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Rezensionen

Strömung
Roman

Autor: Jakob Augstein

Erschienen 2022 bei Aufbau
ISBN 978-3-351-03949-3
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Das Buch und Misslinger verlieren sich in der Strömung des Meeres - 3 Sterne

Misslinger macht - unterstützt vom einflussreichen Altpolitiker Walter - einen raschen Aufstieg in einer Partei in Deutschland. Er arbeitet sich unermüdlich hoch, vergisst auf sich und seine Familie, verrät seine Ideale, sucht nach Freiheit und verliert sich schließlich endgültig in der Strömung des Meeres. Das bedrückend-tragische Ende eines Karrieristen.
von Herwig Oberlerchner - 2026-04-14 10:13:00

Strömung eines Lebens - 5 Sterne




„Strömung“ ist der Debütroman von Jakob Augstein.
Dieses erste Werk ist ihm gut gelungen. Da kann man auf mehr von dem Autor hoffen.

Der Protagonist Franz Xaver Misslinger ein Mann der sich in der Partei auslebt. Er hofft auf den Parteivorstand. Aber dann kommt das Jahr 2016, da ändert sich viel.

Seine Ehe ist nicht mehr zu retten und sonst geht es mit ihm bergab.
Er unternimmt mit seiner Tochter eine Amerikareise. Es passieren ihm fantasievolle Dinge.

Der Stil des Autors ist brillant. Man sieht Misslingers Gedanken aus seiner Sicht.
Die Sätze sind spritzig und flott.
Er ist eine große Hoffnung auf gute Literatur.

von begine - 2022-01-23 15:24:00

Befindlichkeiten - 4 Sterne

Jakob Augstein hat mit Strömung seinen ersten Roman geschrieben und es geht zentral um die Befindlichkeiten eines Mannes mittleren Alters. Damit begibt er sich in eine literarische Tradition.
Er nutzt stilistisch auch diese Mittel, zum Beispiel sprechende Namen. Der Protagonist heißt Franz Xaver Misslinger und er befindet sich in einer Lebenskrise. Seine Ehe steht kurz vor dem Aus, seine politischen Ambitionen führen nicht zum Ziel.
Als Leser ist man zunächst ratlos, was mit diesem Mann eigentlich los ist. Der Autor mutet einen schon etwas zu.

Besser wird es im zweiten Teil. Misslinger ist in die USA gereist. Es ist eine Art Flucht. Seine jugendliche Tochter begleitet ihn.
Das USA-Porträt halte ich für gelungen. Die Stimmung im Land ist spürbar.
Es ist die Zeit des Wahlkampfes, als sich Trump so viele Entgleisungen erlaubte.
Einige Dialoge, auch die zwischen Misslinger und seiner Tochter sind wirklich gut.
Dennoch führt der Roman nur zur Sehnsucht nach dem Verschwinden und das war mir zu wenig.
von yellowdog - 2022-01-17 13:08:00