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Rezensionen

Der Aufstieg - In eisiger Höhe wartet der Tod
Thriller | Die Thriller-Sensation des Jahres

Autor: Amy McCulloch

Erschienen 2022 bei Piper
ISBN 978-3-492-06343-2
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Menschen voller Angst leben nicht das Leben - 5 Sterne

Cecily Wong ist eine britische Reisejournalistin, die gerade ihr letztes Geld für die Reise nach Nepal ausgegeben hat, die ihre Karriere verändern könnte. Der erfolgreiche Bergsteiger Charles McVeigh hat ihr ein exklusives Interview versprochen, aber nur, wenn sie ihm auf den tödlichsten aller Achttausender, dem Manaslu bis zum Gipfel folgt. Also lässt sie alles stehen und liegen und schließt sich trotz ihrer Ängste, ihrer Selbstzweifel und vergangenen Versagen der Expedition unter Dougs Leitung von Manners Mountaineering an. Ihr berühmt-berüchtigter Blog „Dem Aufstieg nicht gewachsen“ steht für ihre Misserfolge am Berg. Trotzdem genießt sie bei ihren Lesern hohes Ansehen. Am Fuß des Berges, noch vor dem Erreichen des Basislagers, stellt sie jedoch fest, dass nicht alles so ist, wie es scheint und hinter jeder Ecke lauert das Böse. Wenn andere Bergsteiger tot „auftauchen“, muss Cecily entscheiden, ob sich die Geschichte wirklich lohnt, oder ob sie ihr Leben für ihre Karriere riskiert.

Neben Doug und Cecily vervollständigen noch Zak, Mingma, Elise und Grant, speziell ausgesuchte, charakterlich unterschiedliche Typen die Expedition. Auf den ersten zweihundert Seiten war McCulloch mit ihrer Bergsteigerexpertise, ihrem Lieblingsthema in Hochform. Die einzelnen Zwischenfälle machten mich auf das noch Kommende aufmerksam und der Roman entwickelte sich stetig mit steigender Spannung zu einem echten Thriller. Ganz große Klasse.

Amy McCulloch, eine erfahrene Bergsteigerin, die selbst den Manaslu bestiegen hat ist über jede fachunkundige Kritik erhaben. Ihre Erklärungen und Beschreibungen zum Bergsteigen am Manaslu sind authentisch und in hohem Maß nachvollziehbar. Bereits die erste Seite liest sich atemlos, wie auch der Titel der englischen Originalausgabe lautet: „Breathless“.
Keine reißerische Übersetzung, die überhaupt nicht notwendig wäre, es genügt die nackte und nüchterne Wahrheit, die reißerisch genug ist.

Das einzige, was mir nicht gefallen hat, waren Cecilys Blog-Posts. Abgesehen davon, dass die eingeschobenen Expeditionsberichte „Manaslu: Der letzte Berg“ einer professionellen Schreiberin unwürdig, letztklassig, nicht druckbar, umgangssprachlich und voll von Plattitüden sind, gehen sie nur als Schülerinnen-Erlebnisbericht durch. Mir schienen sie sehr überflüssig und sinnlos für die Geschichte.

Trotzdem, der Schreibstil und die Beschreibungen waren ausgezeichnet, selbst die Handlung war für mich etwas Besonderes und deshalb habe ich das Lesen sehr genossen.
von Manfred Fürst - 2022-12-08 18:07:00

Beeindruckende Hintergrundkulisse - 4 Sterne

Cecily kann ihr Glück kaum fassen, denn der berühmte Bergsteiger Charles McVeigh, der es sich zum Ziel gesetzt hat, alle vierzehn Achttausender innerhalb eines Jahres zu besteigen, hat ausgerechnet sie dazu auserkoren, ihn als erste Journalistin zu interviewen, wenn er den letzten Gipfel bestiegen hat. Die Sache hat nur einen Haken: Cecily muss ihn auf seiner letzten Tour begleiten und selbst den Manaslu erklimmen. Bereits im Basislager kommt es zu einem tragischen Unfall. Dennoch macht sich die Gruppe auf den Weg und stellt sich der Herausforderung. Doch schon bald hat Cecily das Gefühl, dass der Berg nicht die größte Gefahr für ihr Leben darstellt...

Der Thriller beginnt mit einem Prolog, in dem Cecily in großer Gefahr zu schweben scheint. Man erfährt jedoch nicht, vor wem sie auf der Flucht ist. Dadurch wird das Interesse an der Handlung sofort geweckt. Im Zentrum des Geschehens steht die Journalistin Cecily. Außerdem gibt es immer wieder Einschübe, in denen man die Entwürfe lesen kann, die Cecily für ihren Blog verfasst. 

Es gelingt der Autorin vom ersten Moment an hervorragend, Handlungsorte und Protagonisten so detailliert zu beschreiben, dass man beinahe meint, selbst vor Ort zu sein. Das liegt sicher auch daran, dass Amy McCulloch den Aufstieg auf den Manaslu selbst bewältigt hat und deshalb weiß, wovon sie schreibt. Man erfährt einiges von den Risiken, Gefahren und Vorbereitungen, die mit diesem Aufstieg verbunden sind. Die Autorin lässt diese Informationen allerdings so lebendig in die Handlung einfließen, dass man gebannt dem Geschehen folgt und sich dazu die entsprechenden Bilder vorstellt.  

Die Protagonisten wirken ebenfalls sehr authentisch. Man hat sie beim Lesen vor Augen und kann sich deshalb ganz auf die Handlung einlassen. Die Atmosphäre ist vom ersten Moment an angespannt, da man im Prolog bereits erfährt, in welche Gefahr Cecily gerät. Gemeinsam mit ihr versucht man herauszufinden, wer für die tragischen Todesfälle, die als Unfälle eingestuft werden, verantwortlich ist. Doch schon bald weiß man nicht mehr, wem man glauben oder vertrauen kann. Die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Allerdings wird man dafür mit den authentischen Beschreibungen der einzelnen Expeditionsabschnitte entschädigt, die eindrucksvoll beschrieben werden. Zum Ende hin steigt die Spannung stetig an. Man mag das Buch dann kaum noch aus der Hand legen. 

Ein Thriller, der zwar etwas gemächlich startet, dann aber durch eine bedrohliche Atmosphäre und eindrucksvolle Beschreibungen überzeugt. 
von KimVi - 2022-08-21 17:09:00

Sehr mitreißend, aber... - 3 Sterne

Der Klappentext hat schon sehr spannend geklungen, als ich dann noch gelesen habe, dass die Autorin schon selbst auf dem Manaslu war dachte ich mir, dass das Buch bestimmt interessant werden wird.
Genau so war es dann auch, man konnte richtig die Kälte vom Berg spüren (trotz der Hitze, die bei uns gerade herrscht) und ich konnte mich richtig in die Lage von Cecily hineinfühlen.
Die ersten 350 Seiten waren super geschrieben und auch sehr spannend, doch dann hatte ich das Gefühl, dass die Autorin entweder schnell mit Schreiben fertigwerden musste, oder innerhalb einer bestimmten Seitenanzahl bleiben musste. Denn in den letzten 150 Seiten haben sich die Ereignisse überschlagen und mir war auch die Handlung nicht mehr ganz klar. Leider blieben so auch einige Fragen offen und ich war dann am Ende doch etwas enttäuscht, da es eigentlich so mitreißend und ausführlich angefangen hat.
von s.ho - 2022-08-07 10:25:00

Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint - 5 Sterne

Dieses Buch ist eine intensive, packende Abenteuer- und Überlebensgeschichte, die anfangs ein wenig skurill klingt, vor allem vom Klappentext, jedoch durch den flüssigen Schreibstil im Nachhinein überzeugt. Ein atmosphärischer Thriller, der mich in die furchterregende, schaurige Umgebung des Mount Manaslu, des achtthöchsten Berges der Welt, versetzte. Dieser befindet sich im Himalaya und ist von Nepal aus zu erreichen. Die Journalistin Cecily Wong, begibt sich in eine großes Abenteuer diesen Berg zu besteigen um endlich einen Karrieresprung zu erreichen, von dem sich bislang geträumt hat. Denn sie wurde von dem bekannten Bergsteiger Charles McVeigh eingeladen, ihn bei seinem Aufstieg zum Gipfel des Manaslu zu begleiten. Er ist berühmt für seine Rekorde im Bergsteigen und seine heldenhaften Rettungsaktionen. Dies wird seine letzte Besteigung von acht Bergen über 8.000 Metern innerhalb eines Jahres sein, um einen Weltrekord aufzustellen. Außerdem will er ohne Sauerstoff und Seile klettern. Doch ist der Preis dafür nicht etwas hoch?
Als der Aufstieg beginnt merkt sie, dass es vielleicht soch nicht so einfach war wie gedacht. Obwohl die einheimischen, sehr erfahrenen Sherpa-Führer voraus gehen um den Bergsteigern Hilfe und Sicherheit zu bieten ist dies schon ein sehr gefährliches Vorkommen. Je weiter man in die Todeszone vordringt, desto stickiger wird die Luft.
Charles hat Cecily ein Interview versprochen, aber erst, nachdem sie den Gipfel als Teil seines Teams erreicht hat. Cecily ist das am wenigsten erfahrene Mitglied seines Teams, das aus sechs Personen und vier Sherpa-Führern besteht. Sie weiß, dass ein Interview mit Charles eine einmalige Gelegenheit ist aber hat sie sich durch ihrem Leichtsinn in etwas hineinversetzen lassen wovor sie nun in unmittelbarer Gefahr geraten könnte?
Dennoch ist sie ist entschlossen, ihre Angst zu überwinden und es bis zum Gipfel zu schaffen. Aber es kommt schlimmer als sie gedacht hat. Wichtige Vorräte werden nämlich beschädigt oder gestohlen und es ist schnell klar, dass jemand nicht will, dass Charles' Team bei seinen Bemühungen Erfolg hat. Ein anderes Team in der Nähe stößt ebenfalls auf Hindernisse, die ihm den Weg zum Gipfel versperren. Dann beginnen Mitglieder der Gruppe zu sterben. Cecily sieht ein, dass wenn sie das Motiv hinter den Todesfällen und die Identität des Mörders herausfinden kann, wird dies einen weiteren großen Sprung in ihrer Karriere bedeuten. Es sei denn, sie ist das nöchste Opfer...
Der Schauplatz war fesselnd und sehr lebendig beschrieben, und man konnte die feindliche Umgebung spüren. Einige der Aspekte des Bergsteigens konnte ich mir nur schwer vorstellen. Sehr empfehlenswert für Leser, die eine fesselnde Abenteuer- und Überlebensgeschichte kombiniert mit einem Krimi mögen. Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint.
von bibliofreund - 2022-08-06 11:05:00

Spannender Thriller - 5 Sterne

Meinung:

Ein wirklich furchterregender Thriller mit einer spannenden und verworrenen Handlung und einer äußerst bedrohlichen Umgebung.
Mir gefiel der Zugang zur Welt der hohen Berge und der Menschen, die ihr Leben riskieren, um sie zu besteigen.
Ein brillantes und hervorragend umgesetztes Konzept.
Die Autorin hat ein schauriges Szenario geschaffen.
Man hat das Gefühl, als wäre man selbst dabei.

Als zu Beginn des Buches jemand stirbt, steigt die Spannung, vor allem unter den Mitgliedern der Gruppe, deutlich an.
Ich hatte keine Ahnung, wer hinter dem Mord stecken könnte, und mein Verdacht änderte sich ständig.

Als die Anspannung zunimmt, beginnt Cecily, Hinweise auf den Mörder zu entdecken
Amy McCulloch liefert ein spannendes Ende, das mich wirklich überrascht hat.

Fazit:

Liebhaber von Psychothrillern sollten dieses Buch auf jeden Fall lesen
Ich habe das Buch mit viel Freude gelesen und empfehle es sehr gerne weiter.

von hexenaugen - 2022-08-01 04:28:00

Sehr spannend - 5 Sterne

Zum Inhalt:
Cecily ist begeistert. Sie darf den berühmten Bergsteiger Charles McVeigh interviewen. Zwar hat er die Bedingung gestellt, dass sie mit ihm den Manaslu erklimmen muss, das hält sie aber keineswegs von ihrem Vorhaben ab, weil es eben die Chance ist. Schon im Basislager kommt es zu einem tragischen Unfall und Cecily erhält eine Nachricht, die sie erschreckt.
Meine Meinung:
Das Buch war ganz schön spannend, mehr als einmal glaubt man, dass man jetzt den Täter kennt und dann dreht sich die Geschichte wieder. Ich konnte mich auch gut in die extremen Verhältnisse am Berg und in den Lagern einfinden, wobei man wahrscheinlich trotzdem nur eine leichte Vorstellung hat, wie schwer so ein Aufstieg ist. Der Schreibstil war sehr gut und ich fühlt mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten. Zudem war der Spannungsbogen die ganze Zeit extrem hoch.
Fazit:
Sehr spannend
von brauneye29 - 2022-07-27 13:32:00

Weniger Thriller, mehr politischer Roman - 3 Sterne

Die Journalistin Cecily Wong hat sich weit mehr vorgenommen, als sie kauen kann. Sie ist Bergsteigerin, neu im Geschäft und vor allem bekannt durch ihren Blog über ihren größten Misserfolg beim Klettern. Ihre Geschichte über diesen Misserfolg hat die Aufmerksamkeit des international bekannten Bergsteigers Charles McVeigh auf sich gezogen. Jetzt hat er sie eingeladen, ihn nach seiner letzten Etappe einer rekordverdächtigen Serie von Gipfelbesteigungen zu interviewen, wenn auch sie den Gipfel des Manaslu, des achthöchsten Gipfels der Welt, erreichen kann. Der Anführer ihres Teams, Doug, scheint sehr wütend auf sie zu sein. Grant, ein anderer Mann im Team, scheint eine tickende Zeitbombe zu sein. Aber die übrigen Teammitglieder und die Sherpa-Bergführer des Teams scheinen Cecily helfen zu wollen, entweder den Gipfel zu erreichen oder zumindest sicher wieder vom Berg herunterzukommen, um es eines Tages erneut zu versuchen. Aber wenn sie den Gipfel nicht erreicht, bedeutet das, dass sie das größte Interview ihrer Karriere nicht bekommt, das Interview, für das es sich lohnt, alles für diese Reise aufzugeben, und das alle Verluste wert ist.
Ein Versuch wie dieser ist schon schwer genug, auch ohne den Verdacht, dass ein Mörder mit auf dem Berg ist. Sie hat Gerüchte über McVeigh gehört, und die sind nicht gut. Dass er bei seinen "sauberen" Besteigungen betrügt, dass Menschen in seiner Nähe gestorben sind. Werden diese Gerüchte von Leuten gestreut, die neidisch auf seinen Erfolg sind? Und jetzt ist noch jemand gestorben, kurz bevor sie den Aufstieg beginnen. Zu einer Zeit, in der Cecily sich von ihrer besten Seite zeigen muss, hat sie Schwierigkeiten zu schlafen, zu essen und sich auf die Besteigung zu konzentrieren, denn sie kann nicht anders, als all die seltsamen Dinge zu untersuchen, die in ihrer Umgebung vor sich gehen. Sind die Wut und das Misstrauen, die sie sieht und hört, Teil des Stresses einer Klettertour, die einen an den besten Tagen das Leben kosten kann, geht ihre Fantasie mit ihr durch, wird sie auch diesen Versuch vermasseln?
Austieg ist ein körperlicher und geistiger Zustand in dieser Geschichte. Ich bin froh, mir die Erfolge anderer mit Bildern und Videos anzusehen und darüber zu lesen. Die Strapazen, Kosten und Gefahren machen mir keine Lust, dabei zu sein. Aber diese Geschichte versetzt uns mit all dem Stress des Unterfangens und der Bedrohung durch einen Mörder auf dem Berg dorthin.
von Jonas1704 - 2022-07-25 07:14:00

Fesselnd bis zum Ende! - 5 Sterne

Das Cover des Buches hat mich von Anfang an magisch angezogen! Ich liebe Thriller und gehe selber gerne Berg wandern, daher fand ich die Story mehr als interessant. Ich muss sagen ich wurde kein bisschen enttäuscht. Was für eine heftige Story!!! Am liebsten wärs mir gewesen, die Story wäre noch etwas weitergegangen, ich konnte gar nicht genug von dem Buch kriegen! Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gefühlsbetont und einfach gehalten. Die Story hat mich sofort von Anfang an bis zum Ende äußerst gefesselt! Das Buch war keineswegs langatmig, Spannung pur! Die Stimmung auf dem Berg war oft richtig gruselig und richtig zum fürchten. Man konnte richtig mitfühlen und mitfiebern! Besonders gefallen hat mir an dem Buch das vieles rund ums Berg wandern erklärt wurde zum Beispiel das akklimatisieren. Warum und wie es gemacht wird.
von Books&cat's - 2022-07-24 23:57:00

Eiskalter, authentisch erzählter Bergsteiger-Thriller - 5 Sterne


Einen besseren Zeitpunkt zur Lektüre dieses Thrillers hätte ich kaum finden können. Extreme Hitzetage, die nach Abkühlung verlangen. Und dieses Bergsteigerdrama schafft Gänsehautmomente. Eisige Kälte birgt Lebensgefahr, aber auch ein gefährlicher Mörder.Trotz der Hitze um mich herum war mir oftmals kalt, sehr kalt…

Cecily, eine ehrgeizige Journalistin, setzt alles daran, ein Interview mit dem berühmten Bergsteiger Charles McVeigh führen zu dürfen. Seine Bedingung: Cecily muss mit ihm erfolgreich den Achttausender Manaslu besteigen. Erst danach bekommt sie das Interview, das ihrer Karriere größten Erfolg bringen wird. Doch Cecily hat nicht nur mit ihren eigenen Unsicherheiten und ihrer bergsteigerischen Unerfahrenheit zu kämpfen. Denn bereits im Basislager kommt es zu einem tödlichen Unfall. Ein Zettel an Cecilys Zelt schafft weitere Zweifel. „Ein Mörder ist am Berg. Bring dich in Sicherheit.“ Doch Cecily überwindet sich und steigt weiter und weiter auf, bis in die Höhen der Todeszone, wo nicht nur der Berg Lebensgefahr birgt…

Zwar habe ich nicht die geringste Ahnung vom Klettern oder Bergsteigen, geschweige denn von den unfassbaren Anforderungen, die das Besteigen eines Achttausenders den Mutigen, oder soll ich sagen den Besessenen, abfordert. Doch die Tatsache, dass die Autorin selbst den Manaslu mit 8.163 m Höhe in Nepal bestiegen hat, und nicht nur den, sondern auch den Aconcagua, den höchsten Berg Amerikas mit knapp 7.000 m Höhe, ließ mich den Thriller viel intensiver lesen als einen x-beliebigen erdachten Reißer. Die überaus authentisch geschilderten Anforderungen an Körper und Geist bei solch einem Aufstieg schildert die Autorin hinreißend intensiv, insbesondere die Tatsache, dass der mögliche Tod der stete Begleiter ist. Dass Amy McCulloch die Todesgefahr durch einen Mörder am Berg noch intensiviert, gibt der Lektüre eine zusätzliche Würze, allerdings auch mitunter ein paar unrealistische Momente. Doch insgesamt war ich dem fesselnd-spannenden Thriller und der fantastischen Bergwelt völlig verfallen und konnte das Buch nicht mehr weglegen.

von heinoko - 2022-07-20 12:03:00