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Rezensionen

Das Buch der neuen Anfänge
Roman | Der neue wundervolle Roman von der Autorin des Überraschungsbestsellers »Das Glück der Geschichtensammlerin«

Autor: Sally Page

Erschienen 2024 bei dtv Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-423-22095-8
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Etwas langwierig - 3 Sterne

Jo hat sich nach einer längeren Beziehung von ihrem Freund getrennt, oder er von ihr. Um über diese Trennung hinwegzukommen, geht sie nach London, dort hilft sie ihrem Onkel in dessen Schreibwarengeschäft. Eigentlich hatte Jo ihr Leben ganz anders geplant, guter Job, Ehemann, Kinder, eine Familie. Nun steht sie in einem alten Schreibwarenladen und verkauft antiquiertes Material.


Ich war neugierig, ich mag Geschichte über Geheimnisse, über besondere Umstände im Leben. Aber hier habe ich mich echt schwer getan. Es zog sich, es kam keine rechte Stimmung beim Lesen auf. Ich fand Jo schwierigund auch ein wenig nervig. Ihre immer wiederholenden Erinnerungen an ihre langjährige Beziehung langweilten irgendwann nur noch, es war eine andauernde Wiederholung. Mir war es zu fad und zu langwierig und konnte mich einfach nicht wirklich unterhalten. Es blieb immer Mittelmaß.
von _ich.lese_ - 2025-01-17 19:49:00

Gemütlich - 4 Sterne

„Das Buch der neuen Anfänge“ lädt mit einem farbenfrohen, verspielten Cover zum Lesen ein. Wir begleiten die junge Bankangestellte Jo, nachdem ihr Freund sie verlassen hat, wie sie im Schreibwarenladen ihres dementen Onkels aushilft und dort wieder zaghaft neue Beziehungen zu anderen Menschen eingeht.
Wie im „Glück der Geschichtensammlerin“ ist die Protagonistin zwar ein Prototyp Mensch – hier dem der sehr strukturierten, zurückhaltenden, bemühten und nach außen hin farblos wirkenden jungen Frau – aber trotzdem als Individuum erkennbar, glaubhaft und sympathisch beschrieben. Auch ihre alten und neuen Bekanntschaften nehmen in Pages Schilderung plastisch Gestalt an und wir begegnen herrlich skurrilen Charakteren wie dem tätowierten Optiker, der flüchtigen Geistlichen oder Jos Jugendliebe.
Die Geschichte selbst bietet eher wenig Überraschungen, aber es war gemütlich und inspirierend zu lesen, wie sich Jo und die anderen Personen langsam näherkommen, sich öffnen, sich gegenseitig bereichern, gemeinsam Neues ausprobieren und so über die Zeit ihr Potenzial entdecken. Auch die Schritte und Schwierigkeiten in der Wiederannäherung mit Jos alter Freundin waren nachvollziehbar. Was mich leider gestört hat, war die immer wiederkehrende Lobhudelei auf die Freundschaft und Jos ewige Selbstvorwürfe, sich in ihrer alten Freundschaft falsch verhalten zu haben. Ersteres steckt ja schon in der Handlung und man kann es sich selbst erschließen, zweiteres wirkte auf mich übertrieben und ziellos, weil es gar nichts gibt, was sie eindeutig falsch gemacht hat.
Insgesamt ein gemütliches, vorhersehbares Buch mit interessanten Charakteren, das nicht ganz an das Vorwerk der Autorin heranreicht.
von Chrystally - 2025-01-02 22:04:00

Durchwachsen und langatmig Potenzial bleibt ungenutzt - 3 Sterne

Sally Pages Roman Das Buch der neuen Anfänge erzählt die Geschichte von Jo Sorsby, die nach einer ungesunden Beziehung den Schreibwarenladen ihres Onkels übernimmt. Sie begegnet dort verschiedenen Menschen, die ihr Leben bereichern sollen, doch wirklich überzeugen konnte mich die Umsetzung dieser vielversprechenden Idee nicht.

Das Cover ist ein echter Blickfang – warm und einladend, es verspricht eine emotionale und inspirierende Geschichte. Leider hält das Buch dieses Versprechen nur bedingt. Das Thema "Neuanfang" wird zwar aufgegriffen, bleibt aber inhaltlich oft oberflächlich und verliert sich in langatmigen Passagen.

Jo als Protagonistin wirkt in ihrer Entwicklung unreif und ihre Interaktionen beschränken sich auf zufällige Begegnungen, meist mit älteren Menschen. Dabei bleiben die Figuren zwar sympathisch, aber zu blass, um wirklich in Erinnerung zu bleiben. Ihre problematische Beziehung zu ihrem Ex-Partner wird nur angerissen, was Potenzial für Tiefe und Dramatik verschenkt.

Auch der Schreibstil ist wenig überzeugend: Er wirkt oft kantig und holprig, was das Lesen an vielen Stellen erschwert. Die Geschichte zieht sich und verliert dadurch an Leichtigkeit, was den emotionalen Zugang erschwert.

Für Fans von Sally Page oder Geschichten, die das Leben mit all seinen Wendungen zeigen, mag der Roman dennoch einen Blick wert sein. Wer jedoch eine tiefgründige und runde Erzählung sucht, wird hier enttäuscht.

Ein Roman mit guten Ansätzen, der durch langatmige Abschnitte und eine unreife Protagonistin an Wirkung verliert. Empfehlenswert für Leser*innen, die Geduld und Freude an gemächlichen Erzählungen haben.
von Lila - 2024-12-21 19:44:00

Ein bezaubernder Roman über Freundschaft, neue Anfänge und Gemeinsamkeiten, wo man sie nicht vermutet hätte - Must read! - 5 Sterne

Ruth und Jo sehen ihn erwartungsvoll an.
"George Elliot hat einmal diese Worte geschrieben: >Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.<"
Kapitel 37
Wenn man nur wüsste, was man hätte sein können. Jo war sich sicher, den richtigen Plan für ihr Leben zu haben: Einen ruhigen Job in der Bank, ihren Kollegen und Freund James heiraten und ein paar Kinder bekommen. Doch James betrügt sie mit einer Kollegin und so steht "Durchschnitts-Jo", wie sie sich selbst nennt, vor den Trümmern ihrer Träume.
Als ihr geliebter Onkel Wilbur Hilfe braucht, zögert sie nicht. Jo geht nach London, um sich um seinen Schreibwarenladen zu kümmern, bis es ihm hoffentlich besser geht. Dort angekommen fühlt sie sich, als ob sie feststeckt. Bis sie langsam anfängt mit Veränderungen: Beim Sortiment im Laden fängt sie an, ermuntert ihre Kunden, Füllfedern auszuprobieren und wieder von Hand zu schreiben. Durch die Freunde, die sie dadurch kennenlernt, verändert Jo auch langsam und Schritt für Schritt ihr Leben.
"Das Buch der neuen Anfänge" ist eines jener, Bücher, die einen auf magische Weise berühren! Es ist so sanft, ruhig und gerade deswegen hat es mich irrsinnig bewegt. Jo ist so aus der Bahn und dabei so liebenswert! Auf eine besondere Weise tritt sie mit den Menschen um sich in Kontakt und lernt so nicht nur Eric, den Wikinger, kennen, sondern auch eine flüchtige Vikarin und den schweigsamen Malcom, der sich so sehr in Grau hüllt, um nur ja nicht aufzufallen.
Es geht in diesem Roman genau um das: Wie unterschiedlich wir Menschen alle sind in unserer Einzigartigkeit. Aber trotzdem haben wir alle etwas gemeinsam, wenn wir uns die Mühe geben, danach zu suchen!
Durch Malcom lernt Jo den Highgate Cemetery kennen und befasst sich gemeinsam mit ihm und der Vikarin Ruth mit den bereits lange Verstorbenen. Aus diesen Geschichten schöpfen sie alle neue Erkenntnisse, Kraft, und das Wissen um Freundschaft.
Fazit: Ein bezaubernder Roman über Freundschaft, neue Anfänge und Gemeinsamkeiten, wo man sie nicht vermutet hätte - Must read!
von jam - 2024-11-28 18:47:00

Stellenweise tiefgründig aber langatmig - 3 Sterne

Joanne, Ende dreißig, übernimmt das Geschäft ihres Onkels, der erkrankt ist. Sie hat eine Trennung hinter sich, den Kontakt zu ihrer besten Freundin verloren und ihren Job gekündigt. Also kommt ihr dieser Tapetenwechsel gerade recht. Sie verändert nach und nach das Sortiment des Schraubenladens und lebt sich auch langsam in London ein. Besonders der Optiker vom Laden nebenan lässt ihr Herz höherschlagen und mit der Vikarin Ruth und dem Pensionisten Malcom verbindet sie bald eine tiefe Zuneigung. Joanne beginnt vieles zu hinterfragen, stellt sich ihrer Vergangenheit und muss die Frage klären, wie und wohin sich ihr Leben entwickeln soll.
In ihrem zweiten Buch schreibt Sally Page über die Freundschaft, ihren Wert, ihren Wandel und über die verschiedenen Arten von Freundschaft, der man im Laufe des Lebens begegnen kann. Jo, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, kommt in London, weit weg von ihrem bisherigen Alltag viel zum Nachdenken. In den Gesprächen mit sehr unterschiedlichen Menschen, von denen sie einige bald Freunde nennen darf, entdeckt sie viel von sich selbst, lernt neue Perspektiven einzunehmen und kommt zu Erkenntnissen über ihr bisheriges Leben und darüber, wie sie ihre Zukunft gestalten möchte. Auch das Thema Glauben wird von mehreren Seiten beleuchtet. Die Vikarin Ruth, der Atheist Malcolm und Jo, die zwar glaubt, aber nicht religiös ist, haben natürlich unterschiedliche Meinungen dazu und lernen voneinander.
Es gibt einige Passagen im Buch, die mich ansprachen. Die Gedanken, die man sich in der Lebensmitte über Freundschaften macht, brachten mich zum Nachdenken. Leider kam ich nie in einen richtigen Lesefluss. Mir kam die Geschichte stellenweise sehr langatmig vor und ich musste mich zum Weiterlesen zwingen. Auch waren die ProtagonistInnen nicht richtig greifbar für mich. Sie wurden zwar punktuell tiefgründig beschrieben, ich konnte aber ansonsten keinen Zugang zu ihnen finden. Ganz zum Schluss nimmt die Story etwas an Fahrt auf, wird dabei jedoch kitschig.
Leider konnte das zweite Buch der Autorin nicht mit ihrem ersten Buch „Das Glück der Geschichtensammlerin“ mithalten.
von stina23 - 2024-11-12 20:45:00

Frauenroman für gemütliche Stunden - 5 Sterne

Man sieht schon an dem Cover, dass dieser Roman bestimmt gute Laune macht. Er passt zum Herbst, mal neblig und bewölkt, dann wieder goldener Oktober. Auch wenn das Ende der Geschichte zu Weihnachten spielt, selbstverständlich im Schnee, punktgenau Heiligabend, und das in London.
Es geht hier um das Thema Freundschaft, Liebe und die Kraft der Neuanfänge. Jo Sorsby übernimmt vorübergehend den alten Schreibwarenladen ihres kranken Onkels. In diesem Geschäft, und in der Nachbarschaft, lernt sie die unterschiedlichsten Menschen kennen. Es entstehen Freundschaften, die Jo niemals für möglich gehalten hätte. Skurril, exotisch, originell, lustig, offen und unkonventionell alles ist vertreten. Das gefällt mir an diesen Romanfiguren so gut. Sie ergänzen sich hervorragend.
Der Leser erfährt wer auf dem berühmten Highgate Cemetery Friedhof liegt, der 1839 gegründet wurde. Es sind berühmte Personen, die noch einmal kurz auferstehen. Von einer stammt dieser wunderbare Satz: Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können.
Na, neugierig geworden? Dann kann ich dieses Buch nur empfehlen.
von kabo16 - 2024-11-07 18:25:00

Eine rührende Geschichte - 5 Sterne

Sally Page schreibt einfach Bücher, die mir das Pipi in die Augen treiben und von denen ich nicht wusste, dass ich sie brauche bis ich sie dann lese. Dies hier ist ein wunderschönes Buch über Neuanfänge, Fremde die zu Freunden werden und darüber, dass es nicht schlimm es, sich auch mal verloren zu fühlen- man findet sich wieder.

Zum Inhalt: Jo führt ein sehr beschauliches Leben ohne viel Aufregung. Doch dann trennt sich ihr Freund von ihr und ihr Onkel wird krank, sodass er einen Schreibwarenladen nicht mehr führen kann. Kurzerhand springt Jo ein und findet nicht nur gefallen an der neuen Umgebung, sondern auch neue Freundschaften und zurück zu sich selbst.

Sally Page ist für mich eine dieser Autorinnen, die vor allem durch die wundervoll gezeichneten Charaktere glänzen- ein bisschen ab der Norm, aber mit ganz viel Herz und einer angenehmen Prise Humor. So auch hier wieder. Das Buch strotzt nur so vor liebenswerten Charakteren mit bewegenden Lebensgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Was ich total geliebt habe waren auch die Recherchen zum Friedhof und den Persönlichkeiten, die dort begraben liegen, sowie die fiktiven Begegnungen, die Jo, Ruth und Malcolm ersinnen. Auch mich hat das irgendwie total gecatcht, weil es eine schrullige wie poetische Idee war.

Dieses Gefühl allein und fremd zu sein, etwas unwiederbringlich verloren zu haben oder eine Chance verpasst zu haben kennt vermutlich jeder. Auch bei mir hat das Buch thematisch da eine Saite zum Schwingen gebracht, sodass ich mein Herz recht fix an diese Geschichte gehangen habe.
Eine wunderschöne, herzliche Geschichte darüber, dass es nie zu spät für Neuanfänge und neue Freundschaften ist
von Lies_ein_Buch - 2024-11-03 21:17:00

Ein wunderschöner Roman über Freundschaften - 5 Sterne

Jo Sorsby trauert und zwar über ihre zerbrochene Beziehung zu ihrem langjährigen Freund. Überhaupt scheint es momentan gerade keine gute Zeit für sie zu geben. Zu ihrer besten Freundin ist das Verhältnis angespannt und beim geliebten Onkel, der eine Schreibwarenhandlung in London führt, wird Demenz festgestellt.
Um den Kopf frei zu bekommen und die Familie zu unterstützen, reist Jo kurzerhand in die Metropole und managt dort vor Ort vorerst das kleine Geschäft.
Schöne Erinnerungen verbindet sie damit, hatte sie doch jeher ein besonders gutes Verhältnis zum Onkel und als Kind viel zeit im Laden verbracht.
Sie liebt dessen Atmosphäre und lebt sich schnell ein. Aber nicht nur das heilt ihre Wunden langsam. Auch lernt sie viele neue Menschen kennen, einige von ihnen wachsen ihr ziemlich ans Herz und so entstehen wunderbare Freundschaften zwischen der flüchtigen Vikarin Ruth und dem 70jährigen Malcolm, Stammkunde des Ladens. Das Dreiergespann verbringt eine schöne gemeinsame Zeit und wir lernen jede der drei Personen nach und nach noch besser kennen.
Schön finde ich besonders im Roman, dass sich zwar auch eine Liebesgeschichte zwischen Jo und dem Optiker Eric anbahnt, aber die steht absolut nicht im Vordergrund.
Ein wunderbares Buch, das aufzeigt, dass Freundschaft so viel mehr ist und auch Jung und Alt miteinander verbinden kann. Eine Geschichte über Gefühle, das Zuhören und die kleinen Untertöne des Lebens.
Volle Punkteanzahl für eine lebensnahe Story mit vollem Gefühl ohne Intrigen.
von kuhasi - 2024-10-30 11:33:00

Das Geheimnis der flüchtigen Vikarin und Ode an die Freundschaft - 4 Sterne

O.k., meine Überschrift ist ein klein wenig sperrig, dafür komme ich in der Rezension schnell auf den Punkt. Versprochen!

Es geht um drei Menschen, die in London stranden bzw. schon dort leben. Alle haben ein einschneidendes Erlebnis in ihrem Leben gehabt und daran knabbern sie.
Im Mittelpunkt steht Jo, die von ihrem Freund verlassen wurde und das Schreibwarengeschäft ihres dementen Onkels wuppt.
Dabei lernt sie viele Menschen kennen und vor allem die Kraft der Freundschaft.

Die Charaktere sind teilweise ganz schön schräg, allen voran Malcolm und Ruth.
Das Buch ist rührend und geht ans Herz, ich musste sogar ein Tränchen beim Lesen verdrücken. Einfach eine schöne Herbst/Winterlektüre (passend dazu spielt Weihnachten im Buch auch noch eine große Rolle).

Geheimnisse gibt es natürlich auch aufzuklären, hier insbesondere das um die flüchtige Vikarin.

Insgesamt hatte es für mich aber auch einige Längen, weshalb es nicht ganz zum vollen fünf-Sterne-Regen gereicht hat.
von Marie aus E. - 2024-10-30 11:28:00