sein Vater ist ähnlich gestrickt wie Linn, eine spannende Komposition genau wie Moltebeeren und Rentierfleisch.
Die Autorin beschreibt schwierige Gefühle mit einer Distanz die mir als Leserin diese auch erlaubt. Obwohl man von den Erlebnissen von Linn eher getriggert wird, liegt es an diesem Stil das man doch den Abstand wahren kann. Es ist eher ein verstehen, ein anderes ist es auch passiert, als das die ganze Trauer und Verzweiflung wieder hochkommt. Es ist der moderate Abstand zu vergangenen Geschehnissen die zwar vertraut aber doch nur einem selber gehören, Bei mir lösen Triggerwarnungen immer das Gefühl aus hier soll ein Buch interessant gemacht werden, hier sind keine darin und ich hätte sie auch nicht gebraucht denn niemand kann meine Gefühle einschätzen bloße Vermutungen sind eine Zumutung für mich als betroffene Person.
Hier hat das Feingefühl ohne irgendwelche Zuweisungen die Themen beherscht. Etwas was ich auch schon in anderen Büchern der Autorin so empfunden habe.
Sie beginnt ihr neues Leben mit einer Lüge über ihre Herkunft denn im Süden ist sie eine bekannte Persönlichkeit.
Der kleine Oskar kann ihre Mauern erklimmen, denn auch er kocht leidenschaftlich gern und hat jetzt schon einen absoluten Geschmackssinn. Sein Vater ist ähnlich gestrickt wie Linn, eine spannende Komposition genau wie Moltebeeren und Rentierfleisch.
Die Autorin beschreibt schwierige Gefühle mit einer Distanz die mir als Leserin diese auch erlaubt. Obwohl man von den Erlebnissen von Linn eher getriggert wird, liegt es an diesem Stil das man doch den Abstand wahren kann. Es ist eher ein verstehen, ein anderes ist es auch passiert, als das die ganze Trauer und Verzweiflung wieder hochkommt. Es ist der moderate Abstand zu vergangenen Geschehnissen die zwar vertraut aber doch nur einem selber gehören, Bei mir lösen Triggerwarnungen immer das Gefühl aus hier soll ein Buch interessant gemacht werden, hier sind keine darin und ich hätte sie auch nicht gebraucht denn niemand kann meine Gefühle einschätzen bloße Vermutungen sind eine Zumutung für mich als betroffene Person.
Hier hat das Feingefühl ohne irgendwelche Zuweisungen die Themen beherscht. Etwas was ich auch schon in anderen Büchern der Autorin so empfunden habe.
von Petra - 2026-03-25 16:39:00
Linnea - 4 Sterne
Die Köchin Linnea ist erfolgreich. In Göteburg, Schweden hat sie ein Restaurant und eine Fernsehshow. Aber sie ist ausgebrannt und braucht eine Auszeit. Sie denkt an die Reise, die sie von 25 Jahren mit ihrem Vater unternahm und beschliesst, nach Nordschweden zu fahren.
Die Idee der Neufindung wurde schon oft in Romanen verarbeitet, aber Hiltrud Baier ist eine erfahrene Autorin und macht etwas aus dem Plot, Auch Landschaft und kulinarisches sind reizvoll eingebunden. Aber auch die Probleme von Linn werden herausgearbeitet, sie musste einiges durchmachen.
Sie zieht inkognito in ein Dorf ein und versucht, sich dort zu regenerieren, sie lernt Viktor und seinen kleinen Sohn Oskar kennen. Die Autorin gestaltet die Begegnung gefühlvoll.
Man begleitet Linn gerne auf ihren Weg und sieht, wie sie auflebt.
Die Idee der Neufindung wurde schon oft in Romanen verarbeitet, aber Hiltrud Baier ist eine erfahrene Autorin und macht etwas aus dem Plot, Auch Landschaft und kulinarisches sind reizvoll eingebunden. Aber auch die Probleme von Linn werden herausgearbeitet, sie musste einiges durchmachen.
Sie zieht inkognito in ein Dorf ein und versucht, sich dort zu regenerieren, sie lernt Viktor und seinen kleinen Sohn Oskar kennen. Die Autorin gestaltet die Begegnung gefühlvoll.
Man begleitet Linn gerne auf ihren Weg und sieht, wie sie auflebt.
von yellowdog - 2026-03-17 19:36:00


