Rezensionen
Die Sehenden und die Toten
Kriminalroman
Autor: Sia Piontek
Erschienen 2024 bei Goldmann
ISBN 978-3-442-20664-3
Gelungener Auftaktkrimi - 4 Sterne
Carla Seidel, ehemals Mordermittlerin in Hamburg, hat sich nach Gewalterfahrungen in der Ehe ins beschauliche Wendland versetzen lassen, um mit ihrer 17-jährigen Tochter Lana zur Ruhe zu kommen. Lana ist hochsensibel, schottet sich immer mehr von ihren Schulkolleginnen und -kollegen ab, geht auch auf keine Partys, wirkt also für ihre Mitschüler als sonderbar. Doch dann wird Justus, ein Mitschüler Lanas, ermordet aufgefunden, auf einer Parkbank sitzend, die Augen entfernt und durch einen Spiegel ersetzt. Bei ihren Ermittlungen hat Carla das Gefühl, dass wohl niemand Justus wirklich kannte, auch die eigenen Eltern nicht, und teilt ihrer Tochter die Ermittlungsergebnisse mit. Als diese bei einer Mitschülerin ein ähnliches Tattoo sieht, wie Justus eine tiefe Fleischwunde am Oberschenkel hat, wird Lana zur unerlaubten Ermittlerin. Und dann überschlagen sich die Ereignisse.
Sia Piontek beschreibt die ländliche Region Wendlands hervorragend, die Mutter/ Tochter-Beziehung zwischen Carla und Lana ist realistisch dargestellt. Der flüssige Schreibstil und einige überraschende Wendungen machen neugierig auf eine hoffentlich folgende Fortsetzung.
Sia Piontek beschreibt die ländliche Region Wendlands hervorragend, die Mutter/ Tochter-Beziehung zwischen Carla und Lana ist realistisch dargestellt. Der flüssige Schreibstil und einige überraschende Wendungen machen neugierig auf eine hoffentlich folgende Fortsetzung.
von froschman - 2024-08-08 20:34:00
Guter Auftakt einer neuen Krimi-Serie - 4 Sterne
Seitdem Carla Seidel sich aufgrund privater Probleme versetzten lassen hat, lebt sie mit ihrer 17jährigen Tochter im ruhigen ländlichen Wendland. Doch mit der Beschaulichkeit ist es vorbei, als der Sohn eines reichen Unternehmers auf grausame Weise ermordet wird, seine Augen ausgestochen und durch Spiegelscherben ersetzt.
Mit "Die Sehenden und die Toten" ist der Autorin ein solider Auftakt einer neuen Krimi-Serie gelungen, der im Wendland verortet ist. Die Charaktere wurden gut in Szene gesetzt, sodass ich mir beim Lesen ein klares Bild von den Figuren machen konnte. Obwohl ich mit Carla nicht so ganz warm wurde, hat mich die Handlung mit einigen Drehungen und spannenden Wendungen gut unterhalten.
Carlas traumatische Vergangenheit und ihre Angewohnheit Probleme im Alkohol zu ertränken fand ich schon fast nervig. Interessant dagegen ihre Tochter Lana, die als Reflektorin dargestellt wird. Ein Thema, welches gern noch mehr Raum hätte einnehmen dürfen.
Befremdlich fand ich, dass Carla als Kommissarin die Befragungen der Jugendlichen ohne Beisein der Eltern durchgeführt hat und sie den Fall der intensiv mit ihrer Tochter Lana bespricht.
Das Buch behandelt Themen, wie Macht, Suche nach Anerkennung und Familienprobleme, die die Autorin in eine spannende Story verpackt hat.
Ein ausbaufähiger Auftakt in eine neue Krimi-Serie die neugierig auf den nächsten Fall macht.
Mit "Die Sehenden und die Toten" ist der Autorin ein solider Auftakt einer neuen Krimi-Serie gelungen, der im Wendland verortet ist. Die Charaktere wurden gut in Szene gesetzt, sodass ich mir beim Lesen ein klares Bild von den Figuren machen konnte. Obwohl ich mit Carla nicht so ganz warm wurde, hat mich die Handlung mit einigen Drehungen und spannenden Wendungen gut unterhalten.
Carlas traumatische Vergangenheit und ihre Angewohnheit Probleme im Alkohol zu ertränken fand ich schon fast nervig. Interessant dagegen ihre Tochter Lana, die als Reflektorin dargestellt wird. Ein Thema, welches gern noch mehr Raum hätte einnehmen dürfen.
Befremdlich fand ich, dass Carla als Kommissarin die Befragungen der Jugendlichen ohne Beisein der Eltern durchgeführt hat und sie den Fall der intensiv mit ihrer Tochter Lana bespricht.
Das Buch behandelt Themen, wie Macht, Suche nach Anerkennung und Familienprobleme, die die Autorin in eine spannende Story verpackt hat.
Ein ausbaufähiger Auftakt in eine neue Krimi-Serie die neugierig auf den nächsten Fall macht.
von gerlisch - 2024-07-31 20:58:00
Lesenswerter Kriminalroman - 5 Sterne
Sia Piontek „Die Sehenden und die Toten“
Ein junger Mann wird an einer Hütte, nahe der Elbtalauen, tot aufgefunden. Seine Leiche wurde grausam zugerichtet. Der 18-jährige stammt aus einer angesehen und wohlhabenden Familie der Wendlander Gegend.
Carla, eine ehemalige Hamburger Mordermittlerin, lies sich ins idyllische und ruhige Wendland versetzten. Gemeinsam mit ihrer hochsensiblen Tochter, versucht sie die Dämonen und Ängste aus vergangenen Tagen, zu überwinden.
Der Leichenfund ist erstmal ein Schock, doch nach und nach findet sie wieder in ihre alte Ermittlerform…
Von Beginn an sehr spannend und fesselnd. Es ist schön mit zu“erlesen“ wie sich die sehr sympathische Protagonistin ihren Ängsten stellt, sich ihren Platz erkämpft und ihr alte Form langsam wiederfindet. Aber auch die hochsensible Tochter wird langsam offener.
Für mich ein absolut lesenswerter Kriminalroman, der im Nu ausgelesen war. Ein toller erster Fall für Carla Seidel und hoffe sehr auf weitere.
Ein junger Mann wird an einer Hütte, nahe der Elbtalauen, tot aufgefunden. Seine Leiche wurde grausam zugerichtet. Der 18-jährige stammt aus einer angesehen und wohlhabenden Familie der Wendlander Gegend.
Carla, eine ehemalige Hamburger Mordermittlerin, lies sich ins idyllische und ruhige Wendland versetzten. Gemeinsam mit ihrer hochsensiblen Tochter, versucht sie die Dämonen und Ängste aus vergangenen Tagen, zu überwinden.
Der Leichenfund ist erstmal ein Schock, doch nach und nach findet sie wieder in ihre alte Ermittlerform…
Von Beginn an sehr spannend und fesselnd. Es ist schön mit zu“erlesen“ wie sich die sehr sympathische Protagonistin ihren Ängsten stellt, sich ihren Platz erkämpft und ihr alte Form langsam wiederfindet. Aber auch die hochsensible Tochter wird langsam offener.
Für mich ein absolut lesenswerter Kriminalroman, der im Nu ausgelesen war. Ein toller erster Fall für Carla Seidel und hoffe sehr auf weitere.
von Helga - 2024-07-26 07:49:00
Carla Seidels erster Wendland-Mord - 4 Sterne
»Die Sehenden und die Toten« ist Auftakt der im Wendland angesiedelten Kriminalromanreihe um die Ermittlerin Carla Seidel von der Kripo Lüneburg. Der achtzehnjährige Justus Libermann aus Satemin bei Lüchow wird im August tot auf einer Bank in den Jeetzelauen aufgefunden. In seinen Augen stecken Scherben.
Aus Hamburg weggezogen, leben Carla und ihre siebzehnjährige Tochter Lana in einem Haus in Penkefitz. Doch Carlas gewalttätige Ehe verfolgt sie bis heute. Als Ermittlerin mit Alkoholproblem und Traumata stellt nicht nur die Aufklärung dieses Mordes Carla vor Herausforderungen, sondern auch kaltschnäuzige Vorgesetzte und persönliche Bedrohungen. Lana zeigt Interesse an dem Fall ihrer Mutter und beginnt selbst zu recherchieren. Dabei steckt beiden immer noch die Angst in den Knochen.
Mit diesem Krimi lernt man auch das Wendland und seine Umgebung ein bisschen kennen, während man Carla dabei begleitet, wie sie geradlinig Justus Leben durchleuchtet oder Lana, wie sie der Spur eines Tattoos folgt. Dabei werden auch überraschende Wendungen und Enthüllungen geboten. Die Ermittlungen sind allerdings authentisch und bringen erst im Laufe der Zeit Ermittlungserfolge, die zur Spannung beitragen. Die Charaktere wirken nahbar und besonders Carla geht ihrer Arbeit durchdacht und engagiert nach, sodass man ihrem Erkenntnisfaden gern folgt. Die Traumata haben es allerdings in sich und vermutlich wird es erst in den Fortsetzungen Entwicklungspotenzial geben. Bisher erfüllt Carla die Klischees einer gebeutelten Ermittlerin, die als Mutter von Schuldgefühlen geplagt wird. Ingesamt aber eine unterhaltsame Krimireise in das Wendland und eine Empfehlung wert.
Aus Hamburg weggezogen, leben Carla und ihre siebzehnjährige Tochter Lana in einem Haus in Penkefitz. Doch Carlas gewalttätige Ehe verfolgt sie bis heute. Als Ermittlerin mit Alkoholproblem und Traumata stellt nicht nur die Aufklärung dieses Mordes Carla vor Herausforderungen, sondern auch kaltschnäuzige Vorgesetzte und persönliche Bedrohungen. Lana zeigt Interesse an dem Fall ihrer Mutter und beginnt selbst zu recherchieren. Dabei steckt beiden immer noch die Angst in den Knochen.
Mit diesem Krimi lernt man auch das Wendland und seine Umgebung ein bisschen kennen, während man Carla dabei begleitet, wie sie geradlinig Justus Leben durchleuchtet oder Lana, wie sie der Spur eines Tattoos folgt. Dabei werden auch überraschende Wendungen und Enthüllungen geboten. Die Ermittlungen sind allerdings authentisch und bringen erst im Laufe der Zeit Ermittlungserfolge, die zur Spannung beitragen. Die Charaktere wirken nahbar und besonders Carla geht ihrer Arbeit durchdacht und engagiert nach, sodass man ihrem Erkenntnisfaden gern folgt. Die Traumata haben es allerdings in sich und vermutlich wird es erst in den Fortsetzungen Entwicklungspotenzial geben. Bisher erfüllt Carla die Klischees einer gebeutelten Ermittlerin, die als Mutter von Schuldgefühlen geplagt wird. Ingesamt aber eine unterhaltsame Krimireise in das Wendland und eine Empfehlung wert.
von La Calavera Catrina - 2024-07-23 16:50:00
Unterhaltsamer Kriminalroman mit Luft nach oben - 3 Sterne
Vorab: Ich habe mich von 'Die Sehenden und die Toten' durchwegs gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist angenehm und auch der Fortschritt der Geschichte hat ein gutes Tempo. Dennoch hat mir etwas der Spannungsbogen gefehlt. Die Ermittlungen haben meiner Meinung nach oft sehr abwegig gewirkt. Warum befragt man die Eltern des Mordopfers nur halbherzig? Wieso wurden keine Befragungen im 'Dschungel' durchgeführt, um Justus besser kennen zu lernen? Zum Beispiel. Auch hätte ich mir durch den Prolog und die Art des Mordes einen tieferen Einblick in die zerrüttelte Gefühlswelt des Täters erwartet oder auch ein tieferes Eingehen auf die dunkle Seite des Opfers 'Justus'. Dennoch ist mir das Ermittlerteam rund um Carla Seidl, sowie sie selbst sehr sympathisch - abgesehen von Kai Wächter. Und mich würde ihre weitere Entwicklung in kommenden Bänden durchaus interessieren.
von Michaela - 2024-07-19 00:19:00
My Friends all drive Porsches... - 3 Sterne
Die Präsidentin der Mörderischen Schwestern legt mit "Die Sehenden und die Toten" ihren ersten Kriminalroman vor. Scheinbar sind weitere Folgen mit der Hauptermittlerin Carla Seidel und ihrer siebzehnjährigen Tochter Lana in Vorbereitung. Das eigentliche Verbrechen des ersten Bandes handelt von einer "schenen Leich'" namens Justus, die perfekt gestylt, mit einem Industriemittel ohne Duftstoffe desinfiziert, sediert und mit Glasscherben an Stelle der Augäpfel tot aufgefunden wird.
Während der Untersuchung dieses rätselhaften, scheinbar sinnlosen Todes lernt Carla ihren nunmehrigen Wohnort und seine Bewohner*innen genauer kennen. Dorthin hat sich die beruflich erfolgreiche Polizistin vor etwa zwei Jahren aus Hamburg versetzen lassen, um ihren Frieden und Ruhe zu finden. Der zweite Erzählstrang betrifft ihre Traumatisierung nach den Missbrauchs- und Gewalterfahrungen in ihrer früheren Ehe. Immer wieder wird sie im Wendland, an der Tauben Elbe, durch Bilder und Erinnerungen aus ihrem früheren Leben in Hamburg verunsichert, verängstigt und beeinträchtigt. Dass sie mehr trinkt als die WHO empfiehlt, entgeht auch Lana, ihrer Tochter, nicht.
Der eigentliche Erzählstrang ist flüssig und stringent komponiert. Als Leser wundert man sich allerdings im Nachhinein über den Prolog, der im Handlungsverlauf irgendwie fehl platziert erscheint. Manchmal vergreift sich die Autorin in ihrer Wortwahl. Dass Janis Joplin aus einem Lautsprecher "trällert", kann ich mir nicht vorstellen; ausgerechnet Janis Joplin… Der Epilog wartet mit einem Cliffhanger auf. Der zweite Band scheint bereits Form angenommen zu haben.
Während der Untersuchung dieses rätselhaften, scheinbar sinnlosen Todes lernt Carla ihren nunmehrigen Wohnort und seine Bewohner*innen genauer kennen. Dorthin hat sich die beruflich erfolgreiche Polizistin vor etwa zwei Jahren aus Hamburg versetzen lassen, um ihren Frieden und Ruhe zu finden. Der zweite Erzählstrang betrifft ihre Traumatisierung nach den Missbrauchs- und Gewalterfahrungen in ihrer früheren Ehe. Immer wieder wird sie im Wendland, an der Tauben Elbe, durch Bilder und Erinnerungen aus ihrem früheren Leben in Hamburg verunsichert, verängstigt und beeinträchtigt. Dass sie mehr trinkt als die WHO empfiehlt, entgeht auch Lana, ihrer Tochter, nicht.
Der eigentliche Erzählstrang ist flüssig und stringent komponiert. Als Leser wundert man sich allerdings im Nachhinein über den Prolog, der im Handlungsverlauf irgendwie fehl platziert erscheint. Manchmal vergreift sich die Autorin in ihrer Wortwahl. Dass Janis Joplin aus einem Lautsprecher "trällert", kann ich mir nicht vorstellen; ausgerechnet Janis Joplin… Der Epilog wartet mit einem Cliffhanger auf. Der zweite Band scheint bereits Form angenommen zu haben.
von Wolfgang Suschnig - 2024-07-16 13:53:00
Carla Seidels erster Fall - 3 Sterne
„Die Sehenden und die Toten“ ist der Auftakt einer Krimireihe aus dem Jahr 2024. Carla Seidel, früher Kriminalbeamtin der Hamburger Mordkommission, hat sich vor zwei Jahren aufgrund familiärer und persönlicher Beweggründe ins niedersächsische Wendland versetzen lassen. Hier bearbeitet sie hauptsächlich Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Trunkenheit am Steuer. Als plötzlich eine Leiche gefunden wird, die keines natürlichen Todes gestorben ist, ist Carla komplett in ihrem Element und beginnt direkt mit der Suche nach dem Mörder.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Buch wartet nicht zu sehr mit körperlichen und/oder seelischen Grausamkeiten auf, sondern beschreibt eher die gute alte Polizeiarbeit. Mir hat die Dynamik in der Mutter-Tochter-Beziehung sehr gefallen und auch, dass diese nicht perfekt, sondern durchaus konfliktbelastet ist. Zusätzlich existieren auch noch Schatten der Vergangenheit, die zwar nur angeschnitten werden, aber sehr gut die Ängste und Sorgen von Carla transportieren. Da die gesamte Handlung auf eine beginnende Reihe angelegt ist, werden viele Themen zwar angesprochen, aber oft noch nicht komplett gelöst. Dennoch bekommt man nicht das Gefühl eines Cliffhangers, da der Fall in sich abgeschlossen ist.
An manchen Stellen fühlte ich mich stark an die „Julia Durant“-Reihe von Andreas Franz erinnert. Auch hier bekommt man große Einblicke in die Gefühlswelt und den Alltag der Ermittler, weswegen man sich bereits nach wenigen Seiten stark mit der Protagonistin identifizieren kann.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es in Rekordzeit verschlungen. Ich bin auf die Folgebände gespannt und werde mir diese definitiv auch kaufen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Buch wartet nicht zu sehr mit körperlichen und/oder seelischen Grausamkeiten auf, sondern beschreibt eher die gute alte Polizeiarbeit. Mir hat die Dynamik in der Mutter-Tochter-Beziehung sehr gefallen und auch, dass diese nicht perfekt, sondern durchaus konfliktbelastet ist. Zusätzlich existieren auch noch Schatten der Vergangenheit, die zwar nur angeschnitten werden, aber sehr gut die Ängste und Sorgen von Carla transportieren. Da die gesamte Handlung auf eine beginnende Reihe angelegt ist, werden viele Themen zwar angesprochen, aber oft noch nicht komplett gelöst. Dennoch bekommt man nicht das Gefühl eines Cliffhangers, da der Fall in sich abgeschlossen ist.
An manchen Stellen fühlte ich mich stark an die „Julia Durant“-Reihe von Andreas Franz erinnert. Auch hier bekommt man große Einblicke in die Gefühlswelt und den Alltag der Ermittler, weswegen man sich bereits nach wenigen Seiten stark mit der Protagonistin identifizieren kann.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es in Rekordzeit verschlungen. Ich bin auf die Folgebände gespannt und werde mir diese definitiv auch kaufen.
von chabli - 2024-05-31 08:06:00
Spannend - 4 Sterne
"Die Sehenden und die Toten" von Sia Piontek (ein Pseudonym) ist der Auftakt einer Reihe um Carla Olsen, die im Wendland (diese Gegend in Deutschland musste ich erst mal googeln) ermittelt.
Carla ist mit ihrer Tochter Lana gerade erst dort hingezogen, als sie mit einem verstörenden Mordfall konfrontiert wird
Ein junger Mann wird aufgefunden, die Augen wurden durch Spiegelscherben ersetzt.
Auch wenn das Cover eine starke Ähnlichkeit zu den in Moment so beliebten Skandinavien Krimis aufweist, braucht es diesen Vergleich nicht zu scheuen.
Der Schreibstil von Sia Piontek ist fesselnd und flüssig zu lesen.
Ihre Charaktere und die Gegebenheiten sind authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Auch das Privatleben der Protagonisten wird erzählt.
Das Buch beginnt mit einem verstörenden Prolog, der Fall wird vollständig aufgeklärt und das Ende ist für eine Fortsetzung offen.
Carla ist mit ihrer Tochter Lana gerade erst dort hingezogen, als sie mit einem verstörenden Mordfall konfrontiert wird
Ein junger Mann wird aufgefunden, die Augen wurden durch Spiegelscherben ersetzt.
Auch wenn das Cover eine starke Ähnlichkeit zu den in Moment so beliebten Skandinavien Krimis aufweist, braucht es diesen Vergleich nicht zu scheuen.
Der Schreibstil von Sia Piontek ist fesselnd und flüssig zu lesen.
Ihre Charaktere und die Gegebenheiten sind authentisch und nachvollziehbar beschrieben.
Auch das Privatleben der Protagonisten wird erzählt.
Das Buch beginnt mit einem verstörenden Prolog, der Fall wird vollständig aufgeklärt und das Ende ist für eine Fortsetzung offen.
von Mabla59 - 2024-05-29 10:51:00
Einfach nur klasse! - 5 Sterne
Einfach nur klasse!
Inhalt:
Nach einer unschönen Scheidung will die ehemalige Hamburger Kriminalkommissarin Clara Seidel zusammen mit ihrer siebzehnjährigen Tochter Lana im Wendland Fuß fassen. In der Polizeistation Dannenberg geht es vor allem darum, Verkehrssünder zu ertappen oder mal einen häuslichen Streit zu schlichten. Doch dann wird ein Jugendlicher ermordet und Clara kann endlich wieder ihre Kernkompetenzen ausspielen.
Meine Meinung:
Sia Piontek ist das Krimi-Pseudonym von Claudia Wuttke. Von „beiden“ habe ich noch nichts gelesen, aber zumindest für das Krimi-Genre werde ich mir den Namen definitiv merken, denn „Die Sehenden und die Toten“ hat mich von vorne bis hinten einfach nur begeistert.
Die Story ist total spannend und der Schreibstil absolut fesselnd. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die polizeilichen Ermittlungen sind authentisch dargestellt und die Figuren durchweg interessant. Natürlich haben es mir vor allem Clara und ihre Tochter Lana angetan. Beide haben einen riesigen Rucksack zu tragen, an dem manch andere Person zerbrechen würde. Doch diese beiden nehmen ihre Situation an und stellen sich ihr. Sie sind auch bereit, über ihren eigenen Schatten zu springen und über sich hinauszuwachsen. Aber sie sind keine unbesiegbaren Heldinnen und so kommt es auch immer wieder zu Schwächen, die man gut nachvollziehen kann.
Der Kriminalfall erscheint zunächst sehr undurchsichtig. Es gibt viele Spuren, doch keine Beweise. Clara ist auf ihren ausgeprägten kriminalistischen Instinkt angewiesen und auf die gute Zusammenarbeit mit ihren Kolleg*innen. Die Ermittlungen führen in verschiedene Richtungen. Dadurch werden im Buch verschiedene aktuelle Themen angesprochen.
Nebenbei habe ich durch die anschaulichen Beschreibungen der Region eine bildhafte Vorstellung vom Wendland bekommen, das für mich bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte war.
„Die Sehenden und die Toten“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe. Band 2 ist bereits in Arbeit. Ich freue mich schon darauf!
Inhalt:
Nach einer unschönen Scheidung will die ehemalige Hamburger Kriminalkommissarin Clara Seidel zusammen mit ihrer siebzehnjährigen Tochter Lana im Wendland Fuß fassen. In der Polizeistation Dannenberg geht es vor allem darum, Verkehrssünder zu ertappen oder mal einen häuslichen Streit zu schlichten. Doch dann wird ein Jugendlicher ermordet und Clara kann endlich wieder ihre Kernkompetenzen ausspielen.
Meine Meinung:
Sia Piontek ist das Krimi-Pseudonym von Claudia Wuttke. Von „beiden“ habe ich noch nichts gelesen, aber zumindest für das Krimi-Genre werde ich mir den Namen definitiv merken, denn „Die Sehenden und die Toten“ hat mich von vorne bis hinten einfach nur begeistert.
Die Story ist total spannend und der Schreibstil absolut fesselnd. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die polizeilichen Ermittlungen sind authentisch dargestellt und die Figuren durchweg interessant. Natürlich haben es mir vor allem Clara und ihre Tochter Lana angetan. Beide haben einen riesigen Rucksack zu tragen, an dem manch andere Person zerbrechen würde. Doch diese beiden nehmen ihre Situation an und stellen sich ihr. Sie sind auch bereit, über ihren eigenen Schatten zu springen und über sich hinauszuwachsen. Aber sie sind keine unbesiegbaren Heldinnen und so kommt es auch immer wieder zu Schwächen, die man gut nachvollziehen kann.
Der Kriminalfall erscheint zunächst sehr undurchsichtig. Es gibt viele Spuren, doch keine Beweise. Clara ist auf ihren ausgeprägten kriminalistischen Instinkt angewiesen und auf die gute Zusammenarbeit mit ihren Kolleg*innen. Die Ermittlungen führen in verschiedene Richtungen. Dadurch werden im Buch verschiedene aktuelle Themen angesprochen.
Nebenbei habe ich durch die anschaulichen Beschreibungen der Region eine bildhafte Vorstellung vom Wendland bekommen, das für mich bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte war.
„Die Sehenden und die Toten“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe. Band 2 ist bereits in Arbeit. Ich freue mich schon darauf!
von Lilli33 - 2024-05-14 20:35:00
Lesenswert - 5 Sterne
Carla Seidel hat sich von Hamburg ins ländliche Wendland versetzen lassen - sie will dort mit ihrer hochsensiblen Tochter Lana neu anfangen, es auch beruflich hier bei der Polizei ruhiger angehen. Doch die ehemalige Mordermittlerin bekommt schon bald einen grausamen Mordfall auf den Tisch, der all ihre Fähigkeiten benötigt - ein Jugendlicher wird tot im Wald gefunden, seine Augen durch Spiegelscherben ersetzt. Carla merkt bald, dass Justus nicht der war, für den er sich in seinem Umfeld ausgab und sie muss tief graben, um den Mord aufklären zu können…
Der Krimi ist für mich ein gelungener Reihenauftakt. Carla ist, neben ihrer Tochter, ein sehr interessanter Charakter, sie ist herrlich normal, hat ihre kleinen Problemchen, Ecken und Kanten. Das Thema Hochsensibilität durch ihre Tochter fand ich toll herausgearbeitet und in der Gesamthandlung integriert. Lange werden falsche Spure gelegt, unerwartete Wendungen kommen hoch, bevor es am Ende nochmal richtig brenzlig wird. Manches fand ich etwas unrealistisch, was der Spannung beim Lesen jedoch keinen Abbruch tat. Mich hat der Krimi sehr gut unterhalten und ich daher eine Leseempfehlung von mir.
Der Krimi ist für mich ein gelungener Reihenauftakt. Carla ist, neben ihrer Tochter, ein sehr interessanter Charakter, sie ist herrlich normal, hat ihre kleinen Problemchen, Ecken und Kanten. Das Thema Hochsensibilität durch ihre Tochter fand ich toll herausgearbeitet und in der Gesamthandlung integriert. Lange werden falsche Spure gelegt, unerwartete Wendungen kommen hoch, bevor es am Ende nochmal richtig brenzlig wird. Manches fand ich etwas unrealistisch, was der Spannung beim Lesen jedoch keinen Abbruch tat. Mich hat der Krimi sehr gut unterhalten und ich daher eine Leseempfehlung von mir.
von Natalie - 2024-05-14 20:30:00


