Rezensionen
Was vor uns liegt
Roman | Acht junge Frauen träumen in Rom von Selbstbestimmung | Sie sind eine Gemeinschaft – doch jede verbirgt ein Geheimnis
Autor: Alba de Céspedes
Erschienen 2025 bei Insel Verlag;Mondadori Editore
ISBN 978-3-458-64554-2
Ein Blick in die Vergangenheit - 5 Sterne
"Was vor uns liegt" von Alba de Céspedes ist ein Roman aus den 1930er Jahren und somit für uns heute ein wertvolles Zeugnis aus der Vergangenheit, das eben nicht aus heutiger Sicht geschrieben wurde. Céspedes bringt uns das Leben von acht Frauen näher, die ihre Hoffnungen, Ängste, Sorgen und Wünsche mit in den Konvikt gebracht haben, in dem wohnen, während sie studieren.
Ich finde es anfangs eher verwirrend, dass es um so viele Charaktere geht, vier Frauen hätten mir vermutlich gereicht. Doch die Schicksale der Frauen sind sehr unterschiedlich, ihre Gemeinsamkeit beschränkt sich nur auf den Ort, an dem alle gemeinsam während ihrer Studienzeit leben. Der sehr strenge Konvikt schweißt alle zusammen, doch Freundinnen werden sie nicht wirklich; später gehen alle ihren (sehr unterschiedlichen) Weg.
In einer Zeit, in der das Frauenbild noch sehr traditionell und vorbestimmt war, sind die Frauen des Romans sehr fortschrittlich und unkonventionell. Was heute für uns selbstverständlich ist, ist es in vielen Teilen der Welt aber auch heute noch nicht. Die Frauen der Alba de Céspedes stehen für alle Frauen, die auch heute noch um ihren selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft kämpfen müssen. Im Roman gelingt dies nicht allen, und so hat mich die Vielschichtigkeit der Emotionen, Sehnsüchte, Träume und Empfindungen der acht unterschiedlichen Frauen sehr eingenommen.
"Was vor uns liegt" ist daher ein gut gewählter, eher neutraler Titel, der die Sehnsüchte umfasst, aber auch impliziert, dass es nicht für alle gut werden wird. Dieser Roman ist sicher für Frauen geschrieben, aber ich würde ihn gern allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gute Literatur lieben.
Ich finde es anfangs eher verwirrend, dass es um so viele Charaktere geht, vier Frauen hätten mir vermutlich gereicht. Doch die Schicksale der Frauen sind sehr unterschiedlich, ihre Gemeinsamkeit beschränkt sich nur auf den Ort, an dem alle gemeinsam während ihrer Studienzeit leben. Der sehr strenge Konvikt schweißt alle zusammen, doch Freundinnen werden sie nicht wirklich; später gehen alle ihren (sehr unterschiedlichen) Weg.
In einer Zeit, in der das Frauenbild noch sehr traditionell und vorbestimmt war, sind die Frauen des Romans sehr fortschrittlich und unkonventionell. Was heute für uns selbstverständlich ist, ist es in vielen Teilen der Welt aber auch heute noch nicht. Die Frauen der Alba de Céspedes stehen für alle Frauen, die auch heute noch um ihren selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft kämpfen müssen. Im Roman gelingt dies nicht allen, und so hat mich die Vielschichtigkeit der Emotionen, Sehnsüchte, Träume und Empfindungen der acht unterschiedlichen Frauen sehr eingenommen.
"Was vor uns liegt" ist daher ein gut gewählter, eher neutraler Titel, der die Sehnsüchte umfasst, aber auch impliziert, dass es nicht für alle gut werden wird. Dieser Roman ist sicher für Frauen geschrieben, aber ich würde ihn gern allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gute Literatur lieben.
von signalhill - 2026-01-06 12:15:00
Starke Frauen - 5 Sterne
Im Grimaldi-Konvikt leben acht junge Frauen. Immer unter dem wachsamen Augen der Nonnen, doch auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
Dass das Werk von Alba de Céspedes: ‚Was vor uns liegt‘ neu aufgelegt und ins Deutsche übersetzt wurde freut mich sehr. Noch mehr freut es mich, dass der Roman eine Geschichte über starke Frauen erzählt, die trotz aller Widrigkeiten für ihre Wünsche einstehen.
Die acht jungen Frauen stehen im Mittelpunkt der Handlung alle mit unterschiedlichen Vorstellungen, alle wunderschön von der Autorin beschrieben. Sie tragen die Geschichte voran und wir folgen mit Hoffnung. Die Handlung hat Céspedes toll niedergeschrieben mit Fingerspitzengefühl und rohen, plastischen Gefühlen. Das Setting der 30er Jahre in Rom fesselnd. ‚Was vor uns liegt‘ ist ein Roman, der so viele Jahre nach seinem Erscheinen berührt und eine wahre Lesefreude ist.
Dass das Werk von Alba de Céspedes: ‚Was vor uns liegt‘ neu aufgelegt und ins Deutsche übersetzt wurde freut mich sehr. Noch mehr freut es mich, dass der Roman eine Geschichte über starke Frauen erzählt, die trotz aller Widrigkeiten für ihre Wünsche einstehen.
Die acht jungen Frauen stehen im Mittelpunkt der Handlung alle mit unterschiedlichen Vorstellungen, alle wunderschön von der Autorin beschrieben. Sie tragen die Geschichte voran und wir folgen mit Hoffnung. Die Handlung hat Céspedes toll niedergeschrieben mit Fingerspitzengefühl und rohen, plastischen Gefühlen. Das Setting der 30er Jahre in Rom fesselnd. ‚Was vor uns liegt‘ ist ein Roman, der so viele Jahre nach seinem Erscheinen berührt und eine wahre Lesefreude ist.
von Schkob - 2025-12-27 16:33:00
Collegeroman aus den 1930ern - 3 Sterne
Wenn ich an meine Mutter (*1922) oder Großmutter (*1899) denke, bin ich dankbar dafür, dass ich heute lebe und nicht in ihrer jeweiligen Zeit. Was wurde von ihnen erwartet? Sie sollten heiraten, den Haushalt führen, Kinder bekommen und großziehen. Sie sollten sich um ihre Männer und Familie kümmern, eine höhere Ausbildung, Karriere, Selbstverwirklichung – das alles war ihnen vorenthalten. Natürlich finde ich, dass Gleichberechtigung ein Grundrecht ist, aber wir sollten auch dankbar für unsere Vorfahrinnen sein, so für unsere Rechte gekämpft zu haben.
Dieser frühe Roman von de Cespedes ist kein kämpferischer Frauenrechtsroman, sondern ein Porträt von jungen Frauen in den 1930ern, die zum ersten Mal ihr Zuhause verlassen haben, um zu studieren, mit Träumen von der Zukunft und dem Wunsch nach Selbstbestimmung, nicht anders als heute. Sie kommen aus ganz Italien nach Rom, sind aus unterschiedlichen ökonomischen Verhältnissen, leben in einer Art sehr wohl behütetem Studentenwohnheim im Kloster. Trotz der klösterlichen Einschränkungen genießen sie neue Freiheiten, eine gewisse Unabhängigkeit. Man merkt, dass die Konventionen sich langsam ändern. Die Ehe bleibt aber, wenn man nicht eine reiche Erbin ist, die finanzielle Absicherung #1, die Gesellschaft erwartet Kinder, Küche, Kirche. Der Fokus liegt daher auf der Heirat, sie träumen von Liebe. Eine wohl eher zweifelhafte und kurzfristige Alternative ist es, sich von einem Mann als Mätresse aushalten zu lassen. Alles in allem sind es Frauen mit individuellen Träumen, die versuchen, ihr Leben zu gestalten und das nicht immer innerhalb der Konventionen – für seine Zeit ein gefährliches, feministisches Buch.
Ich mag Alba de Cespedes, dieses ist ihr erster Roman. Er liest sich gut, manchmal im ersten Viertel etwas langatmig, dafür ist besonders das letzte Drittel sehr lesenswert. Die jungen Frauen beenden ihr Studium, die kurze Gemeinschaft löst sich wieder auf, die Frauen gehen in ganz unterschiedliche Richtungen. Alle sind ein bisschen exemplarisch dargestellt, aber das stört mich nicht, ich bekomme einen guten Eindruck von den Möglichkeiten, die diese Frauen haben. Ein unterhaltsames Buch, eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit, die noch nicht so lange her ist.
Meine Lieblingsfigur resümiert: „Ich glaube, irgendwann müssen wir aufhören zu suchen und uns einfach nehmen, wie wir sind. Wir müssen den Mut finden, uns nicht mehr auf andere zu verlassen, sondern endlich erwachsen zu werden, auch wenn der Preis dafür die Einsamkeit ist.“ – Das gilt auch heute noch.
Dieser frühe Roman von de Cespedes ist kein kämpferischer Frauenrechtsroman, sondern ein Porträt von jungen Frauen in den 1930ern, die zum ersten Mal ihr Zuhause verlassen haben, um zu studieren, mit Träumen von der Zukunft und dem Wunsch nach Selbstbestimmung, nicht anders als heute. Sie kommen aus ganz Italien nach Rom, sind aus unterschiedlichen ökonomischen Verhältnissen, leben in einer Art sehr wohl behütetem Studentenwohnheim im Kloster. Trotz der klösterlichen Einschränkungen genießen sie neue Freiheiten, eine gewisse Unabhängigkeit. Man merkt, dass die Konventionen sich langsam ändern. Die Ehe bleibt aber, wenn man nicht eine reiche Erbin ist, die finanzielle Absicherung #1, die Gesellschaft erwartet Kinder, Küche, Kirche. Der Fokus liegt daher auf der Heirat, sie träumen von Liebe. Eine wohl eher zweifelhafte und kurzfristige Alternative ist es, sich von einem Mann als Mätresse aushalten zu lassen. Alles in allem sind es Frauen mit individuellen Träumen, die versuchen, ihr Leben zu gestalten und das nicht immer innerhalb der Konventionen – für seine Zeit ein gefährliches, feministisches Buch.
Ich mag Alba de Cespedes, dieses ist ihr erster Roman. Er liest sich gut, manchmal im ersten Viertel etwas langatmig, dafür ist besonders das letzte Drittel sehr lesenswert. Die jungen Frauen beenden ihr Studium, die kurze Gemeinschaft löst sich wieder auf, die Frauen gehen in ganz unterschiedliche Richtungen. Alle sind ein bisschen exemplarisch dargestellt, aber das stört mich nicht, ich bekomme einen guten Eindruck von den Möglichkeiten, die diese Frauen haben. Ein unterhaltsames Buch, eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit, die noch nicht so lange her ist.
Meine Lieblingsfigur resümiert: „Ich glaube, irgendwann müssen wir aufhören zu suchen und uns einfach nehmen, wie wir sind. Wir müssen den Mut finden, uns nicht mehr auf andere zu verlassen, sondern endlich erwachsen zu werden, auch wenn der Preis dafür die Einsamkeit ist.“ – Das gilt auch heute noch.
von katis zettelchen - 2025-12-27 13:09:00
Frauenstimmen im Schatten des Faschismus - 4 Sterne
Fasziniert hat mich der Hintergrund des Romans: ein Buch aus dem Jahr 1938, zensiert von den faschistischen Behörden Mussolinis. Das weckt Negier, Fragen stellen sich nach dem Warum.
Die Darstellung unterschiedlicher Lebensentwürfe von acht Frauen zu dieser Zeit entsprach nicht dem damaligen Frauenbild. „Wir sind auf der Suche: auf der Suche nach unserem wahren Ich. (…) … irgendwann müssen wir aufhören zu suchen und uns einfach nehmen, wie wir sind.“ (S.335)
So steht jede der Frauen für einen anderen Lebensentwurf. Diesen im Einzelnen nachzuvollziehen ist mir bisweilen schwergefallen: zum einen ob der Vielzahl der Frauen, um anderen ob der ständigen Wechsel im Roman.
Was war jetzt noch mal mit Xenia, Anna oder betraf das gerade Valentina? Das war verwirrend und bisweilen mühsam. Das Geheimnis, das jede Frau umgibt, macht das Buch dann auch wiederum spannend und die Leserin neugierig
Man muss sich in die 1938 Jahre versetzen, um dem Buch gerecht zu werden.
Die Darstellung unterschiedlicher Lebensentwürfe von acht Frauen zu dieser Zeit entsprach nicht dem damaligen Frauenbild. „Wir sind auf der Suche: auf der Suche nach unserem wahren Ich. (…) … irgendwann müssen wir aufhören zu suchen und uns einfach nehmen, wie wir sind.“ (S.335)
So steht jede der Frauen für einen anderen Lebensentwurf. Diesen im Einzelnen nachzuvollziehen ist mir bisweilen schwergefallen: zum einen ob der Vielzahl der Frauen, um anderen ob der ständigen Wechsel im Roman.
Was war jetzt noch mal mit Xenia, Anna oder betraf das gerade Valentina? Das war verwirrend und bisweilen mühsam. Das Geheimnis, das jede Frau umgibt, macht das Buch dann auch wiederum spannend und die Leserin neugierig
Man muss sich in die 1938 Jahre versetzen, um dem Buch gerecht zu werden.
von fantasia - 2025-12-22 20:58:00
Frauen in den 1930ern – ein bisschen anders und ganz viel gleich - 5 Sterne
Wie viele Bücher und die darin erhaltenen Geschichten wohl schon vergessen wurden? Das Werk „Was vor uns liegt“ von Alba de Céspedes wurde im Jahr 1938 erstmals in Italien herausgebracht und von den Faschisten sogleich wieder verboten. Durch die Neuauflage, beinahe 90 Jahre später, wird es vor dem Schicksal des Vergessens bewahrt.
Im Konvikt Grimaldi leben und studieren Frauen im Rom der 1930er. Mit dem Erhalt von Bildung erhoffen sie sich die Möglichkeit, ihr Leben freier gestalten zu können, denn die damals vorherrschenden Rollenbilder erlauben ihnen wenig Spielraum. Dieses gemeinsame Bestreben lässt die acht Frauen, die im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen, zusammen ihren Weg gehen, obwohl sie etwa Alter, Herkunft, ihr bisheriges Schicksal oder ihre Geheimnisse trennen könnten.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Sie eröffnet Stück für Stück den Zugang zu den verschiedenen Charakteren und ihren Lebenswelten. Dabei lernt man die acht Frauen mit ihren Gedanken, Sehnsüchten und Vorstellungen besser kennen und wie universell und zeitlos so vieles davon ist. Obwohl sich große Teile der Lebensumstände in den letzten fast 100 Jahren verändert haben (manches leider jedoch noch sehr ähnlich gestaltet ist), ist doch das Fühlen der Menschen und was sie an- und umtreibt, meiner Ansicht nach, noch recht gleichgeblieben. Genau in diesen Passagen fand ich das Buch kurzweilig, interessant und ansprechend.
Ich kann das Buch weiterempfehlen, da es für mich einen Ausdruck von innerer Verbundenheit von Menschen über die Zeit hinweg transportiert.
Die Idee, Bücher vor dem Vergessen zu bewahren, ist einfach großartig!
Im Konvikt Grimaldi leben und studieren Frauen im Rom der 1930er. Mit dem Erhalt von Bildung erhoffen sie sich die Möglichkeit, ihr Leben freier gestalten zu können, denn die damals vorherrschenden Rollenbilder erlauben ihnen wenig Spielraum. Dieses gemeinsame Bestreben lässt die acht Frauen, die im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen, zusammen ihren Weg gehen, obwohl sie etwa Alter, Herkunft, ihr bisheriges Schicksal oder ihre Geheimnisse trennen könnten.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Sie eröffnet Stück für Stück den Zugang zu den verschiedenen Charakteren und ihren Lebenswelten. Dabei lernt man die acht Frauen mit ihren Gedanken, Sehnsüchten und Vorstellungen besser kennen und wie universell und zeitlos so vieles davon ist. Obwohl sich große Teile der Lebensumstände in den letzten fast 100 Jahren verändert haben (manches leider jedoch noch sehr ähnlich gestaltet ist), ist doch das Fühlen der Menschen und was sie an- und umtreibt, meiner Ansicht nach, noch recht gleichgeblieben. Genau in diesen Passagen fand ich das Buch kurzweilig, interessant und ansprechend.
Ich kann das Buch weiterempfehlen, da es für mich einen Ausdruck von innerer Verbundenheit von Menschen über die Zeit hinweg transportiert.
Die Idee, Bücher vor dem Vergessen zu bewahren, ist einfach großartig!
von stina23 - 2025-12-20 19:16:00
Scuhe nach Freiheit - 3 Sterne
Der Roman bringt den Leser die Zeit um 1934 in Italien näher. Es geht um acht Frauen die in einem Wohnheim unter strengen Nonnen leben um zu Studien und zu sich dabei auch selbst zu finden. Sie kommen auch unterschiedlichen Lebensverhältnisse aus armen und reichen Familien und haben nur ein Ziel, ein Studium zu absolvieren, ihre Freiheit auszuleben auch in der Sexualität, das sie über sich selbst bestimmen und unabhängig sein können. Zu der damaligen Zeit wo der Roman spielt keine einfachen Ziele, besonders im streng gläubigen Italien und das auch noch unter Nonnen Die jungen Frauen haben alle ihre Geheimnisse und Träume die sie in Freundschaft miteinander verbinden,wohl wissend, das sie sich nach dem Studium nie mehr sehen werden.
Fazit.
Leider konnte ich mit der Handlung nicht warm werden, der Schreibstil war altmodisch und alles langatmig.
Fazit.
Leider konnte ich mit der Handlung nicht warm werden, der Schreibstil war altmodisch und alles langatmig.
von Pearl - 2025-12-15 10:56:00
Immer noch aktuell - 5 Sterne
Alba de Céspedes entwirft in „Was vor uns liegt“ ein Gruppenporträt junger Frauen im Rom des Jahres 1934, das aber immer noch aktuelle Themen betrifft. Acht Studentinnen und Freundinnen leben gemeinsam im Grimaldi-Konvikt, bewacht von Nonnen und umgeben von gesellschaftlichen Erwartungen, die ihre Zukunft eng abstecken. Doch trotz der Regeln des Konvikts erleben sie, was Freiheit und Selbstbestimmung bedeuten könnte und suchen jede ihren eigenen Weg.
Besonders gelungen fand ich die Art, wie de Céspedes die individuellen Geheimnisse der Figuren miteinander verwebt: unerfüllte Ambitionen, verborgene Leidenschaften, komplizierte Liebesgeschichten oder familiäre Lasten. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl an Stimmen weiblicher Lebensrealitäten, die für mich nur am Anfang des Romans aufgrund der vielen Figuren etwas unübersichtlich waren. Danach habe ich schnell in die miteinander verknüpften Geschichten hineingefunden und konnte den Roman sehr flüssig lesen. Mit jeder Figur habe ich mitgefiebert, da jede wieder eine neue Facette von weiblicher Suche nach Selbstbestimmung zeigt, ohne diese zu bewerten. Deshalb kam mir der Roman sowohl vom Stil als auch vom Inhalt her erstaunlich aktuell vor. Das liegt bestimmt auch an der gelungenen Übersetzung von Esther Hansen.
„Was vor uns liegt“ ist damit ein lohnenswertes, zeitloses Buch über Freundschaft, Erwartungen und den Mut zur eigenen Wahrheit, das wieder zeigt, wie aktuell Literatur aus den 1930er Jahren sein kann. Eine tolle Neuentdeckung!
Besonders gelungen fand ich die Art, wie de Céspedes die individuellen Geheimnisse der Figuren miteinander verwebt: unerfüllte Ambitionen, verborgene Leidenschaften, komplizierte Liebesgeschichten oder familiäre Lasten. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl an Stimmen weiblicher Lebensrealitäten, die für mich nur am Anfang des Romans aufgrund der vielen Figuren etwas unübersichtlich waren. Danach habe ich schnell in die miteinander verknüpften Geschichten hineingefunden und konnte den Roman sehr flüssig lesen. Mit jeder Figur habe ich mitgefiebert, da jede wieder eine neue Facette von weiblicher Suche nach Selbstbestimmung zeigt, ohne diese zu bewerten. Deshalb kam mir der Roman sowohl vom Stil als auch vom Inhalt her erstaunlich aktuell vor. Das liegt bestimmt auch an der gelungenen Übersetzung von Esther Hansen.
„Was vor uns liegt“ ist damit ein lohnenswertes, zeitloses Buch über Freundschaft, Erwartungen und den Mut zur eigenen Wahrheit, das wieder zeigt, wie aktuell Literatur aus den 1930er Jahren sein kann. Eine tolle Neuentdeckung!
von LeserinLu - 2025-12-08 20:34:00
Frauenleben: Ein Roman, 1934 geschrieben, heute wiederentdeckt - 5 Sterne
Alba de Céspedes hat ihren Erstlingsroman “Was vor uns liegt” bereits im Jahr 1934 verfasst, zu einer Zeit, in der die gesellschaftliche Ordnung, die Moralvorstellungen und die politischen Ideen faschistisch geprägt waren und von der Ideologie der Bestimmung der Frau als Mutter, die nicht erwerbstätig sein sollte, getragen wurden. Bereits bei seinem Erscheinen 1938 wurde der Roman von der faschistischen Zensur verboten. In einer neuen Übersetzung wird die Autorin heute wiederentdeckt und nimmt die Lesenden mit in ein unglückseliges Kapitel der Geschichte. Dennoch zeigt der Buchumschlag, der teilweise in hellen Farben gehalten ist, junge Frauen, die positiv in die Zukunft blicken.
Acht junge Frauen studieren an der Universität in Rom und leben im Grimaldi Institut, das von Nonnen geführt wird. Obwohl hier eine gewisse Freizügigkeit herrscht, werden die Mädchen abends eingeschlossen und das Licht wird ausgeschaltet. Daher lernen oder unterhalten sich die Freundinnen im Schein einer Petroleumlampe.
Acht verschiedene Lebensentwürfe prallen aufeinander. Viele der Mädchen kommen aus kleinen Dörfern in Italien, aus einer Welt, in die sie nicht mehr zurückwollen. Doch stellt sich für sie die Frage, ob sie aus der patriarchalischen Struktur des Elternhauses in die Unfreiheit einer Ehe wechseln wollen. Oder ist es der Sinn des Seins, in seiner Arbeit aufzugehen? Augusta, ein Mädchen, das nicht wie die anderen Freundinnen Literatur studiert, sondern an einem Roman arbeitet, stellt die provokante Frage, ob Frauen überhaupt Männer brauchen und ist überzeugt, dass Frauen ihr Leben eigenverantwortlich und ohne Abhängigkeiten gestalten müssten. Allerdings- ihre Romane finden keinen Verlag und so scheint es, dass sie dauerhaft in dem Studentenwohnheim bleiben wird, unglücklich in ihrer Phantasiewelt gefangen.
Natürlich spielen Männer eine wesentliche Rolle im Leben der Mädchen. Vinca aus Andalusien verliebt sich in einen Landsmann, der in den Krieg gegen die Falangisten zieht und Vinca letztlich verlässt. Dennoch ist ihr Sehnen und ihre Sorge um den Geliebten so plastisch beschrieben, dass man durchaus mitfühlen kann. Emanuela hat ein Geheimnis, das letztlich ihr Leben zu zerstören droht: Ein Kind- und sie überlegt, ob es nicht besser wäre, wenn dieses Kind nicht mehr lebte. Denn Emanuela hat keine Beziehung zu den kleinen Mädchen und ist über seine Kälte verwundert.
Xenia, die ihre Prüfung an der Universität nicht geschafft hat, wird zur Geliebten mehrerer Männer, die sie letztlich verabscheut, deren Geld sie jedoch nimmt und einen sorglosen Lebenswandel genießt.
Auf diese Art führt Alba de Céspedes vor Augen, welche Möglichkeiten Frauen in der Zwischenkriegszeit hatten, auch wenn klar ist, dass diese Mädchen privilegiert waren, denn universitäre Bildung für Frauen gehörte damals nicht zur Norm. Das Buch versucht, aufzurütteln und Frauen aufzuzeigen, dass es notwendig ist, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Alle Charaktere der Protagonistinnen sind präzise und feinfühlig gezeichnet, ihre Gedankenwelt können sich die Lesenden gut zu Eigen machen. Auch wenn das Thema nicht auf Spannung angelegt ist, ist man doch interessiert und manchmal fasziniert von den Entwicklungen.
Alba des Céspedes hat zu einer Zeit, als das Frauenbild andere Entsprechungen verlangte, einen feministischen Roman geschrieben, der von klugen und interessanten Dialogen lebt und von einer Gedankenwelt, die auch den jetzt lebenden Frauen nicht gänzlich fremd ist. Ihr Buch verdient es, mit heutigen Augen gelesen zu werden und die Appelle der Autorin für Frauenrechte sind noch immer aktuell. Zeitgeschichtlich Interessierte werden den Einblick in eine unter den damaligen Umständen als gefährlich geltende Geisteshaltung schätzen und den Mut der Autorin zu würdigen wissen. So ist “Was vor uns liegt” ein auch heute noch gesellschaftspolitisch relevantes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Acht junge Frauen studieren an der Universität in Rom und leben im Grimaldi Institut, das von Nonnen geführt wird. Obwohl hier eine gewisse Freizügigkeit herrscht, werden die Mädchen abends eingeschlossen und das Licht wird ausgeschaltet. Daher lernen oder unterhalten sich die Freundinnen im Schein einer Petroleumlampe.
Acht verschiedene Lebensentwürfe prallen aufeinander. Viele der Mädchen kommen aus kleinen Dörfern in Italien, aus einer Welt, in die sie nicht mehr zurückwollen. Doch stellt sich für sie die Frage, ob sie aus der patriarchalischen Struktur des Elternhauses in die Unfreiheit einer Ehe wechseln wollen. Oder ist es der Sinn des Seins, in seiner Arbeit aufzugehen? Augusta, ein Mädchen, das nicht wie die anderen Freundinnen Literatur studiert, sondern an einem Roman arbeitet, stellt die provokante Frage, ob Frauen überhaupt Männer brauchen und ist überzeugt, dass Frauen ihr Leben eigenverantwortlich und ohne Abhängigkeiten gestalten müssten. Allerdings- ihre Romane finden keinen Verlag und so scheint es, dass sie dauerhaft in dem Studentenwohnheim bleiben wird, unglücklich in ihrer Phantasiewelt gefangen.
Natürlich spielen Männer eine wesentliche Rolle im Leben der Mädchen. Vinca aus Andalusien verliebt sich in einen Landsmann, der in den Krieg gegen die Falangisten zieht und Vinca letztlich verlässt. Dennoch ist ihr Sehnen und ihre Sorge um den Geliebten so plastisch beschrieben, dass man durchaus mitfühlen kann. Emanuela hat ein Geheimnis, das letztlich ihr Leben zu zerstören droht: Ein Kind- und sie überlegt, ob es nicht besser wäre, wenn dieses Kind nicht mehr lebte. Denn Emanuela hat keine Beziehung zu den kleinen Mädchen und ist über seine Kälte verwundert.
Xenia, die ihre Prüfung an der Universität nicht geschafft hat, wird zur Geliebten mehrerer Männer, die sie letztlich verabscheut, deren Geld sie jedoch nimmt und einen sorglosen Lebenswandel genießt.
Auf diese Art führt Alba de Céspedes vor Augen, welche Möglichkeiten Frauen in der Zwischenkriegszeit hatten, auch wenn klar ist, dass diese Mädchen privilegiert waren, denn universitäre Bildung für Frauen gehörte damals nicht zur Norm. Das Buch versucht, aufzurütteln und Frauen aufzuzeigen, dass es notwendig ist, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Alle Charaktere der Protagonistinnen sind präzise und feinfühlig gezeichnet, ihre Gedankenwelt können sich die Lesenden gut zu Eigen machen. Auch wenn das Thema nicht auf Spannung angelegt ist, ist man doch interessiert und manchmal fasziniert von den Entwicklungen.
Alba des Céspedes hat zu einer Zeit, als das Frauenbild andere Entsprechungen verlangte, einen feministischen Roman geschrieben, der von klugen und interessanten Dialogen lebt und von einer Gedankenwelt, die auch den jetzt lebenden Frauen nicht gänzlich fremd ist. Ihr Buch verdient es, mit heutigen Augen gelesen zu werden und die Appelle der Autorin für Frauenrechte sind noch immer aktuell. Zeitgeschichtlich Interessierte werden den Einblick in eine unter den damaligen Umständen als gefährlich geltende Geisteshaltung schätzen und den Mut der Autorin zu würdigen wissen. So ist “Was vor uns liegt” ein auch heute noch gesellschaftspolitisch relevantes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
von gabiliest - 2025-12-01 21:43:00
Zukunft in Reichweite - 4 Sterne
Alba de Céspedes soll gesagt haben: „Wir Frauen leben auf dem Grund eines Brunnens, und nur wer auf dem Grund eines Brunnens sitzt, kennt das Mitleid.“
Wie ist das gemeint? Frauen und Mädchen sind in verschiedenen Kulturen meist für das mühsame Wasserholen aus den Brunnen zuständig, manchmal über weite Strecken hinweg. Sie verrichten also Schwerarbeit und verstehen die Not der anderen Menschen besser als andere. Auch das Coverbild deutet auf den Brunnen hin.
Noch ein anderer Aspekt trifft auf „Was vor uns liegt“ zu: Es geht um zentrale Punkte, wo Frauen sich treffen, in diesem Fall ein katholisches Internat. UND dass Frauen aufgrund ihrer Rolle und Stellung in der Gesellschaft mit den Tiefpunkten meist sehr vertraut sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. Soviel nur nebenbei.
Auf den nach dem anfänglichen Verbot und dem ersten Hype wieder aufgelegten Roman bezieht sich am meisten wohl der gemeinsame Austausch über eine sehr unsichere, aber weitgehend nicht selbstbestimmte Zukunft und die (noch) fehlende Selbstbestimmung.
Von Konventionen, Konservativismus und Religion eingeengte junge Studentinnen, noch dazu im faschistischen Italien, werden in einem katholischen Internat zusammengewürfelt. Jede hat ihr eigenes und ganz besonderes Vorleben, das sie prägt, und ihre Wünsche an die Zukunft. Doch die ist unsicherer als je zuvor.
Mir gefällt, wie reichhaltig die Autorin jede Figur zeichnet und ihr eine Fülle von Leben einhaucht. Auch wenn die Mädchen sich gegen die Nonnen nur selten wehren können, hat mich das jeweils Aufmüpfige doch sehr gefreut. Da brodelt und bebt es unter der Oberfläche, jeden Augenblick könnte eine der Frauen über die Stränge schlagen. Die einzelnen Schicksale haben mich berührt. Und noch etwas: de Céspedes schaut genau hin, zeigt auch auf die Kleinigkeiten am Wegrand der Handlung.
Der Sprachstil gefällt mir sehr, und auch, wie genau die einzelnen Szenen dargestellt sind. Ebenso die Erläuterung der verschiedenartigen Probleme, Hoffnungen und persönlichen Zweifel. Wie sehen die diversen Lebensentwürfe aus? Was ist den einzelnen Mädchen wichtig?
Die Spannung baut sich schon bald auf, von Beginn an erzählt Alba de Céspedes erfüllt mit Leben und Farbe. Der Roman umfasst viele Themen, welche gerade junge Frauen, aber eigentlich alle, auf die Beine bringen und bewegen. Sie sind allesamt noch heute aktuell.
Das Cover kommt klassisch rüber, brave und eifrige Mädchen zu Füßen eines Brunnens (Ausspruch Autorin).
Das Buch umfasst so vieles, was zeitlos bleiben wird. Ich möchte es eigentlich allen Literaturfreunden in die Hand drücken.
Wie ist das gemeint? Frauen und Mädchen sind in verschiedenen Kulturen meist für das mühsame Wasserholen aus den Brunnen zuständig, manchmal über weite Strecken hinweg. Sie verrichten also Schwerarbeit und verstehen die Not der anderen Menschen besser als andere. Auch das Coverbild deutet auf den Brunnen hin.
Noch ein anderer Aspekt trifft auf „Was vor uns liegt“ zu: Es geht um zentrale Punkte, wo Frauen sich treffen, in diesem Fall ein katholisches Internat. UND dass Frauen aufgrund ihrer Rolle und Stellung in der Gesellschaft mit den Tiefpunkten meist sehr vertraut sind. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls gemacht. Soviel nur nebenbei.
Auf den nach dem anfänglichen Verbot und dem ersten Hype wieder aufgelegten Roman bezieht sich am meisten wohl der gemeinsame Austausch über eine sehr unsichere, aber weitgehend nicht selbstbestimmte Zukunft und die (noch) fehlende Selbstbestimmung.
Von Konventionen, Konservativismus und Religion eingeengte junge Studentinnen, noch dazu im faschistischen Italien, werden in einem katholischen Internat zusammengewürfelt. Jede hat ihr eigenes und ganz besonderes Vorleben, das sie prägt, und ihre Wünsche an die Zukunft. Doch die ist unsicherer als je zuvor.
Mir gefällt, wie reichhaltig die Autorin jede Figur zeichnet und ihr eine Fülle von Leben einhaucht. Auch wenn die Mädchen sich gegen die Nonnen nur selten wehren können, hat mich das jeweils Aufmüpfige doch sehr gefreut. Da brodelt und bebt es unter der Oberfläche, jeden Augenblick könnte eine der Frauen über die Stränge schlagen. Die einzelnen Schicksale haben mich berührt. Und noch etwas: de Céspedes schaut genau hin, zeigt auch auf die Kleinigkeiten am Wegrand der Handlung.
Der Sprachstil gefällt mir sehr, und auch, wie genau die einzelnen Szenen dargestellt sind. Ebenso die Erläuterung der verschiedenartigen Probleme, Hoffnungen und persönlichen Zweifel. Wie sehen die diversen Lebensentwürfe aus? Was ist den einzelnen Mädchen wichtig?
Die Spannung baut sich schon bald auf, von Beginn an erzählt Alba de Céspedes erfüllt mit Leben und Farbe. Der Roman umfasst viele Themen, welche gerade junge Frauen, aber eigentlich alle, auf die Beine bringen und bewegen. Sie sind allesamt noch heute aktuell.
Das Cover kommt klassisch rüber, brave und eifrige Mädchen zu Füßen eines Brunnens (Ausspruch Autorin).
Das Buch umfasst so vieles, was zeitlos bleiben wird. Ich möchte es eigentlich allen Literaturfreunden in die Hand drücken.
von Emmmbeee - 2025-11-30 12:07:00
Acht Frauen - 5 Sterne
Dieser Roman war das Debüt von Alba de Céspedes, wurde aber 1938 nach seinem Erscheinen umgehend zensiert.
Es geht um acht junge Frauen, Vinca, Milly, Anna, Silvia, Emanuela, Xenia, Augusta und Vantina, die 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom leben. Jede von ihnen hat Zukunftsträume und Geheimnisse. Ihre Wünsche und Ziele passen ebenso gut in die heutige Zeit wie in die 1930er Jahre. Die Frauen wollen Unabhängigkeit und ihre Freiheit. Sie rebellieren und lassen sich den Ordensschwestern gegenüber nicht den Mund verbieten.
Ich fand den Einblick in das Leben von vor 100 Jahren ausgesprochen interessant, habe mir aber oft mehr Tiefe gewünscht. Das Leben ist nicht immer gradlinig und da ein Großteil dessen noch vor den Protagonistinnen liegt, bleibt am Ende ihre Zukunft offen. Mir hätte an dieser Stelle ein Blick in diese gut gefallen. Dennoch habe ich Vinca, Milly, Anna, Silvia, Emanuela, Xenia, Augusta und Vantina gerne ein Stück durch ihr Leben begleitet, da anhand der Protagonistinnen deutlich wird wie vielschichtig und unterschiedlich Emanzipation aussehen kann.
Es geht um acht junge Frauen, Vinca, Milly, Anna, Silvia, Emanuela, Xenia, Augusta und Vantina, die 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom leben. Jede von ihnen hat Zukunftsträume und Geheimnisse. Ihre Wünsche und Ziele passen ebenso gut in die heutige Zeit wie in die 1930er Jahre. Die Frauen wollen Unabhängigkeit und ihre Freiheit. Sie rebellieren und lassen sich den Ordensschwestern gegenüber nicht den Mund verbieten.
Ich fand den Einblick in das Leben von vor 100 Jahren ausgesprochen interessant, habe mir aber oft mehr Tiefe gewünscht. Das Leben ist nicht immer gradlinig und da ein Großteil dessen noch vor den Protagonistinnen liegt, bleibt am Ende ihre Zukunft offen. Mir hätte an dieser Stelle ein Blick in diese gut gefallen. Dennoch habe ich Vinca, Milly, Anna, Silvia, Emanuela, Xenia, Augusta und Vantina gerne ein Stück durch ihr Leben begleitet, da anhand der Protagonistinnen deutlich wird wie vielschichtig und unterschiedlich Emanzipation aussehen kann.
von Pusteblümchen - 2025-11-28 19:26:00


