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Rezensionen

Demon Copperhead
Roman | Pulitzer-Preis & Women’s Prize for Fiction | »Ebenso klug wie wortmächtig. Ein Buch, das einen die USA mit neuen Augen sehen lässt.« Denis Scheck

Autor: Barbara Kingsolver

Erschienen 2024 bei dtv Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-423-28396-0
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Demon Copperhead - 5 Sterne

Bei Barbara Kingsolvers „Demon Copperhead“ handelt es sich um eine moderne Nacherzählung von Dickens „David Copperfield“, einem klassischen Bildungsroman. Was „Demon Copperhead“ betrifft: Bildungsroman ja, aber klassisch?
Der junge Damon, genannt Demon, kommt im Virginia der 1990er Jahre zur Welt – die Mutter eine drogensüchtige 16-jährige, die eben tut, was sie kann; der Vater ihr Geliebter „Copperhead“, der noch vor Geburt des Kindes an einem Ort namens „Devil’s Bathtub“ ums Leben gekommen ist (Diese Geschichte jagt dem jungen Demon eine Heidenangst ein, er meidet Badewannen tunlichst). Der Name ist auch bei unserem Protagonisten Programm, sein Haar ist feuerrot, sein grünäugiger Blick neugierig und entlarvend. Zwischen Trailerpark und der nahezu ursprünglichen Natur der Appalachen, stolpert Demon durch sein Leben, steigt hoch und fällt noch tiefer. Wir begleiten den kreativen, aufgeweckten Jungen durch seine Kindheit und Jugend, die er erst hauptsächlich im Haus der Großeltern seines besten Freundes Maggot oder spielend im Wald hinter deren Haus verbringt, bevor er schließlich die Abgründe des US-amerikanischen Pflegesystems kennenlernt. Auf der Suche nach einem Ankommen und diesem Verbundensein, von dem immer alle reden, macht sich Demon Seite an Seite mit seinen Freunden und Feinden dieses Leben zu eigen, das von Perspektivlosigkeit, Sucht und Verlust geprägt ist. Gehalten und geliebt von einer Handvoll treuer Seelen, trotzt Demon dieser Dunkelheit mit einer Lebenskraft, die seinesgleichen sucht.
Dieses Buch ist ein wilder Ritt, dessen Umgang mit den schwersten Themen des Lebens erschüttert und gleichzeitig eine Resilienz vorführt, die Mut macht. Wer sich traut in die gut 800 Seiten abzutauchen, wird belohnt.
von Pauline Paterno - 2025-08-27 14:43:30

Demon Copperhead - 5 Sterne

Mit „Demon Copperhead“ hat Barbara Kingsolver einen packenden Roman geschrieben, der in den Wäldern Virginias angesiedelt ist. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt – die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, trotz allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust.

Die Autorin entwirft, auf der Vorlage des berühmten Werkes „David Copperfield“ von Charles Dickens aus dem Jahr 1849, das Portrait eines Jungen, der – wie sein berühmtes Vorbild – ein Waisenkind ist, denn sein Vater ist tot und seine selbst noch junge Mutter stirbt, als er elf ist, an einer Überdosis. Sie verlegt die Handlung vom viktorianischen London ins ländliche Virginia der Gegenwart. Die Geschichte spielt in den 1990er und frühen 2000er Jahren – und zwar in einer Gegend, wo viele sozial abgehängte, drogengebeutelte, Trump-wählende Weiße wohnen. Den Rahmen bildet die Opioidkrise, die grassierende Schmerzmittelsucht in Amerika, und ihre krassen Folgen. Demon Copperhead heißt ihr Held, der selbst in eine Schmerzmittelabhängigkeit gerät. Immer wieder wird die deprimierende Chancenlosigkeit gezeigt, die ein Aufwachsen im US-Unterschichtenmilieu mit sich bringt: Demon gelingt es nicht, seinem Schicksal zu entkommen und verfällt der Opioidsucht und Drogenkriminalität, bevor er sich überraschend doch wieder aufrappelt. … Die Schwierigkeiten, die sich dem Protagonisten in den Weg legen, werden von der Autorin aber nicht zu anprangernden Klagen zusammengerafft, sondern zu einem in allen Sinnen vielseitigen Roman gemacht, der die Ungerechtigkeiten im Leben verdeutlicht. So geht es um viel mehr als um ein Einzelschicksal, sondern um Geschichtswissen und Sozialkritik, wobei Demon bei all dem Schlimmen, das ihm begegnet, nie den Blick für das Schöne in der Welt und für das Mitgefühl, das wir anderen Menschen schulden, verliert. So heißt es etwa im Buch: „Emmy war in gewisser Weise schlimmer dran als ich. Sie hatte noch nie im Leben ein Glühwürmchen gesehen. Das war einfach tragisch. Ich erzählte ihr, dass es verschiedene Arten gibt. Eine leuchtet lange überhaupt nicht, aber dann blinken alle auf einmal auf, Tausende, ein einziges großes Funkeln, den ganzen Bach rauf und runter. So schön, dass man glatt ausflippen könnte.“

Dabei wird nie vergessen, dass wir es mit einem Jungen zu tun haben, der Vorlieben hat – eben wir ein ganz normaler Bub: Er liebt Comics und erweist sich als begabter Zeichner. Sein Kosmos besteht aus Superschurken wie „Creak Evil“ und Superheldinnen wie „Wonder Nurse“ oder „Black Leather Angel“: „So ein knallharter Engel mit schwarzen Lederflügeln. (...) Das Wichtigste an ihr waren diese grauen Augen, die in einen reinsahen und erkannten, was an einem nagte - die Superkraft, Gedanken zu lesen und einen zum Sprechen zu bringen.“

Dies alles macht ihn zu einem liebenswerten Helden mit viel Widerstandskraft, mit einem guten inneren Kern, wenn auch mit einer großen Klappe, gepaart mit Humor und einer großen Liebe zur Welt, obwohl sie ihn immer wieder enttäuscht … Er muss seinen eigenen Weg gehen. Die Arbeitslosenquote in der Region ist hoch, die Jugendlichen kiffen sich schon mit zwölf, dreizehn Jahren um den Verstand. „Hauptsache, noch am Leben“, sagt Demon, als der Elfjährige gefragt wird, was er einmal werden wolle. „Wir sind eben Amerikas Hunde.“ Ihnen allen hat Barbara Kingsolver mit ihrem grandiosen Epos, für das sie 2023 den Pulitzer-Preis für Belletristik erhielt, ein literarisches Denkmal gesetzt. Sie habe einen Roman über eine Region schreiben wollen, die Schaden genommen habe, sagt die Autorin selbst. „Über die Kinder und Jugendlichen, die Schaden genommen haben“ und über „Leute, die der übrigen Welt offensichtlich vollkommen egal waren“. Es ist eine Region ohne funktionierendes Gesundheitssystem: Wenige Ärzte, kaum Krankenhäuser, eine Krankenversicherung, die nur die Kosten für Medikamente übernimmt, so die Autorin im Interview. Nachdem die Arbeitgeber, ob im Kohlebergbau oder in der Landwirtschaft, die Leute ausgebeutet hatten, trat die Pharmaindustrie auf den Plan, um auch noch „unseren Schmerz zu Geld zu machen“, sagt Barbara Kingsolver.

Das Leben, das Demon führt, wirkt oft ungerecht und hart. Doch gerade das macht die Geschichte so realistisch und ergreifend. Man fühlt mit Demon und den anderen Figuren, leidet mit ihnen und hofft auf ein besseres Morgen. Ihn begleitet stets dieses Gefühl, nichts zu sein und nichts zu zählen: „Manche werden jetzt sagen, dass ich ja nie was Besseres war. Nicht mal im Krankenhaus geboren von einer Mom, die danach mit mir in ihren Trailer zurückgekehrt ist, nein, ich wurde im Trailer geboren – fast so was wie ein Prinz des Trailergesindels. Kinder wie ich, denen ihre Teenage-Moms Whiskey aufs Zahnfleisch reiben, damit sie still sind, oder Cola ins Fläschchen geben, sind echt arm dran. Dabei hatte ich nicht schlechter angefangen als andere Kinder, hatte gelernt, bitte und danke zu sagen, meine Hausaufgaben zu machen und was man sonst noch tun muss, um ein Lächeln abzukriegen. Ich spielte, um zu gewinnen, hatte meinen Stolz und meine Träume. Und wenns nur Kleine-Jungs-Träume waren wie Carol Danvers zu heiraten oder später mal ein Avenger zu sein – na und? Ich stand jeden Morgen auf und dachte, dass da draussen die Sonne schien, für mich genauso wie für jeden anderen.“ Demon Copperhead wird man nicht so schnell vergessen – und sich an ihn erinnern, zumindest jedes Mal, wenn draußen die Sonne scheint im Bewusstsein, dass „sie da draußen scheint, für mich genauso wie für jeden anderen“!
von Katja Hölzl aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2025-06-24 12:44:13

Entwicklungsroman - 4 Sterne

Typisch amerikanischer Coming of Age Roman über einen Jungen, der in einer sozial benachteiligten Region Virginias spielt. Demon verliert früh seine Eltern und wird von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht. Er erlebt eine Jugend die von Armut, Drogen und Gewalt geprägt ist.
Ganz gut zu lesen. Dennoch schaffte die Autorin es nicht, mich nachhaltig zu beindrucken.
von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer - 2024-04-23 15:35:00

mein Highlight des Jahres - 5 Sterne

Ein gutes Buch ist leider nie lang genug. Egal wie viele Seiten das Buch hat, am Ende bleibt trotzdem das Gefühl, dass man die ProtagonistInnen noch eine Weile begleiten würde. Auch wenn das Buch über 800 Seiten lang ist.

"Demon Copperhead" ist aus der Ich-Perspektive von Demon erzählt. Er ist ca. 20 Jahre alt und, wenn man glauben würde, dass sein Leben erst anfängt, hat er so vieles schon erlebt, dass er ein dickes Buch füllen kann.
Wir begleiten Demon, seit er geboren ist, bis er ca. 20 Jahre alt wird. Sein Vater stirbt kurz vor Demons Geburt und Demon lebt nur mit seiner Mutter in USA in Virginia. Weil die Mutter von Drogen abhängig ist, wird Demon, auch wenn er nur ein Kind ist, auf die Mutter aufpassen, dass sie jeden Tag aufsteht und in die Arbeit geht. Alles verschlimmert sich, als die Mutter einen neuen Mann heiratet, Stoner, der glaubt, die Erziehung macht man mit den Fäusten.
Ab nun wird Demon vom Jugendamt genommen und weil das Jugendamt nicht wirklich aufpasst, was mit den Kindern passiert, wird ab jetzt Demon nur auf sich selbst gestellt.

Wichtig finde ich aber, dass Demon und seine Freunde eigentlich repräsentativ für die Menschen in den ärmeren Schichten in den USA, vor allem Virginia, sind. Barbara Kingsolver schreibt nicht nur über Demon, sondern über alle armen Kindern und alle armen Menschen, die wenig Auswahl im Leben haben. "Demon Copperhead" ist eine Gesellschaftskritik, die sich mit der Armut, Jugendamt, dem schlechten Gesundheitssystem, Gewalt und Drogen- und Medikamentensucht auseinandersetzt.

Alle sind Menschen wie wir, das sieht und fühlt man schon bei der ersten Liebe. Aber leider reicht das nicht, um die Lebensumstände leichter zu machen.
Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und fesselnd, manchmal mit Humor gesprüht. Barbara Kingsolver schreibt aus der Ich-Perspektive von Demon. Als Kind sieht Demon die Welt so wie sie ist und erzählt es treu, ohne etwas zu bewerten. Die Bewertung entsteht erst im Kopf des/der Lesers/Leserin und ist nur noch herzzerreißender, als man das Gesamtbild versteht.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und die meisten sind von Armut betroffen. Das ist auch der Grund, warum, auch wenn sie im Grunde gute Menschen sind, können sie manchmal nur begrenzt helfen.

Ich kann leider keine Stelle nennen, die mir am meisten gefallen hat. Das ganze Buch ist nicht nur berührend, sondern aufwühlend, herzzerreißend und dazu voll mit tollen Zitaten. Meine zwei Lieblingszitate: S. 713: Demon über seine Liebe zu Dori „Es ist ein Wunder, dass man das Leben mit nichts beginnt und mit nichts beendet und dazwischen trotzdem so viel verliert.“ und Demon S. 504: "Man sagt, keiner macht dich so fertig wie du selbst."

Ich finde das Buch ist eine Liebeserklärung der Autorin in ihrer Heimat Virginia, wo sie nun auch lebt. Die Autorin zeigt ein unglaublich gutes Verständnis auf die ganze Lebenssituation und man bemüht sich, etwas so gut zu verstehen, nur wenn man es so stark liebt. Und wenn man alles in Worte umsetzen kann, dann haben alle nur was davon gewonnen.

Ein ganz besonderes Buch, ich habe jede einzelnen Satz genossen und 800 Seiten waren mir zu wenig.
von nikomiko - 2024-04-14 12:54:00

Keine Seite zu viel - 5 Sterne

Demon wird in prekäre Verhältnisse geboren: die Mutter, fast selbst noch eine Teenagerin und drogenabhängig, bringt ihn in einem Trailer zur Welt. Sein Vater ist bereits verstorben, von ihm geerbt hat Demon seine kupferroten Haare. Als Demon noch ein Kind ist, stirbt auch die Mutter; und ab da beginnt die Odyssee von Pflegefamilie zu Pflegefamilie, die den kleinen Buben ausbeuten und schlecht behandeln, Gewalt ausüben, ihn hungern und schuften lassen. Sein Überlebenswille wird dadurch jedoch nicht gebrochen.

Demon erfährt aber auch dauerhafte Beziehungen zu Menschen, die es wirklich gut mit ihm meinen und ihm eine Stütze sind. So schafft er es in der High-School ein angesehener Footballstar zu werden, bis zu seiner Verletzung. Dieser Teil des Romans hat die Opioid-Krise in Amerika zum zentralen Thema, die viele Menschen in Abhängigkeit, Ruin und Tod getrieben hat.

Der Großteil der Protagnist*innen in dem Roman sind die Hillbillys, die Hinterwäldler aus den ländlichen Gegenden Amerikas. Der Autorin ist es unglaublich gut gelungen, dieses Milieu darzustellen.

Alles in allem eine herzzerreißende, sozialkritische Erzählung, die wohl auf eine breite Schicht der amerikanischen Bevölkerung zutrifft. Die über 800 Seiten des Romans sind getragen von schwierigen Lebenssituationen und doch immer wieder hoffnungsvollen Lichtblicken und – vor allem – einer Prise Humor. Die Adaption des David Copperfield Romans von Charles Dickens in die Gegenwart ist unglaublich gut gelungen.
von Nicole Koppandi - 2024-04-07 21:43:00

Was für ein Buch! - 4 Sterne

Was für ein Buch - und das gleich in mehrfacher Hinsicht.
Zum Einen ist es ein ganz besonders dicker Wälzer mit fast 900 Seiten, für dessen Lektüre man allein deswegen schon viel Zeit benötigt.
Dann ist es eine Art moderne Adaption des "David Copperfield" von Charles Dickens.
Aber andererseits ist es auch eine ganz eigene Geschichte.
Eine Geschichte, die sehr sozialkritisch ist und in Virginia in einem trailerpark der 1990er Jahre beginnt.
Wie David Copperfield ist es keine einfache Lektüre, eine Geschichte, in der viel Leid geschieht, viel zu viel Leid eigentlich für ein einzelnes Leben.
Geboren in diesem Trailerpark wächst Demon Copperhead auf. Seine drogensüchtige Mutter stirbt früh, sein Stiefvater ist gewalttätig und Demon durchlebt eine schlimme Kindheit.
Auch als Erwachsener ist es so, aber es gibt immer wieder Momente der Hoffnung, in denen es ihm besser geht.
Wer Copperfield gelesen hat, wird einige Personen wieder erkennen, so Uriah Heep, der hier U-Haul heißt, aber dessen Charaktere sich nicht unterscheiden.
Man muss David Copperfield zum Verständnis nicht gelesen haben, aber man liest das Buch ganz anders, wenn man jenes kennt.
von Gavroche - 2024-03-17 18:44:00

Imposant und sehr intensiv - 5 Sterne

„Demon Copperhead“ ist ein wirklich grandioses Werk der in Virginia lebenden Autorin Barbara Kingsolver.

Der Protagonist kommt als Damon Fields im Hinterland von Virginia zur Welt. Seine Mutter ist drogenabhängig und mit ihm überfordert und sein Vater bereits tot. Aus Damon wird Demon und wegen seines roten Haars wird er Copperhead genannt. Seine Lebensbedingungen sind ungünstig. Bei der Nachbarsfamilie findet er ein wenig Halt, aber dennoch ist es ein Leben, das zutiefst erschüttert und erschreckt.

Der Schreibstil von Barbara Kingsolver ist unbeschreiblich intensiv. Sie erzählt aus der Sicht von Demon, einem Kind, dass sehr nüchtern und sachlich auf sein Leben blickt. Er klagt nicht an, was ihm passiert, wie ungerecht die Welt ist oder was für ein Pech er hat, sondern er berichtet einfach ganz sachlich aus kindlicher Sicht über sein Leben. Trotz der Abgründe, in die Demon immer wieder blickt und der Schicksalsschläge, die kein Ende nehmen wollen, bleibt er optimistisch.

Das Buch ist ein schonungsloser Blick auf die amerikanische Gesellschaft. Armut, Drogensucht, Gewalt, Hunger, das miserable Pflege- und Gesundheitssystem und vieles mehr werden hier thematisiert. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und beschreibt die schwierigen Lebensumstände auf eine ganz beeindruckende Art und Weise und es gelingt ihr tatsächlich mich zwischendurch immer wieder durch eine passende Portion Humor zum Lachen zu bringen.

Es sind über 800 Seiten, aber diese lohnen sich und ich bin gespannt auf weitere Werke von Barbara Kingsolver.
von Tara - 2024-03-09 19:36:00

Bemerkenswerter Roman - 4 Sterne

Zum Inhalt:
Demons Start in die Welt steht nicht gerade unter einem Glücksstern. Der Vater tot, die Teeniemutter frisch auf Entzug, geboren in einem Trailer im Wald. Aber er ist ein Junge mit großer Klappe und Überlebenswillen. Und er wird mit allem umgehen, was das Leben für ihn bereit hält wie Armut, Pflegefamilien, Drogensucht oder Verluste. Hier lesen wir seine Geschichte, die trotz des schwierigen Lebens eine ungeheure Kraft hat.
Meine Meinung:
Man möchte mit Demon wahrlich nicht tauschen, denn sein Leben ist nicht leicht, aber dennoch spürt man eine ungeheure Kraft, die dieser Junge, später Mann hat. Natürlich ist es irgendwie ein tragisches Leben, aber dennoch an vielen Stellen fast humorvoll erzählt, was ich bei der Buchbeschreibung wirklich nicht erwartet hatte. Ich hatte das Buch als Hörbuch und bin nicht undankbar darüber, denn so einen Schinken, sprich so viele Seiten, lasse ich mir dann gerne vorlesen. Ich fand das Buch auch gut gelesen und die Stimme angenehm.
Fazit:
Bemerkenswerter Roman
von brauneye29 - 2024-02-28 17:31:00

Wortgewaltig - 4 Sterne



Der Roman, Demon Copperhead, ist ein lebendiges Werk der Schriftstellerin
Barbara Kingsolver.
Das Hörbuch wird von Fabian Busch gelesen. Sein Ton ist total passend.

Der Zeitraum ist 1890 bis 1990 in Virginia.
Mitreißend und wortgewaltig ist der Stil der Geschichte.
Deamon ist der Icherzähler, er ist 1980 Zehn Jahre alt. Er erzählt aus der Erinnerung, mit lockerer Sprache.
Als Sohn einer Junkiemutter hat er einen schweren Anfang.
An seinem elften Geburtstag stirbt sie. Er ist sowieso schon bei einem Pflegevater und so geht es von einer Verlegerfamilie zur Anderen.
Es gibt viel Gewalt und Hunger. Dann kommen auch noch schnell die Drogen ins Spiel.

Die Autorin kommt aus der Gegend, in der der Roman spielt. Da kennt sie auch, wie die Leute da ticken.
Manchmal ist das Lesen etwas hart.
Auf jeden Fall, ist der Roman zu lang.
Ich weiß nicht, warum die Übersetzung viel länger ist, wie das Original.

Das Buch ist gute Literatur.







von begine - 2024-02-28 13:16:00