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Rezensionen

Der große Riss
Roman

Autor: Cristina Henríquez

Erschienen 2025 bei Hanser, Carl;Ecco (HarperCollins)
ISBN 978-3-446-28251-3
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Der große Riss - 4 Sterne

Panama, 1900: Durch das Land geht eine riesige Baustelle, ein Kanal soll Pazifik und Atlantik verbinden. Das epochale Projekt lockt die unterschiedlichsten Menschen an: Auf der einen Seite Ingenieure, Journalisten und Ärzte aus Amerika, auf der anderen Seite Menschen, die hier Arbeit suchen aus Südamerika und der Karibik. Und was sagen die Einheimischen dazu? So wie ein Riss durch Panama geht, geht auch ein Riss durch die Gesellschaft: arm und reich, Männer und Frauen, Weiße und Farbige. Christina Henriquez erzählt aus der Perspektive derer, die bis jetzt in der Geschichte kaum gehört worden sind: Die Arbeiter und die Frauen. Eindringlich, in einer mitreißenden Sprache erzählt, verbinden sich verschiedene Schicksale. Ein Epos, in das man richtig tief eintauchen kann.
von Lucia Kirchner-Krämer - 2025-04-04 12:09:29

ist okay - 3 Sterne

Das Buch "Der große Riss" von Christina Henriquez ist ein geschichtlicher Roman. In diesem Roman geht es um den Bau das Panama Kanals. Die Geschichte wird aus der Sicht vieler daran beteiligten Individuen und Familien erzählt.

Im großen und ganzen ist der Roman gut recherchiert. Hierbei geht es allerdings weniger um die Entstehung des Panama Kanals selbst, vielmehr um die einzelnen Schicksale und das Aufeinandertreffen verschiedener Interessengruppen.

Das Buch liest sich wie ein entspannter Schmöker, hat für mich allerdings nicht die Fesselungskraft wie ich es bei einem solch großen Thema/Projekt erwartet hätte. Dennoch, wenn man Lust auf einen etwas langsameren historischen Roman hat, so ist man hier richtig. Die Charaktere sind schön und einfühlsam beschrieben, bei dem ein oder anderen fiebert man richtig mit.
von lesespitz - 2025-02-24 19:02:00

Menschen beim Bau des Panamakanals - 4 Sterne

Adas Mutter hat es mit Hilfe ihrer Nähkunst geschafft ihren beiden Töchter eine gute Ausbildung zukommen zu lassen und hat als Alleinstehende sogar ein kleines Häuschen. Doch nun fehlt das Geld für eine überlebenswichtige Operation für ihre Tochter Millicent. Die 16-jährige Ada versteckt sich auf einem Schiff von Barbados nach Panama, dort wird gerade am Kanal gebaut und Arbeitskräfte fehlen. Sie trifft auf Omar, der durch die schwere Arbeit und Malaria zusammengebrochen ist. Er ist einer der wenigen Panamaer, die den Riss in die Landschaft graben. Omars Vater, der Fischer Francisco ist damit nicht einverstanden. Die Arbeiter kommen aus vielen unterschiedlichen Ländern, die das Sagen haben stammen aus den USA, die sich wie Sklaventreiber benehmen und Privilegien besitzen. Ada hat Glück, das sie auf den Malariaarzt John Oswald trifft, der Hilfe für seine lungenkranke Frau Marian sucht. Doch einfach hat sie es dort auch nicht. In der Stadt Gatun regt sich Widerstand gegen den Staudamm, der zur Umsiedelung der Bevölkerung führt.
Viele Schicksale werden in diesem hoch interessanten Roman vorgestellt. Der politische Aspekt kam mir jedoch zu kurz. Spannend und emotional, vom Schreibstil sehr gut.
von Ulla - 2025-02-21 11:13:00

Panama in tiefen Atemzügen - 4 Sterne

Ein Riss geht durch Paname. Der physische wächst von beiden Ufern des Landes jeden Tag ein Stück bis der Panamakanal als neues Nadelöhr der Schifffahrt entsteht. Der zweite Riss, viel feingliedriger, dringt viel subtiler und dennoch viel schneller voran. Er geht durch die Gesellschaft, durch Familien, teilt diejenigen, die im Bau des Panamakanals eine Chance für eine blühende Zukunft sehen und diejenigen, die die bisherige Suveränität Panamas und das lokale Lebensgefühl bedroht sehen. Gleichzeitig bringt er auch Klassenkämpfe in ein Land, dass bisher Rassismus nicht in solch einer Form gekannt hat.

Die Geschichte dreht sich nicht so sehr um den Bau des Kanales, die technischen Details, Baufortschritt und die wirtschaftlichen und politischen Angelegenheiten. Viel mehr begleiten wir eine Reihe an Menschen, die in irgendeiner Form mit dem Bau in Berührung kommen bzw. nach Panama gekommen sind. Arbeiter aus anderen tropischen Gefielden, die hier unter harschen Bedingungen schuften müssen, ein Bauwerk entstehen lassen, für dass sie letztendlich keinerlei Ruhm, Dank und Anerkennung bekommen, oder aber die Frau eines amerikanischen Forschers, der versucht die grassierende Malaria auszurotten, aber es nicht schafft aus seinem Schatten auszubrechen und ihr eigenes Leben zu leben. Aber auch die lokale Bevölkerung, die sich eigentlich nicht mit dem Bau auseinandersetzen will, bis die eigene Heimat oder Familie betroffen ist.

Die Autorin ist dabei sehr gut darin, die verschiedenen Protagonist:innen authentisch, interessant und vor allem tiefgründig und vielschichtig erscheinen zu lassen. Auch wenn wir viele verschiedene Personen durch die Geschichte begleiten wird einem einerseits nie langweilig, außerdem steht jede der Figuren so stark für sich alleine, dass man nicht das Gefühl hat, dass sich mehrere Personen charakterlich sehr stark ähneln. Ängste, Träume und vor allem die Hintergründe, was die Personen dazu gebracht hat, meist alleine aufzubrechen, um nach Panama zu reißen, werden detailiert erkundet. Es fällt einem nicht schwer, nicht mit den Protagonist:innen mitzufiebern, und auch bei denjenigen, die meines Erachtens nach als schlechte Menschen konzipiert wurden, regen Mitgefühl und es stellt sich heraus, dass es einen Grund gibt, warum sie tun, was sie tun und von uns als bösartig wahrgenommen werden.

Die Handlungsstärnge ziehen sich nur über einen recht kurzen Zeitraum von mehreren Monaten. Kurz gerade im Hinblick darauf, dass wir Beginn und Fertigstellung des Baues nur in kurzen Annektoten geschildert bekommen. Jede der Personen geht nach diesem Zeitraum - sofern möglich - wieder ihre eigenen Wege, ich hätte mir aber Interaktion über einen längeren Zeitraum gewünscht. Ich glaube zwar, dass das Buch dadurch zu lange gestreckt worden wäre und nicht mehr so kurz und kompakt funktioniert hätte. Es fühlt sich ein wenig wie ein tropischer Fiebertraum an, aus dem man erwacht, weil man muss, aber gerne wieder zurück eingetaucht wäre.

Und so zeichnet sich das Buch durch sein histroisches Wissen zu den Anfangsjahren Panamas und bunte, vielschichte Erzählweise aus. Ein kurzer, prägnanter Eindruck von Menschen und Land, bei dem man sich gewünscht hätte, er möge noch ein Stückchen weitergehen.
von MeinSohnPrinzAndreas - 2025-02-19 15:49:00

Gut recherchierter und vielperspektivischer historischer Roman - 5 Sterne

Es ist die Zeit um 1900 und nach einem missglückten Versuch der Franzosen, einen Kanal zu bauen, der Atlantik und Pazifik verbindet, haben sich nun die US-Amerikaner entschlossen, dies zu tun. Gleich am Anfang des Buches finden wir eine Anzeige, in der um 4000 tüchtige Arbeitskräfte für den Bau des Panama-Kanals geworben wird, und auch sonst spricht sich schnell nicht nur in Panama, sondern auch in vielen anderen Regionen in der Nähe herum, dass man hier leicht Arbeit finden und Geld verdienen könne. Das lockt verschiedenste Menschen an, sich am Bau zu beteiligen, doch die Arbeit ist anstrengend, kräftezehrend und gefährlich, gilt es doch, förmlich einen Riss durch das Gebirge zu bauen, um die beiden Ozeane miteinander zu verbinden.

Besonders gut hat mir an diesem Buch gefallen, dass wir es aus so vielen Perspektiven erleben. Es gibt einige Hauptfiguren, die immer wieder vorkommen, doch zwischendurch gibt es immer wieder kleinere Abschnitte, in denen wir das Geschehen auch aus dem Kopf einiger Nebenfiguren betrachten können. Das schafft insgesamt ein vielseitiges Bild der damaligen Zeit und Gesellschaft. Dabei gelingt es der Autorin, die Perspektiven geschickt so aufeinander aufzubauen und miteinander zu verweben, dass das Lesen angenehm und vergnüglich ist und man sich immer gut auskennt, worum es gerade geht.

Wir lernen zum Beispiel die jugendliche Ada kennen, die mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf der Insel Barbados lebt und sich kurzentschlossen als blinde Passagierin auf einem Schiff auf den Weg nach Panama macht, um hier Geld zu verdienen. Denn ihre Schwester ist schwer krank und kann nur durch eine ärztliche Behandlung geheilt werden, die die Familie sich jedoch nicht leisten kann.

Dann gibt es den Malariaforscher John und seine Frau Marian aus den Vereinigten Staaten. John hat ein ehrgeiziges Ziel: er möchte die Malaria nicht nur erforschen, sondern auf Panama auch ausrotten, ähnlich wie es gelungen ist, das Gelbfieber zurückzudrängen. Aus Vorsicht rät er seiner Frau, das Haus während der Regenzeit nicht zu verlassen, doch diese hält die monatelange Einsamkeit nicht aus und schlägt seinen Rat in den Wind. Als sie daraufhin erkrankt, sucht John nach einer Pflegerin für sie und findet Ada, die sich gerade tapfer dafür einsetzt, dass ein auf der Straße liegender Kranker ins Spital kommt und ärztlich versorgt wird. Beeindruckt von ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit stellt er sie ein.

Der gerettete Kranke wiederum ist Omar, der Sohn eines Fischers, der selbst keine Zukunft als Fischer für sich sieht und das Meer scheut, nachdem seine Mutter dort verschwunden ist, als er klein war. Er sucht Arbeit im Panamakanal, was zu einem heftigen Konflikt mit seinem Vater Francisco und monatelangem Schweigen zwischen den beiden führt. Denn Francisco ist gegen den Bau des Kanals und fühlt sich und sein Leben auch von seinem Sohn durch dessen berufliche Entscheidungen abgewertet.

Und dann gibt es noch weitere Menschen, die zum Beispiel davon betroffen sind, dass ihre Stadt umgesiedelt oder geflutet werden soll, um den Bau des Kanals zu ermöglichen und die versuchen, sich dagegen zu wehren.

Nebenbei erfährt man in dem gut recherchierten Buch auch historisch so einiges, was ich vorher noch nicht wusste, z.B. dass Panama bis kurz vor dem Bau des Kanals Teil von Kolumbien war. Interessant zu lesen und gleichzeitig traurig ist auch, wie sehr die damalige Gesellschaft noch nach Klassen und Hautfarben geteilt war, so gibt es z.B. in der Apotheke eine gut bestückte Abteilung für "Gold" (für die Menschen mit heller Hautfarbe) und eine weniger gut bestückte Abteilung für "Silber" (für alle, die dunklere Haut haben). Und auch sonst erleben wir an vieler Stelle die Diskriminierung speziell benachteiligter Menschen und Gruppen, aber auch ihren Mut, zusammenzustehen, sich gegenseitig zu unterstützen und für ihre Rechte zu kämpfen, auch gegen eine gewaltige Übermacht.

Ich kann das Buch allen, die ein tiefgründiges, nachdenklich machendes und gleichzeitig unterhaltsames Buch über das wenig bekannte Thema der Zeit des Baus des Panamakanals lesen möchten, ausdrücklich empfehlen.
von Eternal-Hope - 2025-02-19 10:32:00

Die vielen Geschichten rund um den Panamakanal - 4 Sterne

Man taucht tief ein in eine historisch bedeutende Zeit.
Das große historische Ereignis ist der Kanalbau Panama ca. 1907. Bis 1913 wird erzählt.
Der Autorin Cristina Henriquez gelingt es, ihre Figuren lebhaft und glaubhaft zu gestalten. Das gilt vor allen für die junge Ada Bunting, die mutig ist und Geld für ihre kranke Schwester verdiene will und als zweite Hauptfigur Omar, der auch am Kanal arbeitet. Aber auch Nebenfiguren sind großartig, zum Beispiel Omars Vater Francesco oder auch Lucille. Dann gibt es auch noch John und Marian, deren Rollen leider etwas zu klein ausfallen.
Es steckt also viel drin, denn lalle Figuren haben auch noch ihre eigenen Geschichten.

Cristina Henriquez hat einen epischen Ansatz und verwebt ziemlich viel in die Handlung, vielleicht zu viel. Nicht immer ist man als Leser dicht am Plot, da es manchmal zu ausufernd wird. Das Buch kann also nicht ganz überzeugen.
Trotzdem ist das Buch schon ganz gut geschrieben und absolut lesenswert.
von yellowdog - 2025-02-18 18:09:00

Spannende historisch komplexe Welt - 4 Sterne

Cristina Henríquez' Roman Der große Riss entfaltet ein faszinierendes Panorama historischer Umbrüche und menschlicher Schicksale zur Zeit des Baus des Panamakanals. Besonders beeindruckend ist ihre Erkundung der Frage, wie nah Fortschritt und Ausbeutung beieinanderliegen und wie tief soziale, ethnische und geschlechtsspezifische Gräben die damalige Gesellschaft durchzogen. Henríquez erzählt aus der Perspektive von Frauen und gibt damit jenen Menschen eine Stimme, die oft im Schatten der großen historischen Narrative stehen. Daher ist dieser Roman heutzutage sehr wertvoll!
Die poetische Sprache des Romans, die sich bereits in der atmosphärisch dichten Eröffnung zeigt, entfaltet eine beeindruckende Bildkraft. Francisco, der Fischer, und sein in handwerklicher Präzision gebautes Boot symbolisieren die alte Welt, die mit dem technokratischen Fortschritt der Kanalbauprojekte kollidiert. Henríquez fängt in ihren Naturbeschreibungen eine fast mythische Ruhe ein, die durch den Einbruch der Moderne zerstört zu werden droht. Diese Faszination für das Fremde, das Ursprüngliche und die natürlichen Rhythmen des Meeres und der Arbeit verleiht dem Roman eine zusätzliche, fast kontemplative Dimension.
Gleichzeitig verleiht die Autorin auch den Frauenfiguren eine erzählerische Tiefe, die ihre Rolle in der Gesellschaft infrage stellt. Marians Geschichte etwa, die auf erschütternde Weise von den Ungleichheiten zwischen Mann und Frau berichtet, zeigt, wie tief patriarchale Strukturen verwurzelt sind. Dabei wird deutlich, dass Henríquez nicht nur an historischen Fakten interessiert ist, sondern an den inneren Welten ihrer Figuren, an den oft unausgesprochenen Konflikten und der Suche nach Selbstbestimmung.
Der Roman gelingt als eindrucksvolle Verbindung von großem historischen Drama und intimen Einzelschicksalen. Er fängt die Ambivalenz eines gigantischen Projekts ein, das sowohl Hoffnung als auch Zerstörung brachte, und macht deutlich, dass die gesellschaftlichen Fragen von damals keineswegs ihre Relevanz verloren haben. Der große Riss ist damit nicht nur ein packender historischer Roman, sondern auch eine vielschichtige Reflexion über Machtverhältnisse, Widerstand und den Preis des Fortschritts.
von nil_liest - 2025-02-18 17:14:00

Lebenswege - 4 Sterne

Als Anfang des 19. Jahrhunderts der Bau des Panamakanals wieder aufgenommen wird,  machen sich viele auf den Weg um daran mitzuarbeiten.  Die Einen wollen an etwas grossem Teil haben und die Anderen schnell viel Geld verdienen.

Aber was bedeutet dieses große Vorhaben für die Leute,  die dort leben? Alles ändert sich durch das Eingreifen der Amerikaner. Die Einheimischen sind machtlos gegen das was passiert.

Die Lebenswege und Geschichten der Protagonisten sind interessant und gut gewählt. Jeder von ihnen ist mehr oder weniger von dem Bau betroffen. Auch der Kampf gegen die auftretenden Krankheiten wird eindringlich geschildert.

Beim Lesen des Klappentextes bin ich davon ausgegangen bin,  dass ich mehr über den Bau des Panamakanals erfahren, aber es geht um die Menschen, die von diesem Bau betroffen sind.
Von daher hat das Buch anfangs meine Erwartungen nicht erfüllt, konnte mich dann aber doch noch überzeugen.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm.
von Beavielleser - 2025-02-17 11:39:00

Habe etwas Anderes erwartet - 3 Sterne

Große Bauvorhaben wie der Gotthardtunnel, der Suezkanal oder wie hier der Panamakanal, ziehen Abenteurer, Glücksritter und Verzweifelte an, die sich Arbeit und ein besserer Leben erhoffen. Nicht immer erfüllen sich die Erwartungen. Daher war ich sehr gespannt, wie das Thema umgesetzt würde.

Gleich vorweg, der Bau rund 82 km langen Wasserstraße, die derzeit durch Trumps Allmachtsfantasien wieder in aller Munde ist, wird meiner Meinung nach, nur am Rande berührt. Vielmehr legt Autorin Cristina Henriquez ihren Fokus auf mehrere Personen, die direkt und indirekt mit der Baustelle zu tun haben. Da ist zum Einen Omar, der Sohn eines Fischers, der im Morast arbeitet oder der Arzt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Malaria auszurotten zu wollen und andererseits die beiden Frauen Lucille und Ada, die ihrem Schicksal aus Armut und gesellschaftlichen Konventionen kaum entrinnen können.

Anders als ich es von historischen Romanen rund um Großbaustellen kenne, gibt es kaum technische Detail zum Kanalbau, was mich ein wenig enttäuscht zurücklässt. Die Lebensgeschichten der Protagonistinnen und Protagonisten könnte überall spielen. Vorrangig wird der mühsame Alltag beschrieben, die Teilung der Gesellschaft in Besitzende und Mittellose sowie die untergeordnete Rolle der Frauen. Wie tief der Riss, der durch die Gesellschaft geht, zeigt die Episode als Ada Medikamente für ihre kranke Arbeitgeberin holen will und diese zunächst nicht erhält, weil sie als Arme erkennbar und als „Silberne“ nicht bedient wird.

Der Schreibstil ist gut zu lesen. Allerdings habe ich mich mit keinem der Charaktere so richtig anfreunden können. Gut herausgearbeitet ist der Konflikt zwischen Mittel- und Nordamerika herausgearbeitet sowie die Absiedlung ganzer Dörfer. Das kenne ich allerdings aus zahlreichen Geschichten von großen Bauvorhaben wie z.B. Stauseen in der Schweiz oder Italien.

Das Cover und der Titel sind gut gewählt. Vor allem der Titel kann mehrfach interpretiert werden. Der Riss in der Erdkruste, der zwei Meere miteinander verbindet, gleichzeitig aber die Gräben zwischen Mittel- und Nordamerika aufzeigt oder auch für die Spaltung der Gesellschaft steht.

Fazit:

Ein Roman, von dem ich etwas Anderes erwartet habe, weshalb er nur 3 Sterne erhält.
von Bellis-Perennis - 2025-02-15 11:37:00

Der große Riss - 3 Sterne

Der Riss ist die Geschichte über den Panama Kanal, der um das Jahr 1900 gebaut wurde um den Atlantik und den Pazifik zu verbinden. Der Roman beschreibt verschiedene Charaktere die für den Bau gearbeitet haben, oder dort hingezogen sind. Es ist auch ein Riss durch die Gesellschaft, denn hier treffen reich und arm aufeinander. Es geht um Ausbeutung, sowie die Rolle der Frau dort und überhaupt in der damaligen Zeit. Aber auch um Krankheiten das Gelbfieber und die Malaria die sich unter arm und reich verbreitete. Auch wird hier gnadenlos das Ziel für den Durchbruch des Kanals in kurzer Zeit verfolgt, egal was es kostet.
Fazit:
Ein Epos über den eigentlich dramatischen Bau des Panamakanals, wobei viele Menschen starben, kommt hier etwas zu kurz zu wenig Recherche. Der Schreibstil ist sehr lebendig, das Cover passt gut und ist aufschlussreich.
von Pearl - 2025-02-13 18:15:00