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Rezensionen

We Who Will Die
›The Vampire Diaries‹ meets ›Gladiator‹ – Romantic-Fantasy voll tödlicher Wettkämpfe & intriganter Vampire | Mit epischem Farbschnitt in limitierter Auflage

Autor: Stacia Stark

Erschienen 2026 bei dtv Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-423-28546-9
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Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten! - 5 Sterne

Für mich war dieses Buch ein Pageturner mit einer faszinierenden Welt aus Gladiatoren, Vampiren, Intrigen und interessanten Charakteren. Ich fand es durchweg spannend. Immer dann, wenn ich dachte, dass es etwas zäh werden könnte, ist etwas Neues passiert, so dass ich das Buch verschlungen habe.

Arvelle ist eine verbitterte, starke und verzweifelte Protagonistin, die mir gut gefallen hat. Die anderen Hauptcharaktere sind zu einem großen Teil undurchsichtiger. Ich belasse es absichtlich vage, um nicht zu spoilern. In jedem Fall gehört die Interaktion von Arvelle mit den männlichen Protagonisten und potentiellen Love Interests zu den Elementen, die mir an der Story besonders gut gefallen haben (Stichwort Tension!), obwohl die Romance angenehm im Hintergrund bleibt und niemals den Plot dominiert.

Die erschaffene Welt ist mal eine erfrischend andere mit ihren Vampiren, Gladiatoren und den verschiedenen magischen (Tier-) Wesen in einem Setting, das an das alte Rom erinnert.. Sie ist teilweise sehr komplex und es passiert gefühlt ständig etwas, so dass ich zwischendurch auch mal den Überblick verloren und Einzelheiten vergessen habe, was mich aber nicht weiter gestört hat. Die Komplexität lädt dazu ein, Hypothesen über Hintergründe und weitere Geschehnisse anzustellen und fleißig zu rätseln, was mir großen Spaß gemacht hat.

Besonders die Welt der Götter fand ich faszinierend und hätte gerne noch einen genaueren Einblick erhalten. Auch die magischen Wesen werden zum Teil nur erwähnt, als wüsste man bereits, was damit gemeint ist. Einige konnte ich mir dank Latein-LK einigermaßen vorstellen, andere blieben blass. Ein Glossar sowohl zu den verschiedenen Völkern, den magischen Wesen und den Göttern wäre definitiv hilfreich gewesen. Insgesamt ist ein umfassendes und nachvollziehbares Worldbuilding etwas zu kurz gekommen, aber womöglich baut es sich langsam über die Reihe hinweg auf.

Fazit: Ich kann nur eine große Empfehlung für diese kurzweilige Fantasy mit ihren spannenden Entwicklungen und interessanten Charakteren aussprechen und freue mich schon riesig auf den nächsten Band.
von Katja K. - 2026-06-12 13:20:00

Gelungenes Setting, interessante Charaktere, viel Spannung - ein Lesehighlight - 5 Sterne

Stell dir ein Reich ähnlich dem römischen Imperium vor, der Imperator ist ein jahrhundertealter Vampir, die Einwohner bestehen aus Vampiren, Menschen mit magischen Fähigkeiten, sogenannten Sigillengezeichneten und Menschen ohne magische Fähigkeiten, sogenannte Mundies. Es gibt weitere Reiche, die der Imperator gerne erobern möchte, und weitere Wesen, sogenannte Maginari, unter ihnen Greife, Zentauren und Gorgos, außerdem eine Reihe von Göttern, die verehrt werden, und die es möglicherweise tatsächlich gibt.

Um das Volk bei Laune zu halten, sich selbst zu unterhalten und manchmal auch seine Feinde loszuwerden, veranstaltet der Imperator regelmäßige Spiele. Bei manchen können die Teilnehmer:innen reich werden, manche, wie die Auslese, dienen dazu, sich die besten Kämpfer als Leibwachen und ähnliches zu sichern. Gestorben wird bei allen Spielen natürlich auch.

Arvelle hat vor 6 Jahren in der Arena viel Geld gewonnen, aber ihre beste Freundin verloren. Auch ihr Gewinn wurde ihr wieder genommen, und so schlägt sie sich nun als Leibwächterin durchs Leben. Sie braucht immer Geld, denn einer ihrer beiden jüngeren Brüder ist schwer krank und braucht regelmäßig teuere Lungenelixiere. Als ihr eines Tages ein Vampir die Möglichkeit anbietet, ihren Bruder zu heilen, wenn sie einen schier unmöglich zu erledigenden Auftrag annimmt, schlägt sie ein. Um diesen Auftrag zu erfüllen, muss sie zunächst nicht nur an der Auslese teilnehmen, sondern sie auch überleben.

Schon das Setting wirkt wie für mich gemacht, und auch Arvelle mochte ich sehr schnell. Manchmal konnte ich zwar ihr Handeln nicht ganz nachvollziehen, aber dass sie das Herz am rechten Fleck hat, war schnell klar. Da die Autorin sie selbst in ich-Form erzählen lässt, sieht man alles durch ihre Augen, erlebt ihre Gedanken und Emotionen hautnah mit, das hat auch meine Emotionen berührt, und ich habe mir natürlich meine eigenen Gedanken gemacht. Am Anfang hatte ich eine gewisse Vorstellung, wohin das Ganze gehen könnte, ich bin aber immer wieder überrascht worden und musste umdenken. So habe ich durchgehend gespannt gelesen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Das Setting wirkt nicht nur wie für mich gemacht, es ist es auch, ich finde diese Welt sehr gelungen. Nach und nach erfährt man mehr über se, ihre Bewohner, die Magie, aber auch über die einzelnen Charaktere. Neben Arvelle gibt es eine ganze Reihe anderer interessanter Personen, die ich hier aus Spoilergründen im Dunkeln lassen möchte, von denen mir aber eine ganze Reihe nahe gekommen ist, und die manche Überraschungen zu bieten hatten.

Ich habe eigentlich nur einen einzigen Kritikpunkt. Natürlich gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die ich sogar ganz passend finde, nur die beiden expliziten Liebesszenen haben mir so gar nicht gefallen, ich fand sie enttäuschend, bei mir kamen die Emotionen kaum an, auch, weil die Beschreibung in meinen Augen zu derb ist. Das ist schade, hat meine Faszination für den Roman aber kaum schmälern können.

„We who will die“ ist ein erster Band, endet aber zum Glück nicht mit einem krassen Cliffhanger. Trotzdem kann ich kaum erwarten, den nächsten Band in den Händen halten zu können, und werde in der Zwischenzeit einen Blick auf die anderen Werke der Autorin werfen.

Fantasy in einer vom römischen Imperium inspirierten Welt – das passt genau in mein Beuteschema, und hat mich auch absolut überzeugen können. Vampire, Magie, andere Wesen, Gladiatorenspiele und einige Rätsel warten hier neben Spannung und Emotionen. Für mich ein Lesehighlight.
von PMelittaM - 2026-06-11 19:58:00

Von Gladiatoren und Vampiren - 5 Sterne

Stacia Stark hat einen gelungenen Auftakt für eine neue Fantasy/Romantasy-Reihe geschrieben. 'Empire of blood - We who will die' verknüpft Vampirgeschichten mit dem antiken Rom. Das Setting erinnert an römische Bauwerken und lateinische Bezeichnungen. Hinzu kommen Vampire, die das Land beherrschen und mythologische Wesen, die man auch aus anderen Erzählungen kennt. Die Kombination dieser Elemente ist der Autorin perfekt gelungen. Sie schafft es, eine tolle Atmosphäre zu gestalten, man versteht schnell wie die Welt und die Gesellschaft aufgebaut wird und wird doch immer wieder überrascht.
Die Protagonistin Arvelle ist eine mutige, entschlossene Frau, die schon viele Rückschläge in ihrem Lebem erdulden musste. Dennoch sind ihr ihre Freunde und Familie, allen voran ihre Brüder extrem wichtig und sie opfert sich für diese auf, ohne dabei auf sich selbst zu schauen. Ihre Handlungen sind teilweise etwas unüberlegt und überstürzt, dadurch erkennt man aber ihren starken Beschützerinstinkt.
Die Liebesgeschichte zwischen fem männlichen Protagonisten Tiernon und Arvelle nimmt nicht allzuviel Raum ein, dennoch ist die Anziehung zwischen dem beiden gut zu spüren. Auch die kurzen Rückblicke in die Vergangenheit der beiden ist gut gewählt und rundet das Bild gut ab.
Am meisten gefallen hat mir aber Rorrik, der Sohn des Imperators. Er bleibt bis zum Schluss mysteriös: ist er wirklich so satirisch, wie er sich gibt? Was will er von Arvelle? Was sind seine Gefühle gegenüber Rorrik? Und was ist sein eigentliches Ziel? Ich freue mich, im nächsten Band Antworten auf diese Fragen zu bekommen.
Alles in allem hat mir dieses Bich wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig, das Worldbuilding wunderbar und fantasievoll, die Charaktere gut dargestellt und glaubhaft. Auch die Handlung und Ereignisse selbst waren sehr spannend. Viele Wendungen kamen unverhofft, die Protagonisten mussten Rückschläge in Kauf nehmen und sich so weiter entwickeln. Die Spannung war von Anfang an spürbar, das Ende kam unvorhergesehen und macht definitiv Lust auf mehr!
Fazit: Ein Slow-Burn-Romantasy-Auftakt, bei dem die Handlung und Geschichte im Vordergrund steht. Für alle Fans von Vampiren, Gladiatoren und für alle die Lust auf eine neue, spannende Geschichte haben!
von Ulrike - 2026-06-11 13:18:00

Gute Ideen, aber leider mehr Verwirrung statt Lesegenuss - 2,5 Sterne - 2 Sterne

Mit diesem Buch bin ich aufgrund der vielen begeisterten Rezensionen und hohen Bewertungen mit entsprechend hohen Erwartungen gestartet. Leider konnte die Geschichte diese Erwartungen für mich über weite Strecken nicht erfüllen.

Mein größtes Problem war der Einstieg. Die ersten 30 % des Buches empfand ich als äußerst verwirrend und unstrukturiert. Man wird direkt in die Handlung geworfen, ohne ausreichend Orientierung zu erhalten. Die Hintergründe der Welt werden nur angedeutet, zahlreiche Figuren und Orte werden eingeführt, ohne dass ihre Bedeutung klar wird, und wichtige Zusammenhänge bleiben lange unverständlich. Zusätzlich erschwerte der Schreibstil den Einstieg, da immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt wird. Da ich bereits Schwierigkeiten hatte, die aktuelle Handlung einzuordnen, sorgten diese Rückblenden eher für zusätzliche Verwirrung als für mehr Tiefe.

Tatsächlich habe ich das Buch mehrfach zur Seite gelegt und erst im dritten Anlauf vollständig konsumiert. Die ersten 30 % hätten für mich kaum mehr als einen Stern verdient.

Ab etwa 30 % wurde die Geschichte etwas zugänglicher. Nach und nach verstand ich zumindest die wichtigsten Figuren und einige Hintergründe besser. Dennoch musste ich häufig Szenen wiederholen, um Zusammenhänge nachvollziehen zu können. Selbst am Ende des Buches hatte ich nicht das Gefühl, wirklich alle Verbindungen zwischen den Figuren verstanden zu haben.

Zwischen 45 % und 65 % begann die Geschichte schließlich, mich zumindest stellenweise zu unterhalten. Einige Dynamiken zwischen den Charakteren funktionierten besser, einzelne Szenen konnten mich überzeugen und das Lesen beziehungsweise Hören fühlte sich nicht mehr dauerhaft anstrengend an. Ab ungefähr 65 % nahm die Handlung für mich deutlich Fahrt auf. Die Dialoge wurden stärker, die emotionalen Momente funktionierten besser und ich konnte erstmals eine gewisse Verbindung zu einzelnen Figuren aufbauen. Auch die Richtung der Handlung wurde klarer, wodurch Spannung entstand.

Besonders die letzten 20 % haben mir schließlich wirklich gut gefallen. Endlich hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte wusste, worauf sie hinarbeitet. Die Spannung zog spürbar an, wichtige Nebenfiguren bekamen mehr Gewicht und die Handlung entwickelte sich in eine interessante Richtung. Schade war allerdings, dass dieser Punkt erst so spät erreicht wurde.

Das grundlegende Konzept der Geschichte fand ich durchaus spannend. Die Gladiatorenkämpfe, die Herrschaft des Vampirimperators und die Andeutungen einer möglichen Revolution bieten viel Potenzial. Auch die verschiedenen Spezies und die politischen Machtstrukturen klangen interessant. Für mich blieb dieses Potenzial jedoch weitgehend unausgeschöpft. Viele Ideen wurden eher angerissen als wirklich vertieft.

Mit den Figuren hatte ich ebenfalls Schwierigkeiten. Zu Arvelle konnte ich erst gegen Ende eine gewisse Beziehung aufbauen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen, da sowohl die Hauptfigur als auch die Love Interests für mich über weite Strecken zu blass und wenig greifbar wirkten. Tatsächlich fand ich die Beziehung zwischen Arvelle, und ihren Brüdern sowie ihrer Freundinnen deutlich interessanter als die romantischen Aspekte der Geschichte. Die beiden männlichen Hauptfiguren blieben für mich weitgehend irrelevant und konnten keine emotionale Bindung erzeugen.

Insgesamt bleibt für mich ein sehr gemischter Eindruck zurück. Während das letzte Drittel einige starke Momente bietet und das Grundkonzept vielversprechend ist, waren die langen Phasen der Verwirrung, die Vielzahl an Figuren und die fehlende Orientierung für mich zu große Schwächen. Das Ende konnte die Probleme des Einstiegs und der ersten Hälfte leider nicht mehr ausgleichen.

Fazit: Eine interessante Grundidee mit einem gelungenen Finale, die für mich jedoch unter einem sehr schwachen und verwirrenden Einstieg sowie wenig greifbaren Figuren leidet. Da ein großer Teil des Buches für mich nicht funktioniert hat, werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen und kann sie nicht empfehlen.
von Francesca - 2026-06-10 13:36:00

Wenn Gladiator auf Vampire Diaries trifft - 4 Sterne

Wie schreibt man einen Bestseller? Man nehme eine Prise Gladiator, ein bisschen Vampire Diaries, einen Schuss Hunger Games und etwas ACOTAR, füge ein wenig Magie hinzu – und heraus kommt Stacia Starks „Empire of Blood – We Who Will Die“.

Der erste Band der Reihe ist wirklich ein wilder Genre- und Themenmix: ein Setting, das stark an das römische Reich erinnert, Gladiatorenähnliche Kämpfe, Vampire, magische Kreaturen sowie magisch begabte Menschen und sogenannte Mundies, also Menschen ohne Magie. Vieles wirkt auf den ersten Blick vertraut und erinnert an bekannte Tropes aus anderen Fantasyreihen. Trotzdem gelingt es Stacia Stark, daraus eine Welt zu erschaffen, die sich eigenständig anfühlt.

Während des Lesens hatte ich immer wieder das Bedürfnis, mehr über die Lore dieser Welt zu erfahren – über die Götter, die politischen Spannungen mit anderen Königreichen oder die Hintergründe des Imperiums. Leider bleibt vieles davon im ersten Band noch recht vage. Stattdessen spielt sich ein Großteil der Handlung innerhalb der Mauern des Palasts des Imperators ab. Dadurch bekommt man von der Welt außerhalb nur wenig mit. Ich hoffe sehr, dass die kommenden Bände den Horizont hier noch erweitern und uns stärker in die größere Welt eintauchen lassen.

Der Schreibstil liest sich flüssig und bildhaft, wodurch man schnell durch die Seiten kommt. Besonders mochte ich die kurzen Rückblicke in Arvelles Vergangenheit. Gleichzeitig werden allerdings viele Begriffe, Hintergründe und Regeln der Welt relativ kommentarlos eingeführt, sodass es etwas dauert, bis man sich vollständig orientiert hat. Einige Entwicklungen innerhalb der Handlung wirkten dadurch für mich nicht immer ganz nachvollziehbar – etwa warum eine gefangene Rebellin plötzlich relativ frei im Palast agieren darf oder weshalb einer der männlichen Protagonisten auf Arvelles geheimen Plan kaum reagiert. Auch beim Pacing war ich mir manchmal unsicher, wie viel Zeit innerhalb der Geschichte tatsächlich vergeht.

Arvelle selbst mochte ich als Protagonistin insgesamt gern. Sie ist stark, loyal und entschlossen, hat aber auch ihre Schwächen und Zweifel, was sie angenehm menschlich macht. Bei den beiden männlichen Hauptfiguren habe ich bereits eine Vermutung, in welche romantische Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte – und habe definitiv meinen persönlichen Favoriten. Gerade deshalb bin ich gespannt, wie sich diese Dynamik in den kommenden Bänden noch entfalten wird, zumal am Ende noch ein interessanter Fakt angedeutet wird, der für einen kleinen Cliffhanger sorgt.

Alles in allem ist „We Who Will Die“ unterhaltsame, eher leicht zugängliche Romantasy. Wenn man die düsteren und teilweise spicy Szenen ausblendet, würde ich das Buch vom Ton her fast im Young-Adult-Bereich einordnen. Die Geschichte ist nicht übermäßig tiefgründig, bietet aber genug Spannung, interessante Ansätze und romantisches Drama, um beim Lesen gut zu unterhalten.

Das Cover ist meiner Meinung nach übrigens auch sehr gelungen gestaltet. Die haptischen Details machen wirklich etwas her. Die raue, sandartige Textur im Hintergrund passt perfekt zum Arena- und Gladiatoren-Setting, während einzelne Elemente des Motivs glänzend und leicht erhaben hervorgehoben sind.

Ich vergebe 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4, weil das Buch trotz einiger Schwächen einfach Spaß gemacht hat zu lesen – und ich neugierig bin, wie sich diese Welt und ihre Figuren in den nächsten Teilen noch weiterentwickeln werden.
von Ceecee - 2026-05-07 15:48:00

Alte Wunden - Neues Blut: Ein Kampf ums Überleben - 4 Sterne

„Der erste Tag von egal was ist für gewöhnlich der schlimmste.“

Der Einstieg in "We Who Will Die - Empire of Blood“ konnte mich direkt überzeugen und hat mir sogar noch besser gefallen als der Auftakt der anderen Reihe der Autorin. Der Schreibstil lässt sich wirklich angenehm lesen und sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte eintaucht und einfach dranbleiben möchte. Auch wenn der viele Input zur Welt am Anfang - und stellenweise auch im Verlauf der Story - für manche vielleicht etwas zu viel sein könnte, empfand ich das alles als sehr ansprechend.

Besonders das vom antiken Rom inspirierte Setting hat mir richtig gut gefallen. Die Welt wirkt düster, lebendig und ungeschönt - gerade die Erbarmungslosigkeit und die Brutalität der Kämpfe, des Überleben-wollens, verleiht der Geschichte eine gewisse Härte, die einfach passt. Auch Arvelles innere Gedanken, vor allem die Flashbacks in ihre Vergangenheit, haben mich emotional abgeholt und sie für mich noch greifbarer gemacht.
Das Magiesystem rund um die Sigillen empfand ich als erfrischend und spannend. Es kommen viele verschiedene Elemente zusammen - Vampire, Intrigen, Götter, Machtspiele, innere Kämpfe, Egoismus - und trotzdem wirkt es an sich nicht überladen, sondern genau dadurch lebendig, glaubwürdig. Für mich hat gerade diese Mischung, dieses „Viele“, die Geschichte richtig getragen.

Auch die Nebencharaktere haben bei mir Eindruck hinterlassen. Gerade Maeva und Leon fand ich wirklich gelungen - beide sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass wir noch mehr von ihnen sehen werden.
Und Rorrik…ja Rorrik.. ich muss gestehen, er ist für mich bisher der spannendste Charakter. Unberechenbar, kalkuliert, düster, perfide, irgendwie immer einen Schritt voraus, nicht ganz greifbar, ruchlos.. - und genau das macht ihn so interessant.
„Es überrascht nicht, dass du Leute siehst, die sich amüsieren, und den Drang verspürst, das zu ruinieren.“
Und genau dieses Zitat, dieses Gefühl, fasst ihn für mich ziemlich gut zusammen - unberechenbar, interessant und definitiv jemand, bei dem ich noch sehr viel mehr erwarte und erhoffe!!

Ein wenig gefehlt hat mir stellenweise die wirklich greifbare, spürbare Tension zwischen Arvelle und Tiernon sowie ein klarerer roter Faden, da sich der Band teilweise wie ein längerer Einstieg in die eigentliche Handlung angefühlt hat. Mich persönlich hat das aber nicht wirklich gestört - im Gegenteil, ich mochte es, dass sich hier anders Zeit für Welt und Charaktere genommen wurde - für mich hat das so als Reihenauftakt dadurch gut funktioniert.

Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr schmerzhafte Zerrissenheit, mehr Einblicke, mehr Verwundbarkeit und Stärke und darauf, noch tiefer in diese Welt einzutauchen.
Also ja - für mich war Band 1 ein gut stimmiger, dichter Auftakt mit spannender Welt, starken Ansätzen, einem (vielleicht) moralisch verwerflichen Lieblingscharakter und viel Potenzial für die Fortsetzung - knappe, aber gute 4,5 von 5 Sternen.
von wolkenbücherwelt - 2026-04-17 10:39:00

Leider enttäuscht - 2 Sterne

Der Schreibstil war leider überhaupt nicht mein Fall. Man wird ohne große Einleitung in das Worldbuilding geschmissen und es gibt viele Begriffe, die einem anfangs nicht erklärt werden. Hier wäre ein Glossar sehr hilfreich gewesen. Selbst nachdem ich das Buch beendet hatte, waren mir viele Dinge über die Sigillengezeichneten im Unklaren. Was mich aber am meisten gestört hat, waren die vielen losen Enden. Jedes Mal, wenn sich ein neuer Plot entwickelt hat, kam der nächste und der vorherige geriet lange in Vergessenheit, erst auf den letzten 100 Seiten werden manche davon wieder aufgegriffen. Manche waren aber auch völlig sinnlos, da sie nicht weiter verfolgt worden sind. Für mich hat sich das Lesen angefühlt, als würde ich durch Reels oder kurz Videos scrollen, so schnell ist man von einer Szene zur nächsten gehüpft.

Auch die vielen Nebencharaktere haben mich überfordert. Ich habe irgendwann aus Neugier angefangen, mitzuzählen, wenn ein neuer Charakter aufgetreten ist, und ich bin auf ungefähr 64 Namen gekommen (Die Gottheiten habe ich nicht dazu gezählt). Die meisten werden in die Geschichte geworfen, ohne wirklich beschrieben zu werden, und haben auch nur einen kurzen Auftritt. Aber durch diese große Menge an Figuren habe ich einfach den Überblick verloren und ich konnte nicht wirklich eine Bindung zu ihnen aufbauen.

Arvelle ist mir durch ihre Liebe und Fürsorge zu ihren Brüdern sympathisch gewesen. Es dauert jedoch unglaublich lange, bis man einmal überhaupt ihren Namen erfährt und noch länger, um eine optische Beschreibung von ihr zu bekommen. Deshalb blieb sie lange Zeit eher blass.

Tiernon, der Maine Love Interest, hat bei mir nicht für Schmetterlinge gesorgt. Ich fand seine Art in vielen Bereichen super übergriffig und Besitzergreifend. Obwohl er lange Zeit nicht in Arvelles Leben war, nimmt er sich das Recht heraus, sie nach ihrer sexuellen Aktivität zu fragen, als er nicht bei ihr war.

Rorrik war der einzige Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe. Man wird aus ihm nicht ganz schlau, ob er nun gut, böse oder etwas dazwischen ist. Die Dialoge und die Chemie zwischen ihm und Arvelle haben mir deutlich besser gefallen. Dennoch reicht das für mich nicht aus, das nächste Buch lesen zu wollen.

Fazit: Die Idee war vielversprechend. Leider hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich selbst nicht ganz sicher war, in welche Richtung die Geschichte gehen soll. Fantasy-Elemente und Charaktere wurden dann in die Geschichte geworfen, wenn sie gerade vonnöten waren, weshalb sich mir kein klar strukturiertes Weltbild gezeigt hat.
von Peachybookdreams - 2026-04-05 18:52:00

Spannung, Gefahren, Magie und Gefühle auf jeder Seite - 4 Sterne

Nach dem Verlust ihrer besten Freundin bei einem Wettkampf hat Arvelle sich zurückgezogen, doch als das Leben ihres Bruders auf dem Spiel steht, bleibt ihr keine andere Wahl, sie muss sich auf einen gefährlichen Deal einlassen: Den mächtigen Imperator töten, dann wird ihr Bruder geheilt.

Arvelle trauert auch nach Jahren noch um ihre Freundin und die Rückkehr zu den Arenakämpfen, an denen sie teilnimmt, um dem Imperator näherzukommen, reißt diese Wunde nur noch weiter auf. Dazu hängt sie aufgrund ihrer Auszeit hinterher und muss besonders hart trainieren, um die Kämpfe zu überleben.

Aber nicht nur die Kämpfe sind spannend, Arvelle wird auch in die Machtspielchen und politischen Intrigen zwischen verschiedenen Parteien verstrickt und muss bei jedem Schritt entscheiden, wem sie vertrauen kann und wo ihre Prioritäten liegen. Sie ist erschüttert, als sie ihre erste große Liebe Tiernon wiedersieht, dessen Geheimnisse wieder alles auf den Kopf stellen und alles noch komplizierter machen. Um das Chaos zu vervollständigen, hat der grausame Sohn des Imperators Rorrik es auf sie abgesehen und es wird immer schwieriger, ihre scheinbar unmögliche Mission zu verheimlichen.

Bei so vielen Feinden und unsicheren Bündnissen lauern hinter jeder Ecke Gefahren und es bleibt durchgehend spannend und unterhaltsam. Die magische Welt der Vampire und der Sigillengezeichneten und die ersten Einblicke in ihre Mythologie, die den ewigen Konflikt zwischen den beiden erklärt, fand ich schon ziemlich interessant. Dabei ist es nur ein kleiner Teil des Buches, der dazu beiträgt, dass man ohne jegliche Langeweile durch die Seiten fliegt. Ich freue mich auf die Fortsetzung!
von Meli - 2026-03-29 01:14:00

Spannender Themenmix - 4 Sterne

Den Beginn der Geschichte hat man in ähnlicher Form vermutlich schon oft gelesen: Bruder oder Schwester der Protagonistin sind in tödlicher Gefahr, daher opfert sie sich selbst oder geht einen gefährlichen Handel ein, um ihn/sie zu retten.
Protagonistin Arvelle landet hier in einem Wettbewerb voller brutaler Arenakämpfe, die sie gewinnen muss, um anschließend den grausamen Imperator töten zu können. Irgendwie an ihrer Seite: Zwei Vampire, mit ihren ganz eigenen Motiven und Geheimnissen.

Hier wird das Rad nicht neu erfunden, viele der Tropes und Handlungselemente sind wohlbekannt, allerdings fand ich den Mix dann doch ganz interessant: Ein Setting wie in Gladiator mit Kolosseumskämpfen, aber dazu noch Vampire - und Magie!
Das Magiesystem hat mir hierbei überraschend gut gefallen, es wird immer wieder kurz erklärt bzw. weiter ausgebaut, ohne dabei zu kompliziert zu werden.
Passend dazu gibt es auch noch Götter, Religion und Fantasiekreaturen wie Zentauren und Greife.
Die Kämpfe und Prüfungen waren auch ganz spannend, kamen aber etwas unerwartet und teilweise plötzlich.

Den Schreibstil allgemein fand ich sehr angenehm, was auch seinen Teil dazu beigetragen hat, dass ich das Buch teilweise kaum aus der Hand legen konnte. Man fliegt durch die Seiten und kann dabei herrlich in diese Welt abtauchen und mitfiebern.
Arvelle als Protagonistin war mir ebenfalls sympathisch, sie kämpft nicht nur stark gegen die Herausforderungen der Gegenwart, sondern auch gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit.
Dagegen hätte ich mir jedoch ein wenig mehr Tiefe bei einigen Nebencharakteren gewünscht, die interessant wirkten. Generell gab es zeitweise sehr viele Namen und einige davon konnte ich mir absolut nicht merken, hier wäre eine Übersicht nicht schlecht gewesen.
Wer gerne Romantasy liest, wird hier auf jeden Fall auch auf seine Kosten kommen, auch wenn manches etwas bekannt wirkt.
von Ryria - 2026-03-23 19:30:00

Vampire und Gladiatoren - 5 Sterne

„We who will die“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen – nicht nur wegen des bildgewaltigen Schreibstils, sondern vor auch wegen der Figuren, die Stacia Stark so lebendig und vielschichtig zeichnet.
Im Zentrum steht Arvelle, eine Protagonistin, die man einfach gernhaben muss: Um ihren schwerkranken Bruder zu retten, geht Arvelle einen Pakt mit einem Vampir ein. Dafür muss sie den Imperator töten, aber um an ihn heranzukommen warten zahlreiche gefährliche Aufgaben auf sie und lassen sie um ihr Leben kämpfen. Mutig, willensstark und voller Liebe für ihre Brüder und gleichzeitig bringt ihr Pflichtgefühl sie immer wieder an ihre Grenzen. Besonders spannend fand ich, das Erwachen ihrer magischen Kräfte mitzuerleben.
Und dann kommt das Love Triangle, das mich emotional komplett abgeholt hat. Da ist Tieron, der Primus des Imperius, ein geheimnisvoller Anführer, der Stärke zeigt, aber gleichzeitig auch gefühlvolle Vibes versprüht, manchmal ist er allerdings auch etwas langweilig. Ganz anders auf der anderen Seite Rorrik, moralisch grau und gefährlich. Aber trotzdem hat er diese Ausstrahlung, die mich immer wieder zu ihm hingezogen hat. Dies macht ihn zu einem der spannendsten Charaktere des Buches.
Besonders die Nebenfiguren haben mir gefallen, gefährlich, hilfsbereit, rätselhaft, so tragen sie dazu bei, dass die Welt lebendig wirkt und die Handlung an Tiefe gewinnt.
Der Schreibstil ist atmosphärisch und detailreich. Die Handlung ist komplex, fesselnd, voller magischer Wesen, gefährlicher Wettkämpfe und politischer Intrigen. Gleichzeitig muss ich gestehen, dass mich die Vielzahl an Fantasybegriffen manchmal die Übersicht verlieren ließ. Auch ein paar Längen schleichen sich ein, aber sie trüben das Leseerlebnis wenig.
Trotz kleiner Schwächen kann ich am Ende sagen, dass ich mich auf Band 2 freue. Ich bin unglaublich gespannt, wie sich die Romance weiterentwickelt und welche Wendungen Arvelles Weg noch für uns bereithält.
Ein toller Auftakt voller Emotionen, Magie und komplexer Figuren – perfekt für alle, die Love Triangles und düstere Fantasy mögen.
von gerlisch - 2026-03-11 20:12:00