Rezensionen
Im Finsterwald
Kriminalroman | Atmosphärische Spannung von der schwedischen Bestsellerautorin
Autor: Marie Hermanson
Erschienen 2025 bei Insel Verlag;Albert Bonniers Förlag
ISBN 978-3-458-64489-7
Atmosphärisches Puzzle - 5 Sterne
Im Göteborg der 20er Jahre verschwindet bei einem Museumsausflug ein neunjähriges Mädchen spurlos. Der zuständige Kommissar stößt bei seinen Ermittlungen bald auf diverse Ungereimtheiten – im Museum, aber auch in der Familie des Mädchens.
Das Buch gehört zu einer Reihe der Autorin, die sich um den Polizisten Nils Gunnarsson dreht, von der mich bereits der erste Teil – Der Sommer, in dem Einstein verschwand – begeistern konnte. Tatsächlich stehen aber die einzelnen Geschichten bzw. Fälle stark im Vordergrund, so dass sie, meiner Meinung nach, problemlos einzeln gelesen werden können.
Die Geschichte in diesem Buch ist geprägt von einer recht düsteren Atmosphäre, und ich konnte mir insbesondere die Szenen im Naturhistorischen Museum, die geradezu gruselig waren, unheimlich gut vorstellen. Aber auch außerhalb dessen gibt es immer wieder beklemmende Momente, die doch des Öfteren Gänsehaut bei mir verursachten.
Neben der besonderen Atmosphäre ist aber in jedem Fall auch die Art und Weise, wie die Autorin nach und nach die Figuren und deren Beziehungen zueinander skizziert, hervorzuheben. Als Leser erhält man so ein Puzzlestück nach dem anderen, bis man erst ganz am Ende das ganze Bild vor sich hat. Ich fand es unheimlich spannend und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wie bereits beim ersten Buch von ihr konnte mich die Autorin auch mit diesem Werk vollauf begeistern. Im Gegensatz zum ersten wird dieses hier auf dem Cover als „Kriminalroman“ deklariert – aber ich finde, es ist viel mehr als nur das. Es ist alles andere als ein 08/15-Krimi, allein schon aufgrund des Schauplatzes im Göteborg der 20er Jahre, der außerordentlich gut recherchiert zu sein scheint. Absolute Leseempfehlung!
Das Buch gehört zu einer Reihe der Autorin, die sich um den Polizisten Nils Gunnarsson dreht, von der mich bereits der erste Teil – Der Sommer, in dem Einstein verschwand – begeistern konnte. Tatsächlich stehen aber die einzelnen Geschichten bzw. Fälle stark im Vordergrund, so dass sie, meiner Meinung nach, problemlos einzeln gelesen werden können.
Die Geschichte in diesem Buch ist geprägt von einer recht düsteren Atmosphäre, und ich konnte mir insbesondere die Szenen im Naturhistorischen Museum, die geradezu gruselig waren, unheimlich gut vorstellen. Aber auch außerhalb dessen gibt es immer wieder beklemmende Momente, die doch des Öfteren Gänsehaut bei mir verursachten.
Neben der besonderen Atmosphäre ist aber in jedem Fall auch die Art und Weise, wie die Autorin nach und nach die Figuren und deren Beziehungen zueinander skizziert, hervorzuheben. Als Leser erhält man so ein Puzzlestück nach dem anderen, bis man erst ganz am Ende das ganze Bild vor sich hat. Ich fand es unheimlich spannend und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wie bereits beim ersten Buch von ihr konnte mich die Autorin auch mit diesem Werk vollauf begeistern. Im Gegensatz zum ersten wird dieses hier auf dem Cover als „Kriminalroman“ deklariert – aber ich finde, es ist viel mehr als nur das. Es ist alles andere als ein 08/15-Krimi, allein schon aufgrund des Schauplatzes im Göteborg der 20er Jahre, der außerordentlich gut recherchiert zu sein scheint. Absolute Leseempfehlung!
von SalMar - 2025-09-03 12:02:00
Langsamer und trotzdem spannender Krimi - 5 Sterne
Das Cover gefällt mir sehr gut, der Retro-Look passt perfekt zum Buch!
Es ist Bestandteil einer Reihe, ich kenne die Vorgängerbände nicht, das war aber überhaupt kein Problem. Man braucht keine Vorkenntnisse.
Das Buch spielt 1926 in Göteborg, Schweden. Während eines Ausflugs in das Naturhistorische Museum verschwindet ein kleines Mädchen spurlos.
Nach und nach taucht man mit Hauptwachmeister Nils Gunnarsson tiefer ein, sowohl in die problematische Familienkonstellation rund um das verschwundene Mädchen als auch in das Naturhistorische Museum. Das fand ich auch interessant, die Museumswelt, die Ausstellungsinhalte und der Erwerb der Exponate waren damals - wie soll ich es vorsichtig ausdrücken- anders.
Aber auch Krankenhäuser, Medizin generell in der damaligen Zeit, da ist man sehr froh, 100 Jahre später leben zu dürfen.
Hilfe bekommt der Hauptwachtmeister übrigens von seiner Ex-Freundin, da gibt es noch ein wenig privates Drumherum, was mir auch gefallen hat.
Insgesamt ist das ein eher ruhiger Krimi, den ich nichtsdestotrotz spannend fand und mit dem Zeitgeist der 20er Jahre auch noch interessant und vergnüglich.
Es ist Bestandteil einer Reihe, ich kenne die Vorgängerbände nicht, das war aber überhaupt kein Problem. Man braucht keine Vorkenntnisse.
Das Buch spielt 1926 in Göteborg, Schweden. Während eines Ausflugs in das Naturhistorische Museum verschwindet ein kleines Mädchen spurlos.
Nach und nach taucht man mit Hauptwachmeister Nils Gunnarsson tiefer ein, sowohl in die problematische Familienkonstellation rund um das verschwundene Mädchen als auch in das Naturhistorische Museum. Das fand ich auch interessant, die Museumswelt, die Ausstellungsinhalte und der Erwerb der Exponate waren damals - wie soll ich es vorsichtig ausdrücken- anders.
Aber auch Krankenhäuser, Medizin generell in der damaligen Zeit, da ist man sehr froh, 100 Jahre später leben zu dürfen.
Hilfe bekommt der Hauptwachtmeister übrigens von seiner Ex-Freundin, da gibt es noch ein wenig privates Drumherum, was mir auch gefallen hat.
Insgesamt ist das ein eher ruhiger Krimi, den ich nichtsdestotrotz spannend fand und mit dem Zeitgeist der 20er Jahre auch noch interessant und vergnüglich.
von Marie aus E. - 2025-08-03 07:57:00
Mystisches Museum - 4 Sterne
Die neunjährige Alice besucht gerne mit ihren vier jüngeren Geschwistern und dem Kindermädchen Maj das Naturhistorische Museum in Göteborg. Eines kalten Jännertages verschwindet das Mädchen spurlos, die anderen kehren ohne die lebhafte Alice nach Hause. Sowohl die Museumswärter als auch die Polizei können sich nicht erklären, wo das Kind geblieben sein könnte.
Sehr atmosphärisch beginnt die Geschichte im Museum und versetzt uns zurück ins Jahr 1926. Interessante Ausstellungsstücke von Weichtieren über Säuger bis hin zum Walsaal und zum Diorama mit weitläufigem Wald, wo Elche hausen, lassen einen rasch selbst zwischen den faszinierenden Exponaten ankommen. Dann verschwindet auch schon die Neunjährige und mit einer unglücklichen Zeitverzögerung geht die Suche los. Hauptwachmeister Nils Gunnarsson versucht zu ermitteln, stößt aber allerorts auf Unwissen, Schweigen oder Misstrauen. Da kommt Journalistin Ellen Forsell gerade recht und kann alsbald wichtige Informationen liefern. Dennoch tappt man lange im Dunklen, vergehen ungewisse Stunden der Untersuchung im Museum, das irgendetwas Unheimliches ausstrahlt und bisweilen den Eindruck erweckt, als lebten die ausgestopften Tiere noch. Unterschiedlichste Figuren, eine ungewöhnliche Familie und ein schauriger Ort des Geschehens lassen die eher ruhige Handlung doch kurzweilig daherkommen, vielerlei Erklärungen für das Verschwinden der Neunjährigen sind denkbar, die Lösung so einfach wie nie vermutet.
Nicht auffallend spektakulär und doch fesselnd, so könnte man „Im Finsterwald“ kurz beschreiben, die Ermittlungen stehen weniger im Vordergrund als viele persönliche Details zu den einzelnen Figuren, was insgesamt den Reiz der Geschichte ausmacht. Durchaus lesenswert, wenn man Gemächliches und Kriminalistisches aus den 1920er-Jahren sucht.
Sehr atmosphärisch beginnt die Geschichte im Museum und versetzt uns zurück ins Jahr 1926. Interessante Ausstellungsstücke von Weichtieren über Säuger bis hin zum Walsaal und zum Diorama mit weitläufigem Wald, wo Elche hausen, lassen einen rasch selbst zwischen den faszinierenden Exponaten ankommen. Dann verschwindet auch schon die Neunjährige und mit einer unglücklichen Zeitverzögerung geht die Suche los. Hauptwachmeister Nils Gunnarsson versucht zu ermitteln, stößt aber allerorts auf Unwissen, Schweigen oder Misstrauen. Da kommt Journalistin Ellen Forsell gerade recht und kann alsbald wichtige Informationen liefern. Dennoch tappt man lange im Dunklen, vergehen ungewisse Stunden der Untersuchung im Museum, das irgendetwas Unheimliches ausstrahlt und bisweilen den Eindruck erweckt, als lebten die ausgestopften Tiere noch. Unterschiedlichste Figuren, eine ungewöhnliche Familie und ein schauriger Ort des Geschehens lassen die eher ruhige Handlung doch kurzweilig daherkommen, vielerlei Erklärungen für das Verschwinden der Neunjährigen sind denkbar, die Lösung so einfach wie nie vermutet.
Nicht auffallend spektakulär und doch fesselnd, so könnte man „Im Finsterwald“ kurz beschreiben, die Ermittlungen stehen weniger im Vordergrund als viele persönliche Details zu den einzelnen Figuren, was insgesamt den Reiz der Geschichte ausmacht. Durchaus lesenswert, wenn man Gemächliches und Kriminalistisches aus den 1920er-Jahren sucht.
von clematis - 2025-07-07 18:27:00
wo ist Alice? - 4 Sterne
Ein Ausflug ins Naturhistorische Museum von Göteborg wird für die Familie Guldin zum Albtraum, als die neunjährige Alice plötzlich spurlos verschwindet. Die Kinder der Familie sind zusammen mit dem jungen Kindermädchen Maj im Museum unterwegs, als das Unglück geschieht. Hauptwachmeister Nils Gunnarsson übernimmt die Ermittlungen in diesem rätselhaften Fall, bei dem nicht nur das Museum selbst voller Geheimnisse steckt.
Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Über weite Strecken zog sich die Handlung, und vor allem die Dialoge sowie die Polizeiarbeit wirkten oft etwas merkwürdig, vielleicht war das aber auch der damaligen Zeit geschuldet, in der die Geschichte spielt.
Viele der Figuren blieben mir eher unsympathisch. Besonders irritiert hat mich, wie gleichgültig einige Charaktere auf das Verschwinden der kleinen Alice reagierten, so, als würde man das einfach hinnehmen.
Erst im letzten Drittel nahm die Spannung zu, und das Ende war dann tatsächlich nochmal überraschend und hat ein paar Punkte gutgemacht.
Trotz der genannten Kritikpunkte ließ sich das Buch insgesamt flüssig lesen. Es war keineswegs schlecht, nur eben nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Daher gibt es von mir solide 4 von 5 Sternen.
Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Über weite Strecken zog sich die Handlung, und vor allem die Dialoge sowie die Polizeiarbeit wirkten oft etwas merkwürdig, vielleicht war das aber auch der damaligen Zeit geschuldet, in der die Geschichte spielt.
Viele der Figuren blieben mir eher unsympathisch. Besonders irritiert hat mich, wie gleichgültig einige Charaktere auf das Verschwinden der kleinen Alice reagierten, so, als würde man das einfach hinnehmen.
Erst im letzten Drittel nahm die Spannung zu, und das Ende war dann tatsächlich nochmal überraschend und hat ein paar Punkte gutgemacht.
Trotz der genannten Kritikpunkte ließ sich das Buch insgesamt flüssig lesen. Es war keineswegs schlecht, nur eben nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Daher gibt es von mir solide 4 von 5 Sternen.
von PeLi - 2025-07-02 14:46:00
Was geschah mit Alice? - 4 Sterne
"Im Finsterwald" ist der dritte Band einer Reihe, der sich jedoch problemlos auch ohne Kenntnis der ersten beiden Bände lesen lässt.
Der Krimi spielt im Göteborg des Jahres 1926. Ein Kindermädchen macht mit den Kindern einen Ausflug ins Naturhistorische Museum. Hier verschwindet plötzlich die neunjährige Alice. Die Polizei ermittelt. Es gibt einige Verdächtige. Und dann ist da noch das Museum selbst mitsamt seiner Exponate, das Gänsehaut auslöst und Rätsel aufgibt ... Was geschah mit Alice?
"Die Pestinsel" liegt noch auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Ich hatte mich bislang nicht so recht an das Buch herangetraut, dachte, dass es mir vielleicht allzu düster sein könnte. Doch "Im Finsterwald" hat mir so gut gefallen, dass ich nun auch "Die Pestinsel" unbedingt lesen möchte.
Auch die Sorge bzgl. der noch nicht gelesenen Vorgängerbände war unbegründet; "Im Finsterwald" lässt sich definitiv und problemlos auch ohne Kenntnis der ersten beiden Bände lesen, es ist ein in sich abgeschlossener Kriminalroman.
Der Stil der Autorin gefiel mir auf Anhieb sehr gut, das Werk ist sehr authentisch und atmosphärisch.
Das Museum als Schauplatz und die düstere, mysteriöse, unheilvolle Grundstimmung gefielen mir ebenfalls extrem gut.
Überwiegend ist es ein klassischer, historischer Kriminalroman, aber stellenweise erinnert es an ein düsteres Märchen, stellenweise verschwimmen deutlich die Grenzen zwischen Realität und Illusion.
Auch die Figuren sind gelungen. Hermanson versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten und kontinuierlich zu steigern. Die Figuren und die Verdächtigen bleiben mysteriös, das Puzzle setzt sich nur ganz langsam zusammen, es wird aber niemals zu viel preisgegeben, sodass der Leser bis zuletzt nicht auf die Lösung des Falles kommt. Es ist ein Fall, dessen Auflösung alles andere als vorhersehbar, sondern sehr überraschend ist. Ich hatte, was den Täter betrifft, die betreffende Figur überhaupt nicht im Kopf, da Hermanson geschickt falsche Fährten gelegt hat.
Ich konnte mich der Sogwirkung nicht mehr entziehen und konnte "Im Finsterwald" nicht mehr aus der Hand legen, weil es so spannend war.
Fazit: "Im Finsterwald" ist perfekt für alle, die einen klassischen, authentischen und atmosphärischen Kriminalroman, der spannend, fesselnd, düster und mysteriös ist, suchen.
Der Krimi spielt im Göteborg des Jahres 1926. Ein Kindermädchen macht mit den Kindern einen Ausflug ins Naturhistorische Museum. Hier verschwindet plötzlich die neunjährige Alice. Die Polizei ermittelt. Es gibt einige Verdächtige. Und dann ist da noch das Museum selbst mitsamt seiner Exponate, das Gänsehaut auslöst und Rätsel aufgibt ... Was geschah mit Alice?
"Die Pestinsel" liegt noch auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Ich hatte mich bislang nicht so recht an das Buch herangetraut, dachte, dass es mir vielleicht allzu düster sein könnte. Doch "Im Finsterwald" hat mir so gut gefallen, dass ich nun auch "Die Pestinsel" unbedingt lesen möchte.
Auch die Sorge bzgl. der noch nicht gelesenen Vorgängerbände war unbegründet; "Im Finsterwald" lässt sich definitiv und problemlos auch ohne Kenntnis der ersten beiden Bände lesen, es ist ein in sich abgeschlossener Kriminalroman.
Der Stil der Autorin gefiel mir auf Anhieb sehr gut, das Werk ist sehr authentisch und atmosphärisch.
Das Museum als Schauplatz und die düstere, mysteriöse, unheilvolle Grundstimmung gefielen mir ebenfalls extrem gut.
Überwiegend ist es ein klassischer, historischer Kriminalroman, aber stellenweise erinnert es an ein düsteres Märchen, stellenweise verschwimmen deutlich die Grenzen zwischen Realität und Illusion.
Auch die Figuren sind gelungen. Hermanson versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten und kontinuierlich zu steigern. Die Figuren und die Verdächtigen bleiben mysteriös, das Puzzle setzt sich nur ganz langsam zusammen, es wird aber niemals zu viel preisgegeben, sodass der Leser bis zuletzt nicht auf die Lösung des Falles kommt. Es ist ein Fall, dessen Auflösung alles andere als vorhersehbar, sondern sehr überraschend ist. Ich hatte, was den Täter betrifft, die betreffende Figur überhaupt nicht im Kopf, da Hermanson geschickt falsche Fährten gelegt hat.
Ich konnte mich der Sogwirkung nicht mehr entziehen und konnte "Im Finsterwald" nicht mehr aus der Hand legen, weil es so spannend war.
Fazit: "Im Finsterwald" ist perfekt für alle, die einen klassischen, authentischen und atmosphärischen Kriminalroman, der spannend, fesselnd, düster und mysteriös ist, suchen.
von Cellissima - 2025-06-28 11:25:00
Nicht besonders spannend, aber gut geschrieben - 3 Sterne
Bücher von der schwedischen Schriftstellerin Marie Herrmanson habe ich schon vor vielen Jahren gelesen. Ich erinnere nur an Die Schmetterlingsfrau. Danach hatte ich sie etwas aus den Augen verloren. Da konnte man es sich nicht entgehen lassen, diese Autorin mit Im Finsterwald wieder neu für sich zu entdecken.
Der Roman hat einen Krimiplot und einen historischen Kontext.
Interessanterweise spielt ein Naturkundemuseum eine große Rolle. Dort ist ein Kind, die kleine Alice, rätselhafterweise verschwunden.
Mit Hauptwachtmeister Nils und der Journalistin Ellen hat man gute Ermittler. Es sind ruhige Menschen und nicht selten plätschert auch das Buch vor sich hin. In der Mitte kann man Langeweile verspüren. Aber die Autorin hat einne guten Stil, daslässt einen bei der Stange bleiben. Es ist ein ruhiges Buch und es profitiert von der schriftstellerischen Routine. Zudem entwickelt sich eine starke Atmosphäre.
Der Roman hat einen Krimiplot und einen historischen Kontext.
Interessanterweise spielt ein Naturkundemuseum eine große Rolle. Dort ist ein Kind, die kleine Alice, rätselhafterweise verschwunden.
Mit Hauptwachtmeister Nils und der Journalistin Ellen hat man gute Ermittler. Es sind ruhige Menschen und nicht selten plätschert auch das Buch vor sich hin. In der Mitte kann man Langeweile verspüren. Aber die Autorin hat einne guten Stil, daslässt einen bei der Stange bleiben. Es ist ein ruhiges Buch und es profitiert von der schriftstellerischen Routine. Zudem entwickelt sich eine starke Atmosphäre.
von yellowdog - 2025-06-25 20:15:00
Wo ist Alice? - 4 Sterne
Göteborg im Jahr 1926. Ein Kindermädchen geht mit fünf Kindern ins Naturhistorische Museum. Während des Besuchs verschwindet die neunjährige Alice spurlos. Wie konnte das passieren? Und wo ist das Mädchen? Kindermädchen Maj und die Geschwister suchen nach ihr, doch vergeblich. Die Exponate scheinen zum Leben zu erwachen und es wird eine gruselige Atmosphäre verbreitet.
Doch auch die Polizei, Hauptwachtmeister Gunnarson und sein Chef, finden das Mädchen nicht.
Nachforschungen in der Familie ergeben so einige Ungereimtheiten und Fragwürdigkeiten. Was steckt wirklich dahinter?
Und dann kommt auch noch ein Raub dazu, der damit zusammenhängt.
Eine schaurige Grundstimmung und eine Geschichte, die verwickelter ist als sie auf den ersten Blick zu sein scheint.
Und alles hat einen leicht märchenhaften und übersinnlichen Einschlag - mir hat es gefallen.
Doch auch die Polizei, Hauptwachtmeister Gunnarson und sein Chef, finden das Mädchen nicht.
Nachforschungen in der Familie ergeben so einige Ungereimtheiten und Fragwürdigkeiten. Was steckt wirklich dahinter?
Und dann kommt auch noch ein Raub dazu, der damit zusammenhängt.
Eine schaurige Grundstimmung und eine Geschichte, die verwickelter ist als sie auf den ersten Blick zu sein scheint.
Und alles hat einen leicht märchenhaften und übersinnlichen Einschlag - mir hat es gefallen.
von lectrice - 2025-06-23 19:25:00
Spannender Krimi ohne Blut - 5 Sterne
Im Winter in Göteborg im Jahr 1926,im Naturhistorische Museum erschwindet Alice ein neunjähriges Mädchen.Kindermädchen Maj ist mit den fünf Kindern der Familie Guldin in das Museum gegangen,ohne deren Eltern.Die Mutter der Kinder hat eine psychische Erkrankung,der Vater ist alkoholabhängig und gewalttätig.Hauptwachmeister Nils Gunnarsson wird von Kommissar Nordfeldt zu dem Fall des Verschwindens von Alice beauftragt.Im Museum trifft Nils auf einen Direktor der motiviert ist, Besucher persönlich durch sein Reich zu führen. Leider überschätzt er seine Fähigkeit jede Ecke und jeden Vorgang im Haus selbst zu kennen.Während .Hauptwachmeister Nils Gunnarsson die Mitarbeiter im Museum überprüft, freundet sich seine alte Freundin, die Journalistin Ellen Grönblad, mit dem Kindermädchen Maj an….
Die Autorin Marie Hermanson hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildlich hat sie mich als Leser mitgenommen ins Jahr 1926.Das Cover ist eher schlicht und auch ein wenig unheimlich und passt zu dem Krimi,sehr gerne 5 Sterne.
Die Autorin Marie Hermanson hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Bildlich hat sie mich als Leser mitgenommen ins Jahr 1926.Das Cover ist eher schlicht und auch ein wenig unheimlich und passt zu dem Krimi,sehr gerne 5 Sterne.
von Katzenmicha - 2025-06-21 14:20:00
Historischer Krimi - 4 Sterne
Beim Buch handelt es sich um einen historischen Kriminalroman, was ich sehr spannend fand. Insbesondere die Kleinigkeiten im Erzählstil, welche auf das frühere Leben hinweisen, unterscheiden diesen Kriminalroman von anderen Krimis. Das Buch besteht aus mehreren kurzen Kapiteln, welche aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind. Das Privatleben der Protagonisten wird erwähnt ohne dass dies überhand nimmt. Besonders den ersten Teil des Buches fand ich sehr spannend. Leider kamen zu den zwei Haupterzählern weitere hinzu. Dadurch hat das Buch an Spannung verloren. Dies war etwas schade. Auch mit die Entscheidungen der Protagonisten gegen Ende des Romans, konnte ich nicht folgen. Dies war schade, da mich der Roman direkt von Beginn gefesselt ist und ich glaube, dass dies durch geringfügige Änderungen auch bis zum Schluss möglich gewesen wäre.
Fazit: Trotzdem ein spannender historischer Roman und eine klare Leseempfehlung.
Fazit: Trotzdem ein spannender historischer Roman und eine klare Leseempfehlung.
von Immenhof - 2025-06-20 18:27:00
Klassischer Krimi mit Retro Feeling - 4 Sterne
Bereits das wirklich gut gemachte Papp-Cover in Retro-Optik verspricht einen Krimi der altmodischen Art. Soll heißen: Spannung anstelle von blutigen Folterszenen, klassische Rätsel anstelle erzwungen Humor.
Auch die Liebschaften des Kommissars und die Hilfe von Kommissar Zufall erinnern an vergangene Zeiten. Das Setting im Museum und in den Wäldern außerhalb ist gut gewählt und bietet einige unheimliche Momente. Und überaschenderweise gibt es auch ein paar humorvolle Momente.
Das Buch bietet spannende Unterhaltung für Zwischendurch. Es werden auch schwere Themen angeschnitten. Das Schicksal einiger Figuren ist traurig und nicht immer siegte am Ende die Gerechtigkeit. Die Auflösung und auch das Schicksal der Familie des verschwundenen Mädchens hat mich überrascht.
Interessant ist auch das Zeitporträt. Die Geschichte spielt in den 20ern Jahren des vergangen Jahrhunderts. Die Gesellschaftliche Stellung und auch die Rollenaufteilung zwischen Männern und Frauen ist recht gut herausgearbeitet. Wobei mit Ellen und vor allem Dr. Iversen eher modern anmutende Frauenfiguren den Roman bevölkern. Hier und da gibt es auch gesellschaftskritische Momente.
Mit über 400 Seiten ist das Buch recht dick, hat aber tatsächlich keine Durchhänger. Ich habe es wirklich gerne gelesen und konnte es nicht mehr weglegen.
Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Band einer Reihe. Die Vorgänger-Bücher kenne ich nicht. Das Buch lässt sich auch eigenständig lesen, jedoch bleibt einiges nebulös. Die Vorgeschichte zwischen den Hauptfiguren bleibt nur angedeutet.
Auch die Liebschaften des Kommissars und die Hilfe von Kommissar Zufall erinnern an vergangene Zeiten. Das Setting im Museum und in den Wäldern außerhalb ist gut gewählt und bietet einige unheimliche Momente. Und überaschenderweise gibt es auch ein paar humorvolle Momente.
Das Buch bietet spannende Unterhaltung für Zwischendurch. Es werden auch schwere Themen angeschnitten. Das Schicksal einiger Figuren ist traurig und nicht immer siegte am Ende die Gerechtigkeit. Die Auflösung und auch das Schicksal der Familie des verschwundenen Mädchens hat mich überrascht.
Interessant ist auch das Zeitporträt. Die Geschichte spielt in den 20ern Jahren des vergangen Jahrhunderts. Die Gesellschaftliche Stellung und auch die Rollenaufteilung zwischen Männern und Frauen ist recht gut herausgearbeitet. Wobei mit Ellen und vor allem Dr. Iversen eher modern anmutende Frauenfiguren den Roman bevölkern. Hier und da gibt es auch gesellschaftskritische Momente.
Mit über 400 Seiten ist das Buch recht dick, hat aber tatsächlich keine Durchhänger. Ich habe es wirklich gerne gelesen und konnte es nicht mehr weglegen.
Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Band einer Reihe. Die Vorgänger-Bücher kenne ich nicht. Das Buch lässt sich auch eigenständig lesen, jedoch bleibt einiges nebulös. Die Vorgeschichte zwischen den Hauptfiguren bleibt nur angedeutet.
von tinten_fischchen - 2025-06-19 17:51:00


