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Rezensionen

Der Gesang des Falken
Historischer Roman

Autor: Lea Gerstenberger

Erschienen 2026 bei Knaur eBook
ISBN 978-3-426-56431-8
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Hinter den Mauern des königlichen Hofes - 4 Sterne

Der französische Hof wirkt glänzend, doch dahinter gelten viele Regeln und Erwartungen. Marcelle bewegt sich darin eher widerwillig und sucht ihren eigenen Platz abseits der festen Abläufe. Vieles um sie herum wirkt streng geregelt, während ihre eigenen Gedanken davon oft abweichen.
Dazu kommt Anne Boleyn, die zunächst schwer einzuordnen ist. Nach außen passt sie sich an, im Verhalten zeigt sich aber nach und nach mehr Tiefe. Die Treffen zwischen beiden verlaufen ruhig und entwickeln sich Schritt für Schritt. Daraus entsteht eine Verbindung, die sich nicht aufdrängt, sondern langsam wächst.
Am Hof zählen Einfluss, Absprachen und viele unausgesprochene Regeln. Für die Figuren bleibt dabei wenig Spielraum. Die Zeit selbst bleibt im Hintergrund spürbar.
Die Szenen am Hof und die Beziehungen zwischen den Figuren nehmen viel Platz ein. Spannung entsteht dabei nur selten, dafür wirkt der Alltag der Figuren greifbarer.
Im Kern steht weniger das große historische Geschehen als das Leben einzelner Personen. Marcelle und Anne tragen die Handlung. Ihre Wege bleiben nach dem Lesen eher ruhig im Kopf, ohne große Zuspitzung, aber mit klaren Linien.
Die Geschichte bleibt durchgehend ruhig erzählt. Vieles ergibt sich aus den Vorgaben des höfischen Lebens. Nicht jede Entscheidung wirkt sofort klar, passt aber in die damaligen Umstände. Am Ende bleibt ein ruhiger Eindruck, der eher nachklingt als nachhallt.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.
von Shilo - 2026-06-21 00:56:00

Am französischen Hof - 5 Sterne

Dieser Roman ist für mich ein sehr gelungener Renaissance Roman. Es geht in erster Linie um das Leben am französischen Hof und hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf den Jungen Edeldamen der Königin. Eine von ihnen ist Marcelle, sie ist die Tochter des Stallmeisters des Königs, eigentlich hat sie dadurch eine gewisse Stellung bei Hofe, doch sie hat einen Markel, sie ist ein Bastard. Trotzdem wird sie anm Hof der französischen Königin gerufen. Hier trifft sie auf eine junge Engländerin namens Anne Boleyn...
In einem zweiten Erzählstrang treffen wir auf Jean, den Jugendfreund von Marcelle und dem Sohn des königlichen Falkners, mit ihm dürfen wir die fazienierenden Greifvögel erleben.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, die Einblicke in das Leben bei Hofe war sehr interessant und Marcelle eine tolle Protagonistin, denn auch wenn ihre Freundin Anne Boleyn war, war es doch Marcelle die im Vordergrund stand. Es geht um den Umgang miteinander, Neid und Missgunst aber auch um Freundschaft.

Sehr interessant waren auch die Teile rund um Jean und die Ausbildung ei es Jungen Falkens.
Die Autorin hat eine perfekte Mischung aus Fiktion und Geschichte erschaffen, die ich sehr gerne gelesen habe
von Philiene - 2026-06-13 16:35:00