Rezensionen
Wenn der Sturm ruht
Ein Fall für Gianna Pitti
Autor: Lenz Koppelstätter
Erschienen 2026 bei Kiepenheuer & Witsch eBook
ISBN 978-3-462-31363-5
Pasternak am Gardasee - 4 Sterne
Wenn der Sturm ruht, Gardasee-Krimi von Lenz Koppelstätter, EBook Kiepenheuer&Witsch.
Gianna Pitti ermittelt, ihr 3.Fall.
Gianna, Elvira Arnaldo und der Marchese, sie alle haben den neuen Messagero auf den Weg gebracht, modern mit den neuesten Methoden teils als EPaper und am Sonntag als Printausgabe, die Geschäftsräume sind wieder in der alten Rilke-Villa am Seeufer angesiedelt, doch schon am Tage nach der Eröffnungsfeier gibt es einen Toten am Schreibtisch von Arnaldo. Der Unbekannte war Gast im besten Haus am Westufer in Gargnano: der Villa Feltrinelli. Er recherchierte rund um den mysteriösen Tod des ehemaligen Besitzers und legendären Verlegers Giangiacomo Feltrinelli vor über fünfzig Jahren. Gianna und ihre Kollegen beginnen zu ermitteln, wollen schneller sein als die Polizei. Dadurch kommen Gianna und der Marchese, sowie Arnaldo in Lebensgefahr, ein spannendes Szenario beginnt. Nach der Hälfte des Krimis wurde es dann richtig spannend und aufregend, da ging es mir dann fast etwas zu schnell.
Die Handlung erstreckt sich über drei Tage, so sind auch die Teile des Buches gegliedert. Der Erzählstil ist auktorial jeweils aus der Sicht von Elvira, Gianna, Arnaldo oder Francesco. Koppelstätter erzählt zügig, man muss schon sehr aufpassen um dem Geschehen folgen zu können. Durch die diversen Erzählstränge und Sichtwechsel habe ich mitunter den Faden ganz verloren und brauchte eine Weile bis ich wieder orientiert war. Das ist mir bei den vergangenen Bänden auch schon passiert und es hat sich leider nicht gebessert. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ich einige Seiten überlesen habe, was sich jedoch nicht bestätigt hat. Die Stimmung am See und die italienische Lebensart jedoch sind wieder einmal sehr gut eingefangen. Atmosphärisch erzählt, dem Leser ist jederzeit bewusst wo er sich befindet. Interessante Einblicke in die italienische Geschichte. Die Fährten führen vom Nobelpreisträger Boris Pasternak zum kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und in die Zeit des Links- und Rechtsterrorismus im Italien während des Kalten Krieges. Dazu ganz viel italienische Atmosphäre, italienische Phrasen, Musik, Speisen und Weine schaffen das. Das liebe ich an diesen Krimis, da ich die Gegend um den Gardasee sehr schätze.
Die Figuren sind echt, sie denken und fühlen und das kommt auch im Buch deutlich zur Sprache. Vor allem meine Lieblingsfigur, vom ersten Buch an, nicht die Protagonistin, sondern ihr Onkel, der Marchese, sein Stil und seine Eleganz und die Lebensweise eines italienischen Aristokraten die er so feudal lebt. Diese Figur ist dem Autor vortrefflich gelungen, ihn habe ich direkt vor Augen, wenn zur Sprache kommt, welche Weine er zum Essen auswählt, wie er seine Krawattenknoten bindet, welche Werke er liest, Opern er hört und wie er seinen in die Jahre gekommenen Porsche fährt oder parkt. Ein Schlitzohr durch und durch.
Und so geht es mir wie in jedem Band, gerne würde ich mehr um den Fall und die Zusammenhänge wissen, da kämpfe ich mich regelrecht durch. Aber das wird jedes Mal, vom Marchese und seiner liebenswerten Art ausgeglichen, da möchte ich schon gerne wissen wie es mit ihm und auch den anderen Figuren weitergeht, ich könnte mir diese Garda-Krimis gut als Filme vorstellen. In diesem Band sind am Ende schon die Weichen für eine Fortsetzung gestellt. Vermutlich werde ich auch im nächsten Band wieder dabei sein. Von mir 4 Sterne.
Gianna Pitti ermittelt, ihr 3.Fall.
Gianna, Elvira Arnaldo und der Marchese, sie alle haben den neuen Messagero auf den Weg gebracht, modern mit den neuesten Methoden teils als EPaper und am Sonntag als Printausgabe, die Geschäftsräume sind wieder in der alten Rilke-Villa am Seeufer angesiedelt, doch schon am Tage nach der Eröffnungsfeier gibt es einen Toten am Schreibtisch von Arnaldo. Der Unbekannte war Gast im besten Haus am Westufer in Gargnano: der Villa Feltrinelli. Er recherchierte rund um den mysteriösen Tod des ehemaligen Besitzers und legendären Verlegers Giangiacomo Feltrinelli vor über fünfzig Jahren. Gianna und ihre Kollegen beginnen zu ermitteln, wollen schneller sein als die Polizei. Dadurch kommen Gianna und der Marchese, sowie Arnaldo in Lebensgefahr, ein spannendes Szenario beginnt. Nach der Hälfte des Krimis wurde es dann richtig spannend und aufregend, da ging es mir dann fast etwas zu schnell.
Die Handlung erstreckt sich über drei Tage, so sind auch die Teile des Buches gegliedert. Der Erzählstil ist auktorial jeweils aus der Sicht von Elvira, Gianna, Arnaldo oder Francesco. Koppelstätter erzählt zügig, man muss schon sehr aufpassen um dem Geschehen folgen zu können. Durch die diversen Erzählstränge und Sichtwechsel habe ich mitunter den Faden ganz verloren und brauchte eine Weile bis ich wieder orientiert war. Das ist mir bei den vergangenen Bänden auch schon passiert und es hat sich leider nicht gebessert. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ich einige Seiten überlesen habe, was sich jedoch nicht bestätigt hat. Die Stimmung am See und die italienische Lebensart jedoch sind wieder einmal sehr gut eingefangen. Atmosphärisch erzählt, dem Leser ist jederzeit bewusst wo er sich befindet. Interessante Einblicke in die italienische Geschichte. Die Fährten führen vom Nobelpreisträger Boris Pasternak zum kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro und in die Zeit des Links- und Rechtsterrorismus im Italien während des Kalten Krieges. Dazu ganz viel italienische Atmosphäre, italienische Phrasen, Musik, Speisen und Weine schaffen das. Das liebe ich an diesen Krimis, da ich die Gegend um den Gardasee sehr schätze.
Die Figuren sind echt, sie denken und fühlen und das kommt auch im Buch deutlich zur Sprache. Vor allem meine Lieblingsfigur, vom ersten Buch an, nicht die Protagonistin, sondern ihr Onkel, der Marchese, sein Stil und seine Eleganz und die Lebensweise eines italienischen Aristokraten die er so feudal lebt. Diese Figur ist dem Autor vortrefflich gelungen, ihn habe ich direkt vor Augen, wenn zur Sprache kommt, welche Weine er zum Essen auswählt, wie er seine Krawattenknoten bindet, welche Werke er liest, Opern er hört und wie er seinen in die Jahre gekommenen Porsche fährt oder parkt. Ein Schlitzohr durch und durch.
Und so geht es mir wie in jedem Band, gerne würde ich mehr um den Fall und die Zusammenhänge wissen, da kämpfe ich mich regelrecht durch. Aber das wird jedes Mal, vom Marchese und seiner liebenswerten Art ausgeglichen, da möchte ich schon gerne wissen wie es mit ihm und auch den anderen Figuren weitergeht, ich könnte mir diese Garda-Krimis gut als Filme vorstellen. In diesem Band sind am Ende schon die Weichen für eine Fortsetzung gestellt. Vermutlich werde ich auch im nächsten Band wieder dabei sein. Von mir 4 Sterne.
von Ele - 2026-06-08 20:18:00


