Rezensionen
Alte Eltern
Über das Kümmern und die Zeit, die uns bleibt | "Ein kluges, mitfühlendes und sensibel geschriebenes Buch." NDR Kultur
Autor: Volker Kitz
Erschienen 2024 bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-00435-9
Einfühlsame Auseinandersetzung mit dem Vergessen - 5 Sterne
Volker Kitz arbeitet in seinem essayistischen Buch "Alte Eltern" die Demenzerkrankung seines Vaters auf. Äußerst gefühlvoll nähert er sich anhand seiner biographischen Erfahrung dem Thema an, erzählt die Entwicklungsgeschichte der Krankheit seines Vaters, clustert dabei gewisse Themenblöcke, beispielsweise zu Erinnerungen oder Einsamkeit, und spickt sie mit fundiertem Expert:innenwissen.
Sein Text ist literarisch, emotional und ehrlich zugleich, trotz der Schwere und Traurigkeit des Themas zieht er die Leser:innen in den Bann, lässt sie mitfühlen und schafft es auf erstaunliche Weise, die Krankheit besser zu verstehen - und wie es Angehörigen im Umgang damit ergeht. Unweigerlich fühlt man mit, erahnt die innerliche Zerrissenheit, ganz besonders in jenem Kapitel, in dem es ums Loslassen geht. Ehrlich erzählt Kitz über die eigene Ungeduld und die anfängliche Unfähigkeit, die Wesensveränderung des Vaters aufgrund der Demenz zu akzeptieren. Wunderbar gelingt es dem Autor das Leben des Vaters und auch sein eigenes zu reflektieren, erkennt, wie wenig man doch über seine Eltern eigentlich weiß, besonders über jene Generation, die es nicht lernte, Gefühle zu artikulieren. Das stete Vergessen essentieller Dinge, das Zurückentwickeln macht betroffen, nichtsdestotrotz schafft es Volker Kitz einem die Angst vor der Krankheit etwas zu nehmen.
Mein Fazit: Alte Eltern ist ein einfühlsames Annähern an das Verstehen einer Demenzerkrankung anhand sehr persönlicher Erfahrungen, untermalt mit fundiertem Expert:innenwissen. Es ist für allgemein Interessierte an der Thematik ebenso informativ wie für Angehörige, die die Krankheit besser verstehen wollen, auch um erkennen zu können, dass sie nicht alleine sind. Ich hätte mir das Buch vor 20 Jahren sehnlichst gewünscht, als ich selbst Angehörige war. Es hat mich zutiefst berührt und mir die Angst vor der Krankheit ein Stück weit genommen, deshalb kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen!
Sein Text ist literarisch, emotional und ehrlich zugleich, trotz der Schwere und Traurigkeit des Themas zieht er die Leser:innen in den Bann, lässt sie mitfühlen und schafft es auf erstaunliche Weise, die Krankheit besser zu verstehen - und wie es Angehörigen im Umgang damit ergeht. Unweigerlich fühlt man mit, erahnt die innerliche Zerrissenheit, ganz besonders in jenem Kapitel, in dem es ums Loslassen geht. Ehrlich erzählt Kitz über die eigene Ungeduld und die anfängliche Unfähigkeit, die Wesensveränderung des Vaters aufgrund der Demenz zu akzeptieren. Wunderbar gelingt es dem Autor das Leben des Vaters und auch sein eigenes zu reflektieren, erkennt, wie wenig man doch über seine Eltern eigentlich weiß, besonders über jene Generation, die es nicht lernte, Gefühle zu artikulieren. Das stete Vergessen essentieller Dinge, das Zurückentwickeln macht betroffen, nichtsdestotrotz schafft es Volker Kitz einem die Angst vor der Krankheit etwas zu nehmen.
Mein Fazit: Alte Eltern ist ein einfühlsames Annähern an das Verstehen einer Demenzerkrankung anhand sehr persönlicher Erfahrungen, untermalt mit fundiertem Expert:innenwissen. Es ist für allgemein Interessierte an der Thematik ebenso informativ wie für Angehörige, die die Krankheit besser verstehen wollen, auch um erkennen zu können, dass sie nicht alleine sind. Ich hätte mir das Buch vor 20 Jahren sehnlichst gewünscht, als ich selbst Angehörige war. Es hat mich zutiefst berührt und mir die Angst vor der Krankheit ein Stück weit genommen, deshalb kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen!
von Kwinsu - 2025-01-04 01:54:00
ich hatte etwas anderes erwartet - 3 Sterne
Wir alle kommen früher oder später an den Punkt an dem unsere Eltern alt sind und unserer Hilfe bedürfen. Ich selbst merke es momentan bei meinen Großeltern, wie fordernd und belastend es sein kann. Zwar gibt es keine allgemeingültige Hilfestellung oder Anleitung für eben jene Lebenszeiten, aber manchmal hilft es auch schon von anderen zu erfahren, zu sehen wie sie mit eben jenen Umständen umgehen oder versuchen Lösungen finden. So war ich dann auch sehr dankbar als ich über Volker Kitz' Buch "Alte Eltern - Über das Kümmern und die Zeit, die uns bleibt" gestolpert bin; zumindest klang es hilfreich und super... meine Erwartungen hat es dann leider nicht erfüllt.
"Ich hatte gedacht, Demenz heißt, ein paar Dinge zu vergessen, Namen, Gesichter, was es zu essen gab, Anekdoten aus dem Leben; traurig, aber auch liebenswert, der Alltag lässt sich schon meistern (wollen wir nicht alle in der Gegenwart eben und nicht in der Vergangenheit?). Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass mein Vater einmal lebenswichtige Handlungsschritte nicht mehr würde ausführen können; einen Löffel zum Mund bringen, sich auf sein Bett legen, den Kopf drehen und jemanden anschauen..."
Dieses Zitat fasst dieses Buch schon sehr gut zusammen. Der Autor sieht sich auf einmal mit ganz anderen 'Entwicklungen' konfrontiert und versucht mit den Veränderungen des Vaters klar zu kommen, Entscheidungen zu treffen und seinen Alltag anzupassen.
Hmm, ich mach es kurz: Irgendwie hatte ich mir unter diesem Buch (und bei dem Titel, sowie Lobpreisungen) etwas anderes vorgestellt, als eine weitere Erzählung über Demenz und einen Autor, der seinen Vater am Ende seines Lebens begleitet, davon erzählt wie dieser sich nach und nach entfernt. David Wagners "Der vergessliche Riese" fällt mir da sofort wieder ein. Dieser Roman und Wagners Umgang mit seinem an Demenz erkrankten Vater hat mich damals sehr berührt und mitgenommen. Volker Kitz lässt da in diesem Essay nicht so viel Nähe zu und das im Klappentext versprochene "Sein Buch berührt die Gefühle und Fragen einer ganzen Generation." kann ich leider so gar nicht nachvollziehen. Dieses Buch ist Kitz' persönliche Aufarbeitung der letzten Jahre mit seinem Vater, vom Umzug in die "Residenz" bis zu dessen Tod. Es geht immer weiter, Entscheidungen werden getroffen, das eigene Leben so weit es geht angepasst... stets begleiten ihn die Gedanken an seinen Vater, dessen Abhängigkeit und Veränderungen. Fragen hat er für mich so gar nicht beantwortet, noch ging es um eine konkrete Auseinandersetzung mit einzelnen Faktoren und deren Folgen. Gerne hätte ich etwas über Abwägungen, Pflegedienste, weitere Möglichkeiten im Alter erfahren. Oder wenigstens sowas ähnliches. So muss ich leider gestehen, verlor ich recht schnell das Interesse an diesem Buch, einzelne Kapitel habe ich dann nur noch grob überflogen und schlussendlich dieses Buch wieder zur Seite gelegt. Gerade bei solch persönlichen Erfahrungsschilderungen finde ich immer schade, aber manchmal passt es einfach nicht.
"Ich hatte gedacht, Demenz heißt, ein paar Dinge zu vergessen, Namen, Gesichter, was es zu essen gab, Anekdoten aus dem Leben; traurig, aber auch liebenswert, der Alltag lässt sich schon meistern (wollen wir nicht alle in der Gegenwart eben und nicht in der Vergangenheit?). Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass mein Vater einmal lebenswichtige Handlungsschritte nicht mehr würde ausführen können; einen Löffel zum Mund bringen, sich auf sein Bett legen, den Kopf drehen und jemanden anschauen..."
Dieses Zitat fasst dieses Buch schon sehr gut zusammen. Der Autor sieht sich auf einmal mit ganz anderen 'Entwicklungen' konfrontiert und versucht mit den Veränderungen des Vaters klar zu kommen, Entscheidungen zu treffen und seinen Alltag anzupassen.
Hmm, ich mach es kurz: Irgendwie hatte ich mir unter diesem Buch (und bei dem Titel, sowie Lobpreisungen) etwas anderes vorgestellt, als eine weitere Erzählung über Demenz und einen Autor, der seinen Vater am Ende seines Lebens begleitet, davon erzählt wie dieser sich nach und nach entfernt. David Wagners "Der vergessliche Riese" fällt mir da sofort wieder ein. Dieser Roman und Wagners Umgang mit seinem an Demenz erkrankten Vater hat mich damals sehr berührt und mitgenommen. Volker Kitz lässt da in diesem Essay nicht so viel Nähe zu und das im Klappentext versprochene "Sein Buch berührt die Gefühle und Fragen einer ganzen Generation." kann ich leider so gar nicht nachvollziehen. Dieses Buch ist Kitz' persönliche Aufarbeitung der letzten Jahre mit seinem Vater, vom Umzug in die "Residenz" bis zu dessen Tod. Es geht immer weiter, Entscheidungen werden getroffen, das eigene Leben so weit es geht angepasst... stets begleiten ihn die Gedanken an seinen Vater, dessen Abhängigkeit und Veränderungen. Fragen hat er für mich so gar nicht beantwortet, noch ging es um eine konkrete Auseinandersetzung mit einzelnen Faktoren und deren Folgen. Gerne hätte ich etwas über Abwägungen, Pflegedienste, weitere Möglichkeiten im Alter erfahren. Oder wenigstens sowas ähnliches. So muss ich leider gestehen, verlor ich recht schnell das Interesse an diesem Buch, einzelne Kapitel habe ich dann nur noch grob überflogen und schlussendlich dieses Buch wieder zur Seite gelegt. Gerade bei solch persönlichen Erfahrungsschilderungen finde ich immer schade, aber manchmal passt es einfach nicht.
von herrfabel - 2024-09-30 16:09:00
Die Zeit, die uns bleibt - 5 Sterne
Volker Kitz' "Alte Eltern" ist kein Roman, aber das Buch liest sich fast wie einer. Man fliegt mit der Erzählung dahin und wird mitgezogen. Aber empfehlen würde ich das Buch nur denjenigen, die wirklich recht alte Eltern haben, da man sich dann hier wiederfinden kann, für alle anderen mag dieses Buch nicht emotional berührend sein.
Auch, wenn man alte Eltern hat, die nicht dement sind, kann man mit Volker Kitz mitfühlen. In der Erzählung steckt so viel Liebe und Sorge um den Vater. Es ist nett, das Heim "die Residenz" zu nennen, ein schöner Euphemismus. Den langsamen Verfall des Vaters mitzubekommen, ist für Kitz und seinen Bruder aber dennoch sehr schwer.
Das Buch ist eine Mischung aus persönlicher Erfahrung und einem sachlichen Blick auf das Thema. Dazu hat Kitz auch eine ausführliche Literaturliste angehängt für alle, die sich weiter informieren möchten. Das Cover jedoch ist mir zu nichtssagend und schlicht, aber wie sollte man ein Cover zu diesem Thema auch gestalten. Der Titel dagegen ist klar und präzise und spricht sicher (nur) die passende Leserschaft an.
Dies ist eines der besten Bücher zum Thema, die ich gelesen habe. Es ist bedrückend, aber voller Liebe. Die Mischung des Buches passt für mich sehr gut. Ich würde es allen mit alten Eltern, dement oder nicht, gern empfehlen.
Auch, wenn man alte Eltern hat, die nicht dement sind, kann man mit Volker Kitz mitfühlen. In der Erzählung steckt so viel Liebe und Sorge um den Vater. Es ist nett, das Heim "die Residenz" zu nennen, ein schöner Euphemismus. Den langsamen Verfall des Vaters mitzubekommen, ist für Kitz und seinen Bruder aber dennoch sehr schwer.
Das Buch ist eine Mischung aus persönlicher Erfahrung und einem sachlichen Blick auf das Thema. Dazu hat Kitz auch eine ausführliche Literaturliste angehängt für alle, die sich weiter informieren möchten. Das Cover jedoch ist mir zu nichtssagend und schlicht, aber wie sollte man ein Cover zu diesem Thema auch gestalten. Der Titel dagegen ist klar und präzise und spricht sicher (nur) die passende Leserschaft an.
Dies ist eines der besten Bücher zum Thema, die ich gelesen habe. Es ist bedrückend, aber voller Liebe. Die Mischung des Buches passt für mich sehr gut. Ich würde es allen mit alten Eltern, dement oder nicht, gern empfehlen.
von signalhill - 2024-09-08 19:54:00
ein sehr berührendes Thema - 4 Sterne
In diesem Buch "Alte Eltern" erzählt der Autor Volker Kitz, über die Demenzerkrankung seines Vaters und wie er die schwierige Zeit von der Diagnose bis zu seinem Tod mit ihm erlebt hat. Er berichtet darüber, wie schwer es war, so eine Diagnose überhaupt zu akzeptieren und wie traurig es war, als dann die ersten wirklich spürbaren Veränderungen im Wesen des Vaters auftauchten.
Ich glaube, fast alle Menschen haben Angst vor dieser Diagnose, denn ,gibt es etwas schlimmeres, als die Vorstellung, dass sich ein geliebter Mensch immer mehr von einem entfernt und vielleicht eines Tages nicht mal mehr die eigenen Kinder erkennt? Für mich ist diese Vorstellung sehr beängstigend und auch, dass ich selbst irgendwann an Demenz erkranken könnte und meine Familie und alles, was mir sonst noch wichtig ist, einfach vergessen könnte.
Volker Kitz hat sehr liebevoll und einfühlsam über diese schwierige Zeit mit seinem Vater berichtet. Eine Zeit, die manchmal schwer auszuhalten war, in der es aber auch sehr nahe und schöne Momente gab. Sogar ein paar Erlebnisse mit dem Vater, ein paar Äußerungen, die schon von der Krankheit kamen, über die er aber sogar manchmal trotzdem schmunzeln konnte. Man spürte in den Passagen, in denen es ganz persönlich um die gemeinsamen Monate mit seinem Vater ging, die Liebe zu ihm und die Trauer über dieses Schicksal des Vaters. Ein großer Teil des Buches ist allerdings eher wie ein Sachbuch, es geht um Studien und medinische Erkenntnisse über diese Erkrankung. Einiges davon fand ich etwas langatmig, weil wirklich eher wie ein medizinisches Sachbuch.
Mir gefiel der persönliche Teil also auf jeden Fall am besten, aber auch beim sachlichen Teil war schon einiges für mich interessant.
Ich glaube, fast alle Menschen haben Angst vor dieser Diagnose, denn ,gibt es etwas schlimmeres, als die Vorstellung, dass sich ein geliebter Mensch immer mehr von einem entfernt und vielleicht eines Tages nicht mal mehr die eigenen Kinder erkennt? Für mich ist diese Vorstellung sehr beängstigend und auch, dass ich selbst irgendwann an Demenz erkranken könnte und meine Familie und alles, was mir sonst noch wichtig ist, einfach vergessen könnte.
Volker Kitz hat sehr liebevoll und einfühlsam über diese schwierige Zeit mit seinem Vater berichtet. Eine Zeit, die manchmal schwer auszuhalten war, in der es aber auch sehr nahe und schöne Momente gab. Sogar ein paar Erlebnisse mit dem Vater, ein paar Äußerungen, die schon von der Krankheit kamen, über die er aber sogar manchmal trotzdem schmunzeln konnte. Man spürte in den Passagen, in denen es ganz persönlich um die gemeinsamen Monate mit seinem Vater ging, die Liebe zu ihm und die Trauer über dieses Schicksal des Vaters. Ein großer Teil des Buches ist allerdings eher wie ein Sachbuch, es geht um Studien und medinische Erkenntnisse über diese Erkrankung. Einiges davon fand ich etwas langatmig, weil wirklich eher wie ein medizinisches Sachbuch.
Mir gefiel der persönliche Teil also auf jeden Fall am besten, aber auch beim sachlichen Teil war schon einiges für mich interessant.
von PeLi - 2024-08-05 15:05:00
Über das Kümmern und die Zeit, die uns bleibt (Zitat Kitz) - 4 Sterne
Das Buch kann und soll nicht als Roman, sondern als „literarischer Essay“ gelesen werden. Es ist eine persönliche Auseinandersetzung mit der familiären Verantwortung, wenn ein Elternteil in die Demenz „abtaucht“ — ein wichtiges Thema, das die meisten von uns irgendwann betreffen wird.
Der Autor bezieht sich immer wieder auf den Bestseller aus dem Jahr 2011 „Der alte König in seinem Exil“, in dem sich Arno Geiger virtuos mit dem derzeit sehr aktuellen Thema Demenz und deren Auswirkungen auf die/den Betroffenen und deren Familie beschäftigt. Auch Kitz erzählt von der Verzweiflung des erkrankten Vaters. Er tut dies allerdings viel nüchterner als Geiger. So ähnelt das Buch auch mehr einem „Sachbuch aus persönlicher Betroffenheit“. Immer wieder werden ExpertInnen und andere SchriftstellerInnen zum Thema zitiert. Das reißt mich aus dem Fluss des Miterlebens.
Dass im Alter die Eltern wieder zu Kindern werden, sich also die Betreuungssituation umkehrt, wird zurecht schon von Geiger als beschönigend bezeichnet. Die Entwicklung von Kindern führt schließlich aufwärts.
Kitz möchte Vaters Welt ergründen, um darin einzutauchen, und er tut das sehr intensiv und empathisch.
Der Vater übersiedelt in ein gut geführtes Pflegeheim, das allerdings immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Auch die verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie werden erwähnt.
Für alle, die sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchten, führt Kitz eine sehr ausführliche Literaturliste an.
von reimon - 2024-07-31 11:29:00
sehr gut - 5 Sterne
Dieses Buch beinhaltet ein sehr schwieriges Thema und ich finde das Cover sehr treffend, da es sachlich und unaufgeregt ist. Der Autor erzählt in diesem Buch seine eigene Geschichte und nimmt damit ein sehr wichtiges, aber auch negativ belastetes Thema auf. Das Thema des Alterns und der Pflege der eigenen Eltern und dann auch noch die Diagnose der Krankheit Demenz. Ich finde es sehr wichtig, dass über diese Themen öffentlich gesprochen wird und man sich als Betroffener auch Hilfe suchen kann und sich sicher ist, dass man mit dieser schwierigen Aufgabe nicht alleine ist. Ich finde dieses Buch kann ein Teil einer solchen Hilfe sein. Denn es zeigt wie es sein kann und wie es ist. Ich kann es allen Menschen ans Herz legen, die betroffen sind, oder sich über solch eine zukünftige Situation Gedanken machen und sich informieren möchten.
von inya - 2024-07-19 19:58:00
aufrichtig und wichtig - 5 Sterne
Dieses Buch ist aufrichtig, wichtig und teilweise bedrückend. Warum es bedrückend? Weil es so ehrlich ist. Denn dieses Buch schildert ungeschönt wie es ist wenn die Elter älter und älter werden und dann auch noch hinzukommt, dass Demenz im Raum steht und dann auch ernst und Realität wird. Der Autor schildert hier ungeschönt wie es ist in diesen neuen Alltag mit seinen Eltern zu gehen und wie es ist damit zu leben. Natürlich schildert er auch wie es ist schöne Momente mit den Eltern auch in diesen Situationen zu erleben. Es gibt Hoffnung, macht aber auch Angst. Doch vor allem zeigt es dass ganz viele von uns an diesen Punkt mit ihren Eltern kommen werden, oder bereits sind und es ein natürlicher Prozess ist, dessen man bewusst sein muss. Ich kann es allen empfehlen, da es sich sehr gut hat lesen lassen, obwohl es so schonungslos ehrlich war.
von v_im_wunderland - 2024-07-15 22:03:00
Über das Leben und das Altern - 5 Sterne
Solange ich jung war, habe ich mir nie Gedanken über das Altern gemacht. Nun bin ich nicht mehr so jung und meine Eltern werden langsam aber sicher und auch spürbar älter.
Volker Kitz hat also mit seinem Buch genau meine Situation getroffen.
Er beschreibt das Leben mit seinem Vater und ich hatte immer wieder das Gefühl, dass er in mein Leben geblickt und alles aufgeschrieben hat.
Mich hat dies zunächst sehr erschreckt, aber irgendwie fand ich es auch tröstlich. Ich bin nicht allein mit meinen Ängsten, meinen Sorgen und meiner Hilflosigkeit.
Es ist der Lauf des Lebens, den er beschreibt und ich glaube, dass jeder sich in der ein oder anderen Situation wiederfinden kann.
Mich hat das Buch sehr berührt und es hat eine Menge Emotionen in mir ausgelöst.
Ich hätte mir gewünscht, das Buch früher gelesen zu haben. Von außen betrachtet ist das Alt werden und das sich damit verändernde Leben schwierig genug zu begreifen, wenn man mittendrin steckt, hat man keine andere Wahl und ich denke, ein wenig darauf vorbereitet zu werden, hätte den Umgang damit erleichtert.
Volker Kitz hat also mit seinem Buch genau meine Situation getroffen.
Er beschreibt das Leben mit seinem Vater und ich hatte immer wieder das Gefühl, dass er in mein Leben geblickt und alles aufgeschrieben hat.
Mich hat dies zunächst sehr erschreckt, aber irgendwie fand ich es auch tröstlich. Ich bin nicht allein mit meinen Ängsten, meinen Sorgen und meiner Hilflosigkeit.
Es ist der Lauf des Lebens, den er beschreibt und ich glaube, dass jeder sich in der ein oder anderen Situation wiederfinden kann.
Mich hat das Buch sehr berührt und es hat eine Menge Emotionen in mir ausgelöst.
Ich hätte mir gewünscht, das Buch früher gelesen zu haben. Von außen betrachtet ist das Alt werden und das sich damit verändernde Leben schwierig genug zu begreifen, wenn man mittendrin steckt, hat man keine andere Wahl und ich denke, ein wenig darauf vorbereitet zu werden, hätte den Umgang damit erleichtert.
von Pusteblümchen - 2024-07-07 16:27:00


