Rezensionen
Die Hummerfrauen
Roman | Nominiert für die Shortlist der unabhängigen Buchhandlungen
Autor: Beatrix Gerstberger
Erschienen 2025 bei dtv Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-423-28476-9
Schöner Roman - 5 Sterne
Mina fährt mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder Christopher jeden Sommer in Urlaub auf die kleine Insel Eagle Island in Maine. Ihr bester Freund dort ist Sam, der Sohn eines Hummerfischers. 1982 soll allerdings das letzte Jahr gewesen sein, irgendetwas scheint passiert, doch niemand spricht darüber.
Im Frühjahr 2000 entschließt Mina sich nach dem Tod ihres Bruders, doch noch einmal nach Eagle Island zu reisen, schafft es aber zunächst nur in das nahegelegene Stone Harbor, wo Ann, eine über 70jährige Hummerfischerin, sie aufnimmt.
Ann ist vor Jahren in Stone Harbor gestrandet, hat dort zunächst mit ihrer Freundin Carolyn einen Gemüseladen aufgemacht, und sich nach der Trennung als eine der wenigen Frauen, die auf Hummerfang gehen, etabliert. Einer ihrer Fänge wurde zu einem Haustier, der blaue Hummer Mr. Darcy.
Auch Anns Freundin Julie ist Hummerfischerin. Nach einem schweren Unfall musste sie ihre Karriere aufgeben, und hat sich nach Maine zurückgezogen.
Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die Hauptstory, die Geschehnisse in 2000 und 2001 aus Sicht der oben genannten drei Protagonistinnen, deren Leben sich immer mehr verbinden. Es gibt aber auch eine Reihe Rückblenden ins Jahr 1982, die überwiegend aus Sicht Judiths, Minas Mutter, erzählt werden. Prolog und Epilog dagegen spielen ungefähr 2018, hier erfährt man auch, was aus vielen Charakteren geworden ist.
Die drei Protagonistinnen, Ann, Julie und Mina lernt man sehr gut kennen. Ich mochte sie sehr schnell, konnte mit ihnen mitfühlen und habe sie gerne begleitet. Auch andere Charaktere werden wiedererkennbar dargestellt, in der Regel subjektiv gebrochen durch die jeweilige Perspektive. Nicht jede:r ist sympathisch, manche:n lernt man auch erst nach und nach besser kennen. Minas Mutter ist aus ihrer eigenen Perspektive schon nicht sehr sympathisch, liest man von ihr aus Sicht ihrer Tochter, erkennt man erst, wie kalt sie tatsächlich ist. Mina tat mir hier oft sehr leid. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen ganz klar Frauen.
Sehr gut gefallen hat mir das Setting. Der Hummerfang steht in dieser Gegend im Mittelpunkt, dazu kommt noch der Tourismus in den Sommermonaten. Dies alles wird sehr gut dargestellt, ich fühlte mich schnell mittendrin. Auch der Hummerfang selbst wird recht ausführlich aufgezeigt, ebenso wird klar, wie gefährlich er sein kann. Die Autorin lebte selbst eine Zeit lang in Maine, hat einige Hummerfrauen kennengelernt, und ist selbst mit hinausgefahren. Das Ganze hat sie so beeindruckt, dass es zum Thema ihres Debütromans wurde. Sie weiß also, wovon sie erzählt.
Mit dem Ende war ich erst nicht so ganz glücklich, mir persönlich bleibt es etwas zu offen, aber letztlich kann ich damit doch leben, eine eigene Vorstellung habe ich auf jeden Fall.
Wer gerne berührende Lebenswege durchdachter Charaktere begleitet, ist hier genau richtig, dazu gibt es ein interessantes, gut ausgearbeitetes Setting. Nur das Ende hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht. Ich vergebe daher 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.
Im Frühjahr 2000 entschließt Mina sich nach dem Tod ihres Bruders, doch noch einmal nach Eagle Island zu reisen, schafft es aber zunächst nur in das nahegelegene Stone Harbor, wo Ann, eine über 70jährige Hummerfischerin, sie aufnimmt.
Ann ist vor Jahren in Stone Harbor gestrandet, hat dort zunächst mit ihrer Freundin Carolyn einen Gemüseladen aufgemacht, und sich nach der Trennung als eine der wenigen Frauen, die auf Hummerfang gehen, etabliert. Einer ihrer Fänge wurde zu einem Haustier, der blaue Hummer Mr. Darcy.
Auch Anns Freundin Julie ist Hummerfischerin. Nach einem schweren Unfall musste sie ihre Karriere aufgeben, und hat sich nach Maine zurückgezogen.
Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die Hauptstory, die Geschehnisse in 2000 und 2001 aus Sicht der oben genannten drei Protagonistinnen, deren Leben sich immer mehr verbinden. Es gibt aber auch eine Reihe Rückblenden ins Jahr 1982, die überwiegend aus Sicht Judiths, Minas Mutter, erzählt werden. Prolog und Epilog dagegen spielen ungefähr 2018, hier erfährt man auch, was aus vielen Charakteren geworden ist.
Die drei Protagonistinnen, Ann, Julie und Mina lernt man sehr gut kennen. Ich mochte sie sehr schnell, konnte mit ihnen mitfühlen und habe sie gerne begleitet. Auch andere Charaktere werden wiedererkennbar dargestellt, in der Regel subjektiv gebrochen durch die jeweilige Perspektive. Nicht jede:r ist sympathisch, manche:n lernt man auch erst nach und nach besser kennen. Minas Mutter ist aus ihrer eigenen Perspektive schon nicht sehr sympathisch, liest man von ihr aus Sicht ihrer Tochter, erkennt man erst, wie kalt sie tatsächlich ist. Mina tat mir hier oft sehr leid. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen ganz klar Frauen.
Sehr gut gefallen hat mir das Setting. Der Hummerfang steht in dieser Gegend im Mittelpunkt, dazu kommt noch der Tourismus in den Sommermonaten. Dies alles wird sehr gut dargestellt, ich fühlte mich schnell mittendrin. Auch der Hummerfang selbst wird recht ausführlich aufgezeigt, ebenso wird klar, wie gefährlich er sein kann. Die Autorin lebte selbst eine Zeit lang in Maine, hat einige Hummerfrauen kennengelernt, und ist selbst mit hinausgefahren. Das Ganze hat sie so beeindruckt, dass es zum Thema ihres Debütromans wurde. Sie weiß also, wovon sie erzählt.
Mit dem Ende war ich erst nicht so ganz glücklich, mir persönlich bleibt es etwas zu offen, aber letztlich kann ich damit doch leben, eine eigene Vorstellung habe ich auf jeden Fall.
Wer gerne berührende Lebenswege durchdachter Charaktere begleitet, ist hier genau richtig, dazu gibt es ein interessantes, gut ausgearbeitetes Setting. Nur das Ende hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht. Ich vergebe daher 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.
von PMelittaM - 2025-09-23 18:28:00
Atmosphäre ja – Tiefgang leider nicht - 3 Sterne
„Die Hummerfrauen“ von Beatrix Gerstberger hat mich durch das ungewöhnliche Setting in einem kleinen Fischerdorf in Maine neugierig gemacht – und gerade die Atmosphäre ist auch tatsächlich eine der Stärken des Buches. Ich mochte die bildhafte Sprache und konnte mir das raue Leben am Meer sehr gut vorstellen. Auch das Cover mit dem Hummer ist gelungen und passend zur Geschichte.
Im Zentrum stehen drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen: Ann, Julie und Mina. Während mir Ann mit ihrer stoischen Art und ihrem Hummer „Mr. Darcy“ sofort sympathisch war, blieb mir vor allem Mina überraschend blass. Ihre innere Zerrissenheit wurde zwar angedeutet, aber für meinen Geschmack nicht ausreichend greifbar gemacht. Einige Beziehungen – besonders zwischen Mina und ihrer Mutter – wurden angerissen, aber nicht wirklich vertieft. Schade, denn hier hätte viel Potenzial für emotionale Tiefe gelegen.
Der Schreibstil ist klar und ruhig, aber teilweise auch etwas zu distanziert. Ich hatte häufig das Gefühl, durch Szenen geführt zu werden, ohne wirklich emotional involviert zu sein. Auch dramaturgisch blieb das Buch für mich zu zurückhaltend – einzelne interessante Fäden verlaufen im Nichts, und die Spannungskurve flacht oft ab, bevor sie überhaupt richtig Fahrt aufnehmen kann.
Trotzdem: Die Beschreibungen des Alltags, das maritime Flair und die weiblichen Perspektiven haben etwas Beruhigendes. Es ist ein ruhiger Roman mit viel Atmosphäre – nur leider hat mir am Ende das Gefühl gefehlt, dass etwas wirklich bewegt wurde.
Fazit:
Ein Buch mit viel Atmosphäre und starker Kulisse, das aber erzählerisch und emotional nicht voll überzeugt. Wer Lust auf ruhige, feinfühlige Sommerlektüre mit Küstenflair hat, wird hier fündig. Wer Tiefe, Spannung oder komplexe Figurenentwicklung sucht, wird vermutlich enttäuscht.
Im Zentrum stehen drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen: Ann, Julie und Mina. Während mir Ann mit ihrer stoischen Art und ihrem Hummer „Mr. Darcy“ sofort sympathisch war, blieb mir vor allem Mina überraschend blass. Ihre innere Zerrissenheit wurde zwar angedeutet, aber für meinen Geschmack nicht ausreichend greifbar gemacht. Einige Beziehungen – besonders zwischen Mina und ihrer Mutter – wurden angerissen, aber nicht wirklich vertieft. Schade, denn hier hätte viel Potenzial für emotionale Tiefe gelegen.
Der Schreibstil ist klar und ruhig, aber teilweise auch etwas zu distanziert. Ich hatte häufig das Gefühl, durch Szenen geführt zu werden, ohne wirklich emotional involviert zu sein. Auch dramaturgisch blieb das Buch für mich zu zurückhaltend – einzelne interessante Fäden verlaufen im Nichts, und die Spannungskurve flacht oft ab, bevor sie überhaupt richtig Fahrt aufnehmen kann.
Trotzdem: Die Beschreibungen des Alltags, das maritime Flair und die weiblichen Perspektiven haben etwas Beruhigendes. Es ist ein ruhiger Roman mit viel Atmosphäre – nur leider hat mir am Ende das Gefühl gefehlt, dass etwas wirklich bewegt wurde.
Fazit:
Ein Buch mit viel Atmosphäre und starker Kulisse, das aber erzählerisch und emotional nicht voll überzeugt. Wer Lust auf ruhige, feinfühlige Sommerlektüre mit Küstenflair hat, wird hier fündig. Wer Tiefe, Spannung oder komplexe Figurenentwicklung sucht, wird vermutlich enttäuscht.
von Piet1990 - 2025-09-01 15:40:00
Die Hummerfrauen - 3 Sterne
Beatrix Gerstberger ist die Witwe des im Kosovo ermordeten Südtiroler Journalisten Gabriel Grüner. „Die Hummerfrauen“ spielt vor der Küste von Maine und erzählt die Geschichte von drei starken Frauen, die sich von ihrem Schicksal nicht unterkriegen lassen und ihren eigenen unkonventionellen Weg gehen: Ann, Julie und Mina. Alle drei haben einen Verlust erlitten und alle drei haben sich für das harte Leben als Hummerfischerinnen entschieden und so wieder ins Leben zurückgefunden.
Bei diesem Buch sind es vor allem die starken Frauenfiguren, die mir gefallen haben. Jede von ihnen trägt ihr eigenes Schicksal und gehen jede auf ihre Art damit um. Und doch sind sie sich auch wieder ähnlich. Sie zerbrechen nicht, sie werden stärker und sind doch nie vor neuen Schicksalsschlägen sicher. Die Geschichte ist nicht sehr spannend erzählt, aber die starken Charaktere haben mich überzeugt.
Bei diesem Buch sind es vor allem die starken Frauenfiguren, die mir gefallen haben. Jede von ihnen trägt ihr eigenes Schicksal und gehen jede auf ihre Art damit um. Und doch sind sie sich auch wieder ähnlich. Sie zerbrechen nicht, sie werden stärker und sind doch nie vor neuen Schicksalsschlägen sicher. Die Geschichte ist nicht sehr spannend erzählt, aber die starken Charaktere haben mich überzeugt.
von Barbara Pernter aus der Athesia-Filiale in Bozen - 2025-08-14 09:06:15
Drei starke Frauen gehen ihren Weg - 5 Sterne
Beatrix Gerstenberger gibt uns einen Einblick in das Leben der 72-jährigen Ann, die sich in Maine als Hummerfischerin durchgesetzt hat, sowie in das der 54-jährigen Julie, die ebenfalls ihren Unterhalt mit Hummerfischen verdient und der 28 Jahre alten Mina, die es an den Urlaubsort ihrer Kindheit verschlagen hat. Gemeinsam ist den Frauen, die zu Freundinnen geworden sind, dass jede auf die ein oder andere Weise einen Verlust erlitten hat und wieder ins Leben finden musste.
Das Leben in Stone Harbour ist nicht leicht. Die meisten Bewohner leben vom Hummerfischen und das raue Meer hat schon manchen Sohn oder Ehemann verschlungen. So rau wie die See sind auch die Bewohner, aber im Ernstfall stehen sie fest zusammen.
Ich mochte wie ich durch Rückblicke, Erinnerungen und Gespräche immer tiefer in die Geschichte und somit in das Leben der drei Frauen eintauchen konnte. Durch die bildhafte und bildgewaltige Beschreibung dieses Fleckchen Erde und seiner Bewohner kam mein Kopfkino auf Touren und ich meinte den stürmischen Wind im Gesicht zu spüren und das Salz auf meinen Lippen zu schmecken.
Ein wunderbarer Roman, der von Liebe, Freundschaft, Verlust, Verzeihung und dem täglichen Kampf des Lebens erzählt. Ich habe das Buch, das mich auch zum Nachdenken angeregt hat mit einem wohligen Seufzer geschlossen.
Das Leben in Stone Harbour ist nicht leicht. Die meisten Bewohner leben vom Hummerfischen und das raue Meer hat schon manchen Sohn oder Ehemann verschlungen. So rau wie die See sind auch die Bewohner, aber im Ernstfall stehen sie fest zusammen.
Ich mochte wie ich durch Rückblicke, Erinnerungen und Gespräche immer tiefer in die Geschichte und somit in das Leben der drei Frauen eintauchen konnte. Durch die bildhafte und bildgewaltige Beschreibung dieses Fleckchen Erde und seiner Bewohner kam mein Kopfkino auf Touren und ich meinte den stürmischen Wind im Gesicht zu spüren und das Salz auf meinen Lippen zu schmecken.
Ein wunderbarer Roman, der von Liebe, Freundschaft, Verlust, Verzeihung und dem täglichen Kampf des Lebens erzählt. Ich habe das Buch, das mich auch zum Nachdenken angeregt hat mit einem wohligen Seufzer geschlossen.
von Ameland - 2025-07-27 16:27:00
Frauen, die ihren Mann stehen – ein absoluter Lesegenuss - 5 Sterne
Worum es geht:
Ann war mal eine Professorin, doch dann hat es sie, zusammen mit ihrer großen Liebe, nach Maine verschlagen. Die Liebe ist gegangen, doch Ann ist geblieben und wurde Hummerfischerin. Einzig ein blauer Hummer namens Mr. Darcy ist ihr nun ihr Wegbegleiter. Julie ist nach einem Unfall nicht mehr dieselbe. Ihr Kopf funktioniert nicht mehr so, wie es vor dem Unfall mal war. Da geht sie nach Maine und auch sie wird Hummerfischerin, was eigentlich eine Domäne der Männer ist. Mina kam schon als Kind in den Sommerferien immer nach Eagle Island. Nach einem schrecklichen Schicksalsschlag in der Familie gibt es für sie nur einen Ort, an dem sie sich Zuhause fühlt und das ist Eagle Island. Denn nur hier ist das Leben frei und irgendwie unbeschwert.
Mein Fazit:
Mich hat die Story von der ersten Seite an sofort gepackt. Hier wird die Geschichte von unterschiedlichen Frauen in unterschiedlichem Alter erzählt, die irgendwie eine richtige Sogwirkung auf mich entwickelt hat, weil sie so spannend in interessant ist. Dabei wird die Geschichte in unterschiedlichen Zeiten erzählt, was jedoch gar kein Problem darstellt, da man immer genau weiß, in welcher Zeit man gerade ist. Ich habe Mina, Ann und Julie gleich in mein Herz geschlossen. Die Menschen in Maine bilden eine wundervolle Einheit, stehen füreinander ein, wenn es nötig ist. Ich habe beim Lesen die Boote vor meinem Auge sehen können und fühlte mich, als wäre ich selber am Meer. Ein wundervolles Buch, das einem im Gedächtnis bleibt. Ich hätte gerne noch viel mehr gelesen. Für mich eins der schönsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Von mir gibt es für diese tolle Sommerlektüre eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.
Ann war mal eine Professorin, doch dann hat es sie, zusammen mit ihrer großen Liebe, nach Maine verschlagen. Die Liebe ist gegangen, doch Ann ist geblieben und wurde Hummerfischerin. Einzig ein blauer Hummer namens Mr. Darcy ist ihr nun ihr Wegbegleiter. Julie ist nach einem Unfall nicht mehr dieselbe. Ihr Kopf funktioniert nicht mehr so, wie es vor dem Unfall mal war. Da geht sie nach Maine und auch sie wird Hummerfischerin, was eigentlich eine Domäne der Männer ist. Mina kam schon als Kind in den Sommerferien immer nach Eagle Island. Nach einem schrecklichen Schicksalsschlag in der Familie gibt es für sie nur einen Ort, an dem sie sich Zuhause fühlt und das ist Eagle Island. Denn nur hier ist das Leben frei und irgendwie unbeschwert.
Mein Fazit:
Mich hat die Story von der ersten Seite an sofort gepackt. Hier wird die Geschichte von unterschiedlichen Frauen in unterschiedlichem Alter erzählt, die irgendwie eine richtige Sogwirkung auf mich entwickelt hat, weil sie so spannend in interessant ist. Dabei wird die Geschichte in unterschiedlichen Zeiten erzählt, was jedoch gar kein Problem darstellt, da man immer genau weiß, in welcher Zeit man gerade ist. Ich habe Mina, Ann und Julie gleich in mein Herz geschlossen. Die Menschen in Maine bilden eine wundervolle Einheit, stehen füreinander ein, wenn es nötig ist. Ich habe beim Lesen die Boote vor meinem Auge sehen können und fühlte mich, als wäre ich selber am Meer. Ein wundervolles Buch, das einem im Gedächtnis bleibt. Ich hätte gerne noch viel mehr gelesen. Für mich eins der schönsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Von mir gibt es für diese tolle Sommerlektüre eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.
von Claudia H. - 2025-07-19 09:48:00
Die Hummerfrauen - 5 Sterne
Der wunderbare Roman „Die Hummerfrauen“ bestätigt meine Theorie, dass viele der schönen Bücher für den Sommer in Maine angesiedelt sind.
Die fiktiven Örtchen Stone Harbor und Eagle Island muten so schön an, dass man sich am liebsten sofort auf den Weg machen möchte, und wenn man Glück hätte, würde man auf eine der Hummerfrauen treffen.
Da ist zum einen Ann, schon einiges über siebzig Jahre alt, die sich erst mit über fünfzig entschieden hat, als Hummerfischerin aufs Meer zu fahren. Schon lange hat sie sich in diesem Beruf etabliert, der eigentlich den Männern vorbehalten ist.
Es ist ein harter Beruf, das Hummerfischen bei Wind und Wetter, und auf den ersten Blick ist auch die knurrige, wettergegerbte Ann mit der verbeulten Gummihose und den zerschrammten Händen eine harte Frau, aber dieser Eindruck täuscht. Ihre weiche Seite zeigt sich unter anderem in ihrem Umgang mit dem Hummer Mr. Darcy. Es war Liebe auf den ersten Blick, als Ann ihn vor Jahren in einer ihrer Fallen entdeckt hatte. „Sein Panzer war von einem leuchtenden Blau. Ann wusste sofort: Einen Hummer mit einer derart extravaganten Schalenfarbe gab es nur einmal unter zwei Millionen Artgenossen“, und seitdem hält sie ihn in einem großen Aquarium und mitunter auch auf dem Schoß, denn Mr. Darcy ist nahezu zahm.
In diesem Zusammenhang muss man beim Lesen unbedingt einen Blick unter den Schutzumschlag des Buches werfen – ist dieser schon sehr hübsch mit seinem roten Hummer, ist das Bild darunter noch viel, viel schöner!
Dann ist da noch Julie, neu zugezogen erst vor ein paar Jahren, als sie nach einem schweren Unfall, der sie fast das Leben gekostet hat, einen Neuanfang wagen wollte. Sie ist schon eine gefühlte Ewigkeit eine dieser Frauen, deren Einkaufswagen man ansieht, dass sie allein lebt.
Julie ist das genaue Gegenteil von Ann, laut und vorlaut, immer zu schrill angezogen und oft ein bisschen derb, aber trotz der vielen Unterschiede ist es eine tiefe Freundschaft, die diese beiden Frauen verbindet.
Die dritte im Bunde ist die junge Mina, die schon als Kind so manchen Sommer in der Gegend verbracht hat, bis damit eines Tages von einem Moment auf den anderen Schluss war. Die Abreise damals erfolgte Hals über Kopf, und Mina hat nie verstanden, warum sie nie wieder auf die geliebte Insel gefahren sind.
Sie ist schon Ende zwanzig, als sie nach dem unerklärlichen und tragischen Unfalltod ihres Bruders zum ersten Mal nach Jahren nach Stone Harbor zurückkehrt.
Die Geschichte beginnt mit dem Tod Anns in heutigen Tagen und entfaltet sich in Rückblenden auf die Jahre 2000 und 1982, als Mina eine junge Frau bzw. ein kleines Mädchen war, und so nach und nach wird einem während des Lesens klar, welch tragisches Ereignis vor fast vierzig Jahren schon damals das Scheitern von Minas großer Liebe unausweichlich gemacht hat.
Auch Ann und Julie haben ihr Päckchen zu tragen, aber der Roman macht kein großes Drama aus dem Drama.
Alle drei sind Frauen, die mit dem klarkommen müssen, was das Leben ihnen zugemutet hat, und das beschreibt Beatrix Gerstberger auf eine sehr tröstliche Art.
Der Roman lebt durch seine Atmosphäre, durch die oft so raue Natur und das unberechenbare Meer, und natürlich durch sein liebenswertes, oft auch skurriles Personal.
Die Bewohner von Stone Harbor wachsen einem schnell ans Herz, auch wenn sie es Fremden nicht leicht machen.
Julie erklärt es uns so:
„Grüßen war die tägliche Überprüfung, ob man drinnen oder draußen war. Jeder im Dorf hatte seine ganz eigene Art dabei. Einige winkten mit der ganzen Hand, das waren die frisch Zugezogenen. Manche hoben zwei oder drei Finger, manche nur einen wie sie. Einzelne streckten dem Entgegenkommenden den Mittelfinger entgegen. Wieder andere grüßten nur die, die seit dreißig oder vierzig Jahren hier lebten, bestimmte Leute sogar nur die, die hier geboren waren und sich als ‚echte Mainers‘ bezeichnen durften. ‚Salz der Erde‘, so nannten sie sich untereinander.“
Dieses Salz und den leicht fischigen Geruch, der immer über dem Ort hängt, hat man während des Lesens fast schon in der Nase!
Wer komplexe Frauenfiguren mag und Geschichten, die von tiefer Freundschaft auch in schweren Zeiten handeln, findet mit den Hummerfrauen die perfekte Sommerlektüre.
Die fiktiven Örtchen Stone Harbor und Eagle Island muten so schön an, dass man sich am liebsten sofort auf den Weg machen möchte, und wenn man Glück hätte, würde man auf eine der Hummerfrauen treffen.
Da ist zum einen Ann, schon einiges über siebzig Jahre alt, die sich erst mit über fünfzig entschieden hat, als Hummerfischerin aufs Meer zu fahren. Schon lange hat sie sich in diesem Beruf etabliert, der eigentlich den Männern vorbehalten ist.
Es ist ein harter Beruf, das Hummerfischen bei Wind und Wetter, und auf den ersten Blick ist auch die knurrige, wettergegerbte Ann mit der verbeulten Gummihose und den zerschrammten Händen eine harte Frau, aber dieser Eindruck täuscht. Ihre weiche Seite zeigt sich unter anderem in ihrem Umgang mit dem Hummer Mr. Darcy. Es war Liebe auf den ersten Blick, als Ann ihn vor Jahren in einer ihrer Fallen entdeckt hatte. „Sein Panzer war von einem leuchtenden Blau. Ann wusste sofort: Einen Hummer mit einer derart extravaganten Schalenfarbe gab es nur einmal unter zwei Millionen Artgenossen“, und seitdem hält sie ihn in einem großen Aquarium und mitunter auch auf dem Schoß, denn Mr. Darcy ist nahezu zahm.
In diesem Zusammenhang muss man beim Lesen unbedingt einen Blick unter den Schutzumschlag des Buches werfen – ist dieser schon sehr hübsch mit seinem roten Hummer, ist das Bild darunter noch viel, viel schöner!
Dann ist da noch Julie, neu zugezogen erst vor ein paar Jahren, als sie nach einem schweren Unfall, der sie fast das Leben gekostet hat, einen Neuanfang wagen wollte. Sie ist schon eine gefühlte Ewigkeit eine dieser Frauen, deren Einkaufswagen man ansieht, dass sie allein lebt.
Julie ist das genaue Gegenteil von Ann, laut und vorlaut, immer zu schrill angezogen und oft ein bisschen derb, aber trotz der vielen Unterschiede ist es eine tiefe Freundschaft, die diese beiden Frauen verbindet.
Die dritte im Bunde ist die junge Mina, die schon als Kind so manchen Sommer in der Gegend verbracht hat, bis damit eines Tages von einem Moment auf den anderen Schluss war. Die Abreise damals erfolgte Hals über Kopf, und Mina hat nie verstanden, warum sie nie wieder auf die geliebte Insel gefahren sind.
Sie ist schon Ende zwanzig, als sie nach dem unerklärlichen und tragischen Unfalltod ihres Bruders zum ersten Mal nach Jahren nach Stone Harbor zurückkehrt.
Die Geschichte beginnt mit dem Tod Anns in heutigen Tagen und entfaltet sich in Rückblenden auf die Jahre 2000 und 1982, als Mina eine junge Frau bzw. ein kleines Mädchen war, und so nach und nach wird einem während des Lesens klar, welch tragisches Ereignis vor fast vierzig Jahren schon damals das Scheitern von Minas großer Liebe unausweichlich gemacht hat.
Auch Ann und Julie haben ihr Päckchen zu tragen, aber der Roman macht kein großes Drama aus dem Drama.
Alle drei sind Frauen, die mit dem klarkommen müssen, was das Leben ihnen zugemutet hat, und das beschreibt Beatrix Gerstberger auf eine sehr tröstliche Art.
Der Roman lebt durch seine Atmosphäre, durch die oft so raue Natur und das unberechenbare Meer, und natürlich durch sein liebenswertes, oft auch skurriles Personal.
Die Bewohner von Stone Harbor wachsen einem schnell ans Herz, auch wenn sie es Fremden nicht leicht machen.
Julie erklärt es uns so:
„Grüßen war die tägliche Überprüfung, ob man drinnen oder draußen war. Jeder im Dorf hatte seine ganz eigene Art dabei. Einige winkten mit der ganzen Hand, das waren die frisch Zugezogenen. Manche hoben zwei oder drei Finger, manche nur einen wie sie. Einzelne streckten dem Entgegenkommenden den Mittelfinger entgegen. Wieder andere grüßten nur die, die seit dreißig oder vierzig Jahren hier lebten, bestimmte Leute sogar nur die, die hier geboren waren und sich als ‚echte Mainers‘ bezeichnen durften. ‚Salz der Erde‘, so nannten sie sich untereinander.“
Dieses Salz und den leicht fischigen Geruch, der immer über dem Ort hängt, hat man während des Lesens fast schon in der Nase!
Wer komplexe Frauenfiguren mag und Geschichten, die von tiefer Freundschaft auch in schweren Zeiten handeln, findet mit den Hummerfrauen die perfekte Sommerlektüre.
von Maxie Bantleon aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2025-07-14 12:41:55
Viel Flair, wenig Geschichte - 3 Sterne
Eines Tages wird eine junge Frau an die Küste vor Stone Harbor in Maine angespült und von Ann und ihrer Freundin Julie liebevoll aufgenommen und aufgepäppelt. Wie sich herausstellt, war Mina, wie die "Meerjungfrau" heißt, bereits als Kind als Sommergast mit ihrer Familie öfter in der Gegend. Die drei Frauen werden zu einer freundschaftlichen Einheit, doch jede einzelne von ihnen hat mit der Liebe und dem Leben als Hummerfischerin zu kämpfen.
Üblicherweise erwähne ich das Cover in meinen Rezensionen nicht, aber jenes der "Hummerfrauen" verdient eine spezielle Erwähnung - der äußere Umschlag zeigt einen roten Hummer, während der Druck am Hardcover einen blauen zeigt - eine schöne Anspielung auf Ann's ungewöhnliches Haustier - den blauen Hummer Mr. Darcy. Nicht nur das Haustier ist ungewöhnlich (besonders, wenn man bedenkt, dass Ann die Tiere ansonsten fängt, um sich mit ihnen ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihnen so einen grausamen, im heißen Wasser eintretenden Tod beschert), sondern auch die Frauen selbst. Die eine - Ann - hat sich vor Jahrzehnten trotz des Widerstands des gesamten Dorfes durchgesetzt und ist Hummerfischerin geworden, obwohl das bislang nur Männern vorbehalten war. Auch Julie ist störrisch, vorlaut und derb und schert sich nicht um Konventionen. Mina hingegen ist eingeschüchtert und geprägt von ihrer herrischen und negativen Mutter, die ihr nie Liebe entgegenbringen konnte.
Die Sprache ist eingehend und angenehm zu lesen, die Geschichte springt zwischen den Jahren 2000/2001 und 1982, mit Ausnahme von Prolog und Epilog, die in der Gegenwart angesetzt sind. Die Zeitsprünge bringen eine willkommene Abwechslung in das Geschehen. Bedauerlicherweise dümpelt die Geschichte über weite Strecken so vor sich hin, zieht sich und ist nur wenig spannend. Als dann im letzten Drittel ein spannender Verdacht im Raum steht und sich das Blatt wenden zu scheint, wird dieser aber schnell wieder fallen gelassen. Das ist schade, denn es hätte der Geschichte eine entscheidende Wendung geben können. So verfolgen wir über weite Strecken Dorftratsch, gescheitere Beziehungen, bösartige Mütter und Nachbarinnen, unerfüllt und aufgegebene Lieben, Konflikte unter Freund*innen und das meist ohne Ziel. An vielen Stellen dachte ich beim Lesen an "Virgin River" in Maine. Viele Charaktere werden eingeführt und immer wieder erwähnt, ohne, dass sie für die Geschichte eine wesentliche Bedeutung hätten. Das Gefühl der rauen Landschaft und See konnte die Autorin sehr gut vermitteln, die Entwicklung der Charaktere und der Geschichte blieb aber größtenteils langweilig und vorhersehbar. Nach Beendigung des Buches habe ich das Gefühl, dass zwar viel, aber nichts wirklich erzählt wurde. Schade, besonders die Mutter-Tochter-Beziehung von Mina und ihrer Mutter Judith hätte Potential gehabt, wird aber leider auch nicht ansatzweise weiterverfolgt oder aus erzählt.
Mein Fazit: "Die Hummerfrauen" mag ein sommerlicher, leichter Roman sein, der oberflächlich von Freundschaft, Liebe und Konflikten erzählt und für alle empfehlenswert ist, die "Virgin River" lieben. Tiefe, Weiterentwicklung der Charaktere und Beziehungen und das große Ganze bleibt das Buch aber leider schuldig. Highlights sind die kurzen Sequenzen, in denen der blaue Hummer Mr. Darcy als Haustier vorkommt.
Üblicherweise erwähne ich das Cover in meinen Rezensionen nicht, aber jenes der "Hummerfrauen" verdient eine spezielle Erwähnung - der äußere Umschlag zeigt einen roten Hummer, während der Druck am Hardcover einen blauen zeigt - eine schöne Anspielung auf Ann's ungewöhnliches Haustier - den blauen Hummer Mr. Darcy. Nicht nur das Haustier ist ungewöhnlich (besonders, wenn man bedenkt, dass Ann die Tiere ansonsten fängt, um sich mit ihnen ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihnen so einen grausamen, im heißen Wasser eintretenden Tod beschert), sondern auch die Frauen selbst. Die eine - Ann - hat sich vor Jahrzehnten trotz des Widerstands des gesamten Dorfes durchgesetzt und ist Hummerfischerin geworden, obwohl das bislang nur Männern vorbehalten war. Auch Julie ist störrisch, vorlaut und derb und schert sich nicht um Konventionen. Mina hingegen ist eingeschüchtert und geprägt von ihrer herrischen und negativen Mutter, die ihr nie Liebe entgegenbringen konnte.
Die Sprache ist eingehend und angenehm zu lesen, die Geschichte springt zwischen den Jahren 2000/2001 und 1982, mit Ausnahme von Prolog und Epilog, die in der Gegenwart angesetzt sind. Die Zeitsprünge bringen eine willkommene Abwechslung in das Geschehen. Bedauerlicherweise dümpelt die Geschichte über weite Strecken so vor sich hin, zieht sich und ist nur wenig spannend. Als dann im letzten Drittel ein spannender Verdacht im Raum steht und sich das Blatt wenden zu scheint, wird dieser aber schnell wieder fallen gelassen. Das ist schade, denn es hätte der Geschichte eine entscheidende Wendung geben können. So verfolgen wir über weite Strecken Dorftratsch, gescheitere Beziehungen, bösartige Mütter und Nachbarinnen, unerfüllt und aufgegebene Lieben, Konflikte unter Freund*innen und das meist ohne Ziel. An vielen Stellen dachte ich beim Lesen an "Virgin River" in Maine. Viele Charaktere werden eingeführt und immer wieder erwähnt, ohne, dass sie für die Geschichte eine wesentliche Bedeutung hätten. Das Gefühl der rauen Landschaft und See konnte die Autorin sehr gut vermitteln, die Entwicklung der Charaktere und der Geschichte blieb aber größtenteils langweilig und vorhersehbar. Nach Beendigung des Buches habe ich das Gefühl, dass zwar viel, aber nichts wirklich erzählt wurde. Schade, besonders die Mutter-Tochter-Beziehung von Mina und ihrer Mutter Judith hätte Potential gehabt, wird aber leider auch nicht ansatzweise weiterverfolgt oder aus erzählt.
Mein Fazit: "Die Hummerfrauen" mag ein sommerlicher, leichter Roman sein, der oberflächlich von Freundschaft, Liebe und Konflikten erzählt und für alle empfehlenswert ist, die "Virgin River" lieben. Tiefe, Weiterentwicklung der Charaktere und Beziehungen und das große Ganze bleibt das Buch aber leider schuldig. Highlights sind die kurzen Sequenzen, in denen der blaue Hummer Mr. Darcy als Haustier vorkommt.
von Kwinsu - 2025-07-07 00:53:00
Wundervolle Geschichte - 3 Sterne
Ein wundervolles Buch über das Leben von Hummerfischern... Ich habe jede Seite genossen und fühlte mich direkt in die Geschichte hineinversetzt.
Ann, mit ihren Eigenheiten, wird als wirklich bewundernswerte Frau dargestellt. Das Leben hat sie mit Julie und Mina zusammengeführt. Die Geschichte handelt vom einfachen Leben, von Liebe und von Gemeinschaft, einfach herzerwärmend aber manchmal auch traurig.
Das Cover des Buchs gefällt mir sehr gut, es zeigt das Haustier von Ann, den Hummer Mr. Darcy, der sich für Ann entschieden hat. Sehr passend zur Handlung. Der Schreibstil war sehr flüssig, ich fand auch die vielen Absätze angenehm fürs Lesen. Alle drei Frauen sind für sich besonders, keiner der 3 Hauptcharaktere wirkte auf mich unsympathisch oder unauthentisch, ich habe richtig Lust bekommen sie kennenzulernen :)
Also alles in allem eine tolle angenehme Lektüre, ich kann sie nur weiterempfehlen!
Ann, mit ihren Eigenheiten, wird als wirklich bewundernswerte Frau dargestellt. Das Leben hat sie mit Julie und Mina zusammengeführt. Die Geschichte handelt vom einfachen Leben, von Liebe und von Gemeinschaft, einfach herzerwärmend aber manchmal auch traurig.
Das Cover des Buchs gefällt mir sehr gut, es zeigt das Haustier von Ann, den Hummer Mr. Darcy, der sich für Ann entschieden hat. Sehr passend zur Handlung. Der Schreibstil war sehr flüssig, ich fand auch die vielen Absätze angenehm fürs Lesen. Alle drei Frauen sind für sich besonders, keiner der 3 Hauptcharaktere wirkte auf mich unsympathisch oder unauthentisch, ich habe richtig Lust bekommen sie kennenzulernen :)
Also alles in allem eine tolle angenehme Lektüre, ich kann sie nur weiterempfehlen!
von Babsi_Ha - 2025-07-02 22:04:00
Schöner schicksalsreicher Frauenroman mit Hummer und Humor - 5 Sterne
Mir gefällt an diesem Erstlingsroman von Beatrix Gerstenberger einfach alles. Das Cover mit Mr. Darcy, nur auf dem Schutzumschlag ist er rot, innen blau und schlicht. Der Inhalt selbstredend, der Schreibstil durch und durch, hat mich wirklich berührt, die Gegend wo die Geschichte spielt - obwohl ich noch nie dort war, ist Maine vor meinem inneren Auge Stück für Stück entstanden, die Hauptfiguren sind mir ans Herz gewachsen.
Ja, ich bin restlos begeistert von diesem Buch.
Drei Hummerfrauen: Ann (72), Julie (54) und Mina (28) lernt der Leser in der Zeit vom Sommer 1982 bis zum Frühjahr 2000 kennen. Ihre Familiengeschichte, ihre Lieben und tragischen Verluste, ihre Hoffnungen, Eigenarten und Stärken. Lustiges und trauriges wird glaubwürdig und öfters lustig erzählt.
Man fragt sich: Wie hätte ich reagiert in dieser Situation? Wäre ich auch so mutig gewesen?
Unsere Lebenserwartung liegt selten bei 100 Jahren, wie bei Hummern. Sie bleiben auch lebenslang mit ihrem Partner zusammen.
Die Autorin trifft den Nerv dieser Geschichte genau, weil sie den Verlust erlebt hat und in einem Hummerfischerdorf gelebt hat. Sie ist eine verdammt gute Zuhörerin und hat dies alles mit in ihr Buch einfließen lassen.
Ja, ich bin restlos begeistert von diesem Buch.
Drei Hummerfrauen: Ann (72), Julie (54) und Mina (28) lernt der Leser in der Zeit vom Sommer 1982 bis zum Frühjahr 2000 kennen. Ihre Familiengeschichte, ihre Lieben und tragischen Verluste, ihre Hoffnungen, Eigenarten und Stärken. Lustiges und trauriges wird glaubwürdig und öfters lustig erzählt.
Man fragt sich: Wie hätte ich reagiert in dieser Situation? Wäre ich auch so mutig gewesen?
Unsere Lebenserwartung liegt selten bei 100 Jahren, wie bei Hummern. Sie bleiben auch lebenslang mit ihrem Partner zusammen.
Die Autorin trifft den Nerv dieser Geschichte genau, weil sie den Verlust erlebt hat und in einem Hummerfischerdorf gelebt hat. Sie ist eine verdammt gute Zuhörerin und hat dies alles mit in ihr Buch einfließen lassen.
von kabo16 - 2025-06-30 13:14:00


