Rezensionen
Der Rache Glanz
Roman | Der neue große Roman von der Autorin des französischen Sensationsbestsellers »Mein Mann«
Autor: Maud Ventura
Erschienen 2025 bei Hoffmann und Campe
ISBN 978-3-455-02017-5
Der Rache Glanz - 5 Sterne
„Berühmtheit ist nicht einfach ein Sieg, den man erringt, es ist das Ergebnis eines Rachefeldzugs.“
Maud Ventura hat wirklich ein Händchen dafür, weibliche Hauptfiguren zu erfinden, die mehr als schräg sind. Schon mit der obsessiven Ich-Erzählerin aus ihrem Debüt „Mein Mann“ hat sie mein Herz im Sturm erobert. Nur um jetzt noch eins draufzusetzen mit einer Heldin – besser einer Anti-Heldin –, die mir von Grund auf unsympathisch war, mich aber auch nicht losgelassen hat.
Es ist eine gern erzählte Anekdote aus ihrer frühen Kindheit: Schon mit vier Jahren erklärt die kleine Cléo, sie wolle eines Tages genauso berühmt sein wie Céline Dion. Darüber konnten ihre Eltern immer herzlich lachen, aber wahrscheinlich hat es sie auch ein bisschen überrascht, denn wo hat die Tochter diese Ambitionen nur her?
Cléos Eltern – die Mutter Statistikerin und Französin, der Vater Ägyptologe und Amerikaner – leben im Mikrokosmos ihrer Universitätsrecherchen, ihrer Publikationen, ihrer Konferenzen; es ist ein gediegenes Leben im gutbürgerlichen Paris.
Aber Cléos Wunsch, Berühmtheit zu erlangen, kommt nicht von ihrer Familie, sondern von ihren Schwachstellen. Ihr Leben lang wird sie versuchen, von Millionen unbekannter Menschen bewundert zu werden, wird allen, die ihren Weg kreuzen, Respekt abverlangen.
Denn während so manche Menschen meinen, ihren Erfolg nicht verdient zu haben, sich halt irgendwie so durchzuwursteln, einfach nur Glück gehabt zu haben, leidet Cléo unter der gegensätzlichen, nicht einzugestehenden Angst: Sie ist von frühester Jugend an der festen Überzeugung, ein wahnsinniges Talent zu haben, und fragt sich nur, wann das endlich auch der Rest der Welt bemerken wird. „Für mich wäre es der Gipfel der Ungerechtigkeit, sollte mein Genie unbemerkt bleiben. Ich bin außergewöhnlich, aber ich fürchte, dass es mir nie vergönnt sein wird, es eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.“
Und da sie irgendwann die Nase voll davon hat, in einer Buchhandlung zu arbeiten (ausgerechnet!), wo sie doch eigentlich auf Welttournee sein sollte oder wenigstens auf dem Weg zur Hochzeit der britischen Königsfamilie, wo sie doch wohl ganz selbstverständlich eingeladen sein sollte – wirklich empörend, dass nicht! – nimmt ihr Ehrgeiz groteske Formen an, um endlich doch ihr Ziel zu erreichen.
Wer geglaubt hat, dass „Mein Mann“ schon extrem war, kann sich in „Der Rache Glanz“ auf etwas gefasst machen!
Cléo kennt keine Grenzen – weder in ihrem obsessiven Streben nach Anerkennung noch in ihrem unmöglichen Umgang mit anderen Menschen.
Ventura zeigt höchst unterhaltsam, wie gefährlich Perfektionismus sein kann, und wie schnell Ehrgeiz in Egoismus und Rache umschlägt.
Ein Roman mit einer Hauptfigur, die gleichermaßen faszinierend wie abstoßend ist – ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.
Maud Ventura hat wirklich ein Händchen dafür, weibliche Hauptfiguren zu erfinden, die mehr als schräg sind. Schon mit der obsessiven Ich-Erzählerin aus ihrem Debüt „Mein Mann“ hat sie mein Herz im Sturm erobert. Nur um jetzt noch eins draufzusetzen mit einer Heldin – besser einer Anti-Heldin –, die mir von Grund auf unsympathisch war, mich aber auch nicht losgelassen hat.
Es ist eine gern erzählte Anekdote aus ihrer frühen Kindheit: Schon mit vier Jahren erklärt die kleine Cléo, sie wolle eines Tages genauso berühmt sein wie Céline Dion. Darüber konnten ihre Eltern immer herzlich lachen, aber wahrscheinlich hat es sie auch ein bisschen überrascht, denn wo hat die Tochter diese Ambitionen nur her?
Cléos Eltern – die Mutter Statistikerin und Französin, der Vater Ägyptologe und Amerikaner – leben im Mikrokosmos ihrer Universitätsrecherchen, ihrer Publikationen, ihrer Konferenzen; es ist ein gediegenes Leben im gutbürgerlichen Paris.
Aber Cléos Wunsch, Berühmtheit zu erlangen, kommt nicht von ihrer Familie, sondern von ihren Schwachstellen. Ihr Leben lang wird sie versuchen, von Millionen unbekannter Menschen bewundert zu werden, wird allen, die ihren Weg kreuzen, Respekt abverlangen.
Denn während so manche Menschen meinen, ihren Erfolg nicht verdient zu haben, sich halt irgendwie so durchzuwursteln, einfach nur Glück gehabt zu haben, leidet Cléo unter der gegensätzlichen, nicht einzugestehenden Angst: Sie ist von frühester Jugend an der festen Überzeugung, ein wahnsinniges Talent zu haben, und fragt sich nur, wann das endlich auch der Rest der Welt bemerken wird. „Für mich wäre es der Gipfel der Ungerechtigkeit, sollte mein Genie unbemerkt bleiben. Ich bin außergewöhnlich, aber ich fürchte, dass es mir nie vergönnt sein wird, es eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.“
Und da sie irgendwann die Nase voll davon hat, in einer Buchhandlung zu arbeiten (ausgerechnet!), wo sie doch eigentlich auf Welttournee sein sollte oder wenigstens auf dem Weg zur Hochzeit der britischen Königsfamilie, wo sie doch wohl ganz selbstverständlich eingeladen sein sollte – wirklich empörend, dass nicht! – nimmt ihr Ehrgeiz groteske Formen an, um endlich doch ihr Ziel zu erreichen.
Wer geglaubt hat, dass „Mein Mann“ schon extrem war, kann sich in „Der Rache Glanz“ auf etwas gefasst machen!
Cléo kennt keine Grenzen – weder in ihrem obsessiven Streben nach Anerkennung noch in ihrem unmöglichen Umgang mit anderen Menschen.
Ventura zeigt höchst unterhaltsam, wie gefährlich Perfektionismus sein kann, und wie schnell Ehrgeiz in Egoismus und Rache umschlägt.
Ein Roman mit einer Hauptfigur, die gleichermaßen faszinierend wie abstoßend ist – ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.
von Maxie Bantleon aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2026-01-14 23:01:25
Anstrengend - auf die unterhaltsamste und süchtigmachenste Art - 4 Sterne
Maud Ventura hatte mich schon mit ihrem Debüt „Mein Mann“ an der Angel. Und auch, wenn beide Bücher keine Highlights für mich sind, bin ich beeindruckt davon, wie gut diese junge Autorin eine ganz bestimmte Art von Geschichten schreiben kann!
Während es im Debüt um eine völlig in ihren Mann vernarrte Frau ging, begleiten wir im aktuellen Roman die zu Beginn aufstrebende und später sehr erfolgreiche Sängerin Cléo. Am Anfang habe ich ein bisschen gestruggelt und etwas Zeit gebraucht, um mich in die Handlung einsaugen zu lassen. Wer aber den zäheren Anfangsteil durchhält, wird mit einer extrem immersiven, wenn auch gleichzeitig abstoßenden Geschichte belohnt.
Ventura ist wirklich schon jetzt eine Meisterin der unsympathischen, übertriebenen, fast grotesken Protagonistinnen. Cléo ist selbstgerecht, machtversessen und berechnend - also wirklich unausstehlich. Doch die Autorin schafft es sehr geschickt, auch Verständnisraum zu schaffen für ihre Hauptfigur. Wir bekommen ein Gefühl für die Selbstaufgabe, die mit dem Weg zum Ruhm einhergeht. Die Aufgabe scheinbar jeglichen Rechts auf Selbstbestimmung und Ruhe. Ohne die Protagonistin für ihren Machtmissbrauch und ihre Verantwortungslosigkeit in Schutz zu nehmen, vermittelt uns Ventura doch auch kritische Elemente des öffentlichen Interesses an einer berühmten Person.
Auch die Industrie selbst wird wie mit Peitschenschlägen entzaubert. Die Einblicke in die Maschinerie hinter Top-Promis sind so detailliert, dass ich mich frage, ob Ventura einfach nur sehr gut recherchieren bzw. fiktionalisieren kann oder ob sie lebensechte Quellen hat. Aber ungeachtet der Hintergründe seziert die Autorin hier wirklich gnadenlos die Menschen und das System.
Die Geschichte spitzt sich wie schon im Debüt konsequent zu. Das sorgt für ein Lesen mit angehaltenem Atem, ist aber auch durchaus anstrengend. Ein entspannter oder gar cozy read zum Abschalten ist es keinesfalls. Und scheinbar will die Autorin das auch nicht, sondern stattdessen Werke, die zum Nachdenken anregen. Das gelingt ihr aus meiner Sicht gut, denn auch die ein oder andere Gesellschaftskritik steckt in dem Roman. Denn nur, weil es eine Frau ist, die ganz an der Spitze der Machtpyramide steht, macht es das noch lange nicht feministisch oder überhaupt besser.
Ich würde aber schon sagen, dass das Werk vor allem unterhalten möchte - wenn auch auf eine Weise, die es von vielen anderen abhebt. Einen Roman gänzlich ohne Sympathieträger*innen muss mensch schon wollen, aber wenn das etwas für euch ist, dann ist Ventura schlicht perfekt! Und nicht zuletzt: Meine Güte, was kann die Frau für Plot-Twists schreiben?! Der ihres Debüts war zwar ein schlicht unübertrefflicher Banger, aber auch hier habe ich ihn nicht kommen sehen.
Für mich ein bemerkenswertes Stück Literatur, das thrillerhafte Elemente in dieses Genre einbringt und sich so wirklich einen Platz in den Regalen verdient. Und auch, wenn es für mich kein Wohlfühlwerk war und ich es gern etwas mehr gestrafft gehabt hätte, hat es einen besonderes Stellenwert und ich werde mich noch eine Weile daran erinnern.
PS: In der Widmung des Buches steht "Für Mein Mann" (kein grammatikalischer Fehler) und ich liebe es?! <3
Während es im Debüt um eine völlig in ihren Mann vernarrte Frau ging, begleiten wir im aktuellen Roman die zu Beginn aufstrebende und später sehr erfolgreiche Sängerin Cléo. Am Anfang habe ich ein bisschen gestruggelt und etwas Zeit gebraucht, um mich in die Handlung einsaugen zu lassen. Wer aber den zäheren Anfangsteil durchhält, wird mit einer extrem immersiven, wenn auch gleichzeitig abstoßenden Geschichte belohnt.
Ventura ist wirklich schon jetzt eine Meisterin der unsympathischen, übertriebenen, fast grotesken Protagonistinnen. Cléo ist selbstgerecht, machtversessen und berechnend - also wirklich unausstehlich. Doch die Autorin schafft es sehr geschickt, auch Verständnisraum zu schaffen für ihre Hauptfigur. Wir bekommen ein Gefühl für die Selbstaufgabe, die mit dem Weg zum Ruhm einhergeht. Die Aufgabe scheinbar jeglichen Rechts auf Selbstbestimmung und Ruhe. Ohne die Protagonistin für ihren Machtmissbrauch und ihre Verantwortungslosigkeit in Schutz zu nehmen, vermittelt uns Ventura doch auch kritische Elemente des öffentlichen Interesses an einer berühmten Person.
Auch die Industrie selbst wird wie mit Peitschenschlägen entzaubert. Die Einblicke in die Maschinerie hinter Top-Promis sind so detailliert, dass ich mich frage, ob Ventura einfach nur sehr gut recherchieren bzw. fiktionalisieren kann oder ob sie lebensechte Quellen hat. Aber ungeachtet der Hintergründe seziert die Autorin hier wirklich gnadenlos die Menschen und das System.
Die Geschichte spitzt sich wie schon im Debüt konsequent zu. Das sorgt für ein Lesen mit angehaltenem Atem, ist aber auch durchaus anstrengend. Ein entspannter oder gar cozy read zum Abschalten ist es keinesfalls. Und scheinbar will die Autorin das auch nicht, sondern stattdessen Werke, die zum Nachdenken anregen. Das gelingt ihr aus meiner Sicht gut, denn auch die ein oder andere Gesellschaftskritik steckt in dem Roman. Denn nur, weil es eine Frau ist, die ganz an der Spitze der Machtpyramide steht, macht es das noch lange nicht feministisch oder überhaupt besser.
Ich würde aber schon sagen, dass das Werk vor allem unterhalten möchte - wenn auch auf eine Weise, die es von vielen anderen abhebt. Einen Roman gänzlich ohne Sympathieträger*innen muss mensch schon wollen, aber wenn das etwas für euch ist, dann ist Ventura schlicht perfekt! Und nicht zuletzt: Meine Güte, was kann die Frau für Plot-Twists schreiben?! Der ihres Debüts war zwar ein schlicht unübertrefflicher Banger, aber auch hier habe ich ihn nicht kommen sehen.
Für mich ein bemerkenswertes Stück Literatur, das thrillerhafte Elemente in dieses Genre einbringt und sich so wirklich einen Platz in den Regalen verdient. Und auch, wenn es für mich kein Wohlfühlwerk war und ich es gern etwas mehr gestrafft gehabt hätte, hat es einen besonderes Stellenwert und ich werde mich noch eine Weile daran erinnern.
PS: In der Widmung des Buches steht "Für Mein Mann" (kein grammatikalischer Fehler) und ich liebe es?! <3
von nessabo - 2025-12-19 16:40:00
Um jeden Preis berühmt werden - großartiger Roman - 5 Sterne
Was für eine geniale Geschichte hat sich Maud Ventura hier wieder ausgedacht – großartig! Schon ihr Debüt „Mein Mann“ hat mich in Erstaunen versetzt, nun ist es ihr wieder gelungen.
Cléo Louvent ist schon als Kind überzeugt dafür geschaffen zu sein, berühmt und damit reich zu werden - als Popsängerin. Sie gibt alles dafür und verfolgt diszipliniert ihr Ziel – sollte sie einmal undiszipliniert sein, bestraft sie sich.
Wir verfolgen Cléos Gedanken im Roman ganz unmittelbar. Alles was sie sich in jeder Situation denkt – sie lässt uns Leser*innen teilhaben. Zu Beginn ist Cléo fast sympathisch, will gefallen, ist zu allen nett – dies ändert sich aber im Laufe ihres Weges zu einer Berühmtheit. Sie wird arrogant, unsympathisch, quält ihre persönlichen Angestellten und entwickelt einen Größenwahn. Sie ist obsessiv in der Vorstellung gefangen, eine Berühmtheit zu sein und entsprechend behandelt zu werden.
Cléo komponiert, schreibt die Texte ihrer Lieder, singt und spielt Klavier sowie Gitarre. Sie kommt ursprünglich aus relativ normalen Verhältnissen – beide Eltern sind an der Uni beschäftigt, was sie sehr bereut, da sie sie nicht in ihrer Karriere unterstützen können. Sie bezahlt einen hohen Preis für das Berühmtsein.
Cléo ist keine sympathische Protagonistin. Sie ist egozentrisch, arrogant und räumt aus dem Weg, wer ihr nicht passt. Alles nachvollzielbar dargestellt in einem innerem Monolog.
Und das Ende des Romans war wieder einmal ebenso sensationell wie unerwartet und lässt die Leser*innen mit einem breiten Grinsen zurück – einfach nur großartig.
Wem „Mein Mann“ gefallen hat, wird hier nicht enttäuscht, und allen anderen empfehle ich Maud Ventura kennenzulernen.
Cléo Louvent ist schon als Kind überzeugt dafür geschaffen zu sein, berühmt und damit reich zu werden - als Popsängerin. Sie gibt alles dafür und verfolgt diszipliniert ihr Ziel – sollte sie einmal undiszipliniert sein, bestraft sie sich.
Wir verfolgen Cléos Gedanken im Roman ganz unmittelbar. Alles was sie sich in jeder Situation denkt – sie lässt uns Leser*innen teilhaben. Zu Beginn ist Cléo fast sympathisch, will gefallen, ist zu allen nett – dies ändert sich aber im Laufe ihres Weges zu einer Berühmtheit. Sie wird arrogant, unsympathisch, quält ihre persönlichen Angestellten und entwickelt einen Größenwahn. Sie ist obsessiv in der Vorstellung gefangen, eine Berühmtheit zu sein und entsprechend behandelt zu werden.
Cléo komponiert, schreibt die Texte ihrer Lieder, singt und spielt Klavier sowie Gitarre. Sie kommt ursprünglich aus relativ normalen Verhältnissen – beide Eltern sind an der Uni beschäftigt, was sie sehr bereut, da sie sie nicht in ihrer Karriere unterstützen können. Sie bezahlt einen hohen Preis für das Berühmtsein.
Cléo ist keine sympathische Protagonistin. Sie ist egozentrisch, arrogant und räumt aus dem Weg, wer ihr nicht passt. Alles nachvollzielbar dargestellt in einem innerem Monolog.
Und das Ende des Romans war wieder einmal ebenso sensationell wie unerwartet und lässt die Leser*innen mit einem breiten Grinsen zurück – einfach nur großartig.
Wem „Mein Mann“ gefallen hat, wird hier nicht enttäuscht, und allen anderen empfehle ich Maud Ventura kennenzulernen.
von Nicole Koppandi - 2025-11-25 06:41:00
Über Ruhm, Rache und Selbstverlust - 4 Sterne
Cleo weiß schon als kleines Kind, dass sie zur Berühmtheit berufen ist. Sie hat eine tolle Singstimme und beträchtliches musikalisches Talent. Schnell steht für sie fest, dass sie Sängerin wird. Mit vorsichtigen Versuchen gibt sie sich nicht ab. Sie geht ihren Weg äußerst straight, absolviert eine solide Ausbildung und veröffentlicht ihren ersten Song erst, als sie sicher ist, dass er sie direkt in den Pophimmel führt.
Ihr Antrieb ist ihre Rache an einer Mitschülerin. Diese eine Freundin, die in der Schule alle angehimmelt haben und der sie damals nicht das Wasser reichen konnte.
Auf ihrem Weg überlässt sie nichts dem Zufall. Sie arbeitet an ihrer Außenwirkung, ihrem Charisma, achtet darauf, wen sie nochmal brauchen könnte und verzichtet auf eine Beziehung zu allen anderen. Ihr Social Media Kanal ist eine einzige Inszenierung. Ein authentisches Leben bleibt dabei komplett auf der Strecke.
Mit zunehmendem Ruhm wird sie immer unerträglicher. Ihre Ansprüche sind komplett überhöht und kaum jemand kann es ihr noch recht machen. Sie benutzt alle in ihrem Umfeld und trampelt über alle anderen, die ihrer Meinung nach eh keine Berechtigung haben, die selbe Luft zu atmen wie sie.
Das Buch ist ein Psychogramm eines Starlets, wo Außenwirkung wichtiger ist als Innenschau. Ventura setzt sich mit der Scheinwelt von Social Media auseinander und zeigt die Rückseite dieser Medaille. Und wie schon in ihrem ersten Buch gelingt ihr das mit bittersüßem Humor. Sie treibt alles auf die Spitze. Leider geht sie dabei für meinen Geschmack etwas zu weit.
Stilistisch ist das Buch wieder top. Ich liebe den schwarzen Humor der Autorin und ihre pointierte Sprache und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch aus ihrer Feder!
Ihr Antrieb ist ihre Rache an einer Mitschülerin. Diese eine Freundin, die in der Schule alle angehimmelt haben und der sie damals nicht das Wasser reichen konnte.
Auf ihrem Weg überlässt sie nichts dem Zufall. Sie arbeitet an ihrer Außenwirkung, ihrem Charisma, achtet darauf, wen sie nochmal brauchen könnte und verzichtet auf eine Beziehung zu allen anderen. Ihr Social Media Kanal ist eine einzige Inszenierung. Ein authentisches Leben bleibt dabei komplett auf der Strecke.
Mit zunehmendem Ruhm wird sie immer unerträglicher. Ihre Ansprüche sind komplett überhöht und kaum jemand kann es ihr noch recht machen. Sie benutzt alle in ihrem Umfeld und trampelt über alle anderen, die ihrer Meinung nach eh keine Berechtigung haben, die selbe Luft zu atmen wie sie.
Das Buch ist ein Psychogramm eines Starlets, wo Außenwirkung wichtiger ist als Innenschau. Ventura setzt sich mit der Scheinwelt von Social Media auseinander und zeigt die Rückseite dieser Medaille. Und wie schon in ihrem ersten Buch gelingt ihr das mit bittersüßem Humor. Sie treibt alles auf die Spitze. Leider geht sie dabei für meinen Geschmack etwas zu weit.
Stilistisch ist das Buch wieder top. Ich liebe den schwarzen Humor der Autorin und ihre pointierte Sprache und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch aus ihrer Feder!
von Miro - 2025-11-08 08:55:00


