Rezensionen
Mirabellentage
Roman | "Warmherzig und sonnendurchflutet. Ein Roman, sinnlich wie ein Sommertag auf dem Land." Für Sie
Autor: Martina Bogdahn
Erschienen 2026 bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-01354-2
Pastor Josefs letzter Wunsch - 4 Sterne
Im beschaulichen fränkischem Dorf Blumfeld steht Anna vor einer großen Herausforderung. Als Haushaltshilfe und Freundin seit Kindertagen hat sie den Pfarrhaushalt geleitet. Sie sorgte für das Wohl der Gemeinde, für Treffen und Busreisen. 30 Jahre war sie für alles zuständig, die gute Seele, und nun ist völlig überraschend Pfarrer Josef verstorben. Annas Aufgabe besteht darin, seine Asche ans Meer zu bringen und dort zu verstreuen. Bereits zur offiziellen Beerdigung ist der neue Pastor da, der junge Fridtjof von einer Halliginsel, mit einem unverständlichen Dialekt. Braucht er sie noch oder muss sie sich eine neue Arbeitsstelle suchen?
Sehr lebendig wird uns der Alltag der Haushälterin in einer Pfarrgemeinde geschildert, immer wieder unterbrochen durch Rückblenden, mal melancholisch, mal humorvoll, aber immer voller Herzenswärme. Der kleine Ort steht im Mittelpunkt, man kennt sich oft schon von Kindesbeinen an. Anna hat den Ort nie verlassen und nun soll sie auf sich alleingestellt und heimlich mit Josefs Asche ans Meer fahren. Durch die episodischen Rückblenden sehr abwechslungsreich und interessant geschrieben.
Sehr lebendig wird uns der Alltag der Haushälterin in einer Pfarrgemeinde geschildert, immer wieder unterbrochen durch Rückblenden, mal melancholisch, mal humorvoll, aber immer voller Herzenswärme. Der kleine Ort steht im Mittelpunkt, man kennt sich oft schon von Kindesbeinen an. Anna hat den Ort nie verlassen und nun soll sie auf sich alleingestellt und heimlich mit Josefs Asche ans Meer fahren. Durch die episodischen Rückblenden sehr abwechslungsreich und interessant geschrieben.
von Ulla - 2026-06-11 16:03:00
Eine Reise durch die Dorfgemeinschaft - 3 Sterne
Nun habe ich meinen imaginären Spaziergang durch das fränkische Blumenfeld beendet und dabei so einiges über seine Bewohner erfahren. ????
In 'Mirabellentage' erzählt Anna, die langjährige Haushälterin des verstorbenen Ortspfarrers Josef, so allerhand Anekdoten aus vergangenen Zeiten. Für sie ist das eine Form der Trauerbewältigung - und gleichzeitig ihre ganz eigene Art, den neuen Priester Fridjof in sein Amt einzuführen.
Dabei hat es Fridjof nicht leicht: Er tritt in große Fußstapfen und wird als junger Mann von einer Hallig an der Nordsee von den Dorfbewohnern oft kaum verstanden. Umso besser, dass Anna ihm den Tipp gibt, die Gemeinde einfach mit seinem 'Latein' zu beeindrucken. ????
Für mich war dieser Roman ein schöner sommerlicher Lesehappen für zwischendurch. Die Erzählungen sind mal traurig und nachdenklich, mal humorvoll, manchmal auch etwas gewöhnungsbedürftig (ich sage nur: Gänseessen ????).
Besonders gefallen hat mir, wie sehr die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt stehen. Immer wieder wird deutlich, wie wichtig Zusammenhalt und Gemeinschaft sind - etwas, das dem Roman viel Wärme verleiht.
Zeitweise waren mir die vielen aneinandergereihten Anekdoten allerdings etwas zu viel, sodass ich hin und wieder aus dem Lesefluss geraten bin. Es fühlte sich ein wenig so an, als würde die nette ältere Dame von nebenan einem bei jedem Treffen noch schnell eine weitere Geschichte von früher erzählen - manchmal charmant, manchmal auch ein kleines bisschen anstrengend. ????
Trotzdem habe ich mich in Blumenfeld sehr wohlgefühlt und könnte mir durchaus vorstellen, dort ein Plätzchen unter den Einwohnern zu finden. ????
In 'Mirabellentage' erzählt Anna, die langjährige Haushälterin des verstorbenen Ortspfarrers Josef, so allerhand Anekdoten aus vergangenen Zeiten. Für sie ist das eine Form der Trauerbewältigung - und gleichzeitig ihre ganz eigene Art, den neuen Priester Fridjof in sein Amt einzuführen.
Dabei hat es Fridjof nicht leicht: Er tritt in große Fußstapfen und wird als junger Mann von einer Hallig an der Nordsee von den Dorfbewohnern oft kaum verstanden. Umso besser, dass Anna ihm den Tipp gibt, die Gemeinde einfach mit seinem 'Latein' zu beeindrucken. ????
Für mich war dieser Roman ein schöner sommerlicher Lesehappen für zwischendurch. Die Erzählungen sind mal traurig und nachdenklich, mal humorvoll, manchmal auch etwas gewöhnungsbedürftig (ich sage nur: Gänseessen ????).
Besonders gefallen hat mir, wie sehr die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt stehen. Immer wieder wird deutlich, wie wichtig Zusammenhalt und Gemeinschaft sind - etwas, das dem Roman viel Wärme verleiht.
Zeitweise waren mir die vielen aneinandergereihten Anekdoten allerdings etwas zu viel, sodass ich hin und wieder aus dem Lesefluss geraten bin. Es fühlte sich ein wenig so an, als würde die nette ältere Dame von nebenan einem bei jedem Treffen noch schnell eine weitere Geschichte von früher erzählen - manchmal charmant, manchmal auch ein kleines bisschen anstrengend. ????
Trotzdem habe ich mich in Blumenfeld sehr wohlgefühlt und könnte mir durchaus vorstellen, dort ein Plätzchen unter den Einwohnern zu finden. ????
von Karina - 2026-06-09 08:19:00
Sommerlich leichte Lektüre - 4 Sterne
„Mirabellentage“ ist ein unterhaltsames und kurzweiliges Buch, das sich angenehm lesen lässt, auch wenn es nicht ganz ohne Schwächen auskommt. Besonders positiv fällt auf, dass die Geschichte immer wieder mit Humor und Leichtigkeit erzählt wird, sodass man gut durch die Seiten getragen wird. Allerdings wirkt die Handlung an einigen Stellen etwas zu weit hergeholt und stellenweise konstruiert. Manche Szenen sind deutlich überspitzt – etwa die Idee, ein italienisches Rezept wie eine Sonntagspredigt zu inszenieren. Das sorgt zwar für amüsante Momente, kann aber auch etwas überzogen wirken und nimmt der Geschichte gelegentlich ihre Glaubwürdigkeit. Inhaltlich behandelt das Buch eigentlich ein eher trauriges Thema, nämlich einen Abschied. Dennoch bleibt der Ton insgesamt überraschend leicht. Das macht die Lektüre zwar angenehm, führt aber auch dazu, dass es stellenweise an Tiefe fehlt. Gerade bei einem so emotionalen Kern hätte man sich an manchen Punkten mehr Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit gewünscht. Die Figuren hingegen sind durchweg sympathisch und tragen viel zum positiven Gesamteindruck bei. Man verbringt gern Zeit mit ihnen, auch wenn die Handlung nicht immer vollständig überzeugt. Insgesamt ist „Mirabellentage“ eine leichte, unterhaltsame Lektüre für zwischendurch – mit charmanten Charakteren, aber auch mit inhaltlichen Schwächen und verpasstem Potenzial für mehr Tiefe.
von Ema - 2026-05-29 20:07:00
Mehr Anekdoten als Handlung - 3 Sterne
Mehr Anekdoten als Handlung
Anna ist seit vielen Jahren die Haushälterin des Priesters Josef im kleinen fränkischen Ort Blumfeld. Beide kennen sich seit ihrer Kindheit, in der sie sich als Außenseiter verbunden fühlten. Inzwischen sind sie beliebte und geschätzte Mitglieder der Gemeinschaft geworden; Anna engagiert sich weit über ihre Rolle als Haushälterin hinaus in der Gemeinde.
Doch dann stirbt Josef völlig überraschend mit nur 57 Jahren. Sein letzter Wunsch stellt Anna vor eine Herausforderung: Er möchte seine letzte Ruhestätte im Meer finden. Gleichzeitig muss sie die offizielle Begräbnisfeier organisieren, den neuen Priester willkommen heißen und sich zudem mit ihrer eigenen ungewissen Zukunft auseinandersetzen.
Neben der Gegenwartshandlung beschreibt die Autorin vor allem in zahlreichen Rückblicken und episodischen Anekdoten Annas Leben. Josef spielt dabei keine unbedeutende Rolle, bleibt jedoch eher eine Randfigur. Der Ton ist meist humorvoll, häufig sogar mit einer Tendenz zum Klamauk. Daneben gibt es aber auch einige ernstere Szenen und Begegnungen, die berühren und dem Roman etwas Tiefe verleihen.
Die sehr bildhaften Naturbeschreibungen vermitteln ein lebendiges Gefühl für die Kleinstadt und ihre Umgebung. Ebenso erwecken die teils skurrilen Charakterzeichnungen die Bewohner*innen zum Leben. Über weite Strecken bleibt allerdings offen, wann die Gegenwartshandlung genau spielt – jedenfalls deutlich später, als das Leben in Blumfeld, das Handeln der Figuren und ihre Gedankengänge zunächst vermuten lassen.
Das Verhältnis der beiden Zeitebenen fällt klar zugunsten der Vergangenheit aus. Auch die Handlung bleibt überwiegend in Blumfeld verortet; erst gegen Ende kommt das Meer tatsächlich in Sicht.
Der zweite Roman von Martina Bogdahn nach ihrem großen Erstlingserfolg ist flüssig und leicht lesbar geschrieben. Trotz der ernsten Ausgangssituation handelt es sich jedoch eher um einen Wohlfühlroman, der mich letztlich nicht überzeugen konnte. Ich hätte mir eine stringentere Handlung und mehr Tiefgang gewünscht – dafür weniger episodische Anekdoten und klamaukigen Humor.
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden; deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch durchaus seine Fangemeinde finden wird.
Anna ist seit vielen Jahren die Haushälterin des Priesters Josef im kleinen fränkischen Ort Blumfeld. Beide kennen sich seit ihrer Kindheit, in der sie sich als Außenseiter verbunden fühlten. Inzwischen sind sie beliebte und geschätzte Mitglieder der Gemeinschaft geworden; Anna engagiert sich weit über ihre Rolle als Haushälterin hinaus in der Gemeinde.
Doch dann stirbt Josef völlig überraschend mit nur 57 Jahren. Sein letzter Wunsch stellt Anna vor eine Herausforderung: Er möchte seine letzte Ruhestätte im Meer finden. Gleichzeitig muss sie die offizielle Begräbnisfeier organisieren, den neuen Priester willkommen heißen und sich zudem mit ihrer eigenen ungewissen Zukunft auseinandersetzen.
Neben der Gegenwartshandlung beschreibt die Autorin vor allem in zahlreichen Rückblicken und episodischen Anekdoten Annas Leben. Josef spielt dabei keine unbedeutende Rolle, bleibt jedoch eher eine Randfigur. Der Ton ist meist humorvoll, häufig sogar mit einer Tendenz zum Klamauk. Daneben gibt es aber auch einige ernstere Szenen und Begegnungen, die berühren und dem Roman etwas Tiefe verleihen.
Die sehr bildhaften Naturbeschreibungen vermitteln ein lebendiges Gefühl für die Kleinstadt und ihre Umgebung. Ebenso erwecken die teils skurrilen Charakterzeichnungen die Bewohner*innen zum Leben. Über weite Strecken bleibt allerdings offen, wann die Gegenwartshandlung genau spielt – jedenfalls deutlich später, als das Leben in Blumfeld, das Handeln der Figuren und ihre Gedankengänge zunächst vermuten lassen.
Das Verhältnis der beiden Zeitebenen fällt klar zugunsten der Vergangenheit aus. Auch die Handlung bleibt überwiegend in Blumfeld verortet; erst gegen Ende kommt das Meer tatsächlich in Sicht.
Der zweite Roman von Martina Bogdahn nach ihrem großen Erstlingserfolg ist flüssig und leicht lesbar geschrieben. Trotz der ernsten Ausgangssituation handelt es sich jedoch eher um einen Wohlfühlroman, der mich letztlich nicht überzeugen konnte. Ich hätte mir eine stringentere Handlung und mehr Tiefgang gewünscht – dafür weniger episodische Anekdoten und klamaukigen Humor.
Geschmäcker sind bekanntlich verschieden; deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch durchaus seine Fangemeinde finden wird.
von bedard - 2026-05-13 16:02:00
Mirabellentage - 5 Sterne
Pfarrer Josef segnet das Zeitliche. Nun steht seine Haushälterin Anna vor der Frage: wie geht es weiter? Und vor allem: wie soll sie denn bloß den letzten – sehr außergewöhnlichen - Wunsch ihres Pfarrers erfüllen?
Martina Bogdahn lässt uns eintauchen in die kleine schrullige Gemeinde im tiefsten Bayern, in welcher man seinen Platz immer wieder neu finden darf. Die zauberhaften Charaktere und Geschichten um die Höhe- und Tiefpunkte von Blumfeld haben mich sofort in ihren Bann gezogen.
Martina Bogdahn lässt uns eintauchen in die kleine schrullige Gemeinde im tiefsten Bayern, in welcher man seinen Platz immer wieder neu finden darf. Die zauberhaften Charaktere und Geschichten um die Höhe- und Tiefpunkte von Blumfeld haben mich sofort in ihren Bann gezogen.
von Tappeiner Elisabeth aus der Athesia-Filiale in Schlanders - 2026-05-12 14:17:49
Zwiespältiger Eindruck - 3 Sterne
Martina Bogdahn hatte 2024 mit ihrem Debüt „Mühlensommer“ einen Riesenerfolg; monatelang stand der Roman auf der Bestsellerliste. Und auch ihr neues Buch „Mirabellentage“ hat sich dort schon einen Platz erobert. Anscheinend stillt die Autorin mit ihren Geschichten das Bedürfnis vieler nach einem überschaubaren Ort, der zwar auch keine Idylle bietet, aber ein dörfliches Miteinander.
Wir sind wieder in Blumfeld, einem fiktiven Dorf im Fränkischen. Hier ist Anna, die Ich-Erzählerin, aufgewachsen und hier war sie dreißig Jahre lang die Haushälterin des Dorfpfarrers, mit dem sie seit Kindheitstagen befreundet ist. Doch nun ist Josef überraschend gestorben und Anna muss sich neu orientieren. Wird der zukünftige Pfarrer sie überhaupt brauchen? Und wo ist fortan ihr Platz in der Gemeinde? Kann sie mit Mitte Fünfzig eine andere Aufgabe finden?
Doch zunächst muss sie noch ein ganz anderes Problem lösen, nämlich den letzten Wunsch des Verstorbenen erfüllen. Der wollte nicht in das Familiengrab zu seiner Mutter. Die hatte ihn mit sehr viel Liebe und Druck sein Leben lang dominiert. Traumatisiert von den Erlebnissen im Krieg und auf der Flucht war ihr ganzer Lebensinhalt ihr Junge. Er sollte einmal Pfarrer werden, das war der sehnlichste Wunsch der frommen Frau. Und Josef als braver Sohn gehorcht. Doch im Tod will er endlich frei sein von ihr. Seine Asche soll im Meer verteilt werden. Und so kommt es, dass die Gemeinde einen mit Steinen gefüllten Sarg beerdigt und Anna dasteht mit einer Dose voller Asche.
Mit Anna lernen wir eine Frau kennen, wie es viele geben mag. Ihr Alltag ist mit so vielen Aufgaben ausgefüllt, dass sie einfach funktioniert. Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse stellt sie hintenan, kennt sie kaum. Ganz selten streift sie der Gedanke, dass auch ein anderes Leben möglich gewesen wäre. „Viele Dinge, die ich mir wünschte, waren einfach nicht passiert, und ich wusste nicht, wie ich das hätte ändern sollen. Andererseits war mir klar, dass derjenige, der eine Wahl hat, sich auch für den falschen Weg entscheiden kann.“
Auch in dieser Situation, in der wir sie kennenlernen, versucht sie es allen recht zu machen. Einerseits Josefs letzte Reise zu
ermöglichen, andererseits ihre Pflichten nicht zu vernachlässigen. Sie muss die Beerdigung organisieren, sich um den jungen Pfarrer kümmern, der mit seiner Aufgabe völlig überfordert scheint, und außerdem sind die Mirabellen reif und sie sollte wie jedes Jahr Unmengen an Marmelade einkochen. Für Trauer bleibt da wenig Zeit.
In Rückblenden erfahren wir manches aus Annas Kindheit und Jugend, aber auch unzählige Anekdoten aus dem Dorfleben. Manche davon erschienen mir überzeichnet und albern, andere dagegen waren sehr berührend. So hätte ich z.B. auf die Kneippfahrt, unter der die Männer des Dorfes etwas anderes verstanden haben, verzichten können. Das war Bauerntheater, nicht lustig, sondern platt und diffamierend. Es wäre besser gewesen, hier einige Episoden zu streichen und stattdessen den Fokus stärker auf Anna und ihre Entwicklung zu richten. Es gibt zwar deutliche Anzeichen, dass sich für Anna neue Perspektiven auftun. Leider wird das Ende etwas zu schnell abgehandelt.
Ich habe den Roman zwar gerne gelesen. Martina Bogdahn entwirft Bilder und Szenen, die voller Atmosphäre sind. Mit einem liebevollen Blick betrachtet sie die meisten ihrer Figuren.
Allerdings erschien mir die Geschichte wie aus der Zeit gefallen. Die Rahmenhandlung spielt im Jahr 2010; vieles wirkt aber wie in einem alten Heimatroman. Wann hat man in letzter Zeit eine Geschichte über eine Pfarrhaushälterin gelesen? Ich bin allerdings froh, dass die Autorin keine Liebesgeschichte zwischen dem Pfarrer und seiner Haushälterin erfunden hat. Auch wenn eine tiefe emotionale Verbindung zwischen den beiden spürbar war.
So ist „Mirabellentage“ für mich eine etwas irritierende Lektüre gewesen. Einerseits hat mich das Thema „Abschied und Neubeginn“ angesprochen und auch in der Umsetzung weitgehend überzeugt. Andere Teile des Buches waren überzeichnet und wenig sinnhaft.
Trotzdem: Wer sich ein paar entspannte Stunden mit einem Wohlfühlbuch gönnen möchte, liegt hier nicht falsch.
Wir sind wieder in Blumfeld, einem fiktiven Dorf im Fränkischen. Hier ist Anna, die Ich-Erzählerin, aufgewachsen und hier war sie dreißig Jahre lang die Haushälterin des Dorfpfarrers, mit dem sie seit Kindheitstagen befreundet ist. Doch nun ist Josef überraschend gestorben und Anna muss sich neu orientieren. Wird der zukünftige Pfarrer sie überhaupt brauchen? Und wo ist fortan ihr Platz in der Gemeinde? Kann sie mit Mitte Fünfzig eine andere Aufgabe finden?
Doch zunächst muss sie noch ein ganz anderes Problem lösen, nämlich den letzten Wunsch des Verstorbenen erfüllen. Der wollte nicht in das Familiengrab zu seiner Mutter. Die hatte ihn mit sehr viel Liebe und Druck sein Leben lang dominiert. Traumatisiert von den Erlebnissen im Krieg und auf der Flucht war ihr ganzer Lebensinhalt ihr Junge. Er sollte einmal Pfarrer werden, das war der sehnlichste Wunsch der frommen Frau. Und Josef als braver Sohn gehorcht. Doch im Tod will er endlich frei sein von ihr. Seine Asche soll im Meer verteilt werden. Und so kommt es, dass die Gemeinde einen mit Steinen gefüllten Sarg beerdigt und Anna dasteht mit einer Dose voller Asche.
Mit Anna lernen wir eine Frau kennen, wie es viele geben mag. Ihr Alltag ist mit so vielen Aufgaben ausgefüllt, dass sie einfach funktioniert. Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse stellt sie hintenan, kennt sie kaum. Ganz selten streift sie der Gedanke, dass auch ein anderes Leben möglich gewesen wäre. „Viele Dinge, die ich mir wünschte, waren einfach nicht passiert, und ich wusste nicht, wie ich das hätte ändern sollen. Andererseits war mir klar, dass derjenige, der eine Wahl hat, sich auch für den falschen Weg entscheiden kann.“
Auch in dieser Situation, in der wir sie kennenlernen, versucht sie es allen recht zu machen. Einerseits Josefs letzte Reise zu
ermöglichen, andererseits ihre Pflichten nicht zu vernachlässigen. Sie muss die Beerdigung organisieren, sich um den jungen Pfarrer kümmern, der mit seiner Aufgabe völlig überfordert scheint, und außerdem sind die Mirabellen reif und sie sollte wie jedes Jahr Unmengen an Marmelade einkochen. Für Trauer bleibt da wenig Zeit.
In Rückblenden erfahren wir manches aus Annas Kindheit und Jugend, aber auch unzählige Anekdoten aus dem Dorfleben. Manche davon erschienen mir überzeichnet und albern, andere dagegen waren sehr berührend. So hätte ich z.B. auf die Kneippfahrt, unter der die Männer des Dorfes etwas anderes verstanden haben, verzichten können. Das war Bauerntheater, nicht lustig, sondern platt und diffamierend. Es wäre besser gewesen, hier einige Episoden zu streichen und stattdessen den Fokus stärker auf Anna und ihre Entwicklung zu richten. Es gibt zwar deutliche Anzeichen, dass sich für Anna neue Perspektiven auftun. Leider wird das Ende etwas zu schnell abgehandelt.
Ich habe den Roman zwar gerne gelesen. Martina Bogdahn entwirft Bilder und Szenen, die voller Atmosphäre sind. Mit einem liebevollen Blick betrachtet sie die meisten ihrer Figuren.
Allerdings erschien mir die Geschichte wie aus der Zeit gefallen. Die Rahmenhandlung spielt im Jahr 2010; vieles wirkt aber wie in einem alten Heimatroman. Wann hat man in letzter Zeit eine Geschichte über eine Pfarrhaushälterin gelesen? Ich bin allerdings froh, dass die Autorin keine Liebesgeschichte zwischen dem Pfarrer und seiner Haushälterin erfunden hat. Auch wenn eine tiefe emotionale Verbindung zwischen den beiden spürbar war.
So ist „Mirabellentage“ für mich eine etwas irritierende Lektüre gewesen. Einerseits hat mich das Thema „Abschied und Neubeginn“ angesprochen und auch in der Umsetzung weitgehend überzeugt. Andere Teile des Buches waren überzeichnet und wenig sinnhaft.
Trotzdem: Wer sich ein paar entspannte Stunden mit einem Wohlfühlbuch gönnen möchte, liegt hier nicht falsch.
von Ruth - 2026-04-28 23:06:00
Der Pfarrer und seine Köchin - 5 Sterne
Mirabellentage spielt in einem beschaulichen Dorf in Bayern und im Zentrum steht Anna, die viele Jahre den Haushalt des Pfarrers geschupft hat. Josef und Anna waren schon als Kinder befreundet und über die Jahre hat ihre Freundschaft echte Tiefe erfahren. Als Josef ganz plötzlich stirbt, beginnt Annas Welt zu wanken.
Neben ihrer Trauer hat sie einiges an Aufgaben zu bewältigen. Die Beerdigung muss organisiert, der junge neue Pfarrer eingeführt werden und zusätzlich muss Anna noch ein großes Geheimnis wahren und einen Auftrag ausführen. Denn Josef wollte nicht neben seiner Mutter beerdigt werden, wie die Dorfgemeinschaft glauben gemacht wird. Anna soll Josef's Asche ins Meer streuen. Doch Anna ist noch kaum über die Grenzen ihres Dorfes hinausgekommen. Diese Aufgabe scheint für sie zu groß.
Matina Bogdahn schildert uns in diesem Dorfroman das einfache Leben der Menschen. Doch was uns einfach erscheint, birgt immer wieder überraschende Tiefe. In Erinnerungen werden einzelnen Leben herausgepickt und ihre Geschichten bieten häufig große Überraschungen. Auch Annas Leben war nicht immer so beschaulich und strukturiert wie es anfangs scheint.
Es ist ein Buch über vorgezeichnete Lebenswege, verpasste Chancen unterdrückte Gefühle und dem Versuch auszubrechen, neue Wege zu beschreiten und vielleicht eine andere Zukunft zu finden. Das Buch lebt von den liebevollen gezeichneten Charakteren und dem Mut, den es braucht, mal aus der Reihe zu tanzen.
Was mir besonders an dem Buch gefallen hat, ist dass die Autorin diese Geschichte mit viel Wärme und Liebe für ihre Figuren verfasst hat. Die ländliche Geborgenheit ist durch die Zeilen spürbar und obwohl das Buch von Trauer und einem Todesfall handelt ist es nicht bedrückend, sondern eher aufmunternd. Anna wird vom Dorf getragen, findet Trost in der Natur und Hilfe, wo sie diese nicht erwartet hätte.
Wie bereits der erste Band der Autorin hat mir auch dieses Buch ausgesprochen gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.
Neben ihrer Trauer hat sie einiges an Aufgaben zu bewältigen. Die Beerdigung muss organisiert, der junge neue Pfarrer eingeführt werden und zusätzlich muss Anna noch ein großes Geheimnis wahren und einen Auftrag ausführen. Denn Josef wollte nicht neben seiner Mutter beerdigt werden, wie die Dorfgemeinschaft glauben gemacht wird. Anna soll Josef's Asche ins Meer streuen. Doch Anna ist noch kaum über die Grenzen ihres Dorfes hinausgekommen. Diese Aufgabe scheint für sie zu groß.
Matina Bogdahn schildert uns in diesem Dorfroman das einfache Leben der Menschen. Doch was uns einfach erscheint, birgt immer wieder überraschende Tiefe. In Erinnerungen werden einzelnen Leben herausgepickt und ihre Geschichten bieten häufig große Überraschungen. Auch Annas Leben war nicht immer so beschaulich und strukturiert wie es anfangs scheint.
Es ist ein Buch über vorgezeichnete Lebenswege, verpasste Chancen unterdrückte Gefühle und dem Versuch auszubrechen, neue Wege zu beschreiten und vielleicht eine andere Zukunft zu finden. Das Buch lebt von den liebevollen gezeichneten Charakteren und dem Mut, den es braucht, mal aus der Reihe zu tanzen.
Was mir besonders an dem Buch gefallen hat, ist dass die Autorin diese Geschichte mit viel Wärme und Liebe für ihre Figuren verfasst hat. Die ländliche Geborgenheit ist durch die Zeilen spürbar und obwohl das Buch von Trauer und einem Todesfall handelt ist es nicht bedrückend, sondern eher aufmunternd. Anna wird vom Dorf getragen, findet Trost in der Natur und Hilfe, wo sie diese nicht erwartet hätte.
Wie bereits der erste Band der Autorin hat mir auch dieses Buch ausgesprochen gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.
von Miro - 2026-04-26 17:02:00
Mirabellentage - 5 Sterne
Als der Ortspfarrer Josef überraschend stirbt, gerät die geordnete Welt seiner Haushälterin Anna ins Wanken. Was soll nun werden? Erst mal muss sie die Beerdigung organisieren, den jungen Ersatzpriester Fridtjof in Empfang nehmen - und dann soll auch noch Josefs Asche ans Meer.
Dafür nimmt Anna, Anfang fünfzig, Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrlehrer und heimlichen Schwarm Herrn Tanner. Gemeinsam erkunden sie die fränkische Gegend um Blumfeld und erinnern sich an ein fast vergessenes Leben. An den Geruch des Sommers, die Farbe reifer Mirabellen, an harte Arbeit und kleine Alltagsfluchten.
Je näher der Aufbruch rückt, desto drängender werden Annas Fragen, denn die Fahrt bedeutet eine Reise ins Ungewisse. Es braucht eine Entscheidung. Wie gut, dass sie die nicht alleine treffen muss.
Dafür nimmt Anna, Anfang fünfzig, Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrlehrer und heimlichen Schwarm Herrn Tanner. Gemeinsam erkunden sie die fränkische Gegend um Blumfeld und erinnern sich an ein fast vergessenes Leben. An den Geruch des Sommers, die Farbe reifer Mirabellen, an harte Arbeit und kleine Alltagsfluchten.
Je näher der Aufbruch rückt, desto drängender werden Annas Fragen, denn die Fahrt bedeutet eine Reise ins Ungewisse. Es braucht eine Entscheidung. Wie gut, dass sie die nicht alleine treffen muss.
von Sandra Weigel - 2026-04-24 15:39:33
Komödiantischer Wohlfühlroman - 3 Sterne
Vor 2 Jahren habe ich Martina Bogdahns Debüt "Mühlensommer" gelesen, das mir sehr gut gefallen hat. Ich freute mich daher auf ihren neuen Roman "Mirabellentage" und hatte hohe Erwartungen - doch glücklich geworden bin ich mit dem Buch leider nicht.
Der Roman spielt in dem kleinen bayerischen Dorf Blumfeld. Im Mittelpunkt steht die 54-jährige Anna Nass, die seit vielen Jahren als Haushälterin für den Ortspfarrer Josef Heubeck arbeitet. Nun ist dieser mit 57 Jahren ganz plötzlich verstorben, und für Anna, die bereits seit ihrer Kindheit mit Josef befreundet war, bricht eine Welt zusammen. Sie muss seine Beerdigung auf dem örtlichen Friedhof organisieren, obwohl Josef schon vor Jahren den Wunsch geäußert hatte, dass er entgegen der dörflichen Tradition, die eine Erdbestattung von Geistlichen vorsieht, eingeäschert werden möchte. Seine Asche soll anschließend im Meer verstreut werden. Anna möchte ihm seinen Wunsch erfüllen, und gemeinsam mit dem Bestatter findet sie eine Lösung. Josefs Leichnam wird nicht in dem Sarg liegen, der beigesetzt wird, wunschgemäß wird er eingeäschert. Inzwischen ist sein Nachfolger, der frisch zum Priester geweihte Fridtjof Nissen, ins Pfarrhaus eingezogen, und es gibt viel zu tun für Anna. Sie überlegt nun, wie sie es schafft, mit Josefs Asche ans Meer zu kommen ...
Die Geschichte ist in schöner Sprache erzählt und liest sich sehr flüssig. Wir begleiten Anna im Hier und Jetzt, folgen aber im größten Teil des Buches ihren Erinnerungen. Die Gegenwartshandlung schreitet langsam voran und wird immer wieder unterbrochen durch Annas Erinnerungen und komödiantische Episoden über Dorfbewohner, die für die Handlung von keiner oder nur geringer Bedeutung sind. So geht es u.a. um eine Kneipptour, die die männlichen Dorfbewohner für eine Kneipentour halten, einen besonderen Friseurbesuch, ein frisiertes Mofa, ein Minestrone-Rezept für den Gottesdienst und Josefs misslungene Feier zum 50. Geburtstag. Diese Beiträge sind größtenteils total überzogen, albern und slapstickhaft, sie nervten mich irgendwann nur noch. Das Finale wird dann leider viel zu schnell abgehandelt.
Ich mochte die Ich-Erzählerin Anna, die ein schweres Leben hatte, ehe Josef ihr die Stelle als Haushälterin im Pfarrhaus anbot. Sie ist die gute Seele des Dorfes und unterstützt nun den neuen Pfarrer tatkräftig. Die Kapitel über Annas und Josefs Kindheit, die Schicksale ihrer Eltern und die tiefgründigen Gespräche mit Frau Schuster, einer Dorfbewohnerin, haben mich sehr berührt. Auch die Geschichte über den Ursprung der schönen Tradition im Pfarrhaus, allen Besuchern zum Abschied ein Glas Mirabellenmarmelade zu schenken, hat mir gut gefallen.
Insgesamt hat mir der Vorgängerroman deutlich besser gefallen, es dominierten in "Mühlensommer" zwar auch die Episoden aus der Vergangenheit, aber der Humor war ein ganz anderer, nicht so platt und überzogen wie in "Mirabellentage". Obwohl es im aktuellen Buch auch schöne und berührende Momente gibt und Gespräche mit Tiefgang, hat es mich nicht begeistern können. Der Humor ist nicht meiner, und aufgrund des Klappentextes hatte ich mehr erwartet als einen komödiantischen Wohlfühlroman.
Der Roman spielt in dem kleinen bayerischen Dorf Blumfeld. Im Mittelpunkt steht die 54-jährige Anna Nass, die seit vielen Jahren als Haushälterin für den Ortspfarrer Josef Heubeck arbeitet. Nun ist dieser mit 57 Jahren ganz plötzlich verstorben, und für Anna, die bereits seit ihrer Kindheit mit Josef befreundet war, bricht eine Welt zusammen. Sie muss seine Beerdigung auf dem örtlichen Friedhof organisieren, obwohl Josef schon vor Jahren den Wunsch geäußert hatte, dass er entgegen der dörflichen Tradition, die eine Erdbestattung von Geistlichen vorsieht, eingeäschert werden möchte. Seine Asche soll anschließend im Meer verstreut werden. Anna möchte ihm seinen Wunsch erfüllen, und gemeinsam mit dem Bestatter findet sie eine Lösung. Josefs Leichnam wird nicht in dem Sarg liegen, der beigesetzt wird, wunschgemäß wird er eingeäschert. Inzwischen ist sein Nachfolger, der frisch zum Priester geweihte Fridtjof Nissen, ins Pfarrhaus eingezogen, und es gibt viel zu tun für Anna. Sie überlegt nun, wie sie es schafft, mit Josefs Asche ans Meer zu kommen ...
Die Geschichte ist in schöner Sprache erzählt und liest sich sehr flüssig. Wir begleiten Anna im Hier und Jetzt, folgen aber im größten Teil des Buches ihren Erinnerungen. Die Gegenwartshandlung schreitet langsam voran und wird immer wieder unterbrochen durch Annas Erinnerungen und komödiantische Episoden über Dorfbewohner, die für die Handlung von keiner oder nur geringer Bedeutung sind. So geht es u.a. um eine Kneipptour, die die männlichen Dorfbewohner für eine Kneipentour halten, einen besonderen Friseurbesuch, ein frisiertes Mofa, ein Minestrone-Rezept für den Gottesdienst und Josefs misslungene Feier zum 50. Geburtstag. Diese Beiträge sind größtenteils total überzogen, albern und slapstickhaft, sie nervten mich irgendwann nur noch. Das Finale wird dann leider viel zu schnell abgehandelt.
Ich mochte die Ich-Erzählerin Anna, die ein schweres Leben hatte, ehe Josef ihr die Stelle als Haushälterin im Pfarrhaus anbot. Sie ist die gute Seele des Dorfes und unterstützt nun den neuen Pfarrer tatkräftig. Die Kapitel über Annas und Josefs Kindheit, die Schicksale ihrer Eltern und die tiefgründigen Gespräche mit Frau Schuster, einer Dorfbewohnerin, haben mich sehr berührt. Auch die Geschichte über den Ursprung der schönen Tradition im Pfarrhaus, allen Besuchern zum Abschied ein Glas Mirabellenmarmelade zu schenken, hat mir gut gefallen.
Insgesamt hat mir der Vorgängerroman deutlich besser gefallen, es dominierten in "Mühlensommer" zwar auch die Episoden aus der Vergangenheit, aber der Humor war ein ganz anderer, nicht so platt und überzogen wie in "Mirabellentage". Obwohl es im aktuellen Buch auch schöne und berührende Momente gibt und Gespräche mit Tiefgang, hat es mich nicht begeistern können. Der Humor ist nicht meiner, und aufgrund des Klappentextes hatte ich mehr erwartet als einen komödiantischen Wohlfühlroman.
von Bücherfreundin - 2026-04-18 17:55:00
Humorvoll - 5 Sterne
Martina Bogdahn hat es wieder geschafft, mit Mirabellentage, einen wunderschönen Wohlfehlroman geschrieben. Schon mit Mühlensommer konnte sie mich wieder begeistern.
Diese Geschichte ist in Blumnfeld angelegt.
Der Pfarrer Josef stirbt plötzlich und unerwartet. Sein Haushälterin Anna ist sehr traurig. Josef kannte sie schon aus ihrer Kindheit.
Am Tag der Beerdigung kommt der neue Pfarrer. Er ist ein junger Mann, der von einer Hallig stammt.
Er spricht nur platt, das kann ich nicht glauben. In der Schule und während des Studiums hat er garantiert Hochdeutsch gelernt. Gut, das ist für die Geschichte eben ziemlich witzig.
Um den letzten Wunsch Josefs zu erfüllen, muss sie an die Nordsee fahren. Sie hat seit über dreißig Jahren den Führerschein, ist aber nie gefahren. Da sucht sie ihren alten Fahrlehrer, der ihr Fahrstunden geben soll.
Das Ganze ist humorvoll geschrieben, so wird das ein schönes Lesevergnügen.
von begine - 2026-04-16 11:10:00


