Rezensionen
Solange ein Streichholz brennt
Roman | Der neue Roman des SPIEGEL-Bestsellerautors. »Der Mann kann schreiben!« Olli Schulz
Autor: Christian Huber
Erschienen 2026 bei dtv
ISBN 978-3-423-44920-5
Sehr fesselnd - 5 Sterne
Alina will eine Fernsehreportage über einen Obdachlosen drehen und trifft auf Bohm. Zuerst scheint es, als werde da jemand fürs Fernsehen verheizt, weil die Journalistin das für ihre Karriere braucht. Kritik an der Medienwelt scheint auf. Aber das ist es nicht.
Es geht um Menschen, und wir kommen ihnen sehr nahe. Die sehr unterschiedlichen Lebenswelten der Protagonisten werden kapitelweise abwechselnd dargestellt. So erhalten wir einen authentischen Einblick. Es entfalten sich zwei interessante und verwundete Persönlichkeiten, die beide ihre Entwicklungen durchmachen. Besonders die von Bohm hat mich sehr berührt.
Der Stil ist lebendig und leicht zu lesen. Das war sehr fesselnd! Eine eigentlich einfache Geschichte, toll erzählt.
Es geht um Menschen, und wir kommen ihnen sehr nahe. Die sehr unterschiedlichen Lebenswelten der Protagonisten werden kapitelweise abwechselnd dargestellt. So erhalten wir einen authentischen Einblick. Es entfalten sich zwei interessante und verwundete Persönlichkeiten, die beide ihre Entwicklungen durchmachen. Besonders die von Bohm hat mich sehr berührt.
Der Stil ist lebendig und leicht zu lesen. Das war sehr fesselnd! Eine eigentlich einfache Geschichte, toll erzählt.
von Krani - 2026-04-15 11:29:00
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte - 5 Sterne
Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und wird von der Journalistin Alina Alev angesprochen, die eine Dokumentation über Obdachlosigkeit drehen will. Über Bohms Hintergrund erfährt man zunächst nur, dass er trinkt, um abends einschlafen zu können und oft Albträume hat. Alinas anfangs vielversprechende Karriere ist ins Stocken geraten und ihre Mitarbeit an einem neuen Format ihres Fernsehsenders ihre wahrscheinlich letzte Chance, im Rahmen von Sparmaßnahmen nicht entlassen zu werden.
Bohm wird sich eine Woche lang tagsüber von Alina begleiten lassen, er braucht die angebotenen 1000 Euro.
Christian Huber schreibt bildhaft und atmosphärisch, er wertet nicht, beobachtet genau und lässt an Alinas beruflichen Sorgen, die sie nicht mehr schlafen lassen, genau so teilhaben wie an Bohms Leben auf der Straße mit Kälte, der täglichen Suche nach einem sicheren Schlafplatz, der Ablehnung durch andere Menschen, die der Alkohol abmindert, wie er auch beim Einschlafen hilft.
Alina verändert Bohms einsame Welt, es gibt beglückende Momente, Empfindungen, die er sich sofort verbietet, und auch bei Alina entwickeln sich unerwartete Gefühle.
Der Beschreibung dieser sehr menschlichen Beziehung stehen die ebenso glaubhaften wie erschreckenden Einblicke in die Ziele und das skrupellose Vorgehen des kommerziellen Fernsehsenders gegenüber, die der Autor vermittelt.
Alle Charaktere erscheinen authentisch, die Figurenzeichnung ist durchweg gelungen. Erzählt wird abwechselnd aus Bohms und Alinas Perspektive, beide Protagonisten sind nahbar und ich erlebe Bohm als fürsorglichen Menschen mit Zweifeln, die niemandem fremd sind. Die zarte Liebesgeschichte entwickelt sich glaubhaft und kommt ohne Kitsch aus.
Christian Hubers neuer Roman hat mir sehr gut gefallen und mich bei allem Lesevergnügen auch nachdenklich gemacht.
Das Cover gefällt mir von den Farben her, die parallel angeordneten Linien könnten Streichhölzer sein, genau so gut auch Gitterstäbe... die Bedeutung des brennenden Streichholzes wird im Lauf der Geschichte klar.
Bohm wird sich eine Woche lang tagsüber von Alina begleiten lassen, er braucht die angebotenen 1000 Euro.
Christian Huber schreibt bildhaft und atmosphärisch, er wertet nicht, beobachtet genau und lässt an Alinas beruflichen Sorgen, die sie nicht mehr schlafen lassen, genau so teilhaben wie an Bohms Leben auf der Straße mit Kälte, der täglichen Suche nach einem sicheren Schlafplatz, der Ablehnung durch andere Menschen, die der Alkohol abmindert, wie er auch beim Einschlafen hilft.
Alina verändert Bohms einsame Welt, es gibt beglückende Momente, Empfindungen, die er sich sofort verbietet, und auch bei Alina entwickeln sich unerwartete Gefühle.
Der Beschreibung dieser sehr menschlichen Beziehung stehen die ebenso glaubhaften wie erschreckenden Einblicke in die Ziele und das skrupellose Vorgehen des kommerziellen Fernsehsenders gegenüber, die der Autor vermittelt.
Alle Charaktere erscheinen authentisch, die Figurenzeichnung ist durchweg gelungen. Erzählt wird abwechselnd aus Bohms und Alinas Perspektive, beide Protagonisten sind nahbar und ich erlebe Bohm als fürsorglichen Menschen mit Zweifeln, die niemandem fremd sind. Die zarte Liebesgeschichte entwickelt sich glaubhaft und kommt ohne Kitsch aus.
Christian Hubers neuer Roman hat mir sehr gut gefallen und mich bei allem Lesevergnügen auch nachdenklich gemacht.
Das Cover gefällt mir von den Farben her, die parallel angeordneten Linien könnten Streichhölzer sein, genau so gut auch Gitterstäbe... die Bedeutung des brennenden Streichholzes wird im Lauf der Geschichte klar.
von carola1475 - 2026-03-26 10:28:00


