Rezensionen
Die Rätsel meines Großvaters
Roman
Autor: Masateru Konishi
Erschienen 2026 bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-01456-3
Endlich gehts weiter - 4 Sterne
Ich fand ja den ersten Band rund dieses ungewöhnliche, literarische Ermittler-Duo richtig toll und hab mich sehr gefreut, dass sie einen zweiten Band bekommen haben. Auch in diesem Buch ermitteln Großvater und Enkelin wieder in 5 verschiedenen Fällen. Die Ereignisse knüpfen dabei an den ersten Band an und der Leser trifft ein paar bekannte Figuren. Auch das Privatleben der Figuren wird kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt, was mir gut gefällt. Mein größter Kritikpunkt ist vielleicht, dass es von der persönlichen Entwicklung von Kaede und ihren Freunde gerne mehr geben dürfte. Es stehen ganz klar die einzelnen Fälle im Vordergrund der Kapitel.
Die Fälle sind durchweg interessant und spannend angelegt- immer auch mit so einem Hauch Mystik untermalt und auch weiterhin das aktuelle Umfeld von Großvater und Enkelin betreffend. Finde diese Mischung aus bekannten und neuen Figuren gut angelegt, man startet nicht von null aber es kommt wieder frischer Wind rein. Ich fand vor allem die Weihnachtsmann-Geschichte sehr interessant und auch ergreifend.
Highlight sind aber schon die zwei letzten miteinander verknüpften Geschichten, die einen noch stärkeren persönlichen Bezug zu Kaede und ihrem Großvater haben. Das Wissen und die Auffassungsgabe des Großvaters sind wieder mal absolut spitzenmäßig und stehen im markanten Gegensatz zu der Krankheit, die ihm das Leben schwer macht.
ich habe das Buch wieder super gern gelesen und mag diese Aufteilung in einzelne Fälle sehr. Ich hab wieder so ein bisschen versucht "mitzurätseln", aber das ist hier quasi nicht möglich. Trotzdem habe ich die Fälle mit Spannung verfolgt und freue mich schon auf einen dritten Band.
Die Fälle sind durchweg interessant und spannend angelegt- immer auch mit so einem Hauch Mystik untermalt und auch weiterhin das aktuelle Umfeld von Großvater und Enkelin betreffend. Finde diese Mischung aus bekannten und neuen Figuren gut angelegt, man startet nicht von null aber es kommt wieder frischer Wind rein. Ich fand vor allem die Weihnachtsmann-Geschichte sehr interessant und auch ergreifend.
Highlight sind aber schon die zwei letzten miteinander verknüpften Geschichten, die einen noch stärkeren persönlichen Bezug zu Kaede und ihrem Großvater haben. Das Wissen und die Auffassungsgabe des Großvaters sind wieder mal absolut spitzenmäßig und stehen im markanten Gegensatz zu der Krankheit, die ihm das Leben schwer macht.
ich habe das Buch wieder super gern gelesen und mag diese Aufteilung in einzelne Fälle sehr. Ich hab wieder so ein bisschen versucht "mitzurätseln", aber das ist hier quasi nicht möglich. Trotzdem habe ich die Fälle mit Spannung verfolgt und freue mich schon auf einen dritten Band.
von Lies_ein_Buch - 2026-05-25 18:11:00
Zwischen Rätseln und Emotionen: Eine Fortsetzung mit kleinen Schwächen - 3 Sterne
Da ich den ersten Band der Reihe wirklich geliebt habe, konnte ich das Erscheinen des zweiten Bandes kaum erwarten. Ich hatte vermutet, dass ich diesen ebenso lieben und verschlingen werde wie „Die Bibliothek meines Großvaters“. Allerdings musste ich recht schnell feststellen, dass ich so meine Probleme mit „Die Rätsel meines Großvaters“ hatte. Dies liegt aber nur zum Teil am Buch selbst, sondern auch an meiner derzeitigen Situation.
Das zweite Buch knüpft relativ nahtlos an den ersten Teil an. Wie bereits im ersten Teil gibt es auch hier wieder viele kleine Geschichten und Rätsel, die in sich abgeschlossen sind. Verbunden wird das ganze aber durch die private Geschichte von Kaede, ihrem Großvater und Kaedes Freunden. Um das Buch vollumfänglich verstehen zu können, empfehle ich daher, die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen.
Wie nicht anderes zu erwarten ist auch dieses Buch wieder eine sehr gelungene Mischung aus Kriminalroman und Familiengeschichte. Wobei dies alleine nicht ausreicht um das Buch zu beschreiben. Denn der Autor Masateru Konishi lässt wieder soviel mehr in dieses Buch einfließen. Natürlich ist die Demenzerkrankungen und die Auswirkungen der Krankheit auf Kaedes Großvater ein zentrales Thema. Allerdings muss ich hierbei anmerken, dass der Autor dies auf eine sehr gefühlvolle und auch wenn es komisch klingt rücksichtsvolle Art und Weise macht.
Die einzelnen Rätsel haben mich in diesem Buch nicht ganz so fesseln und begeistern können wie im ersten Buch. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine große Rolle spielt dabei sicher meine derzeitige Situation, die mir nicht die Möglichkeit gegeben hat, mich voll und ganz auf das Buch einzulassen und darin so einzutauchen wie ich es noch beim ersten Buch konnte. Andererseits liegt es aber auch an dem zentralen Thema, welches die Rätsel verbindet, mit dem ich mich nicht so gut identifizieren konnte wie noch im ersten Buch. Natürlich gibt es wieder sehr viele Anspielungen auf klassische Kriminalromane, aber dieses Mal auch einige Verweise auf Filme von Alfred Hitchcock.
Masateru Konishis Schreibstil bzw. die Übersetzung hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Dennoch gab es einige Passagen an denen ich den Überblick verloren habe und mir nicht sicher war, wer gerade spricht oder über wen gerade gesprochen wird. In den meisten Fällen konnte ich meine Verwirrung recht schnell auflösen, einige wenige Teile bleiben aber dennoch rätselhaft und unverständlich.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich dieses Buch nicht so fesseln konnte wie ich es erwartet und erhofft hatte. Als kompletten Reinfall würde ich dieses Buch aber auch nicht bezeichnen und die Lust den dritten und abschließenden Band zu lesen, ist nach wie vor ungebrochen.
„Die Rätsel meines Großvaters“ ist eine annehmbare Fortsetzung der Reihe, wenn sie auch nicht mit dem ersten Buch mithalten kann. Auf der anderen Seite entspricht dies meinen Erfahrungen was Trilogien betrifft, der zweite Teil ist immer der schwächste. Daher bleiben meine Erwartungen für den nächsten Band hoch.
Trotz meines durchwachsenen Leseerlebnisses möchte ich dieses Buch gerne weiterempfehlen. Ich denke, dass neben Fans dieser Reihe auch Liebhaber von klassischen Kriminalromanen und Hitchcock Filmen auf ihre Kosten kommen werden. Leser:innen die auf der Suche nach einem spannenden, fesselnden und packenden Krimi sind, sollten von diesem Buch aber eher Abstand nehmen.
Das zweite Buch knüpft relativ nahtlos an den ersten Teil an. Wie bereits im ersten Teil gibt es auch hier wieder viele kleine Geschichten und Rätsel, die in sich abgeschlossen sind. Verbunden wird das ganze aber durch die private Geschichte von Kaede, ihrem Großvater und Kaedes Freunden. Um das Buch vollumfänglich verstehen zu können, empfehle ich daher, die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen.
Wie nicht anderes zu erwarten ist auch dieses Buch wieder eine sehr gelungene Mischung aus Kriminalroman und Familiengeschichte. Wobei dies alleine nicht ausreicht um das Buch zu beschreiben. Denn der Autor Masateru Konishi lässt wieder soviel mehr in dieses Buch einfließen. Natürlich ist die Demenzerkrankungen und die Auswirkungen der Krankheit auf Kaedes Großvater ein zentrales Thema. Allerdings muss ich hierbei anmerken, dass der Autor dies auf eine sehr gefühlvolle und auch wenn es komisch klingt rücksichtsvolle Art und Weise macht.
Die einzelnen Rätsel haben mich in diesem Buch nicht ganz so fesseln und begeistern können wie im ersten Buch. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine große Rolle spielt dabei sicher meine derzeitige Situation, die mir nicht die Möglichkeit gegeben hat, mich voll und ganz auf das Buch einzulassen und darin so einzutauchen wie ich es noch beim ersten Buch konnte. Andererseits liegt es aber auch an dem zentralen Thema, welches die Rätsel verbindet, mit dem ich mich nicht so gut identifizieren konnte wie noch im ersten Buch. Natürlich gibt es wieder sehr viele Anspielungen auf klassische Kriminalromane, aber dieses Mal auch einige Verweise auf Filme von Alfred Hitchcock.
Masateru Konishis Schreibstil bzw. die Übersetzung hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Dennoch gab es einige Passagen an denen ich den Überblick verloren habe und mir nicht sicher war, wer gerade spricht oder über wen gerade gesprochen wird. In den meisten Fällen konnte ich meine Verwirrung recht schnell auflösen, einige wenige Teile bleiben aber dennoch rätselhaft und unverständlich.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich dieses Buch nicht so fesseln konnte wie ich es erwartet und erhofft hatte. Als kompletten Reinfall würde ich dieses Buch aber auch nicht bezeichnen und die Lust den dritten und abschließenden Band zu lesen, ist nach wie vor ungebrochen.
„Die Rätsel meines Großvaters“ ist eine annehmbare Fortsetzung der Reihe, wenn sie auch nicht mit dem ersten Buch mithalten kann. Auf der anderen Seite entspricht dies meinen Erfahrungen was Trilogien betrifft, der zweite Teil ist immer der schwächste. Daher bleiben meine Erwartungen für den nächsten Band hoch.
Trotz meines durchwachsenen Leseerlebnisses möchte ich dieses Buch gerne weiterempfehlen. Ich denke, dass neben Fans dieser Reihe auch Liebhaber von klassischen Kriminalromanen und Hitchcock Filmen auf ihre Kosten kommen werden. Leser:innen die auf der Suche nach einem spannenden, fesselnden und packenden Krimi sind, sollten von diesem Buch aber eher Abstand nehmen.
von ReiShimura - 2026-05-12 09:16:00
Ein tolles Buch - 4 Sterne
Ich muss ehrlich gestehen das ich anfangs Sorge hatte das ich mir mit diesem Buch schwer tun könnte da ich "die Bibliothek meine Grossvaters" nicht gelesen hatte.
Diese Sorge war allerdings total unbegründet. Sehr schnell hatte mich die Handlung um Kaede und ihren an Demenz erkrankten aber unwahrscheinlich scharfsinnigen Großvater in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen. Ein wirklich warmherziger, spannender Roman der mich durch seine zutiefst menschlichen, authentischen Charaktere sehr beeindruckt hat.
Die besondere Liebe zwischen Kaede und ihrem Grossvater war für ich auf jeder einzelnen Seite spürbar.
Für alle die ein spannendes Buch mit Tiefgang, Herz und Witz suchen ist dieser Roman wirklich ausgesprochen gut geeignet. Ich wurde immer wieder absolut positiv überrascht, es gab einige plottwists mit denen ich nicht gerechnet hätte und der Roman war spannend ohne zu überfordern, tiefgründig ohne aufgesetzt zu wirken und auf eine sehr einzigartige Art und Weise sowohl berührend als auch fesselnd. Daher kann ich nur eine absolute Empfehlung für diesen Roman aussprechen
Diese Sorge war allerdings total unbegründet. Sehr schnell hatte mich die Handlung um Kaede und ihren an Demenz erkrankten aber unwahrscheinlich scharfsinnigen Großvater in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen. Ein wirklich warmherziger, spannender Roman der mich durch seine zutiefst menschlichen, authentischen Charaktere sehr beeindruckt hat.
Die besondere Liebe zwischen Kaede und ihrem Grossvater war für ich auf jeder einzelnen Seite spürbar.
Für alle die ein spannendes Buch mit Tiefgang, Herz und Witz suchen ist dieser Roman wirklich ausgesprochen gut geeignet. Ich wurde immer wieder absolut positiv überrascht, es gab einige plottwists mit denen ich nicht gerechnet hätte und der Roman war spannend ohne zu überfordern, tiefgründig ohne aufgesetzt zu wirken und auf eine sehr einzigartige Art und Weise sowohl berührend als auch fesselnd. Daher kann ich nur eine absolute Empfehlung für diesen Roman aussprechen
von Katharina Grassmugg - 2026-04-06 19:22:00
Freundschaft, Zusammenhalt und kriminalistische Raffinesse - 5 Sterne
Die Rätsel meines Großvaters ist der zweite Band der Trilogie, welche mit Die Bibliothek meines Großvaters begann. Nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich ist das Buch wieder sehr gelungen. Kaede und ihre beiden Freunde sind ein aussergewöhnliches Trio, das stets zusammenhält, wenn es darauf ankommt.
Aufgebaut ist das Buch wieder in lockeren Episoden, die sich in das Leben der Protagonisten einfügen, wobei jede Episode für ein Rätsel steht, welches sie lösen wollen oder sie sogar selbst betrifft. Ebenso gibt es wiederholt Anspielungen auf klassische Kriminalromane oder -motive, zumal Kaedes Großvater eine beachtliche Sammlung früherer Krimis besitzt. Die Treffen mit Kaedes Großvater, der vielen aus früheren Zeiten als Fensterputz-sensei bekannt ist, sind jedesmal spannend zu verfolgen, da sie wie ein kleines Ritual ablaufen. Obwohl er durch seine besondere Form der Demenz bisweilen Halluzinationen hat, welche ihm meist bewusst sind, ist sein Verstand messerscharf, wenn es um das Lösen von Rätseln geht.
Ergänzend kommen diesmal zwei weitere Charaktere hinzu, welche wiederholt eine Rolle im Leben der Freunde spielen. Und Kaede und ihre Freunde geraten auch diesmal wieder in tödliche Gefahr.
Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Feelgood-Roman, freundschaftlichem Zusammenhalt und zu lösenden Rätseln, Überraschungen inklusive. Von mir volle Punktzahl und ich freue mich bereits auf Band 3.
Aufgebaut ist das Buch wieder in lockeren Episoden, die sich in das Leben der Protagonisten einfügen, wobei jede Episode für ein Rätsel steht, welches sie lösen wollen oder sie sogar selbst betrifft. Ebenso gibt es wiederholt Anspielungen auf klassische Kriminalromane oder -motive, zumal Kaedes Großvater eine beachtliche Sammlung früherer Krimis besitzt. Die Treffen mit Kaedes Großvater, der vielen aus früheren Zeiten als Fensterputz-sensei bekannt ist, sind jedesmal spannend zu verfolgen, da sie wie ein kleines Ritual ablaufen. Obwohl er durch seine besondere Form der Demenz bisweilen Halluzinationen hat, welche ihm meist bewusst sind, ist sein Verstand messerscharf, wenn es um das Lösen von Rätseln geht.
Ergänzend kommen diesmal zwei weitere Charaktere hinzu, welche wiederholt eine Rolle im Leben der Freunde spielen. Und Kaede und ihre Freunde geraten auch diesmal wieder in tödliche Gefahr.
Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Feelgood-Roman, freundschaftlichem Zusammenhalt und zu lösenden Rätseln, Überraschungen inklusive. Von mir volle Punktzahl und ich freue mich bereits auf Band 3.
von C. P. - 2026-04-06 16:56:00
gelungene Fortsetzung - und dennoch nicht kategorisierbar - 4 Sterne
Dieser Band schließt vom Prinzip sehr nahtlos an den Vorgängerband, die Bibliothek meines Großvaters an, lässt sich problemlos, aber auch eigenständig lesen.
Kaedes Großvater leidet an einer speziellen Form der der Demenz, der Lewy-Körper-Demenz welche oft mit Halluzinationen einher geht. Im Vergleich zum Vorgängerband hat sich seine medizinische Situation allerdings auch verschlechtert. Dennoch ermitteln Kaede und ihr Großvater in einigen Fällen, denen sie unter anderem auch im Alltag begegnen. Der Großvater schafft es in diesen Situationen seine einzigartigen kombinatorischen Fähigkeiten und auch sein großes Wissen über Kriminalliteratur zu nutzen.
Das Buch vereint einen berührenden Einblick in die Lebensrealität von Demenzkranken und deren Familien mit dem kombinatorischen Ermittlungsgeschick einer Person, die Kriminalromane liebt. Natürlich kommt auch schon auf Grund des Settings ein Japanbezug nicht zu kurz, so dass man leicht in diese Welt eintaucht. So manche Dinge werden da es eine andere Kultur ist, dann doch anders bewertet. Stückweise werden einzelne Fälle präsentiert, die Kaede oder ihr Umfeld betreffen, doch auch hier gibt es wieder eine kleine Überraschung und so mancher Krimi ist näher als gedacht. Schön war es zu sehen, wie die Rahmenhandlung um Kaede, ihren Großvater, Iwata und Shiki weiter geht.
Der Schreibstil, bzw. die Weise, in der das Buch aufgebaut ist, ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings lohnt es sich definitiv sich darauf einzulassen. Es ist eben viel mehr als ein einfacher Krimi. Wie auch beim Vorgängerband ließ ich mich gerne mittreiben.
Kaedes Großvater leidet an einer speziellen Form der der Demenz, der Lewy-Körper-Demenz welche oft mit Halluzinationen einher geht. Im Vergleich zum Vorgängerband hat sich seine medizinische Situation allerdings auch verschlechtert. Dennoch ermitteln Kaede und ihr Großvater in einigen Fällen, denen sie unter anderem auch im Alltag begegnen. Der Großvater schafft es in diesen Situationen seine einzigartigen kombinatorischen Fähigkeiten und auch sein großes Wissen über Kriminalliteratur zu nutzen.
Das Buch vereint einen berührenden Einblick in die Lebensrealität von Demenzkranken und deren Familien mit dem kombinatorischen Ermittlungsgeschick einer Person, die Kriminalromane liebt. Natürlich kommt auch schon auf Grund des Settings ein Japanbezug nicht zu kurz, so dass man leicht in diese Welt eintaucht. So manche Dinge werden da es eine andere Kultur ist, dann doch anders bewertet. Stückweise werden einzelne Fälle präsentiert, die Kaede oder ihr Umfeld betreffen, doch auch hier gibt es wieder eine kleine Überraschung und so mancher Krimi ist näher als gedacht. Schön war es zu sehen, wie die Rahmenhandlung um Kaede, ihren Großvater, Iwata und Shiki weiter geht.
Der Schreibstil, bzw. die Weise, in der das Buch aufgebaut ist, ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings lohnt es sich definitiv sich darauf einzulassen. Es ist eben viel mehr als ein einfacher Krimi. Wie auch beim Vorgängerband ließ ich mich gerne mittreiben.
von verhei - 2026-03-22 21:19:00
Cosy Crime - 4 Sterne
Die Rätsel meines Großvaters setzt die Geschichte von Kaede und ihrem Großvater Himonya-san fort.
Dabei fügen sich kleinere Rätsel und ordentliche Kriminalfälle wie spielerisch in die eigentliche Geschichte ein, die dem ganzen den Rahmen vorgibt.
Mit dabei sind wieder die bereits etablierten Charaktere, entsprechend werden sie nicht nochmal eingeführt. Für neue Leser vielleicht etwas unpraktisch.
Die Rätsel und Fälle fand ich dieses Mal nicht ganz so tricky wie in Teil eins und das eine oder andere habe ich vorhergesehen.
Insgesamt ist es ein gemütliches Buch, dessen Formulierungen aufgrund der Übersetzung aus dem japanischen manchmal etwas anecken. Es ist eine entspannte Lektüre mit kurzen Unterkapiteln und eignet sich so auch für den klassischen Feierabendleser, der nicht ganz so viel Zeit hat. Das japanische Flair kommt immer wieder schön durch und versetzt einen in die passende Stimmung
Dabei fügen sich kleinere Rätsel und ordentliche Kriminalfälle wie spielerisch in die eigentliche Geschichte ein, die dem ganzen den Rahmen vorgibt.
Mit dabei sind wieder die bereits etablierten Charaktere, entsprechend werden sie nicht nochmal eingeführt. Für neue Leser vielleicht etwas unpraktisch.
Die Rätsel und Fälle fand ich dieses Mal nicht ganz so tricky wie in Teil eins und das eine oder andere habe ich vorhergesehen.
Insgesamt ist es ein gemütliches Buch, dessen Formulierungen aufgrund der Übersetzung aus dem japanischen manchmal etwas anecken. Es ist eine entspannte Lektüre mit kurzen Unterkapiteln und eignet sich so auch für den klassischen Feierabendleser, der nicht ganz so viel Zeit hat. Das japanische Flair kommt immer wieder schön durch und versetzt einen in die passende Stimmung
von nishi93 - 2026-03-18 17:42:00
Ein Buch, das verzaubert und beglückt - 4 Sterne
Dieser Roman, in dem ein liebenswerter, älterer und literaturverliebter Meisterdetektiv und seine Enkeltochter Kaede die Hauptfiguren darstellen, ist unterhaltsam und von einer freundlichen, optimistischen Grundhaltung geprägt. Dabei kämpfen die beiden Protagonisten in der Rahmenhandlung mit gleich zwei beängstigenden Themen – der Großvater mit seiner Demenz und Kaede mit einer Bedrohung aus ihrer Vergangenheit.
Trotz dieser bedrückenden, aber behutsam behandelten Themen liest sich der Roman leicht und er fasziniert durch die seltsamen Rätsel, die Kaedes Großvater zu lösen versucht. Diese rätselhaften Geschichten wirken teilweise so bizarr, dass ich mir anfangs gar nicht vorstellen konnte, dass sie, zumindest in dieser Romanwelt, wahr sein könnten. Doch der Großvater nähert sich ihnen mit Offenheit und überzeugender Logik, die dann doch noch einen (möglichen) Sinn finden – was mal wieder zeigt, dass nicht alles, was man nicht gleich versteht, deshalb auch gleich falsch bzw. unwahr ist. Aber der Roman handelt auch von Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe, von Traumata und ihrer Überwindung. Und er konnte mich immer wieder überraschen und verzaubern.
An einigen Stellen wirkten auf mich allerdings die Dialoge seltsam gekünstelt, wobei ich vermute, dass dies an der mir leider nicht sehr vertrauten Kultur liegt. Dabei mochte ich an dem Roman gerade die Zartheit, respektvolle Annäherung an die Figuren und sanfte Poesie, die ich schon so oft bei japanischer Literatur gefunden habe. Und gerade, weil dieses Buch in mir die Lust weckte, noch tiefer in die japanische Kultur einzutauchen, hätte ich mich sehr über ein kleines Glossar gefreut, denn es gibt ein paar (zum Glück wenige) japanische Begriffe (sempai, dimsun …), für die ich mir eine Erklärung gewünscht hätte, ohne selbst auf Google zurückgreifen zu müssen. Auch eine Liste der erwähnten Bücher und Filme hätte ich im hinteren Teil des Buches hilfreich gefunden, da ich beim Lesen immer gleich weiterlesen und nicht pausieren wollte, um mir etwas zu notieren. Dafür freute ich mich über die wunderschöne Gestaltung des Farbschnitts und des Vorsatzes mit Pflanzenmotiven, die an Japan erinnern - und es war auch sehr schön, wenn auch überraschend, an die Filmwelt Alfred Hitchcocks erinnert zu werden, die auch eine kleine Rolle in diesem Roman spielt.
Für mich eine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Lektüre, die ich daher sehr mochte!
Trotz dieser bedrückenden, aber behutsam behandelten Themen liest sich der Roman leicht und er fasziniert durch die seltsamen Rätsel, die Kaedes Großvater zu lösen versucht. Diese rätselhaften Geschichten wirken teilweise so bizarr, dass ich mir anfangs gar nicht vorstellen konnte, dass sie, zumindest in dieser Romanwelt, wahr sein könnten. Doch der Großvater nähert sich ihnen mit Offenheit und überzeugender Logik, die dann doch noch einen (möglichen) Sinn finden – was mal wieder zeigt, dass nicht alles, was man nicht gleich versteht, deshalb auch gleich falsch bzw. unwahr ist. Aber der Roman handelt auch von Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe, von Traumata und ihrer Überwindung. Und er konnte mich immer wieder überraschen und verzaubern.
An einigen Stellen wirkten auf mich allerdings die Dialoge seltsam gekünstelt, wobei ich vermute, dass dies an der mir leider nicht sehr vertrauten Kultur liegt. Dabei mochte ich an dem Roman gerade die Zartheit, respektvolle Annäherung an die Figuren und sanfte Poesie, die ich schon so oft bei japanischer Literatur gefunden habe. Und gerade, weil dieses Buch in mir die Lust weckte, noch tiefer in die japanische Kultur einzutauchen, hätte ich mich sehr über ein kleines Glossar gefreut, denn es gibt ein paar (zum Glück wenige) japanische Begriffe (sempai, dimsun …), für die ich mir eine Erklärung gewünscht hätte, ohne selbst auf Google zurückgreifen zu müssen. Auch eine Liste der erwähnten Bücher und Filme hätte ich im hinteren Teil des Buches hilfreich gefunden, da ich beim Lesen immer gleich weiterlesen und nicht pausieren wollte, um mir etwas zu notieren. Dafür freute ich mich über die wunderschöne Gestaltung des Farbschnitts und des Vorsatzes mit Pflanzenmotiven, die an Japan erinnern - und es war auch sehr schön, wenn auch überraschend, an die Filmwelt Alfred Hitchcocks erinnert zu werden, die auch eine kleine Rolle in diesem Roman spielt.
Für mich eine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Lektüre, die ich daher sehr mochte!
von Alais - 2026-03-18 17:02:00
Die Wahrheit wird im Rauch sichtbar - 3 Sterne
“Die Rätsel meines Großvaters“ ist der zweite Band einer Trilogie des japanischen Autors Masateru Konishi. Im Mittelpunkt stehen die junge Lehrerin Kaede und ihr namenloser Großvater, der an DLB, einer besonderen Form der Demenz leidet. Bei ihm wechseln Phasen, in denen er bei klarem Verstand ist und andere, in denen er Personen und Ereignisse der Vergangenheit halluziniert. Dann sieht er seine tote Ehefrau oder Tochter. Oft auch seine Enkelin als kleines Kind. Kaede verbringt viel Zeit mit dem geliebten Großvater, mit dem sie rätselhafte Kriminalfälle oder mysteriöse Vorfälle aufklärt. Beide haben traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, und beide teilen die Liebe zu berühmten Krimiautoren und zu Verfilmungen ihrer Werke. Der Großvater findet oft Handlungsmuster der großen Romane der Kriminalliteratur in aktuellen Fällen wieder und klärt sie blitzschnell auf, nachdem er um eine Zigarette gebeten hat und in den Rauch blickt: „… er konnte inmitten des Zigarettenrauchs eine Halluzination der Wahrheit sehen“ (S. 228). Oft sind mit Iwata und Shiki zwei Freunde von Kaede dabei, die beide in sie verliebt sind, ohne zu Rivalen zu werden. Zu den Protagonisten gehört mit Agatsuma auch ein ehemaliger Schüler des Großvaters sowie der Polizist Jonouchi.
Der Roman weist keine stringente Handlung, sondern vier voneinander unabhängige Rätsel auf, die vom Großvater gelöst werden, ohne dass er dazu seinen Lehnstuhl verlassen oder den Tatort eines Verbrechens aufsuchen muss. Sein messerscharfer Verstand und seine hervorragende Kombinationsgabe in seinen lichten Momenten sind genauso beeindruckend wie das liebevolle Verhältnis zwischen Großvater und Enkelin. Allerdings wirkt die Darstellung nicht besonders realistisch, eher märchenhaft. Das japanische Flair hat mir gefallen, die zahllosen japanischen Ausdrücke, die nicht erklärt oder übersetzt werden, eher weniger. Insgesamt bin ich ein bisschen enttäuscht.
Der Roman weist keine stringente Handlung, sondern vier voneinander unabhängige Rätsel auf, die vom Großvater gelöst werden, ohne dass er dazu seinen Lehnstuhl verlassen oder den Tatort eines Verbrechens aufsuchen muss. Sein messerscharfer Verstand und seine hervorragende Kombinationsgabe in seinen lichten Momenten sind genauso beeindruckend wie das liebevolle Verhältnis zwischen Großvater und Enkelin. Allerdings wirkt die Darstellung nicht besonders realistisch, eher märchenhaft. Das japanische Flair hat mir gefallen, die zahllosen japanischen Ausdrücke, die nicht erklärt oder übersetzt werden, eher weniger. Insgesamt bin ich ein bisschen enttäuscht.
von cosmea - 2026-03-11 11:37:00
Andere Kultur - 3 Sterne
Bereits am Schreibstil fällt auf, dass es sich um einen anderen Kulturkreis handelt. Ich habe bisher keine japanische Literatur gelesen, weshalb ich natürlich keine allgemeinen Aussagen treffen kann. Ich vermute jedoch, dass diverse sprachliche Ausdrücke und die Namensgebung daher kommen. Für mich waren sie jedoch eher verwirrend.
Der Aufbau des Buches war für mich auch eher verwirrend und mir hat etwas einleitendes gefehlt, um in die Geschichte zu kommen.
Auch die Struktur hätte für mich optimaler sein können. Absätze und Kapiteln auf neuen Seiten, machen für mich Texte angenehmer lesbar.
Davon abgesehen finde ich es sprachlich spannend andere Kulturen zu erkunden, jedoch muss man sich dafür aktiv Zeit nehmen. Ich glaube, wenn man typische japanische Sprachelemente kennt, ist es toll diese im Buch zu erkennen.
Zusätzlich dazu ist das Buchcover und der Buchschnitt natürlich ein richtiger Hingucker und bereits ein Schmuckstück.
Der Aufbau des Buches war für mich auch eher verwirrend und mir hat etwas einleitendes gefehlt, um in die Geschichte zu kommen.
Auch die Struktur hätte für mich optimaler sein können. Absätze und Kapiteln auf neuen Seiten, machen für mich Texte angenehmer lesbar.
Davon abgesehen finde ich es sprachlich spannend andere Kulturen zu erkunden, jedoch muss man sich dafür aktiv Zeit nehmen. Ich glaube, wenn man typische japanische Sprachelemente kennt, ist es toll diese im Buch zu erkennen.
Zusätzlich dazu ist das Buchcover und der Buchschnitt natürlich ein richtiger Hingucker und bereits ein Schmuckstück.
von Immenhof - 2026-03-10 20:25:00
Wieder unterhaltsam zu lesen - 4 Sterne
Da ich bereits den ersten Teil als Hörbuch genießen dufte und mir dieser gut gefallen hat, wollte ich nun unbedingt wissen wie es mit den Protagonisten weitergeht und welche spannenden Fälle sie diesmal lösen müssen! Ich hatte ein paar sehr unerhaltsame Stunden mit diesem Buch und fand die Lektüre lesenswert, gerade wenn einem der erste Teil gut gefallen hat.
Diesmal versuchen Kaede und ihr Großvater neue Fälle zu lösen und mit fantasievollen Geschichten den Geheimnissen der Menschen auf die Spur zu kommen. Mal geht es um das Verschwinden eines Weihnachtsmanns, mal um eine mysteriöse Suizidserie. Doch auch im privaten Umfeld der beiden häufen sich unbegreifliche Ereignisse, und ein alter Widersacher taucht wieder auf. Kann das ungleiche Detektiv-Duo die Rätsel lösen, die die Welt ihnen stellt, und sich selbst in Sicherheit bringen?
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, locker und leicht, dabei strahlt er aber auch eine Ruhe aus die das Buch warmherzig zu lesen macht. Anders als bei anderen Krimis steht nicht die Spannung im Vordergrund, sondern das Rätseln und Gedankenspiele. Mir hat dies schon im ersten Teil sehr gut gefallen und auch diesmal konnte mich das Buch in seinen Bann ziehen.
Der Autor schafft es die beiden Protagonisten Kaede und ihren Großvater authentisch zu beschreiben, wobei mir vorallem der kluge Großvater immer sehr sympathisch ist. Die Geschichte ist kraftvoll und wirklich schön zu lesen, wenn man keine Action und keinen Thrill, sondern Rätsel, schöne Gespräche zwischen Kaede und dem Großvater und ein wenig Mystik mag. Gerne empfehle ich das Buch weiter.
Diesmal versuchen Kaede und ihr Großvater neue Fälle zu lösen und mit fantasievollen Geschichten den Geheimnissen der Menschen auf die Spur zu kommen. Mal geht es um das Verschwinden eines Weihnachtsmanns, mal um eine mysteriöse Suizidserie. Doch auch im privaten Umfeld der beiden häufen sich unbegreifliche Ereignisse, und ein alter Widersacher taucht wieder auf. Kann das ungleiche Detektiv-Duo die Rätsel lösen, die die Welt ihnen stellt, und sich selbst in Sicherheit bringen?
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, locker und leicht, dabei strahlt er aber auch eine Ruhe aus die das Buch warmherzig zu lesen macht. Anders als bei anderen Krimis steht nicht die Spannung im Vordergrund, sondern das Rätseln und Gedankenspiele. Mir hat dies schon im ersten Teil sehr gut gefallen und auch diesmal konnte mich das Buch in seinen Bann ziehen.
Der Autor schafft es die beiden Protagonisten Kaede und ihren Großvater authentisch zu beschreiben, wobei mir vorallem der kluge Großvater immer sehr sympathisch ist. Die Geschichte ist kraftvoll und wirklich schön zu lesen, wenn man keine Action und keinen Thrill, sondern Rätsel, schöne Gespräche zwischen Kaede und dem Großvater und ein wenig Mystik mag. Gerne empfehle ich das Buch weiter.
von DoraLupin - 2026-03-09 08:52:00


