Rezensionen
Ein unerhörter Wunsch
Roman
Autor: Ann Packer
Erschienen 2026 bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG;HarperCollins
ISBN 978-3-446-28719-8
Schwerer letzter Lebensabschnitt - 4 Sterne
Eine Frau, todkrank, will ihre allerletzten Tage nicht mit dem Mann verbringen, der sie während ihres gemeinsamen Lebens immer geliebt und umsorgt hat, sondern mit ihren besten Freundinnen. Das stößt ihn natürlich vor den Kopf und enttäuscht ihn sehr. Er beginnt sich selbst unbarmherzig zu hinterfragen und muss schmerzhafte Selbsterkenntnisse aushalten.
Es geht um Treue im engsten Sinn, um Liebe, Frauenfreundschaft, Solidarität und Hilflosigkeit, besonders auf Seiten des Ehemannes. Dramatik und Traurigkeit sind von Anfang an dabei.
Vieles aus der Vergangenheit wird wieder aufgewühlt, erlangt neue Dimensionen, erschwert das Zusammenleben und das Bedürfnis, für die todgeweihte Ehefrau da zu sein.
Die Lektüre hat mich tief aufgewühlt. Weil ich Ähnliches aus meinem Bekanntenkreis kenne, kann ich vieles nachvollziehen, aber nicht alles. Die Spannung ist sehr hoch gehalten, und das, was so schwierig zu fassen ist, hat mich selbst tief bedrückt. Ich denke, den meisten Lesern, die sich ernsthaft auf den Roman einlassen, wird es mehr oder weniger so ergehen.
Die Autorin versteht es, sensibel ein äußerst diffiziles Thema anzupacken und dennoch wahrhaftig zu bleiben. Die Figuren von Claire und Eliot sind besonders nahegehend gezeichnet, auch, was ihre Ehe ausgemacht hat, ist verständlich und einfühlsam beschrieben.
Es geht um Treue im engsten Sinn, um Liebe, Frauenfreundschaft, Solidarität und Hilflosigkeit, besonders auf Seiten des Ehemannes. Dramatik und Traurigkeit sind von Anfang an dabei.
Vieles aus der Vergangenheit wird wieder aufgewühlt, erlangt neue Dimensionen, erschwert das Zusammenleben und das Bedürfnis, für die todgeweihte Ehefrau da zu sein.
Die Lektüre hat mich tief aufgewühlt. Weil ich Ähnliches aus meinem Bekanntenkreis kenne, kann ich vieles nachvollziehen, aber nicht alles. Die Spannung ist sehr hoch gehalten, und das, was so schwierig zu fassen ist, hat mich selbst tief bedrückt. Ich denke, den meisten Lesern, die sich ernsthaft auf den Roman einlassen, wird es mehr oder weniger so ergehen.
Die Autorin versteht es, sensibel ein äußerst diffiziles Thema anzupacken und dennoch wahrhaftig zu bleiben. Die Figuren von Claire und Eliot sind besonders nahegehend gezeichnet, auch, was ihre Ehe ausgemacht hat, ist verständlich und einfühlsam beschrieben.
von Emmmbeee - 2026-06-16 18:42:00
Claires letzter Wunsch - 3 Sterne
"Ein unerhörter Wunsch" von Ann Packer ist ein stiller Roman über das Ende eines langen gemeinsamen Lebenswegs.
Die Autorin erzählt die Geschichte von Claire, die nach vielen Jahren mit einer Krebserkrankung an einen Punkt angekommen ist, an dem sie ihre letzten Entscheidungen bewusst trifft. Damit fordert sie die Menschen in ihrem engen Umfeld heraus. Den Kern des Romans bildet ihr Wunsch, die ihr verbleibende Zeit nicht mit ihrem Ehemann Eliot, sondern mit ihren beiden engsten Freundinnen zu verbringen. Hier fehlt mir, die Begründung ihrer Entscheidungen. Auch waren die Freundinnen Holly und Michelle für mich zu passiv in die Geschichte eingepasst.
Es wird wird zum größten Teil aus der Sicht von Eliot erzählt. Ein Ehemann, der sich lange Jahre aufopferungsvoll um seine Frau gekümmert hat, muss plötzlich loslassen und versteht nicht warum. Ich eigentlich auch nicht. Will Claire nicht, dass er ihr Sterben mit ertragen muss? Schütz Claire ihren Ehemann, indem sie ihn ausschließt?
Diese Fragen beantwortet der Roman nicht, trotzdem eine Leseempfehlung von mir.
Die Autorin erzählt die Geschichte von Claire, die nach vielen Jahren mit einer Krebserkrankung an einen Punkt angekommen ist, an dem sie ihre letzten Entscheidungen bewusst trifft. Damit fordert sie die Menschen in ihrem engen Umfeld heraus. Den Kern des Romans bildet ihr Wunsch, die ihr verbleibende Zeit nicht mit ihrem Ehemann Eliot, sondern mit ihren beiden engsten Freundinnen zu verbringen. Hier fehlt mir, die Begründung ihrer Entscheidungen. Auch waren die Freundinnen Holly und Michelle für mich zu passiv in die Geschichte eingepasst.
Es wird wird zum größten Teil aus der Sicht von Eliot erzählt. Ein Ehemann, der sich lange Jahre aufopferungsvoll um seine Frau gekümmert hat, muss plötzlich loslassen und versteht nicht warum. Ich eigentlich auch nicht. Will Claire nicht, dass er ihr Sterben mit ertragen muss? Schütz Claire ihren Ehemann, indem sie ihn ausschließt?
Diese Fragen beantwortet der Roman nicht, trotzdem eine Leseempfehlung von mir.
von peppi - 2026-06-13 19:50:00


