Rezensionen
Alexander
Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach - Der Nr.-1-Bestseller
Autor: Ferdinand von von Schirach
Erschienen 2026 bei Penguin JUNIOR
ISBN 978-3-328-30481-4
Präzise, kühl und eindringlich erzählt - 5 Sterne
Alexander“ von Ferdinand von Schirach ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch, das sich weniger über große Handlung als über Atmosphäre, Beobachtung und moralische Zwischentöne definiert. Wie so oft bei von Schirach entsteht die Spannung nicht durch äußere Dramatik, sondern durch das, was unausgesprochen bleibt.
Im Zentrum steht Alexander, dessen Leben, Entscheidungen und innere Leere sich langsam entfalten. Das Buch kreist um Fragen von Identität, Anpassung, Schuld und dem Wunsch nach einem anderen Leben. Vieles bleibt offen, aber genau das lädt zum Nachdenken ein.
Der Text ist knapp, fast asketisch, und gerade diese Reduktion macht ihn so intensiv. Von Schirach schreibt mit einer Klarheit, die manchmal schmerzt. Jede Szene wirkt sorgfältig gesetzt, jeder Satz trägt Gewicht. Die Distanz, die der Autor zu seinen Figuren hält, ist typisch für ihn – und funktioniert hier besonders gut.
Die emotionale Distanz kann gelegentlich kühl wirken. Manche Leserinnen und Leser könnten sich mehr Einblick in Alexanders Innenleben wünschen. Auch bleibt die Handlung bewusst minimalistisch – das ist stilistisch gewollt, aber nicht immer befriedigend.
Fazit:
„Alexander“ ist ein leises, kluges und stilistisch beeindruckendes Buch, das mehr andeutet als ausspricht. Wer von Schirachs nüchternen Stil schätzt, wird hier viel finden.
Im Zentrum steht Alexander, dessen Leben, Entscheidungen und innere Leere sich langsam entfalten. Das Buch kreist um Fragen von Identität, Anpassung, Schuld und dem Wunsch nach einem anderen Leben. Vieles bleibt offen, aber genau das lädt zum Nachdenken ein.
Der Text ist knapp, fast asketisch, und gerade diese Reduktion macht ihn so intensiv. Von Schirach schreibt mit einer Klarheit, die manchmal schmerzt. Jede Szene wirkt sorgfältig gesetzt, jeder Satz trägt Gewicht. Die Distanz, die der Autor zu seinen Figuren hält, ist typisch für ihn – und funktioniert hier besonders gut.
Die emotionale Distanz kann gelegentlich kühl wirken. Manche Leserinnen und Leser könnten sich mehr Einblick in Alexanders Innenleben wünschen. Auch bleibt die Handlung bewusst minimalistisch – das ist stilistisch gewollt, aber nicht immer befriedigend.
Fazit:
„Alexander“ ist ein leises, kluges und stilistisch beeindruckendes Buch, das mehr andeutet als ausspricht. Wer von Schirachs nüchternen Stil schätzt, wird hier viel finden.
von greenpanda - 2026-05-30 17:14:00
Ferdinand von Schirach - 3 Sterne
Die Stadt Kaliste muss „gute Gesetze“ finden, denn nie wieder soll ein Tyrann über sie bestimmen können. Nur einem Kind traut man zu, frei von Vorurteilen gerechte Regeln für das Zusammenleben zu finden. Alexander wird auserwählt und macht sich auf den Weg um seine Aufgabe zu erfüllen.
Diese mit den Zeichnungen des Autors liebevoll gestaltete Geschichte bringt Kindern aber auch Erwachsenen die Bedeutung von Demokratie näher und zeigt auf, wie wichtig friedliches Zusammenleben ist.
Diese mit den Zeichnungen des Autors liebevoll gestaltete Geschichte bringt Kindern aber auch Erwachsenen die Bedeutung von Demokratie näher und zeigt auf, wie wichtig friedliches Zusammenleben ist.
von Barbara Pernter aus der Athesia-Filiale in Bozen - 2026-05-20 08:56:51
Hörbuch - 5 Sterne
Wir haben das Hörbuch gehört, das von dem Autor Ferdinand von Schirach selbst gelesen wurde. Seine Betonung ist präzise, genau wie die Schreibweise, was gut harmoniert hat. Man konnte gut zuhören, und der Hinweis am Ende ließ uns Schmunzeln. Natürlich fehlten die Illustrationen aus dem Buch, aber als Hörbuch beweist das Kinderbuch nochmal ganz eigene Stärken und ich würde es empfehlen.
Es geht um den Jungen Alexander. Es ist ca. 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. in der Zeit der Antike und Alexanders Heimatstadt Kaliste droht erneut Krieg. Um das zu verhindern, muss Alexander herausfinden, wie man eine friedvolle Gesellschaft bildet und dies durch Gesetze in Kaliste erreichen kann. Die lehrhafte Erzählweise passt in die Zeit und vermittelt eine moralische oder belehrende Botschaft, weshalb ich sie als Parabel einordnen würde. Sehr komplizierte Zusammenhänge werden vereinfacht dargestellt, was unterschiedlich gut gelingt, aber zu einem Kinderbuch passt. Es gibt warmherzige Szenen, wie mit dem Pferd, aber in der Summe hat es einen kühlen und abstrakten Charakter. Alles berücksichtigend fanden wir das Buch aber gut und die Lehren sind unmissverständlich klar. Ich bin aber froh, dass wir es gemeinsam gehört haben und darüber sprechen konnten. Die dadurch sichtbaren Ungerechtigkeiten und Verletzungen der Menschenwürde in unserer Realität waren nicht leicht zu erklären.
Es geht um den Jungen Alexander. Es ist ca. 800 v. Chr. bis 500 n. Chr. in der Zeit der Antike und Alexanders Heimatstadt Kaliste droht erneut Krieg. Um das zu verhindern, muss Alexander herausfinden, wie man eine friedvolle Gesellschaft bildet und dies durch Gesetze in Kaliste erreichen kann. Die lehrhafte Erzählweise passt in die Zeit und vermittelt eine moralische oder belehrende Botschaft, weshalb ich sie als Parabel einordnen würde. Sehr komplizierte Zusammenhänge werden vereinfacht dargestellt, was unterschiedlich gut gelingt, aber zu einem Kinderbuch passt. Es gibt warmherzige Szenen, wie mit dem Pferd, aber in der Summe hat es einen kühlen und abstrakten Charakter. Alles berücksichtigend fanden wir das Buch aber gut und die Lehren sind unmissverständlich klar. Ich bin aber froh, dass wir es gemeinsam gehört haben und darüber sprechen konnten. Die dadurch sichtbaren Ungerechtigkeiten und Verletzungen der Menschenwürde in unserer Realität waren nicht leicht zu erklären.
von Kokoloreslot - 2026-04-13 12:48:00
Alexander - 5 Sterne
Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach. Das Buch ist im antiken Griechenland angesiedelt. Ein König, der ein Tyrann ist, stürzt sein Reich durch einen Krieg in den Abgrund. Der König wird vertrieben und das Kind Alexander ist auserwählt, gerechtere Gesetze zu finden. Es geht um Freiheit, Gleichheit , Respekt - um alles was Demokratie ausmacht.
von Team Schachtner - 2026-03-19 13:05:54
Demokratie erleben - 5 Sterne
Der Autor hat auch die Bilder zu diesem Buch gezeichnet und so sehen wir Alexander mit seinen in alle Richtungen stehenden Haaren auf der Mauer sitzen und angeln.
Der Vater von Alexander ist eigentlich Tuchhändler, wie alle in seiner Familie, aber noch viel lieber zeichnet er und so hat er seinem kleinen Sohn viele Tiere an die Wand seines Zimmers gemalt. Alexander mag besonders den Elefant und er ist überzeugt, dass der seinen Schlaf bewacht. Doch dann streitet der König von Kaliste, wo die Familie bisher friedlich gelebt hat, mit seinem Nachbarn und so kommt es zum Krieg, indem der Vater stirbt.
Die Bürger von Kailste möchten verhindert, dass wieder so ein Tyrann ihre Stadt beherrscht, deshalb möchte sie Gesetzte, die sie davor bewahren sollen. Gemeinsam komme sie auf die Idee, dass nur ein Kinder geeignet ist ein solches Gesetz zu benennen. Nachdem Alexander eine Rätsel lösen konnte, wird er in die Hauptstadt geschickt, um Erfahrungen zu sammeln. Da inzwischen der General des Nachbarreiches eine Frist von sieben Tagen vorgegeben hat, bis sie die Stadt angreifen wollen, eilt die Zeit. Doch Alexander ist ein sehr kluger Junge und er kann sehr gut zuhören und beobachten. So vertrauen ihm die Bürger von Kaliste zu Recht, denn Alexander kann ihnen am Ende sagen, was das Wichtigste Gesetz ist.
Ich glaube wir können sehr viel von Alexander lernen, auch wir Erwachsenen. Die Erzählung spielt im antiken Griechenland und so begegnen Alexander ein Philosoph, der in einer Tonne wohnt und ein putzendes Orakel. Das faszinierendste aber sind die Schlüsse, die Alexander aus seinem Erleben zieht. Es wäre sehr schön, wenn diese Buch vielen Menschen zeigen würde, wie wichtig es ist Gesetze gegen die Tyrannei einzelner Herrscher anzuwenden und die Demokratie zu stärken.
Der Vater von Alexander ist eigentlich Tuchhändler, wie alle in seiner Familie, aber noch viel lieber zeichnet er und so hat er seinem kleinen Sohn viele Tiere an die Wand seines Zimmers gemalt. Alexander mag besonders den Elefant und er ist überzeugt, dass der seinen Schlaf bewacht. Doch dann streitet der König von Kaliste, wo die Familie bisher friedlich gelebt hat, mit seinem Nachbarn und so kommt es zum Krieg, indem der Vater stirbt.
Die Bürger von Kailste möchten verhindert, dass wieder so ein Tyrann ihre Stadt beherrscht, deshalb möchte sie Gesetzte, die sie davor bewahren sollen. Gemeinsam komme sie auf die Idee, dass nur ein Kinder geeignet ist ein solches Gesetz zu benennen. Nachdem Alexander eine Rätsel lösen konnte, wird er in die Hauptstadt geschickt, um Erfahrungen zu sammeln. Da inzwischen der General des Nachbarreiches eine Frist von sieben Tagen vorgegeben hat, bis sie die Stadt angreifen wollen, eilt die Zeit. Doch Alexander ist ein sehr kluger Junge und er kann sehr gut zuhören und beobachten. So vertrauen ihm die Bürger von Kaliste zu Recht, denn Alexander kann ihnen am Ende sagen, was das Wichtigste Gesetz ist.
Ich glaube wir können sehr viel von Alexander lernen, auch wir Erwachsenen. Die Erzählung spielt im antiken Griechenland und so begegnen Alexander ein Philosoph, der in einer Tonne wohnt und ein putzendes Orakel. Das faszinierendste aber sind die Schlüsse, die Alexander aus seinem Erleben zieht. Es wäre sehr schön, wenn diese Buch vielen Menschen zeigen würde, wie wichtig es ist Gesetze gegen die Tyrannei einzelner Herrscher anzuwenden und die Demokratie zu stärken.
von Daggy - 2026-03-10 22:00:00
Grundzüge der Demokratie für Kinder ab 10 Jahren - 4 Sterne
Das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach ist eine philosophische Reise in die Vergangenheit: Alexander soll in der Hauptstadt gerechte Gesetze für die antike Stadt Kaliste finden, in der Hoffnung, dass es in einer gut und gerecht geführten Stadt keinen Tyrannen geben kann. Nur ein unvoreingenommener und kluger Kopf kann dies bewerkstelligen, und so wird Alexander ausgewählt, diese bedeutende Aufgabe zu übernehmen.
Das Schicksal der Stadt liegt damit in den Händen eines Jungen, der in sieben Tagen herausfinden muss, wie man friedlich miteinander leben kann. Wem wird er begegnen? Was wird er lernen? Auf seiner Reise begegnet Alexander ganz unterschiedlichen Menschen und fragt sie, was ihnen wichtig ist. Diese Gespräche sind bedeutend, weil sie dem Jungen Wissen, Orientierung oder wichtige Einsichten geben, die für die Entwicklung der Handlung entscheidend sind. Es sind unterhaltsame und amüsante Gespräche, aus denen sich grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Schutz der Menschenwürde ergeben – kindgerecht und in einfacher Sprache erklärt, eingebunden in eine interessante Geschichte, bei der man hofft, dass Alexander am Ende das Schlimmste verhindern kann.
Die ruhige und distanziert nüchterne Erzählweise passt zu Alexanders Besonnenheit und der enormen Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet. Mit großer Klarheit und verständlichen Worten bleibt Ferdinand von Schirach beim Wesentlichen und veranschaulicht das Thema in gut verträglichen Abschnitten. Dadurch hebt sich die Geschichte mit einer ausgewogenen Mischung aus Unterhaltung und Wissensvermittlung hervor und bietet für Klein und Groß Anregungen zum Austausch und Nachdenken – gemeinsames Lesen wird empfohlen.
Das Schicksal der Stadt liegt damit in den Händen eines Jungen, der in sieben Tagen herausfinden muss, wie man friedlich miteinander leben kann. Wem wird er begegnen? Was wird er lernen? Auf seiner Reise begegnet Alexander ganz unterschiedlichen Menschen und fragt sie, was ihnen wichtig ist. Diese Gespräche sind bedeutend, weil sie dem Jungen Wissen, Orientierung oder wichtige Einsichten geben, die für die Entwicklung der Handlung entscheidend sind. Es sind unterhaltsame und amüsante Gespräche, aus denen sich grundlegende Rechte wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Schutz der Menschenwürde ergeben – kindgerecht und in einfacher Sprache erklärt, eingebunden in eine interessante Geschichte, bei der man hofft, dass Alexander am Ende das Schlimmste verhindern kann.
Die ruhige und distanziert nüchterne Erzählweise passt zu Alexanders Besonnenheit und der enormen Verantwortung, die auf seinen Schultern lastet. Mit großer Klarheit und verständlichen Worten bleibt Ferdinand von Schirach beim Wesentlichen und veranschaulicht das Thema in gut verträglichen Abschnitten. Dadurch hebt sich die Geschichte mit einer ausgewogenen Mischung aus Unterhaltung und Wissensvermittlung hervor und bietet für Klein und Groß Anregungen zum Austausch und Nachdenken – gemeinsames Lesen wird empfohlen.
von La Calavera Catrina - 2026-03-03 13:28:00
Erwachsene dürfen sich eine Scheibe abschneiden - 5 Sterne
Ferdinand von Schirach hat sein erstes Kinderbuch veröffentlicht. Er beschreibt darin, wie einfach Demokratie sein kann.
Ganz allein schafft er das nicht, sondern es gelingt ihm mit Hilfe eines kleinen Jungen: Alexander lebt in einer fiktiven antiken Stadt, die lange Zeit von einem Tyrannen beherrscht wurde. Die Menschen, die dort leben, wünschen sich eine Stadt, in der es gerecht zugeht. Alexander scheint der Richtige zu sein, diese Gesetze, die gleichermaßen für alle Menschen gelten, zu finden. Dafür hat er eine Woche Zeit. Er macht sich auf den Weg…
Unterwegs begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen mit vielen verschiedenen Meinungen. Schon bald stelle ich fest, dass Alexander nicht nur ein pfiffiges Kerlchen ist, sondern dass er auch die Gabe besitzt, den Menschen zuhören zu können, um aus dem Gesagten Wichtiges und Richtiges herauszufiltern. Kann Demokratie so einfach sein?
Richtig schwierig wird es für mich, als Alexander vor einer Frage steht, die sich wahrscheinlich fast jeder schon einmal gestellt hat: Darf ich auch nur einen einzigen Menschen opfern, wenn ich damit...?
Mir gefällt es, mit welch einfachen Worten der Autor alle wichtigen Themen einer Demokratie anspricht und erklären kann. Am Ende habe ich sogar das Gefühl, dass sich Alexander und Ferdinand recht gut kennen.
Danke für die lehrreiche Geschichte und für die ebenso einfachen wie wunderbaren Zeichnungen. Von einem Kind wie Alexander können und sollten sich Erwachsene eine Scheibe abschneiden. Dann würde es keinen König mehr geben, der weint, weil er feststellen muss, dass aus einem Krieg keine Sieger, sondern nur Verlierer hervorgehen.
Ganz allein schafft er das nicht, sondern es gelingt ihm mit Hilfe eines kleinen Jungen: Alexander lebt in einer fiktiven antiken Stadt, die lange Zeit von einem Tyrannen beherrscht wurde. Die Menschen, die dort leben, wünschen sich eine Stadt, in der es gerecht zugeht. Alexander scheint der Richtige zu sein, diese Gesetze, die gleichermaßen für alle Menschen gelten, zu finden. Dafür hat er eine Woche Zeit. Er macht sich auf den Weg…
Unterwegs begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen mit vielen verschiedenen Meinungen. Schon bald stelle ich fest, dass Alexander nicht nur ein pfiffiges Kerlchen ist, sondern dass er auch die Gabe besitzt, den Menschen zuhören zu können, um aus dem Gesagten Wichtiges und Richtiges herauszufiltern. Kann Demokratie so einfach sein?
Richtig schwierig wird es für mich, als Alexander vor einer Frage steht, die sich wahrscheinlich fast jeder schon einmal gestellt hat: Darf ich auch nur einen einzigen Menschen opfern, wenn ich damit...?
Mir gefällt es, mit welch einfachen Worten der Autor alle wichtigen Themen einer Demokratie anspricht und erklären kann. Am Ende habe ich sogar das Gefühl, dass sich Alexander und Ferdinand recht gut kennen.
Danke für die lehrreiche Geschichte und für die ebenso einfachen wie wunderbaren Zeichnungen. Von einem Kind wie Alexander können und sollten sich Erwachsene eine Scheibe abschneiden. Dann würde es keinen König mehr geben, der weint, weil er feststellen muss, dass aus einem Krieg keine Sieger, sondern nur Verlierer hervorgehen.
von liesmal - 2026-02-25 21:45:00
Alexander - 5 Sterne
Kaliste, die kleine Stadt am Meer, ist für ihre Schönheit bekannt. Nach einem Streit, an dessen Grund sich heute niemand mehr erinnern kann, beginnt der König einen Krieg mit dem Nachbarland, und eine dunkle Zeit beginnt.
Nach zwei Jahren des Kämpfens und des Tötens gelingt es den Einwohnern, ihren König, der jetzt von allen nur noch „Tyrann“ genannt wird, aus der Stadt zu jagen.
Doch was können sie tun, um einen neuen Tyrannen zu verhindern?
Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Es braucht gerechte Gesetze! Aber was sind gerechte Gesetze und wo findet man sie?
Mit „Alexander“ hat der bekannte Autor Ferdinand von Schirach sein erstes Kinderbuch veröffentlicht, in dem er den Jüngsten unter uns die Grundpfeiler der Demokratie erklärt – verpackt in einer schönen und durchaus nachdenklich stimmenden Geschichte.
Die Einwohner von Kaliste schicken nämlich denjenigen auf die Suche nach den neuen Gesetzen, der weiß, was Gerechtigkeit ist – einen, der unschuldig ist, und wer könnte unschuldiger sein als ein Kind?
Dieses Kind ist der junge Alexander, dessen Vater gleich in der ersten Schlacht gefallen ist, was ihn immer wieder zu der Frage bringt: Was ist es, das seinem Vater und den anderen Soldaten vom Tyrannen und vom Krieg genommen wurde und das über den Tod hinausging?
Auf seiner Reise in die Hauptstadt trifft er auf allerlei Menschen, die ihm bei seiner Suche und seinen Fragen behilflich sind, u.a. den eleganten Modeschöpfer. Von ihm lernt er, dass es keine Unterschiede zwischen den Menschen vor den Richtern geben darf, denn das wäre ja ungerecht.
„Hässlich! Hässlich würde das werden“, sagte der Modeschöpfer. „Und hässlich wollen wir nicht. Auf keinen Fall wollen wir hässlich, nicht wahr?“
Es sind pfiffige Stellen, wie diese, die meiner Meinung nach den ganz besonderen Charme des schmalen Büchleins ausmachen, genauso wie der einstige Tyrann der Hauptstadt, der völlig verrückt war nach Macht, Geld und Krieg. Dieser Tyrann wurde auch aus dem Amt gejagt, aber ganz vertreiben ließ er sich nicht. „Deshalb haben wir ihn hier in diese große Badewanne auf dem Marktplatz gesetzt. Jetzt muss er dort den ganzen Tag Schaum schlagen… er wird nie müde davon. Nur seine Haare sind schon gelb von der vielen Seife…“
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und sich fragt, was für eine färbende Seife das wohl sein mag.
„Alexander“ ist ein Buch, das rein von der Optik her und durch seine klare und schliche Sprache wirklich gut für Kinder ab etwa zehn Jahren geeignet ist. Aufgrund der Thematik halte ich gemeinsames Lesen mit den Eltern oder Vorlesen in der Klasse für eine gute Idee, da sich aus der Geschichte heraus jede Menge Gesprächsstoff ergeben kann, ergeben MUSS.
Und da es gerade heutzutage nicht schaden kann, sich wieder einmal klarzumachen, was eine Demokratie ausmacht, dass sie nicht selbstverständlich ist und wie sie zu schützen ist, möchte ich Alexanders Geschichte allen Leserinnen und Lesern ans Herz legen.
Nach zwei Jahren des Kämpfens und des Tötens gelingt es den Einwohnern, ihren König, der jetzt von allen nur noch „Tyrann“ genannt wird, aus der Stadt zu jagen.
Doch was können sie tun, um einen neuen Tyrannen zu verhindern?
Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach: Es braucht gerechte Gesetze! Aber was sind gerechte Gesetze und wo findet man sie?
Mit „Alexander“ hat der bekannte Autor Ferdinand von Schirach sein erstes Kinderbuch veröffentlicht, in dem er den Jüngsten unter uns die Grundpfeiler der Demokratie erklärt – verpackt in einer schönen und durchaus nachdenklich stimmenden Geschichte.
Die Einwohner von Kaliste schicken nämlich denjenigen auf die Suche nach den neuen Gesetzen, der weiß, was Gerechtigkeit ist – einen, der unschuldig ist, und wer könnte unschuldiger sein als ein Kind?
Dieses Kind ist der junge Alexander, dessen Vater gleich in der ersten Schlacht gefallen ist, was ihn immer wieder zu der Frage bringt: Was ist es, das seinem Vater und den anderen Soldaten vom Tyrannen und vom Krieg genommen wurde und das über den Tod hinausging?
Auf seiner Reise in die Hauptstadt trifft er auf allerlei Menschen, die ihm bei seiner Suche und seinen Fragen behilflich sind, u.a. den eleganten Modeschöpfer. Von ihm lernt er, dass es keine Unterschiede zwischen den Menschen vor den Richtern geben darf, denn das wäre ja ungerecht.
„Hässlich! Hässlich würde das werden“, sagte der Modeschöpfer. „Und hässlich wollen wir nicht. Auf keinen Fall wollen wir hässlich, nicht wahr?“
Es sind pfiffige Stellen, wie diese, die meiner Meinung nach den ganz besonderen Charme des schmalen Büchleins ausmachen, genauso wie der einstige Tyrann der Hauptstadt, der völlig verrückt war nach Macht, Geld und Krieg. Dieser Tyrann wurde auch aus dem Amt gejagt, aber ganz vertreiben ließ er sich nicht. „Deshalb haben wir ihn hier in diese große Badewanne auf dem Marktplatz gesetzt. Jetzt muss er dort den ganzen Tag Schaum schlagen… er wird nie müde davon. Nur seine Haare sind schon gelb von der vielen Seife…“
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und sich fragt, was für eine färbende Seife das wohl sein mag.
„Alexander“ ist ein Buch, das rein von der Optik her und durch seine klare und schliche Sprache wirklich gut für Kinder ab etwa zehn Jahren geeignet ist. Aufgrund der Thematik halte ich gemeinsames Lesen mit den Eltern oder Vorlesen in der Klasse für eine gute Idee, da sich aus der Geschichte heraus jede Menge Gesprächsstoff ergeben kann, ergeben MUSS.
Und da es gerade heutzutage nicht schaden kann, sich wieder einmal klarzumachen, was eine Demokratie ausmacht, dass sie nicht selbstverständlich ist und wie sie zu schützen ist, möchte ich Alexanders Geschichte allen Leserinnen und Lesern ans Herz legen.
von Maxie Bantleon aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2026-02-24 17:00:42
Was bedeutet eigentlich Demokratie und wie funktioniert sie??? Ferdinand von Schirach bringt`s auf den Punkt!! - 5 Sterne
von Claudia Maralik - 2026-02-24 10:45:05
Alexander - 4 Sterne
Alexander erzählt von einem Jungen aus der antiken Stadt Kaliste. Er wird beauftragt, „gute Gesetze“ zu finden, um sein Volk vor Tyrannei und Krieg zu bewahren. Auf seiner Reise begegnet er unterschiedliche Menschen: einem Winzer, einem Modeschöpfer, ei-nem Philosophen, einem Orakel und fragt sie nach dem wichtigsten Gesetz. In diesen Begegnungen setzt er sich mit den Grundideen der Demokratie auseinander. Von Schirach schafft eine kluge und leicht zugängliche Geschichte, die zum Nachdenken über Gemeinschaft und Verantwortung anregt.
von Markus Costa aus der Athesia-Filiale in Meran - 2026-02-20 17:12:07


