Rezensionen
Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
| Psychothriller aus Bremen | Dr. Eva Mares gerät in ihrem zweiten Fall in ein Netz aus Angst, Gewalt und tödlichen Geheimnissen
Autor: Meike Dannenberg
Erschienen 2026 bei Lübbe
ISBN 978-3-404-19663-0
Genauso kaltblütig wie emotional - 5 Sterne
Dieses Buch reiht sich nahtlos an „Die Ärztin – Gefährliche Nachtschicht“ an, man kann es aber auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Die Hauptfigur ist wieder Gynäkologin Dr. Eva Mares, die nach wie vor am Klinikum in Bremen arbeitet. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Wildeshauser Geest und pendelt regelmäßig zwischen Landidylle und Großstadt.
Als ein Mann mit seiner schwangeren Tochter vor ihrer Tür steht, versucht sie zu helfen. Beide sind nicht krankenversichert und Eva organisiert einen kostenlosen Untersuchungstermin im Krankenhaus. Doch die junge Frau wird ihn nicht wahrnehmen und Eva beginnt nachzuforschen.
In kurzen Kapiteln wechselt die Perspektive von Eva mit der einer unbekannten Frau und den ermittelnden BeamtInnen. Dadurch ist es ab der ersten Seite spannend, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen, besonders natürlich Eva, die versucht das Richtige zu tun und dabei immer wieder vor Hindernissen steht.
Trotz der packenden Story hat die Autorin hier auch ernste und lebensnahe Themen verarbeitet. Die Passagen rund um Schwangerschaft und Geburt wirken wie von einer Ärztin oder Hebamme selbst geschrieben, die Polizeiarbeit wird sehr realistisch dargestellt und trotzdem habe ich mich keine Minute gelangweilt. Vielleicht lag es an den wirklich authentischen Figuren, die auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär wirken, aber gerade dadurch so nahbar sind.
Es ist beides: Ein kaltblütiger Thriller und angenehm zu lesender Lokalkrimi. Eine seltene Kombination, die hier perfekt gelingt.
Ganz klar 5 von 5 Sternen – in der Hoffnung, dass wir noch mehr von Dr. Eva Mares lesen dürfen.
Als ein Mann mit seiner schwangeren Tochter vor ihrer Tür steht, versucht sie zu helfen. Beide sind nicht krankenversichert und Eva organisiert einen kostenlosen Untersuchungstermin im Krankenhaus. Doch die junge Frau wird ihn nicht wahrnehmen und Eva beginnt nachzuforschen.
In kurzen Kapiteln wechselt die Perspektive von Eva mit der einer unbekannten Frau und den ermittelnden BeamtInnen. Dadurch ist es ab der ersten Seite spannend, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Mir sind die Charaktere sehr ans Herz gewachsen, besonders natürlich Eva, die versucht das Richtige zu tun und dabei immer wieder vor Hindernissen steht.
Trotz der packenden Story hat die Autorin hier auch ernste und lebensnahe Themen verarbeitet. Die Passagen rund um Schwangerschaft und Geburt wirken wie von einer Ärztin oder Hebamme selbst geschrieben, die Polizeiarbeit wird sehr realistisch dargestellt und trotzdem habe ich mich keine Minute gelangweilt. Vielleicht lag es an den wirklich authentischen Figuren, die auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär wirken, aber gerade dadurch so nahbar sind.
Es ist beides: Ein kaltblütiger Thriller und angenehm zu lesender Lokalkrimi. Eine seltene Kombination, die hier perfekt gelingt.
Ganz klar 5 von 5 Sternen – in der Hoffnung, dass wir noch mehr von Dr. Eva Mares lesen dürfen.
von Thaliomee - 2026-03-31 10:32:00
Vermisste Frauen - 4 Sterne
Vermisste Frauen
Inhalt:
Die Gynäkologin Eva Mares ist allein zu Hause, als es eines Abends an ihrer Tür klingelt. Ein seltsames Paar bittet um Hilfe: eine junge Schwangere und ihr Vater. Eva versucht zu helfen, soweit es ihre Möglichkeiten zu Hause zulassen, bittet die beiden aber, am nächsten Tag zu ihr in die Klinik zu kommen. Doch dort wartet sie vergebens. Stattdessen kommt es zu einem Einbruchsversuch und Eva findet einen versteckten Hilferuf.
Meine Meinung:
Dies ist der 2. Band der Reihe um die Bremer Gynäkologin Eva Mares. Ich kenne den 1. leider nicht, was sich jetzt gerächt hat. Denn es werden immer wieder die traumatisierenden Vorkommnisse aus Band 1 erwähnt, unter denen die Familie Mares immer noch zu leiden hat, ohne dass erzählt wird, was genau damals passiert ist. So fehlten mir dann doch einige Infos, mit denen ich die verschiedenen Personen noch besser verstanden hätte. Andererseits kann ich jetzt auch noch ohne Spoiler Band 1 lesen, wozu ich nach dieser Lektüre tatsächlich Lust hätte, denn das Buch hat mir recht gut gefallen.
Die Handlung ist komplex verschlungen und führt immer wieder in die Irre, ist in sich aber logisch aufgebaut. Überraschende Wendungen erhalten die Spannung, die reichlich vorhanden ist.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, aus der Sicht verschiedener Polizistinnen, aus der Sicht der Ärztin und aus der Sicht des Opfers. Dadurch erhält man einen umfassenden Einblick und kann alles gut nachvollziehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass wir es nicht nur mit einer einzigen Ermittlerin zu tun haben, sondern mit mehreren, die zudem sehr menschlich und nicht übermäßig heldenhaft bzw. gestört wirken, wie das in heutigen Krimis oft der Fall ist. Die einzelnen Figuren fand ich ausreichend tief charakterisiert. Sie werden prägnant dargestellt, sodass man sie auch bei ähnlichem Hintergrund gut unterscheiden kann.
Der Schreibstil ist nicht besonders kompliziert, aber auch nicht zu einfach, ganz normale Sprache, die für jede*n gut zu lesen sein dürfte. Auch das Nachwort ist lesenswert und bietet Hilfe für Betroffene.
Die Reihe:
1. Gefährliche Nachtschicht
2. Gefährlicher Besuch
Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
TLAWEG EHCILSUÄH GNUGITLAWEGREV
Inhalt:
Die Gynäkologin Eva Mares ist allein zu Hause, als es eines Abends an ihrer Tür klingelt. Ein seltsames Paar bittet um Hilfe: eine junge Schwangere und ihr Vater. Eva versucht zu helfen, soweit es ihre Möglichkeiten zu Hause zulassen, bittet die beiden aber, am nächsten Tag zu ihr in die Klinik zu kommen. Doch dort wartet sie vergebens. Stattdessen kommt es zu einem Einbruchsversuch und Eva findet einen versteckten Hilferuf.
Meine Meinung:
Dies ist der 2. Band der Reihe um die Bremer Gynäkologin Eva Mares. Ich kenne den 1. leider nicht, was sich jetzt gerächt hat. Denn es werden immer wieder die traumatisierenden Vorkommnisse aus Band 1 erwähnt, unter denen die Familie Mares immer noch zu leiden hat, ohne dass erzählt wird, was genau damals passiert ist. So fehlten mir dann doch einige Infos, mit denen ich die verschiedenen Personen noch besser verstanden hätte. Andererseits kann ich jetzt auch noch ohne Spoiler Band 1 lesen, wozu ich nach dieser Lektüre tatsächlich Lust hätte, denn das Buch hat mir recht gut gefallen.
Die Handlung ist komplex verschlungen und führt immer wieder in die Irre, ist in sich aber logisch aufgebaut. Überraschende Wendungen erhalten die Spannung, die reichlich vorhanden ist.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, aus der Sicht verschiedener Polizistinnen, aus der Sicht der Ärztin und aus der Sicht des Opfers. Dadurch erhält man einen umfassenden Einblick und kann alles gut nachvollziehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass wir es nicht nur mit einer einzigen Ermittlerin zu tun haben, sondern mit mehreren, die zudem sehr menschlich und nicht übermäßig heldenhaft bzw. gestört wirken, wie das in heutigen Krimis oft der Fall ist. Die einzelnen Figuren fand ich ausreichend tief charakterisiert. Sie werden prägnant dargestellt, sodass man sie auch bei ähnlichem Hintergrund gut unterscheiden kann.
Der Schreibstil ist nicht besonders kompliziert, aber auch nicht zu einfach, ganz normale Sprache, die für jede*n gut zu lesen sein dürfte. Auch das Nachwort ist lesenswert und bietet Hilfe für Betroffene.
Die Reihe:
1. Gefährliche Nachtschicht
2. Gefährlicher Besuch
Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen):
TLAWEG EHCILSUÄH GNUGITLAWEGREV
von Lilli33 - 2026-03-30 07:35:00
Komplexer Thriller - 4 Sterne
Gynäkologin Dr. Eva Mares hat mit ihrer Familie auf dem Land einen Neuanfang gewagt. Zu schwer haben die Ereignisse aus dem letzten Jahr gewogen. Doch statt der erhofften Ruhe steht plötzlich mitten in der Nacht ein Mann mit einer schwangeren Frau vor Evas Tür. Am nächsten Tag sind sie verschwunden. Was bleibt ist eine heimliche Botschaft an Eva und ein alter Vermisstenfall…
Der Thriller besticht durch seine Komplexität und dem schwerwiegenden Thema, welches im Verlauf ans Licht kommt. Nicht das Tempo bestimmt hier die Spannung, sondern diese wird durch eine durchdachte Vorgehensweise, kurze Kapitel aus unterschiedlichen Sichten von den Protagonisten und dem klugen Aufbau des Plots als auch dem passenden Setting erzeugt. Für manche wird dieser Thriller zu langatmig erscheinen, ich finde jedoch, dass es für die Thematik, die beim Fall hochkommt, genau richtig gewählt ist.
Von mir eine Leseempfehlung dafür.
Der Thriller besticht durch seine Komplexität und dem schwerwiegenden Thema, welches im Verlauf ans Licht kommt. Nicht das Tempo bestimmt hier die Spannung, sondern diese wird durch eine durchdachte Vorgehensweise, kurze Kapitel aus unterschiedlichen Sichten von den Protagonisten und dem klugen Aufbau des Plots als auch dem passenden Setting erzeugt. Für manche wird dieser Thriller zu langatmig erscheinen, ich finde jedoch, dass es für die Thematik, die beim Fall hochkommt, genau richtig gewählt ist.
Von mir eine Leseempfehlung dafür.
von Natalie - 2026-03-29 23:49:00
Fesselnder Thriller mit wichtigen gesellschaftlichen Themen - 5 Sterne
„Die Ärztin – Gefährlicher Besuch“ ist nach „Die Ärztin - Gefährliche Nachtschicht“ der zweite Fall mit der Protagonistin Dr. Eva Mares der Journalistin und Autorin Meike Dannenberg.
Die Bücher lassen sich ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen. Es ist jedoch von Vorteil mit dem ersten Band zu beginnen, da die Entwicklung der Charaktere durchaus interessant ist und diese schon einiges erlebt haben, was sie prägt.
Mitten in der Nacht wird die Gynäkologin Dr. Eva Mares von der Klingel aus dem Schlaf gerissen. Vor der Tür steht ein ihr unbekannter Mann mit seiner schwangeren Tochter Nina und bittet um Hilfe. Eva kann zunächst Entwarnung geben, möchte aber, dass Nina am nächsten Tag in die Klinik kommt. Dort erscheint sie nicht und zudem findet Eva auf dem Spiegel ihres Gästebads einen Hilferuf.
Gleichzeitig sucht die Polizei in Bremen nach einer verschwundenen Frau, die von ihrem Mann misshandelt wurde.
Durch kurze Kapitel und stetig wechselnde Perspektiven zwischen Eva, den Ermittlerinnen Frauke und Mina und „Sie“ baut die Autorin von Beginn an enorme Spannung auf. Diese unterschiedlichen Sichtweisen sind abwechslungsreich und geben einen guten Blick auf die Ereignisse.
Eva ist eine kompetente Ärztin und eine sympathische Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat, aber auch durch persönliche Probleme der Vergangenheit belastet ist. Das hält sie allerdings nicht davon ab, sich über das gewöhnliche Maß hinaus für andere einzusetzen. Ich fand es schön, dass sie hier neben ihrer Rolle als Ärztin auch als Mensch und Mutter dargestellt wird, deren Familienleben mit in die Handlung einfließt.
Meike Dannenberg hat in ihrem Thriller eine Vielzahl von aktuellen, wichtigen und erschütternden Themen mit eingebunden. Es geht um häusliche, physische und psychische Gewalt, Abhängigkeit, Angst, traumatische Erlebnisse und deren Folgen. Mich hat sie damit emotional angesprochen. Ich war entsetzt und erschüttert, habe gerätselt und gehofft.
Toll fand ich auch die Beschreibungen von Bremen. Dabei entstandenen Bilder vor meinen Augen, die ein angenehmer Kontrast und richtig wohltuend zu den übrigen Ereignissen sind.
Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin ihren Thriller gelungen ab.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es weitere Fälle mit der Gynäkologin Dr. Eva Mares geben wird.
Die Bücher lassen sich ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen. Es ist jedoch von Vorteil mit dem ersten Band zu beginnen, da die Entwicklung der Charaktere durchaus interessant ist und diese schon einiges erlebt haben, was sie prägt.
Mitten in der Nacht wird die Gynäkologin Dr. Eva Mares von der Klingel aus dem Schlaf gerissen. Vor der Tür steht ein ihr unbekannter Mann mit seiner schwangeren Tochter Nina und bittet um Hilfe. Eva kann zunächst Entwarnung geben, möchte aber, dass Nina am nächsten Tag in die Klinik kommt. Dort erscheint sie nicht und zudem findet Eva auf dem Spiegel ihres Gästebads einen Hilferuf.
Gleichzeitig sucht die Polizei in Bremen nach einer verschwundenen Frau, die von ihrem Mann misshandelt wurde.
Durch kurze Kapitel und stetig wechselnde Perspektiven zwischen Eva, den Ermittlerinnen Frauke und Mina und „Sie“ baut die Autorin von Beginn an enorme Spannung auf. Diese unterschiedlichen Sichtweisen sind abwechslungsreich und geben einen guten Blick auf die Ereignisse.
Eva ist eine kompetente Ärztin und eine sympathische Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat, aber auch durch persönliche Probleme der Vergangenheit belastet ist. Das hält sie allerdings nicht davon ab, sich über das gewöhnliche Maß hinaus für andere einzusetzen. Ich fand es schön, dass sie hier neben ihrer Rolle als Ärztin auch als Mensch und Mutter dargestellt wird, deren Familienleben mit in die Handlung einfließt.
Meike Dannenberg hat in ihrem Thriller eine Vielzahl von aktuellen, wichtigen und erschütternden Themen mit eingebunden. Es geht um häusliche, physische und psychische Gewalt, Abhängigkeit, Angst, traumatische Erlebnisse und deren Folgen. Mich hat sie damit emotional angesprochen. Ich war entsetzt und erschüttert, habe gerätselt und gehofft.
Toll fand ich auch die Beschreibungen von Bremen. Dabei entstandenen Bilder vor meinen Augen, die ein angenehmer Kontrast und richtig wohltuend zu den übrigen Ereignissen sind.
Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin ihren Thriller gelungen ab.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es weitere Fälle mit der Gynäkologin Dr. Eva Mares geben wird.
von Tara - 2026-03-29 20:24:00
Fesselnder Thriller mit wichtigen gesellschaftlichen Themen - 5 Sterne
„Die Ärztin – Gefährlicher Besuch“ ist nach „Die Ärztin - Gefährliche Nachtschicht“ der zweite Fall mit der Protagonistin Dr. Eva Mares der Journalistin und Autorin Meike Dannenberg.
Die Bücher lassen sich ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen. Es ist jedoch von Vorteil mit dem ersten Band zu beginnen, da die Entwicklung der Charaktere durchaus interessant ist und diese schon einiges erlebt haben, was sie prägt.
Mitten in der Nacht wird die Gynäkologin Dr. Eva Mares von der Klingel aus dem Schlaf gerissen. Vor der Tür steht ein ihr unbekannter Mann mit seiner schwangeren Tochter Nina und bittet um Hilfe. Eva kann zunächst Entwarnung geben, möchte aber, dass Nina am nächsten Tag in die Klinik kommt. Dort erscheint sie nicht und zudem findet Eva auf dem Spiegel ihres Gästebads einen Hilferuf.
Gleichzeitig sucht die Polizei in Bremen nach einer verschwundenen Frau, die von ihrem Mann misshandelt wurde.
Durch kurze Kapitel und stetig wechselnde Perspektiven zwischen Eva, den Ermittlerinnen Frauke und Mina und „Sie“ baut die Autorin von Beginn an enorme Spannung auf. Diese unterschiedlichen Sichtweisen sind abwechslungsreich und geben einen guten Blick auf die Ereignisse.
Eva ist eine kompetente Ärztin und eine sympathische Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat, aber auch durch persönliche Probleme der Vergangenheit belastet ist. Das hält sie allerdings nicht davon ab, sich über das gewöhnliche Maß hinaus für andere einzusetzen. Ich fand es schön, dass sie hier neben ihrer Rolle als Ärztin auch als Mensch und Mutter dargestellt wird, deren Familienleben mit in die Handlung einfließt.
Meike Dannenberg hat in ihrem Thriller eine Vielzahl von aktuellen, wichtigen und erschütternden Themen mit eingebunden. Es geht um häusliche, physische und psychische Gewalt, Abhängigkeit, Angst, traumatische Erlebnisse und deren Folgen. Mich hat sie damit emotional angesprochen. Ich war entsetzt und erschüttert, habe gerätselt und gehofft.
Toll fand ich auch die Beschreibungen von Bremen. Dabei entstandenen Bilder vor meinen Augen, die ein angenehmer Kontrast und richtig wohltuend zu den übrigen Ereignissen sind.
Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin ihren Thriller gelungen ab.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es weitere Fälle mit der Gynäkologin Dr. Eva Mares geben wird.
Die Bücher lassen sich ohne Verständnisprobleme unabhängig voneinander lesen. Es ist jedoch von Vorteil mit dem ersten Band zu beginnen, da die Entwicklung der Charaktere durchaus interessant ist und diese schon einiges erlebt haben, was sie prägt.
Mitten in der Nacht wird die Gynäkologin Dr. Eva Mares von der Klingel aus dem Schlaf gerissen. Vor der Tür steht ein ihr unbekannter Mann mit seiner schwangeren Tochter Nina und bittet um Hilfe. Eva kann zunächst Entwarnung geben, möchte aber, dass Nina am nächsten Tag in die Klinik kommt. Dort erscheint sie nicht und zudem findet Eva auf dem Spiegel ihres Gästebads einen Hilferuf.
Gleichzeitig sucht die Polizei in Bremen nach einer verschwundenen Frau, die von ihrem Mann misshandelt wurde.
Durch kurze Kapitel und stetig wechselnde Perspektiven zwischen Eva, den Ermittlerinnen Frauke und Mina und „Sie“ baut die Autorin von Beginn an enorme Spannung auf. Diese unterschiedlichen Sichtweisen sind abwechslungsreich und geben einen guten Blick auf die Ereignisse.
Eva ist eine kompetente Ärztin und eine sympathische Protagonistin, die das Herz am rechten Fleck hat, aber auch durch persönliche Probleme der Vergangenheit belastet ist. Das hält sie allerdings nicht davon ab, sich über das gewöhnliche Maß hinaus für andere einzusetzen. Ich fand es schön, dass sie hier neben ihrer Rolle als Ärztin auch als Mensch und Mutter dargestellt wird, deren Familienleben mit in die Handlung einfließt.
Meike Dannenberg hat in ihrem Thriller eine Vielzahl von aktuellen, wichtigen und erschütternden Themen mit eingebunden. Es geht um häusliche, physische und psychische Gewalt, Abhängigkeit, Angst, traumatische Erlebnisse und deren Folgen. Mich hat sie damit emotional angesprochen. Ich war entsetzt und erschüttert, habe gerätselt und gehofft.
Toll fand ich auch die Beschreibungen von Bremen. Dabei entstandenen Bilder vor meinen Augen, die ein angenehmer Kontrast und richtig wohltuend zu den übrigen Ereignissen sind.
Mit ihrem Nachwort rundet die Autorin ihren Thriller gelungen ab.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es weitere Fälle mit der Gynäkologin Dr. Eva Mares geben wird.
von Tara - 2026-03-29 20:24:00
Botschaft im Spiegel - 3 Sterne
Die Ärztin – Gefährlicher Besuch, Thriller von Meike Dannenberg, 286 Seiten, Lübbe-Verlag
Dr. Eva Mares, der 2. Fall.
Dr. Eva Mares bekommt eines Nachts einen mysteriösen Besuch, ein fremder Mann und seine hochschwangere Tochter stehen vor der Türe, angeblich geht es Nina nicht gut, doch Eva kann nichts Besorgniserregendes feststellen. Trotz der Empfehlung der Ärztin erscheinen die beiden nicht am nächsten Tag in der Notfallambulanz zu weiteren Untersuchungen. Sie sind verschwunden. Zuhause entdeckt Dr. Mares einen Hilferuf auf dem Spiegel. Derweil die Polizei nach einer verschwundenen jungen schwangeren Frau sucht, im Raum steht häusliche Gewalt. Ein alter Vermisstenfall liegt im ebenso im Fokus der Behörden.
Es handelt sich hier um den 2. Band einer Reihe, Eva Mares hat in einem früheren Fall scheinbar schon einiges erlebt, sie selbst und die älteste Tochter, ja eigentlich die gesamte Familie, sind traumatisiert, der vorliegende Teil kann alleine für sich gelesen werden, doch ist es von Vorteil, Teil 1 bereits zu kennen. Deshalb habe ich am Anfang auch Mühe gehabt in Lesefluss zu kommen. Doch zu viele Personen und Geschehnisse werden vorausgesetzt, den zwischen den beiden Bänden ist gefühlsmäßig wenig Zeit vergangen. Eine Überflut an Ermittlern, Ärzten, Nachbarn Opfern und Verdächtigen, haben mich komplett verwirrt, noch ganz am Ende musste ich nach vorne blättern um zu sehen, werde der namentlich genannte Täter eigentlich ist, wo in der Geschichte er ins Geschehen passt. Das wäre vermutlich zu stemmen gewesen, wenn die Ermittler und die Familie von Eva mir bereits bekannt gewesen wären. Ich habe noch nicht einmal vollständig überblickt, wie viele Wohnungen die Familie Mares besitzt. Die Verbindung aus der Vergangenheit zwischen Eva, Mina und auch Frauke konnte ich bis zuletzt nicht durchschauen.
Kurze knackige Kapitel wechseln sich ab, jeweils aus der Sicht einer Frau, die als Überschrift über dem Kapitel steht. Ich mag zwar solche Kapitelwechsel, das beflügelt das Lesetempo, doch hier wäre manchmal etwas mehr Information von Vorteil gewesen. Ständig wird der Leser in einen anderen Strang zu einem anderen Ort geworfen.
Abgesehen davon, schreibt die Autorin flüssig und sehr spannend, ganz besonders am Ende habe ich keine Stelle gefunden um das Buch einmal zur Seite zu legen. Ich hätte doch zuerst den Vorgängerband lesen sollen, das kann ich auch weiteren Lesern empfehlen, eine gute Reihe, aber unbedingt in der Reihenfolge. Von mir dafür 3 Sterne.
Dr. Eva Mares, der 2. Fall.
Dr. Eva Mares bekommt eines Nachts einen mysteriösen Besuch, ein fremder Mann und seine hochschwangere Tochter stehen vor der Türe, angeblich geht es Nina nicht gut, doch Eva kann nichts Besorgniserregendes feststellen. Trotz der Empfehlung der Ärztin erscheinen die beiden nicht am nächsten Tag in der Notfallambulanz zu weiteren Untersuchungen. Sie sind verschwunden. Zuhause entdeckt Dr. Mares einen Hilferuf auf dem Spiegel. Derweil die Polizei nach einer verschwundenen jungen schwangeren Frau sucht, im Raum steht häusliche Gewalt. Ein alter Vermisstenfall liegt im ebenso im Fokus der Behörden.
Es handelt sich hier um den 2. Band einer Reihe, Eva Mares hat in einem früheren Fall scheinbar schon einiges erlebt, sie selbst und die älteste Tochter, ja eigentlich die gesamte Familie, sind traumatisiert, der vorliegende Teil kann alleine für sich gelesen werden, doch ist es von Vorteil, Teil 1 bereits zu kennen. Deshalb habe ich am Anfang auch Mühe gehabt in Lesefluss zu kommen. Doch zu viele Personen und Geschehnisse werden vorausgesetzt, den zwischen den beiden Bänden ist gefühlsmäßig wenig Zeit vergangen. Eine Überflut an Ermittlern, Ärzten, Nachbarn Opfern und Verdächtigen, haben mich komplett verwirrt, noch ganz am Ende musste ich nach vorne blättern um zu sehen, werde der namentlich genannte Täter eigentlich ist, wo in der Geschichte er ins Geschehen passt. Das wäre vermutlich zu stemmen gewesen, wenn die Ermittler und die Familie von Eva mir bereits bekannt gewesen wären. Ich habe noch nicht einmal vollständig überblickt, wie viele Wohnungen die Familie Mares besitzt. Die Verbindung aus der Vergangenheit zwischen Eva, Mina und auch Frauke konnte ich bis zuletzt nicht durchschauen.
Kurze knackige Kapitel wechseln sich ab, jeweils aus der Sicht einer Frau, die als Überschrift über dem Kapitel steht. Ich mag zwar solche Kapitelwechsel, das beflügelt das Lesetempo, doch hier wäre manchmal etwas mehr Information von Vorteil gewesen. Ständig wird der Leser in einen anderen Strang zu einem anderen Ort geworfen.
Abgesehen davon, schreibt die Autorin flüssig und sehr spannend, ganz besonders am Ende habe ich keine Stelle gefunden um das Buch einmal zur Seite zu legen. Ich hätte doch zuerst den Vorgängerband lesen sollen, das kann ich auch weiteren Lesern empfehlen, eine gute Reihe, aber unbedingt in der Reihenfolge. Von mir dafür 3 Sterne.
von Ele - 2026-03-29 15:19:00


