Rezensionen
The April Story – Ein wirklich erstaunliches Ding
Roman | TikTok-Star Hank Green über Social Media, Fame und Radikalisierung im Internet – fesselnder Pageturner mit sympathischer Heldin
Autor: Hank Green
Erschienen 2024 bei dtv Verlagsgesellschaft
ISBN 978-3-423-74106-4
Wirklich erstaunlich - 4 Sterne
April verlässt spät nachts ihre Arbeitsstelle und "entdeckt" ein wirklich erstaunliches Ding. Sie ruft mitten in der Nacht ihren Studienfreund Andy an, damit er das Ding fotografiert und filmt. Der Film geht über Nacht viral und April und auch Andy erleben unglaubliches.
Das Cover finde ich persönlich nicht so ansprechend, mich sprach eher der Klappentext an. Das Buch gab es wohl schonmal, unter einem anderen Titel, es ist aber aktuell wie eh und je.
Die Geschichte beginnt recht harmlos, April May, alleine schon der Name, erzählt von ihrer Situation, von ihrer Arbeit, von ihrer Wohnung, ihrer Freundin, ihrer Liebe, das alles irgendwie zusammenhängt. Dann entdeckt sie Carl und das Erstaunliche nimmt seinen Lauf. Ohne ihr zutun geht alles ganz schnell, ob sie will oder nicht, wird sie in den sozialen Medien berühmt.
Teilweise war es fast schon wissenschaftlich, es war gesellschaftskritisch, es zog mich in seinen Bann, konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Aber es könnte tatsächlich täglich dasselbe passieren. Ein Roman, den man gut lesen kann.
Das Cover finde ich persönlich nicht so ansprechend, mich sprach eher der Klappentext an. Das Buch gab es wohl schonmal, unter einem anderen Titel, es ist aber aktuell wie eh und je.
Die Geschichte beginnt recht harmlos, April May, alleine schon der Name, erzählt von ihrer Situation, von ihrer Arbeit, von ihrer Wohnung, ihrer Freundin, ihrer Liebe, das alles irgendwie zusammenhängt. Dann entdeckt sie Carl und das Erstaunliche nimmt seinen Lauf. Ohne ihr zutun geht alles ganz schnell, ob sie will oder nicht, wird sie in den sozialen Medien berühmt.
Teilweise war es fast schon wissenschaftlich, es war gesellschaftskritisch, es zog mich in seinen Bann, konnte mich aber nicht ganz überzeugen. Aber es könnte tatsächlich täglich dasselbe passieren. Ein Roman, den man gut lesen kann.
von _ich.lese_ - 2024-07-18 18:04:00
Mal was anderes - 5 Sterne
Was für eine schräge und tiefgreifende Story. April entdeckt eine Skulptur in New York, die ihr Leben verändern wird. Doch es ist nicht die einzige auf dem Planten Erde. Es stellt sich heraus, dass sie den Erstkontakt mit einem erstaunlichen Ding fremden Ursprungs hatte. Das macht April schlagartig relevant, während ihre Videos im Netz viral gehen. Mit der Zeit rückt sie sich in den Fokus, nimmt an Talkshows teil, um sich nicht mit der eigenen Angst vor dem Unbekannten befassen zu müssen.
Ich mochte den humorvollen Schreibstil, der sich nicht so ernst nimmt, und die subtile Anspannungen, die sich durch die Story zieht. Eine durchaus beängstigende Situation, die man sehr real miterlebt. Alles gipfelt in einem spannenden Finale, das ich so nicht erwartet hatte. Die letzten Wörter lassen auf ein grandiose Fortsetzung hoffen. Würde es allen empfehlen, die er etwas schräg, zynisch und mitreißend mögen. Aber auch langsamen Entwicklungen etwas abgewinnen können. Ist mal was anderes und hat mich gut unterhalten, da ich keine hohen Erwartungen hatte. Freu mich auf die Fortsetzung.
Ich mochte den humorvollen Schreibstil, der sich nicht so ernst nimmt, und die subtile Anspannungen, die sich durch die Story zieht. Eine durchaus beängstigende Situation, die man sehr real miterlebt. Alles gipfelt in einem spannenden Finale, das ich so nicht erwartet hatte. Die letzten Wörter lassen auf ein grandiose Fortsetzung hoffen. Würde es allen empfehlen, die er etwas schräg, zynisch und mitreißend mögen. Aber auch langsamen Entwicklungen etwas abgewinnen können. Ist mal was anderes und hat mich gut unterhalten, da ich keine hohen Erwartungen hatte. Freu mich auf die Fortsetzung.
von Kokoloreslot - 2024-06-04 16:04:00
Sozialpolitische Science Fiction - 4 Sterne
Als plötzlich eine mysteriöse Riesengestalt mitten in der Stadt auftaucht, kann die Protagonistin April May nicht anders, als ein Foto zu machen und ein YouTube-Video darüber zu drehen. Damit sorgt sie nicht nur im Internet für Aufsehen und wird über Nacht zu einer der bekanntesten existierenden Personen...
Und WOW! Was für eine Story. Das Buch ist zwar "nur" eine neue Ausgabe desselben Buches aus dem Jahr 2018, war für mich aber trotzdem unbekannt. Dass es etwas veraltet ist merkt man tatsächlich ein bisschen an den hauptsächlich genutzten Medien (Youtube und Twitter) - heutzutage hätte April May wahrscheinlich ein Tiktok Video gedreht. Doch das tut der Story keinen Abbruch.
Hank Green ist übrigens der Bruder des bekannten Autors John Green und selbst eine bekannte Person des Internets. Deswegen war gerade das sozialpolitische Thema rund um Internetbekanntheit sehr glaubwürdig geschrieben. Die Story ist turbulent, humorvoll und hat Suchtfaktor. Man möchte einfach wissen, was hinter der Riesengestalt "Carl" steckt und wie sich die ganze Geschichte entwickelt. Tolle Idee, super umgesetzt!
Und WOW! Was für eine Story. Das Buch ist zwar "nur" eine neue Ausgabe desselben Buches aus dem Jahr 2018, war für mich aber trotzdem unbekannt. Dass es etwas veraltet ist merkt man tatsächlich ein bisschen an den hauptsächlich genutzten Medien (Youtube und Twitter) - heutzutage hätte April May wahrscheinlich ein Tiktok Video gedreht. Doch das tut der Story keinen Abbruch.
Hank Green ist übrigens der Bruder des bekannten Autors John Green und selbst eine bekannte Person des Internets. Deswegen war gerade das sozialpolitische Thema rund um Internetbekanntheit sehr glaubwürdig geschrieben. Die Story ist turbulent, humorvoll und hat Suchtfaktor. Man möchte einfach wissen, was hinter der Riesengestalt "Carl" steckt und wie sich die ganze Geschichte entwickelt. Tolle Idee, super umgesetzt!
von NT - 2024-05-08 16:26:00
Auftakt einer Dilogie - 3 Sterne
«The April Story - Ein wirklich erstaunliches Ding» ist eine Neuauflage des bereits 2019 erschienen Romans «Ein wirklich erstaunliches Ding» und Auftakt einer Dilogie.
In fünfundzwanzig Kapiteln erzählt Hank Green von der 23-jährigen April, die in Manhattan auf ihrem Heimweg über eine drei Meter große Roboter-Skultur stolpert. Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Andy macht sie eine Video über ihre Entdeckung. Es wird zum meistgeklicktem Video aller Zeiten und macht April in kurzer Zeit weltberühmt. Gemeinsam mit ihren Freunden entwickelt sie eine Marketingstrategie, wie sie es im Studium gelernt haben und verdienen viel Geld. Es stellt sich heraus, dass überall auf der Welt ingesamt vierundsechzig „Carls“ stehen, wie sie genannt werden. Als eine Studentin namens Miranda April kontaktiert, ist diese überzeugt, dass es sich um Außerirdische handelt und will allen einen Schritt voraus sein. Durch einen Traum wird immer klarer, dass es sich um ein Rätsel handelt oder geht doch einen Gefahr von den „Carls“ aus?
Geschrieben ist der Roman ausschließlich in der Ich-Perspektive von April, die rückblickend von den Ereignissen zu erzählen scheint. Ohne jetzt zu wissen, was in der Fortsetzung passiert, hätte ich es besser gefunden, wenn mehrere Sichtweisen zu Wort gekommen wären. Diese Einseitigkeit macht den Roman über weite Strecken langatmig und konzentriert sich zu sehr auf April und die sozialen Komponenten, sowie Social Media, Fame und Radikalisierung im Internet. April verdeutlicht immer wieder ihre fragwürdigen Entscheidungen, die ihr zu einer steilen Karriere verholfen haben, da der Wunsch, einen Platz in der Geschichte zu haben, immer drängender wurde. Das Ende ist ein ziemlicher Cliffhanger und lässt erahnen, dass die Fortsetzung deutlich mehr Fragen beantwortet und temporeicher sein könnte. In jedem Fall ist dieser Roman ungewöhnlich schräg, weil es weniger um das gesetzte (wirklich düstere) Szenario geht, dieses aber anschlaggebend für alle weitere Ereignisse ist, die Aprils Leben schlagartig verändern. Der sarkastisch humorvolle Ton trägt nicht unbedingt zur Nähe bei, aber zumindest ist April nachvollziehbar dargestellt. Ich wäre an der Fortsetzung interessiert.
In fünfundzwanzig Kapiteln erzählt Hank Green von der 23-jährigen April, die in Manhattan auf ihrem Heimweg über eine drei Meter große Roboter-Skultur stolpert. Gemeinsam mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Andy macht sie eine Video über ihre Entdeckung. Es wird zum meistgeklicktem Video aller Zeiten und macht April in kurzer Zeit weltberühmt. Gemeinsam mit ihren Freunden entwickelt sie eine Marketingstrategie, wie sie es im Studium gelernt haben und verdienen viel Geld. Es stellt sich heraus, dass überall auf der Welt ingesamt vierundsechzig „Carls“ stehen, wie sie genannt werden. Als eine Studentin namens Miranda April kontaktiert, ist diese überzeugt, dass es sich um Außerirdische handelt und will allen einen Schritt voraus sein. Durch einen Traum wird immer klarer, dass es sich um ein Rätsel handelt oder geht doch einen Gefahr von den „Carls“ aus?
Geschrieben ist der Roman ausschließlich in der Ich-Perspektive von April, die rückblickend von den Ereignissen zu erzählen scheint. Ohne jetzt zu wissen, was in der Fortsetzung passiert, hätte ich es besser gefunden, wenn mehrere Sichtweisen zu Wort gekommen wären. Diese Einseitigkeit macht den Roman über weite Strecken langatmig und konzentriert sich zu sehr auf April und die sozialen Komponenten, sowie Social Media, Fame und Radikalisierung im Internet. April verdeutlicht immer wieder ihre fragwürdigen Entscheidungen, die ihr zu einer steilen Karriere verholfen haben, da der Wunsch, einen Platz in der Geschichte zu haben, immer drängender wurde. Das Ende ist ein ziemlicher Cliffhanger und lässt erahnen, dass die Fortsetzung deutlich mehr Fragen beantwortet und temporeicher sein könnte. In jedem Fall ist dieser Roman ungewöhnlich schräg, weil es weniger um das gesetzte (wirklich düstere) Szenario geht, dieses aber anschlaggebend für alle weitere Ereignisse ist, die Aprils Leben schlagartig verändern. Der sarkastisch humorvolle Ton trägt nicht unbedingt zur Nähe bei, aber zumindest ist April nachvollziehbar dargestellt. Ich wäre an der Fortsetzung interessiert.
von La Calavera Catrina - 2024-04-24 21:10:00
Ein wirklich erstaunliches Buch - 5 Sterne
Ich kann mich noch erinnern als vor einigen Jahren das Buch im englischen Raum große Erfolge feierte und freue mich, dass ich das Buch nun auch in der Neuauflage als ‚The April Story‘ lesen durfte.
Und obwohl die Erstauflage schon 2018 veröffentlicht wurde, ist der umfassende Blick auf Social Media und deren Wirkungen und Wege, immer noch aktuell und passt sich gut in die Entwicklung der letzten fünf Jahre an.
So erfährt April was es bedeutet über Nacht im Internet berühmt zu werden und wie schwer sich der Versuch gestaltet weiterhin im Vordergrund zu stehen und nicht wieder in die Vergessenheit zu geraten. Die Science Fiction Elemente rund um Carl weben sich toll in die Story ein und ergänzen die Handlung gelungen.
Mir hat das Buch gut gefallen und es ist ein ‚wirklich erstaunliches’ Werk, was ich auch jüngeren Leser*innen empfehlen kann.
Und obwohl die Erstauflage schon 2018 veröffentlicht wurde, ist der umfassende Blick auf Social Media und deren Wirkungen und Wege, immer noch aktuell und passt sich gut in die Entwicklung der letzten fünf Jahre an.
So erfährt April was es bedeutet über Nacht im Internet berühmt zu werden und wie schwer sich der Versuch gestaltet weiterhin im Vordergrund zu stehen und nicht wieder in die Vergessenheit zu geraten. Die Science Fiction Elemente rund um Carl weben sich toll in die Story ein und ergänzen die Handlung gelungen.
Mir hat das Buch gut gefallen und es ist ein ‚wirklich erstaunliches’ Werk, was ich auch jüngeren Leser*innen empfehlen kann.
von Schkob - 2024-04-11 20:43:00
Mal was anderes - 4 Sterne
Ein Roman, der sehr gut in die aktuelle Zeit passt von Twitter, YouTube und Co. Wie wird man über Nacht zum Star im Internet? Wie macht man aus einem Menschen eine Marke? Welche Macht haben die Verschwörungstheorien? Und wie können wir die modernen Medien dazu nutzen, dass Menschen auf der ganzen Welt zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen? Die ganzen Themen wurden hier wirklich gut und interessant umgesetzt. Etwas Science Fiction Elemente gibt’s auch, muss man mögen und manchmal wurde es mir etwas zu viel.
April ist für mich eine recht typische 23jährige, die noch auf der Suche nach sich ist. Über Nacht kam dann die Berühmtheit und auch das muss man erstmal einordnen können. Zeit zum nachdenken bleibt da erstmal nicht und irgendwann überstürzen sich die Ereignisse.
Ein interessantes Buch. Für alle die diese Themen interessieren durchaus lesenswert.
April ist für mich eine recht typische 23jährige, die noch auf der Suche nach sich ist. Über Nacht kam dann die Berühmtheit und auch das muss man erstmal einordnen können. Zeit zum nachdenken bleibt da erstmal nicht und irgendwann überstürzen sich die Ereignisse.
Ein interessantes Buch. Für alle die diese Themen interessieren durchaus lesenswert.
von Anja S - 2024-04-01 10:10:00
Spannend - 4 Sterne
"The April Story" von Hank Green ist ein fesselnder Jugendroman, der die heutige Welt der sozialen Medien und des Ruhms in all ihren Facetten einfängt. Die Geschichte dreht sich um April, eine gewöhnliche Jugendliche, die über Nacht zur weltweiten Berühmtheit wird, als sie ein Video von einer mysteriösen Skulptur auf YouTube hochlädt. Dies führt dazu, dass sie nicht nur das Geheimnis hinter den fremden - außerirdischen? - Statuen zu lüften versucht, sondern auch mit den unerwarteten Konsequenzen ihres plötzlichen Ruhms konfrontiert wird. Die Geschichte wirft damit wichtige Fragen auf über die Auswirkungen von Viralität, sozialen Medien und Popularität auf das individuelle Selbst und die Gesellschaft als Ganzes. April ist dabei eine sympathische Protagonistin, mit der sich sicher viele junge Leserinnen und Leser identifizieren können.
Der Erzählstil von Hank Green, dem Bruder des berühmten Autors John Green, ist packend und dynamisch, wodurch die Leserinnen und Leser von Anfang an in die Geschichte hineingezogen werden. Die Verwendung von Social-Media-Plattformen und modernen Kommunikationsmitteln verleiht dem Roman eine zeitgemäße Note, auch wenn einige Elemente, wie Facebook Live, mittlerweile etwas veraltet wirken. Dazu muss man wissen, dass der Roman bereits vor fünf Jahren erstmals erschienen ist.
Insgesamt ist "The April Story" ein Jugendroman, der auch Erwachsene nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken über die heutige Gesellschaft und ihre Obsession mit Berühmtheit und Gefolgschaft auf Social Media anregt. Obwohl ich normalerweise kein Fantasy lese, ist der Roman insgesamt so realistisch angelegt, dass ich die vorkommenden Science Fiction-Elemente interessant und spannend fand. Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte mit diesem Band noch nicht abgeschlossen ist, der zweite Band allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde.
Der Erzählstil von Hank Green, dem Bruder des berühmten Autors John Green, ist packend und dynamisch, wodurch die Leserinnen und Leser von Anfang an in die Geschichte hineingezogen werden. Die Verwendung von Social-Media-Plattformen und modernen Kommunikationsmitteln verleiht dem Roman eine zeitgemäße Note, auch wenn einige Elemente, wie Facebook Live, mittlerweile etwas veraltet wirken. Dazu muss man wissen, dass der Roman bereits vor fünf Jahren erstmals erschienen ist.
Insgesamt ist "The April Story" ein Jugendroman, der auch Erwachsene nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken über die heutige Gesellschaft und ihre Obsession mit Berühmtheit und Gefolgschaft auf Social Media anregt. Obwohl ich normalerweise kein Fantasy lese, ist der Roman insgesamt so realistisch angelegt, dass ich die vorkommenden Science Fiction-Elemente interessant und spannend fand. Zusätzlich ist wichtig zu wissen, dass die Geschichte mit diesem Band noch nicht abgeschlossen ist, der zweite Band allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde.
von LeserinLu - 2024-03-25 08:52:00


