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Rezensionen

Das Baumhaus
Sie suchten die Idylle. Sie fanden einen Albtraum. | Der Must-Read Thriller des Jahres

Autor: Vera Buck

Erschienen 2024 bei ROWOHLT Taschenbuch
ISBN 978-3-499-00971-6
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Kindheitstrauma - 4 Sterne

Henrik und Nora Saunders mit ihrem fünfjährigen Sohn Fynn übersiedeln nach Västernorrland in Schweden, um im geerbten Haus von Henriks Großvaters in neues Leben zu beginnen. Sie erwarten eine Idylle. Doch bei ihrer Ankunft in dem alleinstehenden Ferienhaus am See spüren sie Unheimliches und Bedrohliches. Henrik hat hier seine Kindheit verbracht, jetzt ist er Kinderbuchautor, kann von zu Hause arbeiten und beschäftigt sich viel mit Fynn, dem er phantasievolle Geschichten erzählt. Bei einem Spiel der beiden im Wald hinter dem Haus verschwindet Fynn spurlos.
Rosa Lyndqvist, eine forensische Wissenschaftlerin, kehrt nach ihrem Studium zurück, um ihren Bruder Ebbe zu pflegen, der nach einem Bergunfall schwer verletzt ist und sich kaum bewegen bzw. nicht sprechen kann. Sie hat ein übersinnliches Gespür für Auswirkungen bei Verwesung und hat bei ihren Forschungen im gleichen Wald ein menschliches Kinderskelett gefunden. Sie wird daher bei der Polizei als forensische Ermittlerin eingestellt.
Der dritte Erzählstrang handelt von Marla; einem Mädchen, das als fünfjährige entführt wurde und seither verschwunden ist.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Fynns Verschwinden, dem toten Kind und der verschwundenen Marla? Das Buch ist aus der Sicht der verschiedenen Hauptpersonen geschrieben und in kurze Kapitel eingeteilt, die jeweils mit dem Namen der erzählenden Person betitelt sind. Es kommt zu einigen überraschenden Wendungen. Alles in allem ein düster, beklemmend und geheimnisvoller Thriller!
von froschman - 2024-08-03 19:42:00

Schwedische Idylle?! - 4 Sterne

Henrik fährt mit seiner Frau Nora und seinem Sohn Fynn nach Schweden, zurück in seine Vergangenheit, in die Hütte, in der er seine Ferien verbracht hat und von der sie sich nun einen entspannten Urlaub erhoffen. Doch bereits bei der Ankunft, kommt keine Urlaubsstimmung auf, denn die eigentlich verlassene Hütte wirkt bewohnt und ausgerechnet jetzt wird auch noch ein Kinderskelett in der Gegend gefunden. Plötzlich verschwindet Fynn spurlos.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Skelett und Fynn und was hat es mit dem Baumhaus im Wald auf sich, das Henrik so bekannt vorkommt?

Das Baumhaus von Vera Buck beeindruckt mit einer bedrückenden Atmosphäre, die das ‚Böse‘ in der Gegend erahnen lässt! Dabei werden geschickt die vier Perspektiven - Henrik, Nora, Rosa und Marla - und zeitweise auch die Zeitebene gewechselt. Besonders beeindruckt und fasziniert hat mich Rosas Perspektive, die wahnsinnig gut gezeigt hat, was die richtigen Menschen um einen herum bewirken können.

Besonders die ersten beiden Teile konnten mich überzeugen, die Spannung spitzt sich zu und die Atmosphäre wird immer geladener. Gegen Ende des zweiten Teils ergibt sich dann jedoch recht schnell die Lösung des Falls, weswegen der dritte und letzte Teil dadurch etwas zäher wirkte. Doch der Epilog konnte mich nochmal kriegen und insgesamt was Das Baumhaus ein spannender, atmosphärischer Thriller!
von Anndlich - 2024-07-28 18:53:00

Atmosphärischer Thriller - 4 Sterne

Im Mittelpunkt des aktuellen Thrillers "Das Baumhaus" der Autorin Vera Buck steht die Familie Saunders, bestehend aus dem Vater Henrik, der Mutter Nora und dem 5-jährigen Sohn Fynn. Henrik ist Kinderbuchautor, seine Frau arbeitet als Meerestechnikerin. Sie wohnen in Greifswald und nehmen eine 15-stündige Fahrt auf sich, um im schwedischen Västernorrland das idyllisch gelegene Ferienhaus am See zu übernehmen, das einst Henriks Großvater gehörte. Henrik beschäftigt sich viel mit Fynn, er erzählt dem Jungen phantasievolle Geschichten und zeigt ihm den großen Wald, der zum Grundstück gehört. Während eines Spiels im Wald verschwindet Fynn spurlos, die Polizei startet sofort eine große Suchaktion, um den Jungen zu finden. 

Auf einer zweiten Erzählebene lernen wir Rosa kennen. Sie hat ein Studium in forensischen Wissenschaften absolviert und ist nach Hause zurückgekehrt, um ihren Bruder Ebbe zu pflegen. Nachdem sie im Wald bei der Suche nach Tierkadavern das Skelett eines Kindes ausgegraben hat, geht sie mit ihrem Fund zur Polizei. Besteht hier ein Zusammenhang mit Fynns Verschwinden?
Der dritte Erzählstrang widmet sich der jungen Marla, die als Kindergartenkind entführt wurde und sich seitdem in der Gewalt ihres Entführers befindet.

Die Geschichte, in der einem Baumhaus eine wichtige Rolle zukommt, ist in einfacher und klarer Sprache erzählt, sie liest sich sehr flüssig. Wie bereits in "Wolfskinder", dem ersten Thriller der Autorin, sind auch hier die einzelnen Kapitel abwechselnd aus der Perspektive verschiedener Personen in der Ich-Form geschrieben. Die Autorin ermöglicht es dadurch dem Leser, das Geschehen durch die Augen von Henrik, Nora, Rosa und Marla besonders intensiv zu erleben. 

Im ersten Teil des Buches geht es eher gemächlich zu, wir lernen nach und nach die unterschiedlichen, gut gezeichneten Charaktere kennen. Ab dem zweiten Teil steigt mit Fynns Verschwinden der Spannungsbogen stark an und bleibt bis zum Ende auf konstant hohem Niveau. Ich mochte die geheimnisvolle und bedrohliche Atmosphäre und habe mich von der Autorin mehrmals auf falsche Fährten führen lassen. Es kommt zu einigen Wendungen, der Aufdeckung von Geheimnissen und unerwarteten Erkenntnissen, so dass die Suche nach dem Täter bis zur für mich vollkommen überraschenden Auflösung sehr spannend blieb.

Der Thriller ist packend und mitreißend, durch die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels wird die Spannung noch zusätzlich gesteigert. Am Ende finden die einzelnen Erzählstränge zu einem sinnvollen Ganzen zusammen. Auch wenn ich die Geschichte nicht immer ganz realistisch fand und der letzte Teil handlungsmäßig etwas überfrachtet war, hat sie mich gefesselt und ist mir stellenweise unter die Haut gegangen.

Leseempfehlung für diesen atmosphärischen Thriller!
von Bücherfreundin - 2024-07-27 19:04:00

Potential nicht ganz ausgeschöpft - 3 Sterne

Nora und Henrik reisen mit ihrem fünfjährigen Sohn Fynn nach Schweden, in ein lange leerstehendes Ferienhaus, das Henriks Großvater gehörte. Bereits bei der Ankunft kommen Nora erste Zweifel, ob die Idee wirklich gut war und die angespannte Beziehung verbessern wird. Zu groß ist der Unterschied zwischen dem phantasievollen, aber in praktischen Dingen wenig begabten Schriftsteller Henrik und ihr, der erfolgreichen und pragmatischen Karrierefrau, die sich in einer Männerdomäne behauptet. Als Fynn nach einem Versteckspiel mit seinem Vater nicht wieder auftaucht, wird der Traumurlaub zum Horrortrip.

Der Roman wird aus der Perspektive von vier Personen erzählt, dazu gehören Henrik und Nora. Die Perspektivwechsel geschehen relativ schnell, und nicht immer ist sofort deutlich, wann die jeweilige Szene spielt. Das erhöht langfristig die Spannung, verlangsamt aber gerade zu Beginn auch das Tempo. Die Hauptcharaktere sind aufgrund des Erzählstils am Ende sehr genau herausgearbeitet, bieten sich aber eher nicht als Identifikationsfiguren an. Dazu sind sie zu sperrig oder einfach nicht sympathisch genug.

Gegen Ende zieht das Tempo deutlich an. Sicher geglaubte Einschätzungen stellen sich als falsch heraus, nicht alles wird logisch aufgelöst.

Der dritte Roman von Vera Buck konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Grundidee und auch die Charaktere haben wirklich Potential. Aber zu Anfang fehlte mir das Tempo, gegen Ende wirkte es dagegen fast schon gehetzt. Einige Szenen fand ich unnötig brutal, dafür hätte ich mir mehr Szenen gewünscht, in denen die Autorin gekonnt psychologische Erkenntnisse einsetzt. Die Dynamik gerade in der Beziehung zwischen Henrik und Nora ist allerdings gut getroffen.
von bedard - 2024-06-20 21:04:00

Top atmosphärisch - 5 Sterne

"Das Baumhaus" der Autorin Vera Buck ist der zweite Thriller, den ich von ihr gelesen habe.

Ein Ferienhaus in Schweden, à la Bullerbü-wer träumt nicht davon? Natur pur, Idylle und Ruhe ohne Ende. So zumindest haben sich Henrik und Nora ihren Aufenthalt im geerbten Ferienhaus von Henriks Familie vorgestellt. Henrik hat an das Haus nur gute Kindheitserinnerungen und freut sich darauf, ein weiteres Kinderbuch in Schweden zu schreiben.
Doch es kommt alles anders. Schon die Ankunft, in dem doch ziemlich verwahrlosten Haus, gestaltet sich seltsam. Ein relativ frisches Bonbon, Papier und tote Tiere im Keller, überschatten die Freude und machen Nora ein komisches Gefühl. Als dann auch noch ihr Sohn Fynn verschwindet, wird die Auszeit zu einem regelrechten Albtraum.

Die Autorin hatte mich schon mit dem Prolog in den Bann des Buches gezogen. Durch den Schreibstil wirkt die Atmosphäre beklemmend und durchweg spannend. Rosa gefiel mir ausgesprochen gut mit ihrer Forschung und auch ihre Entwicklung im Buch war passend.

Die Auflösung der Story und die vielen Wendungen haben mich das Buch in kürzester Zeit lesen lassen.
von Nele33 - 2024-06-09 14:53:00

Verschwundene Kinder - 5 Sterne

Henrik, Nora und ihr fünfjähriger Sohn Fynn machen Urlaub im schwedischen Västernorrland. Im Ferienhaus von Henriks verstorbenen Großvater wollen sie die Idylle genießen, doch schon bald entpuppt sich das Ganze zu einem Alptraum. Nora wird von einem Stalker bedroht, Henrik quälen Erinnerungen an seine Vergangenheit und plötzlich verschwindet Fynn spurlos.
Erzählt wird dieser spannende Thriller aus der Sichtweise von verschiedenen Protagonisten von denen jeder ein Geheimnis zu haben scheint. Da auch die Zeitzonen wechseln, gibt dies der Story noch mehr Tiefe. Erst nach und nach kristallisieren sich hier die Zusammenhänge heraus.
Die Atmosphäre in diesem Buch ist durchweg düster und beklemmend. Unterschiedliche und interessante Charaktere beleben die Geschichte, z.B. Rosa Lindquist als ungewöhnliche Ermittlerin, hat seit ihrer Kindheit lieber keinen Kontakt zu Menschen, sondern interessiert sich für alles Tote. Sie hat ein besonderes Gespür entwickelt, mit dem sie anhand des Wachstums und der Farbe von Bäumen und Pflanzen Kadaver in der Erde finden kann.
Die Handlungen beinhalten alles was einen guten Thriller ausmacht und bescheren dem Leser viele Gänsehautmomente.
von gerlisch - 2024-06-07 21:42:00

kein Bullerbü - 4 Sterne

Schauplatz Schweden. Als Henrik, seine Frau Nora und ihr kleiner Sohn Fynn im schwedischen Ferienhaus von Henriks verstorbenem Großvater ankommen, scheinen sie am Ziel angelangt. Der Traum von einem temporären Neuanfang, inmitten der Natur, auf einer Lichtung von Wald umgeben. Ein Traum wird wahr. Wenn da nicht nur das ungute Gefühl, beobachtet zu werden, wäre. Als Fynn beim Spiel im Wald spurlos verschwindet, fängt der Alptraum an.

Parallel dazu findet Rosa die skelettierten Überreste eines Kindes vergraben im Wald. Gibt es Parallelen zu Fynns Verschwinden?

Ein zeitgemäßer flüssiger Schreibstil macht den Einstieg in die Geschichte leicht. Allerdings dauert es etwas, bis die Story an Fahrt gewinnt und die Spannung steigt. Aber ab dann entwickelt sich eine Sogwirkung und die Spannung lässt nicht mehr nach. Die gruselige, düstere, teils bedrohliche Atmosphäre dieses geheimnisvollen Waldes bringt die Autorin perfekt rüber. Die Handlung ist teils verstörend und nichts für schwache Nerven. Es gibt jede Menge Überraschungen und Twists bis zum finalen Ende.

Die Figurenzeichnung ist gut, am faszinierendsten fand ich die Figur von Rosa, sie ist der eigentliche Star der Geschichte.

Fazit: Ungewöhnlicher Thriller mit Gänsehautfaktor.
von readpassion9 - 2024-06-06 09:15:00

Beklemmende Atmosphäre - 5 Sterne

Der Kinderbuchautor Henrik hat von seinem Großvater ein Ferienhaus im Schwedischen Västernorrland geerbt. Mit seiner Frau Nora und seinem fünfjährigen Sohn Fynn macht sich Henrik auf den Weg, um einen unbeschwerten Urlaub in der Natur mitten im Wald und in der Nähe eines Sees mit seiner Familie zu verbringen. Nora ist es nur recht, von ihrer gewohnten Umgebung aus Deutschland wegzukommen, denn sie hütet ein Geheimnis, von dem Henrik auf keinen Fall erfahren sollte. Das Idyllisch gelegene Haus mitten im Wald wird aber bald zum Albtraum, denn es gibt eindeutige Hinweise, dass etwas Bedrohliches das Haus umgibt. Henrik entdeckt im Wald ein verkommenes Baumhaus und beängstigende Erinnerungen aus seiner Kindheit tauchen auf. Zu allem Überfluss verschwindet auch noch sein kleiner Sohn Fynn.
Ein absolut fesselnder Thriller. Der mitreißende klar formulierte Schreibstil der Autorin Vera Buck nimmt einem mit in eine bedrückende, verstörende Welt. In den einzelnen kurzen Kapiteln wird jeweils abwechselnd auf eine der handelnden Charaktere eingegangen und zu einem packenden Roman verwebt. Rückblenden und Gegenwart ergänzen sich hervorragend und ergeben ein schlüssiges Bild. Der Spannungsbogen hält bis zum überraschenden Ende.
von Dorsay - 2024-06-02 16:37:00

Thriller mit Sogwirkung - 5 Sterne

Ein Ferienhaus an einem See inmitten der urwüchsigen Wälder Schwedens - das klingt nach traumhafter Atmosphäre, nach purer Erholung, nach einem Paradies zum Spielen, nach einem unbeschwertem Familienurlaub à la Bullerbü. Mit diesen Bildern im Kopf machen sich Henrik und Nora mit ihrem fünfjährigen Sohn Fynn von Greifswald aus auf den Weg nach Västernorrland. Doch schon bei ihrer Ankunft bekommt die freudige Erwartung einen Dämpfer - nicht nur, dass sich die Hütte, die Henriks Großvater gehörte, als recht verwahrlost erweist, auch geht etwas Dunkles und Bedrohliches von dem idyllischen Fleckchen aus.

In einem weiteren Handlungsstrang lernt man Rosa Lundqvist kennen. Rosa war schon als Kind eine Einzelgängerin und daran hat sich bis heute nichts geändert. Sie durchstreift gern allein die Wälder und beschäftigt sich mit toten Tieren. Sie studiert die Auswirkungen von Verwesungsprozessen auf die Pflanzenwelt und hat mittlerweile in forensischer Botanik promoviert. Als sie unter einer Esche eine neue Grube aushebt, legt Rosa statt des erwarteten Tierkadavers das Skelett eines Kindes frei…

Bereits im Prolog begegnet man Marla. Marla wurde vor Jahren als fünfjähriges Mädchen entführt und unter menschenunwürdigen Verhältnissen in einem Baumhaus festgehalten.

„Das Baumhaus“ hat mich schon nach wenigen Seiten fest im Griff gehabt. Vera Buck versteht es ganz ausgezeichnet, die vielfältigen Situationen und Emotionen greifbar darzustellen, so dass es mir ganz leicht gefallen ist, in die Handlung einzutauchen und mit den Akteuren mitzufiebern und mitzufühlen.

Die Spannung ist von Anfang an auf einem hohen Level und wird durch unerwartete Ereignisse, unheimliche Begegnungen und das stückweise Aufdecken von Hintergründen immer wieder aufs Neue befeuert. Auch, dass schon im Klappentext verraten wird, dass Fynn spurlos verschwindet, ist in Sachen Spannung ein gelungener Schachzug. Immer, wenn Fynn in eine bedenkliche Situation gerät, fiebert man ganz besonders mit und lauert regelrecht darauf, dass das Unvermeidliche geschieht. Unglaublich aufwühlend sind zudem die Kapitel, in denen Marla ihr Martyrium schildert. Je mehr ich darüber erfahren habe, was das Mädchen erdulden musste, desto größer wurde mein Wunsch, dass die Polizei den Schuldigen am Ende dingfest macht.

Ganz besonders spannend war es für mich, das Verhalten von Nora und Henrik zu beobachten, als Fynn plötzlich wie von Erdboden verschluckt ist und mit jedem weiteren Tag die Hoffnung schwindet, den Jungen lebend zu finden. Vera Buck katapultiert ihre Protagonisten nicht nur in diese furchtbare Ausnahmesituation, sie konfrontiert die beiden gleichzeitig mit Fehlern, die sie in ihrer Vergangenheit gemacht haben. Längst verschollene Erinnerungen werden an die Oberfläche gespült. Schuldgefühle aufgrund von Fehlverhalten keimen auf. Die Ehe, die sowieso schon nicht so harmonisch ist, wie sie auf den ersten Blick erschien, rutscht immer weiter in Schieflage. Beide wissen nicht, wie sie mit den albtraumhaften Ereignissen umgehen sollen und werden an ihre physischen und psychischen Grenzen gedrängt.

Gefesselt hat mich auch Rosas Job als forensische Botanikerin (ich wusste gar nicht, dass es diesen Beruf gibt). Spannend, was in diesem Bereich alles möglich ist. Mit ihrem Wissen ist Rosa in der Lage, Veränderungen an Pflanzen zu deuten und der Polizei so bei der Suche nach Mordopfern in unwegsamen Waldgebieten zu helfen.

Als sehr gelungen habe ich auch die Beschreibungen der Schauplätze empfunden - der schmuddelige Zustand der Ferienhütte, die einsame Umgebung mit dem undurchdringlichen Wald und auch die Überreste des alten Baumhauses sorgen für eine gruselige Atmosphäre und geben der Thrillerhandlung den passenden düsteren Rahmen.

Als es im letzten Drittel des Buches immer offensichtlicher wird, wie alles zusammenhängt, gab es für mich kein Halten mehr - ich musste einfach lesen, lesen, lesen, um herauszufinden, wie sich alles auflöst und wer hinter allem steckt.

„Das Baumhaus“ hat mir sehr gut gefallen - ein abwechslungsreicher Thriller, der mit interessanten Figuren und einer fesselnden Handlung punkten kann.
von dorli - 2024-05-29 21:17:00