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Rezensionen

Ein Herz aus Papier und Sternen
Roman | Bewegend, empathisch, tiefgründig | Der neue große Roman der SPIEGEL-Bestseller-Autorin

Autor: Cecelia Ahern

Erschienen 2025 bei Piper
ISBN 978-3-492-07366-0
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Berührende Reise - 4 Sterne

Ich mag den Stil der Autorin sehr gerne und auch hier ist ihr wieder eine emotionale Geschichte mit Tiefgang gelungen.
Protagonistin Pip ist 32, wird aber immer noch von ihrer herrischen Mutter kontrolliert und darf kaum etwas selbst entscheiden, nicht einmal bei der Erziehung ihrer Tochter Bella. Seit sie mit 16 schwanger wurde, bestimmen die Eltern über ihr ganzes Leben und trennten sie sogar vom Kindsvater. Sie lebt zurückgezogen in einem kleinen Zimmer, faltet Origami, um ihre Gefühle auszudrücken, und führt ein sehr trostloses, eingeschränktes Leben. Pips Entwicklung im Laufe der Zeit empfand ich als glaubwürdig und ermutigend. Der Anfang war eher sehr ruhig, passend zu Pips Lebenssituation, er berührte mich sehr. Im ersten Teil gab es leider auch ein paar Längen. Danach baute die Handlung mehr Spannung und Emotionalität auf. Ein ruhiger, einfühlsamer Roman, der mir gut gefallen hat, aber meiner Meinung nicht ganz mit Aherns besten Romanen mithalten konnte.

von Lesemaus - 2025-12-02 16:38:00

Origamimädchen entfaltet sich - 5 Sterne

Es ist eine Weile her seid ich den letzten Roman von Cecilia Ahern gelesen habe, aber ich muss sagen, dass mich "En Herz aus Papier und Sternen" direkt wieder abgeholt hat.
Pip hat kein einfaches Leben seit sie mit 16 Jahren schwanger geworden ist. Das Buch spielt 16 Jahre später als Pip 32 und ihre Tochter Bella selbst 16 Jahre alt ist. Pip ist mehr Schwester als Mutter für ihre Tochter, was an ihrer sehr bestimmenden Mutter Josephine liegt, welche Pip kleinhält und sich nicht entfalten lässt. Auch zum Vater von Bella wurde jeder Kontakt unterbunden und er wurde aus Irland weggeschickt. Pip schreibt kleine Origamigedichte und "versteckt" diese in ihren Origamifaltungen.
Es ist schön während des Lesens zu erleben, wie Pip sich aus einem kleinen zusammengefalteten, unsicheren und selbstzweifelnden "Mädchen" immer weiter auseinanderfaltet und Mut entwickelt und zu einer jungen Frau und Mutter wird.
von youngreaders - 2025-11-11 17:33:00

Zu viele komische Gedichte, sonst schön. - 4 Sterne

Mit einem Buch von Cecelia Ahern kann man ja nie etwas falsch machen, allerdings hat es diesmal ziemlich lange gedauert, bis der Roman mich "abgeholt" hat.
Vielleicht lag es an der von meiner Seite aus nicht ganz nachvollziehbaren Situation, oder an den Origami-Gedichten, die ich so etwas von komisch fand, auf alle Fälle bekommt die Autorin von mir diesmal nicht die volle Punkteanzahl. Irgendwo finde ich das in der heutigen zeit alles etwas realitätsfremd.
Das Cover ist wunderschön und auch die Liebesgeschichte selbst ist einfallsreich und positiv anders.
Pip wohnt mit 32 Jahren immer noch zu Hause, weil sie als Teenager einen Fahler mit Folgen gemacht hat. Dieser "Ausrutscher" ist Tochter Isabella, der das Leben der Familie damals gehörig durcheinandergebracht hat.
Von den Eltern wird Pip sehr klein gehalten und erinnert vom Verhalten eher an einen Teenager, sogar die eigene Tochter begehrt mehr auf und beharrt auf ihre Rechte im Gegensatz zu ihr. Für Pip gibt es nur ihre Arbeit, den Haushalt und geheim in ihrem Zimmer ihre Origamifaltereien und Gedichte.
Wenn die Eltern und vor allem Mutter Josephine nicht gewesen wären, hätte Jamie, der Vater von Isabella (Bella) wohl bei weitem besseren und qualitativen Kontakt zu seiner Tochter, da er sich das selber auch immer wieder gewünscht hat. Nur in dieser Geschichte gibt es das nicht, weil die Beiden voneinander ferngehalten wurden.
Warum auch immer bricht Pip plötzlich aus der strikten Ordnung aus und lernt dadurch auch neue Bekanntschaften kennen. Unter anderem Io, ein Astronom, der hier angeblich nach wichtigen Signalen sucht. Auch Jamie kommt wegen familiärer Umstände wieder in die Kleinstadt zurück und es knistert zwischen dem ehemaligen Paar wieder gewaltig.
Das Ende ist schön, wie meist bei Cecelia und daher bekommt das Buch auch noch 4 von 5 Punkten von mir.
von kuhasi - 2025-11-04 21:18:00

Pips Entfaltung - 5 Sterne

Der Roman handelt von der 32-jährigen Pip, die mit ihrer 16-jährigen Tochter Bella noch bei ihren Eltern wohnt. Dadurch sind ihr klare Grenzen gesetzt, die sie bisher nie hinterfragt hat. Erst der Astronom Io, den sie bei der Arbeit kennenlernt, hilft ihr sich zu entfalten und für sich einzustehen.
Die Geschichte ist schön geschrieben, sodass sie flüssig und angenehm zu lesen ist. Man kann ihr stets folgen und es gibt keine Unklarheiten oder Gedankensprünge. Während des gesamten Buches bleibt die Geschichte spannend und ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Der Charakter der Hauptfigur Pip wurde detailliert beschrieben und man kann sich als Leser gut in sie hineinversetzen. Auch alle weiteren wichtigen Personen hatten Tiefe und einen ausgeprägten Charakter, wobei es an der ein oder anderen Stelle noch mehr ins Detail hätte gehen können. Ich hätte mich z. B. über mehr Szenen mit Io gefreut.
Fazit: ein super geschriebenes Buch mit einer spannenden Geschichte über die Selbstentfaltung einer jungen Frau.
von milky - 2025-11-02 17:17:00

Wenn das Selbstvertrauen fehlt - 3 Sterne

Pip ist als Sechzehnjährige mit der Geburt ihrer Tochter von ihrer Familie mit Schuld und Gefühlen der Wertlosigkeit überhäuft und in ihrer Entscheidungsfreiheit auf ein Minimum heruntergestuft worden. Jeder Mut, jedes Selbstvertrauen fehlt ihr, selbst noch mit 32 Jahren. Man lässt sie nicht einmal eine richtige Mutter sein. Der Kontakt zu Kindsvater Jamie wird streng überwacht, wenn nicht gänzlich unterbunden. Um wenigstens weitgehend unbehelligt zu bleiben, versucht sie, sich daheim unsichtbar zu machen, damit sie unter dem Radar der Überwachung bleiben kann.
Dabei sieht sie sich selbst als ein verletzliches Blatt Papier, das sich durch Falten stärken und zugleich den Schmerz in sich verbergen kann. Sie verfasst empfindsame Gedichte im Hinblick auf die japanische Papierfaltkunst Origami. Gleichzeitig versteckt sie diese, damit ihre Mutter sie nicht findet und sie sowohl im übertragenen Sinn als auch wörtlich in der Luft zerreißt. Während ein unbekannter Mann an Pips Arbeitsstelle auftaucht, bei dem sie sich akzeptiert fühlt, will ein anderer das Gefühl von Wertlosigkeit, das die schüchterne junge Frau beherrscht, gnadenlos für sich auszunutzen. Dabei will Pip es doch allen einfach nur recht machen.
Seite für Seite habe ich gehofft, dass sich endlich eine Lösung zeigt und sie bald mit ihrer Tochter aus dem Käfig des Elternhauses treten kann. Oft hätte ich sie am liebsten kräftig gestupst. Dann kommt auch ein Dritter ins Spiel. Die Spannung wird zum Pageturner und sorgt dafür, dass der Leser mitfiebert. Rasant entwickelt sich die Handlung und bringt immer neue Wendungen. Plastisch entsteht die Welt der Menschen auf diesem Stückchen Irlands.
Sehr deutlich sind die einzelnen Personen skizziert, und das Geschehen vollzieht sich plastisch vor dem inneren Auge. Es schmerzt, wie sehr die junge Frau, Pip, von ihren Eltern reduziert und unterdrückt wird.
Darüber hinaus werden viele Themen angesprochen, in erster Linie natürlich zwischenmenschliche, doch es geht auch um Habgier und Machtmissbrauch, Raubbau an der Natur und Umweltfragen. Das ist die große Erzählkunst von Cecelia Ahern, dass sie den Leser nicht nur bei Emotion und Empathie zu packen weiß, sondern auch bei seinem persönlichen Engagement.
Mit einigen Herz-Darstellungen macht das Cover auf sich aufmerksam. Mir allerdings fehlt ein kleiner Hinweis auch auf das Wort „Papier“ im Titel. Ein kunstvoll gefaltetes Origami-Herz zum Beispiel.
von Emmmbeee - 2025-10-27 14:49:00

Ein emotionaler Roman über das Leben mit seinen Möglichkeiten - 4 Sterne

„Ein Herz aus Papier und Sternen“ ist ein emotionaler Roman der irischen Autorin Cecelia Ahern.

Die Handlung spielt in einem kleinen irischen Dorf namens Ballybeg. Viele Menschen dort leben vom Torfstechen, das aus Umweltschutzgründen verboten wurde. Es fällt nicht allen leicht sich neu zu orientieren. Auch Lorcan Murphy weigert sich auf sein Recht des Torfstechens zu verzichten, da es die Lebensgrundlage seiner Familie ist. Er ist der Großvater von der inzwischen 16-jährigen Bella. Bella ist die Tochter der 32-jährige Protagonisten Pip. Sie ist eine sehr verträumte Protagonistin, mit wenig Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen, was sicherlich auch ihrer dominanten Mutter Josephine zuzuschreiben ist. Aus Sorge um Pip und Jamie - den Vater von Bella - haben ihre Eltern Josephine und Philip dafür gesorgt, dass sich die beiden so wenig wie möglich sehen.
Das klingt nun alles nach einem schwierigen Familiengefüge, ist es im Grunde auch, aber beim Lesen erklärt sich das glücklicherweise alles von selbst.

Pip war für mich keine besonders interessante Protagonistin, ihr Leben ist recht eintönig bis sie den Astronom Io kennenlernt. Durch ihn ändert sich ihr Blickwinkel und es tritt eine Veränderung eintritt, die mir gut gefallen hat.

Der Schreibstil der Autorin liest sich angenehm leicht und flüssig. Sie versteht es aktuelle Probleme gut in ihrer Romanhandlung unterzubringen, so dass das Buch auch zum Nachdenken anregt.

Mit ihrem Epilog rundet Cecelia Ahern ihren Roman gelungen ab. Das Ende beinhaltet auch einen Neubeginn und lässt damit Raum für eigene Gedanken.
von Tara - 2025-10-25 20:53:00