Rezensionen
Home Before Dark
Psychothriller | Nordic Noir aus Island | Zehn Jahre Schweigen und ein gefährliches Geheimnis
Autor: Eva Björg Ægisdóttir
Erschienen 2026 bei Kiepenheuer & Witsch;KiWi-Paperback
ISBN 978-3-462-01241-5
Alles ist anders - 5 Sterne
Marsibil kann noch immer nicht glauben, dass ihre Schwester Kristin vor 10 Jahren einfach so verschwunden ist, ohne großartig Spuren zu hinterlassen. Durch verschiedene Umstände plagt sie ein enorm schlechtes Gewissen. Als sie eines Tages zurück in ihr Elternhaus kommt, beschließt sie, sich noch einmal auf die Suche nach ihrer verschollenen Schwester zu machen. Dabei tauchen Wahrheiten auf, die niemand für möglich gehalten hätte...
Eva Björg Ægisdóttir gehört zu einer von vielen hochkarätigen Schriftsteller*innen aus Island, die sich dem Nordic Noir verschrieben haben. Die Geschichte beginnt typisch langsam, ruhig und sphärisch, ist aber sogleich einnehmend und fesselnd. Die Story spielt abwechselnd im Jahre des Verschwindens von Kristin, 1966 und der erzählerischen Gegenwart, dem Jahr 1977. Besonders spannend sind die unterschiedlichen Erzählperspektiven - wir lesen abwechselnd aus der Sicht von Marsibil in den unterschiedlichen Erzählzeiten, als auch aus jener der verschwundenen Kristin.
Von Beginn an rätselt man, was mit Kristin passiert sein könnte. Die Autorin legt zahlreiche Fährten und so ergeben sich umfassende Möglichkeiten, was mit Kristin passiert sein könnte. Bis zum Schluss bleibt die Wahrheit offen und überrascht einen schlussendlich dann mit einem unerwartetem Ausgang. Zahlreiche Charaktere beleben den Thriller, allesamt auf ihre eigene Art verdächtig - jede*r ist gebeutelt von dem eigenen Schicksal. Keine*r scheint mit dem Verschwinden angemessen umgegangen zu sein, außerdem gibt es Figuren, die man lange Zeit gar nicht am Schirm hat. Peu á peu spitzt sich das Geschehen zusammen, um in einem überraschenden Finale zu gipfeln.
Die Atmosphäre des Buches ist düster, wobei die isländische Landschaft diesmal keine spezielle Rolle einnimmt. Vielmehr ist die tückische Psyche der Protagonistinnen Hauptschauplatz der Geschichte. Gekonnt spielt die Autorin mit Fakten, Wahrnehmungen und Empfindungen und führt so die Lesenden oftmals in die Irre.
Mein Fazit: "Home before dark" ist ein fesselnder und einnehmender Nordic Noir-Thriller, der mit vielen unerwarteten Wendungen daherkommt und deswegen auch keine Sekunde langweilig wird. Das Buch ist genau das, was ich mir von einem spannenden Thriller aus nordischen Gefilden erwarte, weshalb ich ihn uneingeschränkt für alle Liebhaber*innen dieses Genres empfehlen kann!
Eva Björg Ægisdóttir gehört zu einer von vielen hochkarätigen Schriftsteller*innen aus Island, die sich dem Nordic Noir verschrieben haben. Die Geschichte beginnt typisch langsam, ruhig und sphärisch, ist aber sogleich einnehmend und fesselnd. Die Story spielt abwechselnd im Jahre des Verschwindens von Kristin, 1966 und der erzählerischen Gegenwart, dem Jahr 1977. Besonders spannend sind die unterschiedlichen Erzählperspektiven - wir lesen abwechselnd aus der Sicht von Marsibil in den unterschiedlichen Erzählzeiten, als auch aus jener der verschwundenen Kristin.
Von Beginn an rätselt man, was mit Kristin passiert sein könnte. Die Autorin legt zahlreiche Fährten und so ergeben sich umfassende Möglichkeiten, was mit Kristin passiert sein könnte. Bis zum Schluss bleibt die Wahrheit offen und überrascht einen schlussendlich dann mit einem unerwartetem Ausgang. Zahlreiche Charaktere beleben den Thriller, allesamt auf ihre eigene Art verdächtig - jede*r ist gebeutelt von dem eigenen Schicksal. Keine*r scheint mit dem Verschwinden angemessen umgegangen zu sein, außerdem gibt es Figuren, die man lange Zeit gar nicht am Schirm hat. Peu á peu spitzt sich das Geschehen zusammen, um in einem überraschenden Finale zu gipfeln.
Die Atmosphäre des Buches ist düster, wobei die isländische Landschaft diesmal keine spezielle Rolle einnimmt. Vielmehr ist die tückische Psyche der Protagonistinnen Hauptschauplatz der Geschichte. Gekonnt spielt die Autorin mit Fakten, Wahrnehmungen und Empfindungen und führt so die Lesenden oftmals in die Irre.
Mein Fazit: "Home before dark" ist ein fesselnder und einnehmender Nordic Noir-Thriller, der mit vielen unerwarteten Wendungen daherkommt und deswegen auch keine Sekunde langweilig wird. Das Buch ist genau das, was ich mir von einem spannenden Thriller aus nordischen Gefilden erwarte, weshalb ich ihn uneingeschränkt für alle Liebhaber*innen dieses Genres empfehlen kann!
von Kwinsu - 2026-05-25 16:38:00
zu vorhersehbar - 3 Sterne
"Home before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir habe ich mit Spannung erwartet, da ich schon die Reihe "Mörderisches Island" der Autorin gelesen habe und die mich überzeugt hat. Eingelesen wurde das Hörbuch von Leonie Landa, was in meinen Augen durch die Vielseitigkeit ihrer Intonation eine sehr gute Wahl war.
Marsibil, genannt Marsi kommt nach Jahren zurück in ihren Heimatort, ein Ort an dem vor 10 Jahren ihre Schwester auf dem Weg nach Hause verschwunden ist und nie wieder auftauchte. Einzig ihre blutverschmierte Jacke wurde gefunden. Kaum angekommen, bekommt Marsi einen Brief, der von ihrem damaligen zu sein scheint, mit dem sie sich am Abend des Verschwindens ihrer Schwester genau an diesem Ort treffen wollte. Marsis Gedanken spielen Karussell, fühlt sie sich doch seit jeher für das Verschwinden von Stina verantwortlich.
Das Setting hörte sich sehr spannende und psychologisch ausgefeilt an, doch konnte mich letztendlich nicht komplett überzeugen. Alle Beteiligten sind auf irgendeine Weise im Verlauf der Story verdächtig, das Dorfleben wird geschildert, wie ich es schon oft zuvor gelesen hatte. Hinzu kommen doch einige langwierige Passagen und Marsi als Protagonistin blieb mir für einen psychologisch ausgefeilten Thriller zu fremd.
Aufgrund dessen kann ich dem Buch leider nur 3 Sterne geben und hoffe, dass das nächste Buch wieder spannender und unvorhersehbarer wird.
Marsibil, genannt Marsi kommt nach Jahren zurück in ihren Heimatort, ein Ort an dem vor 10 Jahren ihre Schwester auf dem Weg nach Hause verschwunden ist und nie wieder auftauchte. Einzig ihre blutverschmierte Jacke wurde gefunden. Kaum angekommen, bekommt Marsi einen Brief, der von ihrem damaligen zu sein scheint, mit dem sie sich am Abend des Verschwindens ihrer Schwester genau an diesem Ort treffen wollte. Marsis Gedanken spielen Karussell, fühlt sie sich doch seit jeher für das Verschwinden von Stina verantwortlich.
Das Setting hörte sich sehr spannende und psychologisch ausgefeilt an, doch konnte mich letztendlich nicht komplett überzeugen. Alle Beteiligten sind auf irgendeine Weise im Verlauf der Story verdächtig, das Dorfleben wird geschildert, wie ich es schon oft zuvor gelesen hatte. Hinzu kommen doch einige langwierige Passagen und Marsi als Protagonistin blieb mir für einen psychologisch ausgefeilten Thriller zu fremd.
Aufgrund dessen kann ich dem Buch leider nur 3 Sterne geben und hoffe, dass das nächste Buch wieder spannender und unvorhersehbarer wird.
von Nele33 - 2026-05-25 12:02:00
Home before dark - 5 Sterne
Isländische Familiengeheimnisse sind die besten, und am allerbesten werden sie, wenn sie von Eva Björg Aegisdottir erzählt werden. Marsibil kehrt zum zehnten Jahrestag des Verschwindens ihrer Schwester Stina in ihr Heimatdorf zurück. Dort beschließt sie, sich noch einmal mit dem Fall genauer zu beschäftigen, und je weiter sie gräbt, desto erschreckender wird das Bild, das sich abzeichnet. Aber war es wirklich so, wie sie es sich zusammengereimt hat, oder sitzt sie nur einer falschen Fährte auf? Bis zum Knalleffekt am Schluss führt uns die Autorin geschickt an der Nase herum und sorgt für raffinierte Spannung - Psychothriller ist es allerdings trotz der Verlagsankündigung keiner, eher ein raffiniertes Noir Kammerspiel!
von Florian Lechner aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck - 2026-05-21 09:15:07
Wendungsreicher Thriller - 5 Sterne
Ich mag die Bücher von Eva Björg Aegisdottir sehr – ihr unverwechselbarer Schreibstil und die Spannung in ihren Büchern empfinde ich als unvergleichlich. So bin ich auch schon ziemlich neugierig in das Buch gestartet.
Die Geschichte um Marsibil, deren Schwester Stina vor zehn Jahren spurlos verschwand, baut sich langsam auf. Von Selbstvorwürfen gequält, weil sie vermutet, einen Anteil der Schuld zu tragen, weil sie sich ihrem damaligen Brieffreund gegenüber als Stina ausgegeben hat – und es am Abend eines geplanten Treffens nicht zum verabredeten Ort schafft – danach ist Stina verschwunden und Marsi hört nie wieder etwas von ihrem Brieffreund, versucht sie ihr Leben trotzdem in normalen Bahnen laufen zu lassen. Das gelingt ihr mehr oder weniger – bis sie einen Brief von ihrem damaligen Brieffreund erhält.
Die Charaktere fand ich sehr gut dargestellt; authentisch und klar, so dass das Buch durch die Figuren lebendig wird.
Die Geschichte selbst startet langsam und baut sich Stück für Stück auf, so dass man als Leser/in immer tiefer in den Sog des Buches und der Frage, was mit Stina passiert ist, hineingezogen wird.
Die Autorin versteht es, Spannung aufsteigen zu lassen und diese geschickt mit starken Wendungen bis zum Ende hin aufrecht zu erhalten – so ist man gebannt von Marsibil, der Geschichte um ihre verschwundene Schwester und dem damaligen Brieffreund.
Für mich – wieder – ein tolles Buch der Autorin, das fesselt und mit starken und geschickten Wendungen überzeugt. Von mir gibt es dafür eine absolute Leseempfehlung !
Das Buch ist am 07.05 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.
Die Geschichte um Marsibil, deren Schwester Stina vor zehn Jahren spurlos verschwand, baut sich langsam auf. Von Selbstvorwürfen gequält, weil sie vermutet, einen Anteil der Schuld zu tragen, weil sie sich ihrem damaligen Brieffreund gegenüber als Stina ausgegeben hat – und es am Abend eines geplanten Treffens nicht zum verabredeten Ort schafft – danach ist Stina verschwunden und Marsi hört nie wieder etwas von ihrem Brieffreund, versucht sie ihr Leben trotzdem in normalen Bahnen laufen zu lassen. Das gelingt ihr mehr oder weniger – bis sie einen Brief von ihrem damaligen Brieffreund erhält.
Die Charaktere fand ich sehr gut dargestellt; authentisch und klar, so dass das Buch durch die Figuren lebendig wird.
Die Geschichte selbst startet langsam und baut sich Stück für Stück auf, so dass man als Leser/in immer tiefer in den Sog des Buches und der Frage, was mit Stina passiert ist, hineingezogen wird.
Die Autorin versteht es, Spannung aufsteigen zu lassen und diese geschickt mit starken Wendungen bis zum Ende hin aufrecht zu erhalten – so ist man gebannt von Marsibil, der Geschichte um ihre verschwundene Schwester und dem damaligen Brieffreund.
Für mich – wieder – ein tolles Buch der Autorin, das fesselt und mit starken und geschickten Wendungen überzeugt. Von mir gibt es dafür eine absolute Leseempfehlung !
Das Buch ist am 07.05 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen.
von Zaubermasu / Sandra Hennig - 2026-05-18 12:03:00
Traum oder Wirklichkeit - 5 Sterne
Der Psychothriller "HOME BEFORE DARK - Wenn die Lüge erwacht, wird dein Albtraum Wirklichkeit" von der Spiegel Bestseller-Autorin Eva Björg Ægisdóttir ist einfach klasse geschrieben.
Das Cover hat mich direkt abgeholt und absolut neugierig gemacht rein zu lesen.
Interessant finde ich die Idee, die Geschichte komplett im letzten Jahrhundert stattfinden zu lassen.
Der Schreibstil ist flüssig und man bekommt ausreichend Informationen über die beteiligten Personen, ohne zu früh den Ausgang des Thrillers erkennen zu können.
Marsibil, ursprünglich aus dem ländlichen Island, hat auf tragische Weise vor zehn Jahren ihre Schwester verloren. Sie war eine Teenagerin als ihre Schwester Kristin (Stina) damals spurlos verschwand.
Marsi ging nach Reykjavik, in die isländische Hauptstadt.
Doch die Entfernung konnte die Sehnsucht, den Schmerz und die Ungewissheit nicht beseitigen.
Zum 10. Todestag fuhr Marsi zu ihren Eltern nach Hause und nahm sich vor, herauszufinden, was damals passiert ist...
Das Cover hat mich direkt abgeholt und absolut neugierig gemacht rein zu lesen.
Interessant finde ich die Idee, die Geschichte komplett im letzten Jahrhundert stattfinden zu lassen.
Der Schreibstil ist flüssig und man bekommt ausreichend Informationen über die beteiligten Personen, ohne zu früh den Ausgang des Thrillers erkennen zu können.
Marsibil, ursprünglich aus dem ländlichen Island, hat auf tragische Weise vor zehn Jahren ihre Schwester verloren. Sie war eine Teenagerin als ihre Schwester Kristin (Stina) damals spurlos verschwand.
Marsi ging nach Reykjavik, in die isländische Hauptstadt.
Doch die Entfernung konnte die Sehnsucht, den Schmerz und die Ungewissheit nicht beseitigen.
Zum 10. Todestag fuhr Marsi zu ihren Eltern nach Hause und nahm sich vor, herauszufinden, was damals passiert ist...
von Lesehamster12 - 2026-05-17 12:57:00
spannend und nachdenklich - 4 Sterne
Worum geht es?
Stina, eine Jugendliche, verschwindet 1967. Ausgerechnet an dem Ort und dem Tag, an dem sich ihre kleine Schwester Marsibil mit ihrem Brieffreund treffen wollte. Bei dem sie sich als ihre große Schwester Stina ausgegeben hat.
Worum geht es wirklich?
Erwachsenwerden, Einsamkeit und Freundschaft
Lesenswert?
Ja, hat mir gut gefallen.
Die CHARAKTERE sind vielschichtige Jugendliche, die in einer Freundesgruppe in Island aufwachsen. Innerhalb verschiedener Familienkonstellationen und -schicksale werden sie groß und hadern mit dem Aufwachsen und der ersten Liebe. Für mich waren die Gedankengänge nachvollziehbar und die Figuren nicht nur schwarz-weiß dargestellt, sondern mit Ecken und Kanten. Zeitgleich sind einige Persönlichkeiten anders als man zuerst denkt/befürchtet.
Die ATMOSPHÄRE des Erwachsenwerdens und die Situationen in den Familien und Freundesgruppen werden gut eingefangen, ebenso einige isländische und historische Besonderheiten. Das Buch behandelt wenig die Landschaft, aber viel das gesellschaftliche Miteinander und den Zeitvertreib.
Hinsichtlich SCHREIBSTIL (Übersetzung von Freyja Melsted) ist mir nichts besonderes aufgefallen, das Buch lässt sich sehr gut lesen. Hier möchte ich hinzufügen, dass sich auch das Hörbuch wirklich lohnt, da es ganz wunderbar eingesprochen ist!
Die HANDLUNG gibt nur Schritt für Schritt Dinge Preis und gerade zu Beginn scheinen alle Menschen verdächtig. Dabei zieht man immer wieder Irrschlüsse und wird von Wendungen überrascht. Auch das Ende hat mich sehr gut gefallen!
Die SPANNUNG war durchgängig hoch, ich wollte dauernd wissen wie es weiter geht. In zwei Handlungssträngen erfährt man die Geschichte von Marsibil zehn Jahre nach dem Verschwinden und Stina vor ihrem Verschwinden.
Hinsichtlich LOGIK wirkt für mich alles soweit nachvollziehbar und in sich schlüssig, auch wenn man natürlich manche Reaktionen nicht nachvollziehen kann.
SPASS beim Lesen hatte ich definitiv und habe mich super unterhalten gefühlt.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 7,14 Bewertungspunkten somit 4 Sterne für dieses Buch.
Ich kann das Buch empfehlen und würde vor allem gerne weitere Einzelbände der Autorin lesen.
Stina, eine Jugendliche, verschwindet 1967. Ausgerechnet an dem Ort und dem Tag, an dem sich ihre kleine Schwester Marsibil mit ihrem Brieffreund treffen wollte. Bei dem sie sich als ihre große Schwester Stina ausgegeben hat.
Worum geht es wirklich?
Erwachsenwerden, Einsamkeit und Freundschaft
Lesenswert?
Ja, hat mir gut gefallen.
Die CHARAKTERE sind vielschichtige Jugendliche, die in einer Freundesgruppe in Island aufwachsen. Innerhalb verschiedener Familienkonstellationen und -schicksale werden sie groß und hadern mit dem Aufwachsen und der ersten Liebe. Für mich waren die Gedankengänge nachvollziehbar und die Figuren nicht nur schwarz-weiß dargestellt, sondern mit Ecken und Kanten. Zeitgleich sind einige Persönlichkeiten anders als man zuerst denkt/befürchtet.
Die ATMOSPHÄRE des Erwachsenwerdens und die Situationen in den Familien und Freundesgruppen werden gut eingefangen, ebenso einige isländische und historische Besonderheiten. Das Buch behandelt wenig die Landschaft, aber viel das gesellschaftliche Miteinander und den Zeitvertreib.
Hinsichtlich SCHREIBSTIL (Übersetzung von Freyja Melsted) ist mir nichts besonderes aufgefallen, das Buch lässt sich sehr gut lesen. Hier möchte ich hinzufügen, dass sich auch das Hörbuch wirklich lohnt, da es ganz wunderbar eingesprochen ist!
Die HANDLUNG gibt nur Schritt für Schritt Dinge Preis und gerade zu Beginn scheinen alle Menschen verdächtig. Dabei zieht man immer wieder Irrschlüsse und wird von Wendungen überrascht. Auch das Ende hat mich sehr gut gefallen!
Die SPANNUNG war durchgängig hoch, ich wollte dauernd wissen wie es weiter geht. In zwei Handlungssträngen erfährt man die Geschichte von Marsibil zehn Jahre nach dem Verschwinden und Stina vor ihrem Verschwinden.
Hinsichtlich LOGIK wirkt für mich alles soweit nachvollziehbar und in sich schlüssig, auch wenn man natürlich manche Reaktionen nicht nachvollziehen kann.
SPASS beim Lesen hatte ich definitiv und habe mich super unterhalten gefühlt.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 7,14 Bewertungspunkten somit 4 Sterne für dieses Buch.
Ich kann das Buch empfehlen und würde vor allem gerne weitere Einzelbände der Autorin lesen.
von Brombeere - 2026-05-16 22:03:00
Verdrängte Erinnerungen - 5 Sterne
Der Thriller „Home Before Dark" wurde von Eva Björg Ægisdóttir verfasst und erschien am 7. Mai 2026 im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das Cover weckt bereits das Interesse. In der Geschichte geht es um Marsibil, die sich 1967 heimlich mit einem Brieffreund treffen will, wobei sie sich als ihre Schwester Stina ausgibt. Als Marsi nicht zu dem Treffen erscheint, verschwindet Stina spurlos. Zehn Jahre später ist der Fall noch immer ungelöst, bis ein Brief aus der Vergangenheit Marsi dazu zwingt, sich der Wahrheit zu stellen.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft von Anfang an eine dichte, spannende Atmosphäre. Besonders gelungen sind die zwei Zeitebenen, durch die nach und nach immer mehr Hintergründe ans Licht kommen und die Geschichte zusätzlich an Reiz gewinnt. Der Wechsel zwischen den Perspektiven von Marsibil und Kristin bringt dabei Dynamik in die Handlung und hält die Spannung konstant hoch, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch die Figuren sind klar und nachvollziehbar gezeichnet. Sie wirken authentisch, entwickeln sich glaubwürdig weiter und sind emotional gut greifbar, was die düstere und beklemmende Stimmung noch verstärkt. Insgesamt ist Home Before Dark ein starker Thriller mit viel Atmosphäre und psychologischer Tiefe.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und schafft von Anfang an eine dichte, spannende Atmosphäre. Besonders gelungen sind die zwei Zeitebenen, durch die nach und nach immer mehr Hintergründe ans Licht kommen und die Geschichte zusätzlich an Reiz gewinnt. Der Wechsel zwischen den Perspektiven von Marsibil und Kristin bringt dabei Dynamik in die Handlung und hält die Spannung konstant hoch, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch die Figuren sind klar und nachvollziehbar gezeichnet. Sie wirken authentisch, entwickeln sich glaubwürdig weiter und sind emotional gut greifbar, was die düstere und beklemmende Stimmung noch verstärkt. Insgesamt ist Home Before Dark ein starker Thriller mit viel Atmosphäre und psychologischer Tiefe.
von Odina - 2026-05-16 14:36:00
Spannender Island‑Thriller, aber der Schluss fällt etwas ab - 4 Sterne
„Home Before Dark“ von Eva Björg Ægisdóttir startet direkt in die Geschichte und ist von der ersten Seite an extrem spannungsgeladen und mysteriös. Die Erzählweise ist sehr dicht, bildhaft und bestechend gut geschrieben, sodass man sich regelrecht in die nordisch‑düstere Landschaft und die angstgeladene Atmosphäre hineinversetzt fühlt.
Die Handlung dreht sich um Marsibil, die im ländlichen Island versucht, das vor zehn Jahren spurlos verschwundene Schicksal ihrer Schwester Stina aufzuklären. Zusätzlich muss sie mit ihren eigenen Zweifeln an der eigenen Erinnerung kämpfen – was Traum, was Realität ist, bleibt oft unklar und erhöht die Spannung zusätzlich.
Der Aufbau des Romans ist sehr gelungen: Die Geschichte von 1967 mit der verhängnisvollen Verabredung, bei der sich Marsibil als ihre Schwester ausgibt, und das darauffolgende Verschwinden von Stina, bildet eine starke Grundlage für den aktuellen Fall. Die Enthüllungen, die sich langsam entfalten, und die psychologische Spannung sorgen dafür, dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen möchte.
Ich habe rund drei Viertel des Buches in nur wenigen Tagen verschlungen und war sehr begeistert von Tempo, Stimmung und Charakterzeichnung. Die Autorin schafft es, Isolation, Angst vor dem eigenen Verstand und die beklemmende Bedrohung eines Mörders, der noch frei ist, sehr lebendig zu inszenieren.
Kritik bekommt der Roman bei mir vor allem für den Schluss: Dort passiert sehr viel innerhalb kurzer Zeit, die Handlung wirkt etwas überladen und wirkt stellenweise nicht mehr ganz stimmig oder realistisch. Die letzten Seiten hinterlassen einen etwas ratlosen, fast „abgedrehten“ Eindruck, der sich nicht ganz organisch aus der restlichen Erzählung ergibt.
Alles in allem ist „Home Before Dark“ aber ein sehr lesenswerter, atmosphärischer Thriller, der durch seine starke Figurenzeichnung, die Island‑Atmosphäre und die konstante Spannung überzeugt. Wer psychologische Krimis mit einem düsteren Setting mag, kommt hier voll auf seine Kosten – auch wenn der Schluss nicht ganz an die Qualität des restlichen Buches heranreicht.
Die Handlung dreht sich um Marsibil, die im ländlichen Island versucht, das vor zehn Jahren spurlos verschwundene Schicksal ihrer Schwester Stina aufzuklären. Zusätzlich muss sie mit ihren eigenen Zweifeln an der eigenen Erinnerung kämpfen – was Traum, was Realität ist, bleibt oft unklar und erhöht die Spannung zusätzlich.
Der Aufbau des Romans ist sehr gelungen: Die Geschichte von 1967 mit der verhängnisvollen Verabredung, bei der sich Marsibil als ihre Schwester ausgibt, und das darauffolgende Verschwinden von Stina, bildet eine starke Grundlage für den aktuellen Fall. Die Enthüllungen, die sich langsam entfalten, und die psychologische Spannung sorgen dafür, dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen möchte.
Ich habe rund drei Viertel des Buches in nur wenigen Tagen verschlungen und war sehr begeistert von Tempo, Stimmung und Charakterzeichnung. Die Autorin schafft es, Isolation, Angst vor dem eigenen Verstand und die beklemmende Bedrohung eines Mörders, der noch frei ist, sehr lebendig zu inszenieren.
Kritik bekommt der Roman bei mir vor allem für den Schluss: Dort passiert sehr viel innerhalb kurzer Zeit, die Handlung wirkt etwas überladen und wirkt stellenweise nicht mehr ganz stimmig oder realistisch. Die letzten Seiten hinterlassen einen etwas ratlosen, fast „abgedrehten“ Eindruck, der sich nicht ganz organisch aus der restlichen Erzählung ergibt.
Alles in allem ist „Home Before Dark“ aber ein sehr lesenswerter, atmosphärischer Thriller, der durch seine starke Figurenzeichnung, die Island‑Atmosphäre und die konstante Spannung überzeugt. Wer psychologische Krimis mit einem düsteren Setting mag, kommt hier voll auf seine Kosten – auch wenn der Schluss nicht ganz an die Qualität des restlichen Buches heranreicht.
von Chris - 2026-05-10 20:49:00
Familiengeheimnisse - 5 Sterne
Da ich die anderen Bücher der Autorin bisher super gern mochte, habe ich mich sehr auf diesen neuen Thriller von ihr gefreut. Und der hat es durchaus in sich und verbirgt ein paar echt brisante Familiengeheimnisse. Für alle, die ihre Thriller zwar düster, aber nicht brutal und blutig mögen, ist dieser hier genau das richtige Buch.
Ich finde diese Art des Erzählens- Marsi die als Erwachsene zurück zu ihrem Elternhaus kommt und den Vermisstenfall ihrer Schwester aufzuklären versucht, wobei sich in beiden Zeitebenen langsam ein Bild zusammenzusetzen beginnt- richtig gelungen. Ein paar Ereignisse aus der Vergangenheit werden dabei in ein neues Licht gerückt und gekonnt wird hier mit der Erwartungshaltung des Lesers gespielt.
Ich fands auch richtig cool, dass auch so viele Kapitel aus Stings eigener Sicht geschrieben waren, was dem Fall nochmal eine andere Tiefe gibt.
Generell steht Stings eigene Familie unter verschiedenen Gesichtspunkten im Fokus, es wird viel alter Staub aufgewirbelt, wodurch keines der Familienmitglieder besonders gut dasteht. Trotzdem fand Ichs stark, wie die Familie bis zum Ende der Geschichte trotz aller Widrigkeiten eine Einheit bildet, auch wenn die Figuren für sich alle eher unnahbar auftreten.
Ich fand die Geschichte durchaus wendungsreich und an einigen Stellen wirklich überraschend. Vor allem mit der Auflösung um Stinas Verschwinden hätte ich nie gerechnet. Die Story war durchweg spannend und sehr atmosphärisch geplottet.
Das Ende war ja nochmal ein absoluter Knaller. Absolut unberechenbar. Ich wurde top unterhalten, daher klare Leseempfehlung von mir.
Ich finde diese Art des Erzählens- Marsi die als Erwachsene zurück zu ihrem Elternhaus kommt und den Vermisstenfall ihrer Schwester aufzuklären versucht, wobei sich in beiden Zeitebenen langsam ein Bild zusammenzusetzen beginnt- richtig gelungen. Ein paar Ereignisse aus der Vergangenheit werden dabei in ein neues Licht gerückt und gekonnt wird hier mit der Erwartungshaltung des Lesers gespielt.
Ich fands auch richtig cool, dass auch so viele Kapitel aus Stings eigener Sicht geschrieben waren, was dem Fall nochmal eine andere Tiefe gibt.
Generell steht Stings eigene Familie unter verschiedenen Gesichtspunkten im Fokus, es wird viel alter Staub aufgewirbelt, wodurch keines der Familienmitglieder besonders gut dasteht. Trotzdem fand Ichs stark, wie die Familie bis zum Ende der Geschichte trotz aller Widrigkeiten eine Einheit bildet, auch wenn die Figuren für sich alle eher unnahbar auftreten.
Ich fand die Geschichte durchaus wendungsreich und an einigen Stellen wirklich überraschend. Vor allem mit der Auflösung um Stinas Verschwinden hätte ich nie gerechnet. Die Story war durchweg spannend und sehr atmosphärisch geplottet.
Das Ende war ja nochmal ein absoluter Knaller. Absolut unberechenbar. Ich wurde top unterhalten, daher klare Leseempfehlung von mir.
von Lies_ein_Buch - 2026-05-10 17:35:00
ein nordischer Psychothriller über Geheimnisse in der Familie - 4 Sterne
Reykjavik im Jahr 1977-Marsibil bekommt einen Brief von ihrem ehemaligen Brieffreund, mit dem sie seit dem Verschwinden ihrer älteren Schwester zehn Jahre davor keinen Kontakt mehr hatte. Ihre ältere Schwester Kristin, genannt Stina, verschwand damals am Abend am Heimweg von ihrer Freundin spurlos – nur ihre Jacke wurde gefunden. Marsibil trägt seit dem Tag auch ein Geheimnis mit sich, hat sie sich doch gegenüber ihres Brieffreundes Bergur, als ihre ältere Schwester ausgegeben und Bergur wollte sich am Auffindeort der Jacke mit seiner Brieffreundin treffen.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen und Perspektiven erzählt. Man folgt Marsibil im Jahr 1977 auf der Suche nach ihrer schon langen verschwundenen Schwester. Im Jahr 1966 bekommt man Einblicke in Kristins Gefühlsleben im Jahr 1966, dem Jahr ihres Verschwindens. Die Erzählstränge sind ineinander verwoben und erzählen immer aus der Ich-Perspektive.
Rasch merkt man vor allem bei Marsibil welche Auswirkung das Verschwinden und der Jahrestag auf die gesamte Familie hat. Das Elternhaus und auch ihre Eltern selbst, scheinen etwas verwahrlost zu sein, fast als wären sie in der Zeit stehen geblieben. Auch Marsibil hat zu kämpfen auf Grund der Schuldgefühle. Schlaflosigkeit, Halluzinationen und die Gewohnheit öfter zu viel zu trinken, begleiten sie, und damit ist klar, dass man sich nicht vollumfänglich auf ihre geschilderten Erinnerungen verlassen kann. Das zehn Jahres Jubiläum ist aufwühlend und das neue Interesse der Medien auch bedrückend, diverse Artikel tauchen auf.
Schichtweise taucht man in die Geschichte ein, lernt verschiedenste Charaktere des Ortes kennen. Neben alten Bekannten tauchen auch neue Figuren auf, in Summe doch etliche. Trotz des angenehmen, flüssigen Schreibstils wird es dadurch auch etwas verwirrend. Vielleicht ist dies allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass Stina im Teenageralter verschwand, und damit einen großen Kreis Kontakte hatte.
Bis zum Schluss kommt es zu etlichen Wendungen und falschen Fährten. Einem nordischen Krimi typisch, war auch die durchgängige düstere Atmosphäre.
Als Stand Alone Roman eine schöne Abwechslung, jedoch wird die Island-Krimi Reihe immer mein Highlight dieser Autorin sein.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen und Perspektiven erzählt. Man folgt Marsibil im Jahr 1977 auf der Suche nach ihrer schon langen verschwundenen Schwester. Im Jahr 1966 bekommt man Einblicke in Kristins Gefühlsleben im Jahr 1966, dem Jahr ihres Verschwindens. Die Erzählstränge sind ineinander verwoben und erzählen immer aus der Ich-Perspektive.
Rasch merkt man vor allem bei Marsibil welche Auswirkung das Verschwinden und der Jahrestag auf die gesamte Familie hat. Das Elternhaus und auch ihre Eltern selbst, scheinen etwas verwahrlost zu sein, fast als wären sie in der Zeit stehen geblieben. Auch Marsibil hat zu kämpfen auf Grund der Schuldgefühle. Schlaflosigkeit, Halluzinationen und die Gewohnheit öfter zu viel zu trinken, begleiten sie, und damit ist klar, dass man sich nicht vollumfänglich auf ihre geschilderten Erinnerungen verlassen kann. Das zehn Jahres Jubiläum ist aufwühlend und das neue Interesse der Medien auch bedrückend, diverse Artikel tauchen auf.
Schichtweise taucht man in die Geschichte ein, lernt verschiedenste Charaktere des Ortes kennen. Neben alten Bekannten tauchen auch neue Figuren auf, in Summe doch etliche. Trotz des angenehmen, flüssigen Schreibstils wird es dadurch auch etwas verwirrend. Vielleicht ist dies allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass Stina im Teenageralter verschwand, und damit einen großen Kreis Kontakte hatte.
Bis zum Schluss kommt es zu etlichen Wendungen und falschen Fährten. Einem nordischen Krimi typisch, war auch die durchgängige düstere Atmosphäre.
Als Stand Alone Roman eine schöne Abwechslung, jedoch wird die Island-Krimi Reihe immer mein Highlight dieser Autorin sein.
von leopol - 2026-05-09 09:41:00


