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Rezensionen

Tote trinken keinen Riesling
Kriminalroman - Humorvoller Cozy Krimi mit einer ermittelnden Busreisegruppe

Autor: Lilly Hess

Erschienen 2026 bei Heyne
ISBN 978-3-453-44304-4
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Mord im Gepäck - 5 Sterne

Rosi Ritter ist die ehemalige Kanzlerreferentin von Helmut Kohl ,und nun Reiseleiterin einer munteren Seniorentruppe.Diese wollen zusammen mit Rosi die Pfälzische Weinstraße erkunden.Zwei ihrer ältesten Freundinnen begleiten Rosi. Monique, die früher Assistentin von Präsident Mitterrand und Olga, Ex-Kommissarin .Die Damen sind auf der Suche nach den besten Schmankerln und den süffigen Pfälzer Weinen der Gegend.Erst fällt der Würstenwärmer aus und bei einer Pause im Pfälzer Wald stolpert Rosi über eine Leiche,die junge Winzerin Anna Zeder wurde brutal erschlagen.Neben der Leiche findet Rosi das Amulett von ihrer bester Freundin Grete, deren Weingut der größte Konkurrent des Opfers ist.Nachdem die beiden Kriminalhauptkommissare ,der ehemaligen Kommissarin Olga nicht kompetent genug erscheinen,ermitteln die drei Frauen auf eigene Faust.Rosi ist es nicht wohl,den die meisten Verdächtigen kennt sie…..

Die Autorin Lilly Hess hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Ich hatte von der ersten Seite an dasGefühl als stillerBeobachter dabei zusein.Sehr gerne 5 Sterne und ich bin schon sehr gespannt auf Band 2 der Reihe.
von Katzenmicha - 2026-06-01 13:49:00

Mit Charme und Witz: Im Wein liegt die Wahrheit - 5 Sterne

Mögen Sie ältere Damen? Und speziell durch das Leben gereifte Hobbyermittlerinnen im Stil von Miss Marple? Dann sollten sie “Tote trinken keinen Riesling” lesen. Wenn sie trockenen Humor schätzen, dann sind sie hier richtig! Die bekannte Autorin Lilly Hess hat den ersten Band ihrer Krimi- Reihe “Mord im Gepäck” veröffentlicht, der witzig und geistreich, manchmal ein bisschen ironisch, aber immer lebensfroh ist. Und den es sich ohne Zweifel zu lesen lohnt!

Rosi ist ehemalige Kanzlerreferentin von Helmut Kohl und nun Reiseleiterin einer munteren Seniorentruppe, die die Pfälzische Weinstraße erkundet- natürlich immer auf dem Weg zu den besten Schmankerln, den süffigen Pfälzer Weinen und zu den nächsten Toiletten. Zwei ihrer ältesten Freundinnen begleiten Rosi; Monique, die früher Assistentin von Präsident Mitterrand war und Olga, die als Ex-Kommissarin vom Fach ist, denn statt einer Toilette findet die Rentnergruppe eine Leiche. Anna, eine Winzerin, liegt tot im Wald. Als die Polizei nicht in die Gänge kommt, ermitteln die drei Golden Girls auf eigene Faust. Was sie herausfinden, gibt zu denken. War Konkurrenzneid ein Mordmotiv? Oder familiäre Katastrophen? Verschmähte Liebe? Oder doch das Auftauchen einer Person, die zwar zur Familie der Ermordeten gehört, sich aber verschlossen gibt und seltsam verhält?

Mit Genuss führt Lilly Hess die Lesenden immer wieder in die Irre, denn die Motive sind so vielfältig wie die Protagonisten, die die Autorin erschaffen hat. Sie zeichnet feine Verflechtungen und Animositäten zwischen den Winzerfamilien, die für die drei Hobbydetektivinnen ganz oben auf der Verdächtigenliste stehen. Rosi, die Geschichte studiert hat, hält sich an Zahlen und Fakten. Wenn etwas nicht nach Plan läuft, sieht sie die Katastrophe kommen- und die Ereignisse geben ihr Recht. Olga, die ursprünglich aus Georgien stammt und erfolgreich vier Ehemänner überlebt hat, hält sich an Alkohol. Nicht nur sie ist überzeugt, dass die Verhandlungen zur Deutschen Wiedervereinigung nicht durch taktisches Geschick, sondern durch eine gute Flasche Wodka einen positiven Abschluss gefunden haben. Bei diesen Verhandlungen begann die Freundschaft der drei Frauen. Zuletzt Monique, elegant, charmant und diplomatisch, erkennt einen Tangotänzer schon auf den ersten Blick.

Die drei zwar ungleichen, aber durch eine innige Freundschaft verbundenen Frauen machen sich daran, diesen verzwickten Mordfall zu lösen. Natürlich bekommen sie von der Polizei keine Unterstützung, daher müssen sie selbst mit subtilem Befragen der Verdächtigen ein Mosaik aus Indizien zusammentragen. Dass dabei die moderne Technik und gute Beziehungen helfen können, erleichtert das Unterfangen der Hobbydetektivinnen. Langsam, erst als Monique zu Schaden kommt, scheinen sich die Puzzleteile dieses Verbrechens zusammenzufügen. Dabei spart Lilly Hess nicht mit verwirrenden Familienkonstellationen, Eifersucht, Intrigen und einem ganz bösen Spiel aus Geld- und Machtgier.

“Tote trinken keinen Riesling” ist ein einfallsreich und logisch aufgebauter Kriminalroman, der die Lesenden auf beschwingtem Weg zur unerwarteten Lösung des Falles führt, denn die Autorin hat einige geschickte Twists eingebaut. Lilly Hess führt launig durch eine scheinbare Dorfidylle und lässt durch ihre bildhaften Beschreibungen sofort einen heiteren Film im Kopfkino ablaufen. Dieser Cozy Crime Roman überzeugt mit ansteckender Neugier, ist leichthändig geschrieben und liest sich so geschmackvoll wie guter Wein, den man gerne verkostet. Ich habe mich bei diesem sehr gelungenen Buch, das den Spannungsbogen bis zur letzten Seite hält, wirklich amüsiert und kann “Tote trinken keinen Riesling” sehr empfehlen. Vielleicht wollen Sie ihn ja auch mit einem guten Gläschen Wein genießen? Also: Prosit auf eine Bewertung mit fünf Sternen.
von gabiliest - 2026-05-14 12:18:00