Rezensionen
Der unsichtbare Elefant
Chronik eines Falls
Autor: Max A. Edelmann
Erschienen bei tredition
ISBN 978-3-384-25683-6
Berührend - 5 Sterne
Dieses Buch ist für mich ein richtiges Juwel. Es kommt so ein wenig unscheinbar daher, auch mit seinem schlichten Cover, doch die Wirkung ist umso stärker.
Warum sprang Thomas Siebenmorgen in den Tod? Das ist die zentrale Frage, die sich María, seine Kollegin, die ihn sehr mochte, Viktor, ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, der Thomas von früher kennt und Simon, ein Kollege aus einem anderen Standort, der eine interne Ermittlung durchführen soll, stellen.
Unabhängig voneinander beginnen die drei, in Thomas Leben zu forschen um eine Antwort zu erhalten, nicht nur für sich selbst oder die Untersuchungen der Kanzlei, sondern auch für Thomas Eltern.
Doch natürlich kann dies nur ein Erklärungsversuch für das Unerklärbare bleiben, denn letztendlich weiß nur Thomas, warum er diesen Weg gewählt hat. Trotzdem gelingt es den dreien, deren Wege sich auch immer wieder kreuzen, mehr über Thomas und sein Leben sowie mögliche Beweggründe zu erfahren.
Dabei wurden am Ende für meinen Geschmack ein wenig zu viele Themen abgearbeitet, insbesondere im Gegensatz zu weiten Teilen vorher, fand ich den Schluss daher etwas überladen.
Mich hat das Buch aber wirklich sehr berührt, auch wenn es, passend zum Anwaltsmilieu, eher sachlich geschrieben war. Ich mochte diesen ruhigen Schreibstil einfach, genau wie die toll beschriebenen und herausgearbeiteten Charaktere.
Für mich eine absolute Leseempfehlung.
Warum sprang Thomas Siebenmorgen in den Tod? Das ist die zentrale Frage, die sich María, seine Kollegin, die ihn sehr mochte, Viktor, ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, der Thomas von früher kennt und Simon, ein Kollege aus einem anderen Standort, der eine interne Ermittlung durchführen soll, stellen.
Unabhängig voneinander beginnen die drei, in Thomas Leben zu forschen um eine Antwort zu erhalten, nicht nur für sich selbst oder die Untersuchungen der Kanzlei, sondern auch für Thomas Eltern.
Doch natürlich kann dies nur ein Erklärungsversuch für das Unerklärbare bleiben, denn letztendlich weiß nur Thomas, warum er diesen Weg gewählt hat. Trotzdem gelingt es den dreien, deren Wege sich auch immer wieder kreuzen, mehr über Thomas und sein Leben sowie mögliche Beweggründe zu erfahren.
Dabei wurden am Ende für meinen Geschmack ein wenig zu viele Themen abgearbeitet, insbesondere im Gegensatz zu weiten Teilen vorher, fand ich den Schluss daher etwas überladen.
Mich hat das Buch aber wirklich sehr berührt, auch wenn es, passend zum Anwaltsmilieu, eher sachlich geschrieben war. Ich mochte diesen ruhigen Schreibstil einfach, genau wie die toll beschriebenen und herausgearbeiteten Charaktere.
Für mich eine absolute Leseempfehlung.
von Rinoa - 2026-02-19 12:33:00
ein Roman mit einer tieferen Botschaft als zuerst gedacht - 5 Sterne
In einer renommierten Anwaltskanzlei in Düsseldorf stürzt Thomas Siebenmorgen in den Tod auf ein wertvolles Kunstwerk. Maria, eine Kollegin, beobachtet die Szene und ist sich sicher, dass Thomas es sich mit dem Selbstmord anders überlegt hat, da er wieder auf das Geländer greift. Doch was hat den Anwalt zu generell dazu getrieben. Viktor kommt als Mitarbeiter der Krisenintervention und betreut nun Maria und dann Thomas Eltern. Parallel dazu wird auch ein Anwalt der Kanzlei mit Untersuchungen beauftragt.
In kurzen Kapiteln wird aus wechselnden Blickwinkeln die Geschichte aufgerollt. Präzise ist der Roman in große Abschnitte unterteilt – Causa, Instruktion und Conclusio, passend zu einem Setting im Rechtsmilieu.
Einerseits wird in der in der Anwaltskanzlei ermittelt und andererseits begleitet man verschiedene Personen im Umgang mit der Trauer um den Tod von Thomas. Warum hat der Anwalt daran gedacht sich umzubringen und wer trägt die Schuld an diesem Unglück. Es zeigt sich, dass die glamouröse Anwaltskanzlei doch auch so einige Abgründe hat. Wie man vielleicht vermuten mag, herrscht großer Konkurrenzkampf und auch ein hohes Arbeitspensum.
Doch auch im Familienleben herrscht nicht nur eitel Wonne wie es die adrette Kleinstadtidylle vermuten lässt. Überall zeigt sich ein unsichtbarer Elefant im Raum, wie die Redewendung die gleichzeitig Buchtitel ist, so schön formuliert. Etwas über das nicht gesprochen wird, das aber dennoch für alle greifbar ist – nämlich die Auswirkung der Familiengeschichte auf nachfolgende Generationen. Speziell Handlungen und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg prägen hier die Generation um Thomas, auch wenn diese Generation nicht alles direkt erzählt bekommen hat.
Sehr gelungen fand ich auch, wie der Autor es versteht die verschiedensten Personen wie Trauerbegleiter, Kollegin, den Aufklärer aus der Anwaltskanzlei und so etliche Schulkollegen von Thomas in Handlungssträngen miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte zieht immer weitere Kreise. Man nimmt die Charaktere sehr authentisch wahr und merkt wie berührt sie von der Geschichte des toten Anwalts sind und wie sehr sie über ihr eigenes Leben nachdenken.
Ein Roman, der sich grundsätzlich leicht liest, allerdings viel mehr transportiert als man zu Beginn denkt.
In kurzen Kapiteln wird aus wechselnden Blickwinkeln die Geschichte aufgerollt. Präzise ist der Roman in große Abschnitte unterteilt – Causa, Instruktion und Conclusio, passend zu einem Setting im Rechtsmilieu.
Einerseits wird in der in der Anwaltskanzlei ermittelt und andererseits begleitet man verschiedene Personen im Umgang mit der Trauer um den Tod von Thomas. Warum hat der Anwalt daran gedacht sich umzubringen und wer trägt die Schuld an diesem Unglück. Es zeigt sich, dass die glamouröse Anwaltskanzlei doch auch so einige Abgründe hat. Wie man vielleicht vermuten mag, herrscht großer Konkurrenzkampf und auch ein hohes Arbeitspensum.
Doch auch im Familienleben herrscht nicht nur eitel Wonne wie es die adrette Kleinstadtidylle vermuten lässt. Überall zeigt sich ein unsichtbarer Elefant im Raum, wie die Redewendung die gleichzeitig Buchtitel ist, so schön formuliert. Etwas über das nicht gesprochen wird, das aber dennoch für alle greifbar ist – nämlich die Auswirkung der Familiengeschichte auf nachfolgende Generationen. Speziell Handlungen und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg prägen hier die Generation um Thomas, auch wenn diese Generation nicht alles direkt erzählt bekommen hat.
Sehr gelungen fand ich auch, wie der Autor es versteht die verschiedensten Personen wie Trauerbegleiter, Kollegin, den Aufklärer aus der Anwaltskanzlei und so etliche Schulkollegen von Thomas in Handlungssträngen miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte zieht immer weitere Kreise. Man nimmt die Charaktere sehr authentisch wahr und merkt wie berührt sie von der Geschichte des toten Anwalts sind und wie sehr sie über ihr eigenes Leben nachdenken.
Ein Roman, der sich grundsätzlich leicht liest, allerdings viel mehr transportiert als man zu Beginn denkt.
von leopol - 2026-02-16 09:28:00
Endlich ein Krimi mit Rätseln zum Mitdenken! - 3 Sterne
Wer wirklich einen spannenden Krimi zum Grübeln in Händen halten möchte, ist beim „Der unsichtbare Elefant“ von Max A. Edelmann genau richtig. Man watet nicht durch blutrünstige Schlachtfelder, sondern darf Stück für Stück einzelnen Puzzlestückchen aneinandersetzen.
Der Einstieg beginnt mit einem Paukenschlag – in einer großen Düsseldorfer Anwaltskanzlei, einem architektonischen Gebäude mit Atrium und exklusivem Kunstobjekt im Eingangsbereich, stürzt ein langjähriger Anwaltskollege zu Tode. Zwei Zeugen gibt es, aber keinen Täter. Das große Rätsel beginnt und lässt bis zum Schluss, der immerhin über 400 Seiten, weder Langeweile noch Eintönigkeit aufkommen. Ganz im Gegenteil, irgendwann dreht man einfach selbst die Musik auf und überlegt, was denn die Gründe sein könnten, die diesen armen Menschen zum Abgang veranlasst haben. Wen wir auf diesem Weg alles kennenlernen und wie sich verschiedene Ereignisse miteinander verknüpfen, liest natürlich Jeder für sich. Ach ja, der Leser bestimmt natürlich auch das Tempo, denn zwischen den Zeilen gibt es so viel zu entdecken, wenn man es zulässt, dass dieser, erst einfach zu lesende Krimi, zu einem absoluten Jahreshighlight werden kann! Trauen Sie sich und lassen Sie sich auf ihn ein!
Der Einstieg beginnt mit einem Paukenschlag – in einer großen Düsseldorfer Anwaltskanzlei, einem architektonischen Gebäude mit Atrium und exklusivem Kunstobjekt im Eingangsbereich, stürzt ein langjähriger Anwaltskollege zu Tode. Zwei Zeugen gibt es, aber keinen Täter. Das große Rätsel beginnt und lässt bis zum Schluss, der immerhin über 400 Seiten, weder Langeweile noch Eintönigkeit aufkommen. Ganz im Gegenteil, irgendwann dreht man einfach selbst die Musik auf und überlegt, was denn die Gründe sein könnten, die diesen armen Menschen zum Abgang veranlasst haben. Wen wir auf diesem Weg alles kennenlernen und wie sich verschiedene Ereignisse miteinander verknüpfen, liest natürlich Jeder für sich. Ach ja, der Leser bestimmt natürlich auch das Tempo, denn zwischen den Zeilen gibt es so viel zu entdecken, wenn man es zulässt, dass dieser, erst einfach zu lesende Krimi, zu einem absoluten Jahreshighlight werden kann! Trauen Sie sich und lassen Sie sich auf ihn ein!
von evaki - 2026-02-09 15:53:00
Aufarbeitung der Vergangenheit - 5 Sterne
Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt sich vor den Augen seiner Kollegin María in den Tod. Sie ist entsetzt. Warum hat Thomas das getan? Hätte sie erkennen müssen wie verzweifelt Thomas war?
Neben ihr versuchen Victor vom Kriseninterventionsteam und ein weiterer Kollege Simon nach den Hintergründen für diese Verzweiflungstat. Während die drei nach der Ursache in Thomas Vergangenheit suchen, werden sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight und ich weiß gar nicht so genau, wie ich diesem gerecht werden soll. Es steckt voller Anspielungen aus dem Bereich Musik, Kunst und Literatur, hat durchweg gut gezeichnete Charaktere und eine komplexe Handlung in der letztendlich alles ineinander greift. Beim Lesen hatte ich das Gefühl Puzzleteile ineinander zu stecken, die sich zu einem wahren Kunstwerk entwickelt haben.
Der Inhalt des Buches passt hier wirklich perfekt zum Titel. Mich hat das Buch gefesselt und auch sehr zum Nachdenken angeregt.
Neben ihr versuchen Victor vom Kriseninterventionsteam und ein weiterer Kollege Simon nach den Hintergründen für diese Verzweiflungstat. Während die drei nach der Ursache in Thomas Vergangenheit suchen, werden sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight und ich weiß gar nicht so genau, wie ich diesem gerecht werden soll. Es steckt voller Anspielungen aus dem Bereich Musik, Kunst und Literatur, hat durchweg gut gezeichnete Charaktere und eine komplexe Handlung in der letztendlich alles ineinander greift. Beim Lesen hatte ich das Gefühl Puzzleteile ineinander zu stecken, die sich zu einem wahren Kunstwerk entwickelt haben.
Der Inhalt des Buches passt hier wirklich perfekt zum Titel. Mich hat das Buch gefesselt und auch sehr zum Nachdenken angeregt.
von Pusteblümchen - 2026-01-24 20:51:00
Anwalts-Milieu - 5 Sterne
Das Cover gefällt mir wirklich gut: minimalistisch in schwarz-weiß, ein paar senkrechte Linien mit einem skizzierten Mann unten, als Symbol des tödlichen Sturzes. Dieses Motiv wird an jedem Kapitelanfang mit einer laufenden Nummer wiederholt.
Das Thema ist der tödliche Sturz des Anwaltes Thomas Siebenmorgen im Foyer einer Anwaltskanzlei. Für mich steht der titelgebende Unsichtbare Elefant für "Was war da los in dieser Kanzlei?"
Es machen sich drei Protagonisten auf die Suche nach Hintergrundinformationen.
- Maria ist eine Kollegin die besonders in ihrer Anfangszeit in der Kanzlei von Thomas viel Unterstützung hatte. Sie musste den Sturz leider mit ansehen und hadert mit der Frage ob sie ihm noch hätte helfen können.
- Viktor wird von der Polizei beauftragt zur Krisenintervention um Betroffene vor Ort und im privaten Umfeld zu betreuen.
- Simon wird von der Anwaltskanzlei selbst beauftragt um intern zu ermitteln, inwieweit der Arbeitsbereich oder einzelne Kollegen einen Anteil an der Verzweiflung hatten.
Die kurzen Kapitel im Buch fand ich sehr gut, sie haben das Lesen flüssig gestaltet. Alle drei Hauptfiguren waren mir sehr sympathisch. Sie haben sich mit Thomas’ Leben und Arbeiten weitreichender befasst als es ihre Aufgabe verlangt hätte. So kommen sie dem Menschen Thomas Siebenmorgen nahe und alle drei bringt es zu Rückschlüssen in ihr eigenes Leben. In der Summe fühlte ich mich richtig gut unterhalten.
Das Thema ist der tödliche Sturz des Anwaltes Thomas Siebenmorgen im Foyer einer Anwaltskanzlei. Für mich steht der titelgebende Unsichtbare Elefant für "Was war da los in dieser Kanzlei?"
Es machen sich drei Protagonisten auf die Suche nach Hintergrundinformationen.
- Maria ist eine Kollegin die besonders in ihrer Anfangszeit in der Kanzlei von Thomas viel Unterstützung hatte. Sie musste den Sturz leider mit ansehen und hadert mit der Frage ob sie ihm noch hätte helfen können.
- Viktor wird von der Polizei beauftragt zur Krisenintervention um Betroffene vor Ort und im privaten Umfeld zu betreuen.
- Simon wird von der Anwaltskanzlei selbst beauftragt um intern zu ermitteln, inwieweit der Arbeitsbereich oder einzelne Kollegen einen Anteil an der Verzweiflung hatten.
Die kurzen Kapitel im Buch fand ich sehr gut, sie haben das Lesen flüssig gestaltet. Alle drei Hauptfiguren waren mir sehr sympathisch. Sie haben sich mit Thomas’ Leben und Arbeiten weitreichender befasst als es ihre Aufgabe verlangt hätte. So kommen sie dem Menschen Thomas Siebenmorgen nahe und alle drei bringt es zu Rückschlüssen in ihr eigenes Leben. In der Summe fühlte ich mich richtig gut unterhalten.
von BR - 2026-01-01 16:19:00
ganz gut - 3 Sterne
Ich fand das Cover Passe gut zu dem Inhalt des Buches. Da es einfallenden Mann zeigt. Und genau darum geht es in diesem Buch auch. Thomas arbeitet in einer Anwaltskanzlei als Anwalt und begeht Suizid. Keiner in seinem Umfeld kann sich dies richtig erklären und die Ermittlungen seiner Kolleginnen und Kollegen beginnen. Bei diesen Ermittlungen erfährt man sehr viel über die familiären Verhältnisse von Thomas. Sie sind gar nicht so einfach wie man zuerst vielleicht gedacht hat.
Seine Kollegin Maria interessiert sich für seinen Fall sehr, da sie sich Thomas sehr verbunden geführt hat und unbedingt erfahren möchte, warum er diese Tat begangen hat. Ich empfand die Geschichte schon sehr spannend, aber sie war mir nicht immer ganz schlüssig, deshalb vergebe ich nur drei von fünf Punkten. Dennoch ist sie ein ganz gutes Leseerlebnis.
Seine Kollegin Maria interessiert sich für seinen Fall sehr, da sie sich Thomas sehr verbunden geführt hat und unbedingt erfahren möchte, warum er diese Tat begangen hat. Ich empfand die Geschichte schon sehr spannend, aber sie war mir nicht immer ganz schlüssig, deshalb vergebe ich nur drei von fünf Punkten. Dennoch ist sie ein ganz gutes Leseerlebnis.
von v_im_wunderland - 2025-12-15 12:42:00
Selbstmord, Unfall oder Mord? - 3 Sterne
Anwalt Thomas Siebenmorgen begeht Selbstmord am Arbeitsplatz, indem er aus einer oberen Etage in den Tod stürzt. Arbeitskollegin Maria, die den Sturz mitansehen musste, und Notfallseelsorger Viktor, ein alter Grundschulfreund, versuchen die Hintergründe von Thomas Tod zu erfahren. Seitens der Anwaltskanzlei wird der junge aufstrebende Jurist Simon mit weiteren Ermittlungen beauftragt.
Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann sollte nicht in der Erwartung eines Krimis oder Thrillers gelesen werden, sondern ist eher ein psychologischer Gesellschaftsroman. Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Szenarien wechseln zwischen renommierter Anwaltskanzlei, in der Siebenmorgen als kleiner Fisch zwischen Haien fast untergeht und seinem gutbürgerlichen, eher distanzierten, spießigen Elternhaus. Zunächst fand ich sehr interessant welche Beweggründe Thomas wohl hatte. Auch in die Charaktere von Maria, Viktor und Simon erhält man tieferen Einblick. Gerade der zweiten Hälfte, die sich generationenübergreifenden Traumata widmet, fehlt irgendwie die Spannung. Ganz überzeugt hat mich die finale Auflösung jedenfalls nicht. Daher 3 von 5 Sternen.
Der unsichtbare Elefant von Max A. Edelmann sollte nicht in der Erwartung eines Krimis oder Thrillers gelesen werden, sondern ist eher ein psychologischer Gesellschaftsroman. Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Die Szenarien wechseln zwischen renommierter Anwaltskanzlei, in der Siebenmorgen als kleiner Fisch zwischen Haien fast untergeht und seinem gutbürgerlichen, eher distanzierten, spießigen Elternhaus. Zunächst fand ich sehr interessant welche Beweggründe Thomas wohl hatte. Auch in die Charaktere von Maria, Viktor und Simon erhält man tieferen Einblick. Gerade der zweiten Hälfte, die sich generationenübergreifenden Traumata widmet, fehlt irgendwie die Spannung. Ganz überzeugt hat mich die finale Auflösung jedenfalls nicht. Daher 3 von 5 Sternen.
von Anjulia - 2025-11-28 23:21:00
Vielversprechendes Debüt - 4 Sterne
Vielversprechendes Debüt
Inhalt:
Thomas Siebemorgen ist Anwalt in einer renommierten Düsseldorfer Kanzlei. Eines Abends steigt er im 18. Stock über die Brüstung zum Innenhof. Er will springen. Seine Kollegin María Polonio sieht ihn und kann ihn von seinem Suizidgedanken abbringen. Doch Thomas stürzt trotzdem in die Tiefe.
In den nächsten Tagen versucht María herauszufinden, was in Thomas vorging. Auch Simon Nyakuri, der kanzleiintern mit der Klärung beauftragt wurde, und Viktor Kemper vom Kriseninterventionsteam machen sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Meine Meinung:
Selten hat mich eine Story gleich zu Anfang so sehr in ihren Bann gezogen wie „Der unsichtbare Elefant.“ Das Mysterium um Thomas Siebenmorgens Unfallsuizid hat mir genauso wenig Ruhe gelassen wie María, Viktor und Simon. Jeder der drei geht auf eine andere Weise an die Nachforschungen, teilweise überschneiden sie sich aber auch. Wir lernen immer mehr Menschen kennen, die mit Thomas zu tun und einen Einfluss auf ihn hatten. Auch wenn nicht alles hundertprozentig rosig war in Thomas’ Leben, erklärt doch nichts davon einen Suizid. Der Weg zur tieferen Wahrheit ist weit.
Max A. Edelmann erleichtert ihn den Lesenden durch einen fesselnden Schreibstil, eine gelungene Atmosphäre sowie plastische, tiefgründig ausgearbeitete Figuren. Perspektivwechsel zwischen María, Viktor und Simon und kurze Kapitel, die meist mit einem kleinen Cliffhanger enden, sorgen dafür, dass man immer weiter lesen möchte.
Der Autor versteht es, Erwartungen zu schüren. Leider werden meine Erwartungen am Ende nicht ganz erfüllt. Hier verzettelt sich die Geschichte ein wenig anstatt auf den Punkt zu kommen. Andere Lesende können dies natürlich anders empfinden. Ich werde mir den Namen Max A. Edelmann aber auf jeden Fall merken und hoffe, bald mehr von ihm zu lesen.
Inhalt:
Thomas Siebemorgen ist Anwalt in einer renommierten Düsseldorfer Kanzlei. Eines Abends steigt er im 18. Stock über die Brüstung zum Innenhof. Er will springen. Seine Kollegin María Polonio sieht ihn und kann ihn von seinem Suizidgedanken abbringen. Doch Thomas stürzt trotzdem in die Tiefe.
In den nächsten Tagen versucht María herauszufinden, was in Thomas vorging. Auch Simon Nyakuri, der kanzleiintern mit der Klärung beauftragt wurde, und Viktor Kemper vom Kriseninterventionsteam machen sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Meine Meinung:
Selten hat mich eine Story gleich zu Anfang so sehr in ihren Bann gezogen wie „Der unsichtbare Elefant.“ Das Mysterium um Thomas Siebenmorgens Unfallsuizid hat mir genauso wenig Ruhe gelassen wie María, Viktor und Simon. Jeder der drei geht auf eine andere Weise an die Nachforschungen, teilweise überschneiden sie sich aber auch. Wir lernen immer mehr Menschen kennen, die mit Thomas zu tun und einen Einfluss auf ihn hatten. Auch wenn nicht alles hundertprozentig rosig war in Thomas’ Leben, erklärt doch nichts davon einen Suizid. Der Weg zur tieferen Wahrheit ist weit.
Max A. Edelmann erleichtert ihn den Lesenden durch einen fesselnden Schreibstil, eine gelungene Atmosphäre sowie plastische, tiefgründig ausgearbeitete Figuren. Perspektivwechsel zwischen María, Viktor und Simon und kurze Kapitel, die meist mit einem kleinen Cliffhanger enden, sorgen dafür, dass man immer weiter lesen möchte.
Der Autor versteht es, Erwartungen zu schüren. Leider werden meine Erwartungen am Ende nicht ganz erfüllt. Hier verzettelt sich die Geschichte ein wenig anstatt auf den Punkt zu kommen. Andere Lesende können dies natürlich anders empfinden. Ich werde mir den Namen Max A. Edelmann aber auf jeden Fall merken und hoffe, bald mehr von ihm zu lesen.
von Lilli33 - 2025-11-27 20:11:00


