Rezensionen
Und ich werde dich nie wieder Papa nennen
Von der Tochter von Gisèle Pelicot
Autor: Caroline Darian
Erschienen 2025 bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-00942-2
Unfassbar ehrlich - 5 Sterne
Nachdem ich das Buch von Gisele Pelicot „Eine Hymne an das Leben“ als Hörbuch gehört hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie Caroline Darian, die Tochter, die Situation um ihren Vater Dominique Pelicot, der seine Frau jahrelang mit medikamentösen Substanzen betäubt und vergewaltigt und fremden Männern zugeführt hat, erlebt hat.
Da die meisten den Fall, der hier in den letzten Jahren wirklich dauerhaft in der Presse war, kennen, führe ich die Taten von Dominique Pelicot nicht noch einmal aus – dieses Lesefazit berichtet über die Menschen, die es betrifft : die Opfer.
Caroline Darian wächst in liebevoller Umgebung auf, hat ein tolles Verhältnis zu ihren Eltern, die sich als Oma und Opa auch wundervoll um ihren kleinen Sohn kümmern und wird von dem Tsunami der Taten ihres Vaters überrollt. Am Anfang stehen Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit.
Sie berichtet, wie sie immer mehr in den Annahme-Prozess gekommen ist, was es mit ihr gemacht hat, das Kind des Opfers und des Täters zu sein und wie sie zu ihrer Kraft findet, mittlerweile mit ihrer Mutter zusammen zu kämpfen.
Ein kraftvolles und emotionales Buch, das zeigt, das Caroline sich mehr als einmal wieder an die Oberfläche ihres Lebens kämpfen muss, um mit diesem „neuen Leben“ zu leben.
Eine starke und kraftvolle Frau, die mich sehr beeindruckt hat und die in ihrem Buch aufzeigt, dass man nie den Mut und den Glauben ans weitergehen verlieren darf und der ich von Herzen alles Glück der Welt wünsche. Dieses Buch berührt, rüttelt auf und lässt mich vor allem mit dem Gedanken zurück, den ihre Mutter ins Leben gerufen hat : Die Scham muss die Seite wechseln !
Eine ganz große Empfehlung für dieses Buch !
Dieses Buch ist am 16. Januar 2025 beim KiWi Verlag erschienen.
Da die meisten den Fall, der hier in den letzten Jahren wirklich dauerhaft in der Presse war, kennen, führe ich die Taten von Dominique Pelicot nicht noch einmal aus – dieses Lesefazit berichtet über die Menschen, die es betrifft : die Opfer.
Caroline Darian wächst in liebevoller Umgebung auf, hat ein tolles Verhältnis zu ihren Eltern, die sich als Oma und Opa auch wundervoll um ihren kleinen Sohn kümmern und wird von dem Tsunami der Taten ihres Vaters überrollt. Am Anfang stehen Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit.
Sie berichtet, wie sie immer mehr in den Annahme-Prozess gekommen ist, was es mit ihr gemacht hat, das Kind des Opfers und des Täters zu sein und wie sie zu ihrer Kraft findet, mittlerweile mit ihrer Mutter zusammen zu kämpfen.
Ein kraftvolles und emotionales Buch, das zeigt, das Caroline sich mehr als einmal wieder an die Oberfläche ihres Lebens kämpfen muss, um mit diesem „neuen Leben“ zu leben.
Eine starke und kraftvolle Frau, die mich sehr beeindruckt hat und die in ihrem Buch aufzeigt, dass man nie den Mut und den Glauben ans weitergehen verlieren darf und der ich von Herzen alles Glück der Welt wünsche. Dieses Buch berührt, rüttelt auf und lässt mich vor allem mit dem Gedanken zurück, den ihre Mutter ins Leben gerufen hat : Die Scham muss die Seite wechseln !
Eine ganz große Empfehlung für dieses Buch !
Dieses Buch ist am 16. Januar 2025 beim KiWi Verlag erschienen.
von Zaubermasu / Sandra Hennig - 2026-04-13 09:46:00
Unfassbare Realität dieser Frauen - 5 Sterne
Die Scham muss die Seiten wechseln!!! (Giséle Pelicot)
Caroline Darians Buch Und ich werde Dich nie wieder Papa nennen ist ein erschütterndes Zeugnis über die unfassbaren Verbrechen ihres Vaters Dominique Pelicot. Über mindestens zehn Jahre betäubte er seine Ehefrau Gisèle mit Medikamenten und ermöglichte es 72 Männern, sie im bewusstlosen Zustand zu missbrauchen – eine Praxis, die als "chemische Unterwerfung" bezeichnet wird. Darians Buch beleuchtet die verheerenden Auswirkungen dieser Taten auf die Opfer und ihre Familien. Die abscheulichen Handlungen blieben lange unentdeckt und wurden erst aufgedeckt, als Pelicot 2020 beim Fotografieren unter Röcken im Supermarkt erwischt wurde. Dank sei dem Wachmann, der hartnäckig blieb!
Darian schildert nicht nur die grausamen Taten, sondern auch die tiefgreifenden Auswirkungen auf ihre Familie und sie selbst. Der unvorstellbare Schmerz und die Wut, als sie erkannte, dass ihr eigener Vater ein solches Monster war, ziehen sich durch das gesamte Buch. Besonders erschütternd ist die Entdeckung von verstörenden Bildern von ihr als junge Frau auf seinem Computer, was den Verdacht nahelegt, dass auch sie Opfer seiner Taten wurde.
Mit ihrem Buch will Darian das Schweigen brechen und auf systemische Fehler in der Opferbetreuung hinweisen: Menschen wussten, was geschah, doch schwiegen, weil sie selbst nicht direkt betroffen waren. Sie zeigt auf, wie das Versagen des Systems Tätern jahrelang Deckung bietet und Opfer allein lässt. Gisèle Pelicot hat durch ihren Mut, den Fall öffentlich zu machen, ein wichtiges Zeichen gegen sexualisierte Gewalt gesetzt. Dieses Buch ist mehr als ein persönlicher Bericht – es ist ein Aufruf zum Handeln und ein Beweis für die Stärke von Frauen wie Gisèle und Caroline, die trotz traumatischer Erlebnisse ihre Stimme erheben. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt, macht mich wütend und traurig, aber auch voller Bewunderung für ihren Mut. Es lässt mich nicht los und zwingt mich, über die Dunkelheit nachzudenken, die in unserer Gesellschaft oft verborgen bleibt.
Sehr hartes Buch, jedoch jede Zeile lesenswert, auch um achtsamer zu werden, wenn uns etwas komisch vorkommt.
„Das Kind des Opfers und des Täters zu sein, ist eine schreckliche Last“. (S. 13)
Caroline Darians Buch Und ich werde Dich nie wieder Papa nennen ist ein erschütterndes Zeugnis über die unfassbaren Verbrechen ihres Vaters Dominique Pelicot. Über mindestens zehn Jahre betäubte er seine Ehefrau Gisèle mit Medikamenten und ermöglichte es 72 Männern, sie im bewusstlosen Zustand zu missbrauchen – eine Praxis, die als "chemische Unterwerfung" bezeichnet wird. Darians Buch beleuchtet die verheerenden Auswirkungen dieser Taten auf die Opfer und ihre Familien. Die abscheulichen Handlungen blieben lange unentdeckt und wurden erst aufgedeckt, als Pelicot 2020 beim Fotografieren unter Röcken im Supermarkt erwischt wurde. Dank sei dem Wachmann, der hartnäckig blieb!
Darian schildert nicht nur die grausamen Taten, sondern auch die tiefgreifenden Auswirkungen auf ihre Familie und sie selbst. Der unvorstellbare Schmerz und die Wut, als sie erkannte, dass ihr eigener Vater ein solches Monster war, ziehen sich durch das gesamte Buch. Besonders erschütternd ist die Entdeckung von verstörenden Bildern von ihr als junge Frau auf seinem Computer, was den Verdacht nahelegt, dass auch sie Opfer seiner Taten wurde.
Mit ihrem Buch will Darian das Schweigen brechen und auf systemische Fehler in der Opferbetreuung hinweisen: Menschen wussten, was geschah, doch schwiegen, weil sie selbst nicht direkt betroffen waren. Sie zeigt auf, wie das Versagen des Systems Tätern jahrelang Deckung bietet und Opfer allein lässt. Gisèle Pelicot hat durch ihren Mut, den Fall öffentlich zu machen, ein wichtiges Zeichen gegen sexualisierte Gewalt gesetzt. Dieses Buch ist mehr als ein persönlicher Bericht – es ist ein Aufruf zum Handeln und ein Beweis für die Stärke von Frauen wie Gisèle und Caroline, die trotz traumatischer Erlebnisse ihre Stimme erheben. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt, macht mich wütend und traurig, aber auch voller Bewunderung für ihren Mut. Es lässt mich nicht los und zwingt mich, über die Dunkelheit nachzudenken, die in unserer Gesellschaft oft verborgen bleibt.
Sehr hartes Buch, jedoch jede Zeile lesenswert, auch um achtsamer zu werden, wenn uns etwas komisch vorkommt.
„Das Kind des Opfers und des Täters zu sein, ist eine schreckliche Last“. (S. 13)
von mari_liest - 2025-02-24 15:24:00


