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Rezensionen

Eine Liebe ohne Sommer
Eine Liebesgeschichte wie keine andere

Autor: Timothy Paul

Erschienen 2026 bei ROWOHLT Taschenbuch
ISBN 978-3-499-01756-8
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Eine Liebe ohne Sommer - 4 Sterne

Rosa und Nikolas haben sich gerade erst kennengelernt, aber es könnte die große Liebe werden. Fast alles fühlt sich richtig an. Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall. Und Rosa weiß nicht wie sie mit ihren Gefühlen umgehen soll.

Eine große Liebe endet, bevor sie wirklich beginnt. Nikolas stirbt und Rosa bleibt zurück. Darf sie um einen Mann trauern, denn sie eigentlich noch nicht wirklich kannte? Und wären sie beiden auch dann noch ein Paar gewesen, wenn sie sich besser kennengelernt hätten? Warum hat ihr Nikolas nie seine Freunde vorgestellt? Da sind so viele Fragen und Rosa sucht sich Antworten darauf, indem sie auf ihre eigene Art in Nikolas Leben eintaucht. Und irgendwie hat man immer das Gefühl es könnte alles gut werden.

Eine wirklich ungewöhnliche Liebesgeschichte: traurig, gefühlvoll, wunderschön.
von Barbara Pernter aus der Athesia-Filiale in Bozen - 2026-06-09 14:17:20

eine etwas andere Liebesgeschichte - 3 Sterne

Eigentlich sind Liebesgeschichten nicht so mein Ding, doch dieses Buch“Eine Liebe ohne Sommer“von Timothy Paul hat mir gefallen, vor allem weil sie zwar sehr emotional, aber nie kitschig war.
Ein Paar das sich kennenlernt und nicht weiß, dass ihm nicht viel Zeit vergönnt ist, deren Liebe aber nie aufhört, ein Paar, dass gar nicht die Möglichkeit hatte sich richtig kennen zu lernen und dann die Erkenntnis bei Rosa, Niklas erst richtig nach seinem Tod kennen zu lernen. Für mich eine interessant gestaltete Geschichte.
Von Anfang an war eine melancholische Grundstimmung spürbar, die aber nicht runtergezogen hat, sondern neugierig gemacht hat, was wohlweiter passieren würde. Auch die Figuren waren meiner Meinung nach sehr gelungen dargestellt, genauso, wie der flüssige und emphatische Schreibstil ein Vergnügen war und meinen Lesegenuss gesteigert hat.
von Klassikfan - 2026-06-07 21:21:00

Eine außergewöhnliche und beeindruckende Liebesgeschichte - 5 Sterne

Die Covergestaltung von „Eine Liebe ohne Sommer“ mag ich sehr, denn das Bild des Paares, bei dem er auf dem Geländer steht und ihr die Hand hin hält, erzählt bereits auf den ersten Blick eine sehr intensive Geschichte und das gefällt mir. Auch die Kombination aus den Schatten mit den Farbflächen mag ich sehr gerne und nicht zuletzt passt das Bild auch wunderbar zum Inhalt des Buches, worauf ich immer viel Wert lege.

Die Geschichte erzählt von Rosa und Nikolas, die sich im Hausflur begegnen und zwischen denen es direkt funkt. Sie erleben drei wunderbare Monate miteinander, doch dann stirbt Nikolas ganz plötzlich bei einem Unfall und Rosa bleibt alleine zurück. Neben der Unfassbarkeit der Situation quälen sie die Fragen, was das zwischen ihr und Nikolas überhaupt war und was daraus geworden wäre, wie gut sie ihn eigentlich kannte und warum er ihr nie seine Freunde vorgestellt hat… Sie macht sich auf die Suche und trifft Menschen aus Nikolas Vergangenheit und Gegenwart, lernt Seiten von ihm kennen, die ihr bisher nicht zugänglich waren und fragt sich, ob sie diese ebenfalls hätte lieben können…?

Timothy Paul erzählt seine Geschichte in wunderbar leichter und angenehmer Sprache, so dass das Lesen für mich vollkommen mühelos war und es machte wirklich großen Spaß so durch die Seiten zu fliegen und der Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren immer näher zu kommen. Für mich hat es sich wirklich so angefühlt, als würde das Objektiv auf diese beiden Menschen und ihre Verbindung gerichtet und nach und nach immer schärfer gestellt. Immer mehr Details wurden sichtbar und ich habe die Beiden immer mehr in mein Herz geschlossen, so dass ich intensiv mitfühlen durfte. Dem Autor ist es dabei sehr gut gelungen, die sehr unterschiedlichen Emotionen der Figuren spürbar zu machen und authentisch zu beschreiben.

Aber es gibt nicht nur Rosa und Nikolas, sondern eben auch ihr Umfeld und auch von diesem bin ich wirklich überzeugt. Denn die Charaktere wirken individuell, teilweise sogar ein wenig skurril und machen die Geschichte mit all ihren Eigenheiten wunderbar bunt. Ich fand es interessant und teilweise sogar spannend den neuen Persönlichkeiten zu begegnen und durch sie immer wieder neue Facetten von Nikolas Charakter entdecken zu dürfen. Aber die Geschichte hat mich auch zum Nachdenken angeregt und in mir gearbeitet, denn mit dem Tod eines Menschen tauchen auch ganz existentielle Fragen auf.

Mit über 450 Seiten ist die Geschichte von Rosa und Nikolas recht umfangreich, aber es lohnt sich wirklich jede Seite und ich habe nach Beginn kaum noch aufhören können zu lesen. „Eine Liebe ohne Sommer“ ist eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte, die mich gefesselt, traurig gemacht und vor Freude hat sprudeln lassen, die sehr tief geht und bedrückend ehrlich hinschaut, die aber auch voller Leichtigkeit und Lebensfreude sprüht und die eine wundervolle Mischung schafft, in der unglaublich viele Facetten der Liebe einen Platz finden. Ich möchte diese Geschichte unbedingt weiter empfehlen und wünsche euch ganz viel Freude beim Lesen!
von Sternzauber - 2026-06-07 07:22:00

Geheimnisse - 4 Sterne

Der Klappentext hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht, denn ich mag Liebesgeschichten alla "Ps: Ich liebe dich" die eigentlich erst mit dem Tod einer Person starten. Nicht unbedingt romantisch aber oft interessant zu lesen. Ich war deshalb auch sehr auf dieses Buch gespannt.

Ein verregneter Tag, eine zufällige Begegnung: Als Rosa vor Nikolas steht, macht ihr Herz den ersten von vielen Sprüngen. Zwischen dem humorvollen Mann mit den perfekten Haaren und ihr funkt es gewaltig; sollte es da stören, dass er sie trotz großer Innigkeit nie seinen Freunden vorstellt? Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall – und lässt Rosa mit zwei Fragen zurück: Was war das zwischen ihnen, und hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Auf der Suche nach Antworten trifft sie seine Exfreundin, seinen besten Freund, der überraschend feindselig ist, und ein Kind mit dem Charme einer Naturgewalt. So lernt Rosa eine neue Seite von Nikolas kennen: eine, die sie hätte lieben können?

Der Schreibstil liest sich meistens recht angenehm und verständlich, aber so richtig mitreißend und fluffig fand ich ihn, im Vergleich zu anderen Liebesgeschichten leider nicht, vielleicht weil es ein Mann geschieben hat? Ich weiss es nicht. Was mir dafür sehr gefallen hat ist, dass der Autor als Stilmittel SmS Verläufe und Notizbuch-Einträge verwendet hat, das gibt der Geschichte Abwechslung. Ausserdem wurde mal in der Vergangenheit erzählt wie die Protagonisten sich kennen gelernt haben; und dann begleiten wir Rosa in der Gegenwart nach dem Tod ihres Freundes.

Ich hatte erwartet das es sich mehr um die Zeit nach dem Tod dreht, aber das Buch spielt gut die Hälfte der Zeit in der Vergangenheit.

Die Geschichte beziehungsweise Nikolas sind oft geheimnisvoll und man weiss nicht so genau wohin das ganze führt. Im prinzip hatte Rosa nach dem Tod von Nikolas viele einzelne Puzzlestücke, die sie zusammenfügen musste um ein Bild von ihrem Freund zu bekommen. Ich habe immer wieder mit den Charakteren mitgefiebert und habe die Geschichte insgesamt gerne gelesen, es gab aber auch zähe Passagen dabei. Auch die Nebencharaktere sind mir nicht so nahe gekommen wie ich das gewünscht habe. Im letzten Drittel konnte mich die Geschichte dann wieder besser abholen.

Fazit: Insgesamt ist die Geschichte empfehlenswert und geheimnisvoll, manchmal aber für mich auch etwas zäh zu lesen gewesen. Daher vergebe ich 3,5 Sterne und eine Empfehlung für interessierte Leser.
von DoraLupin - 2026-06-05 10:04:00

Leider nicht meins! - 3 Sterne

Rosa und Nikolas lernen sich zufällig im Treppenhaus kennen. Rosa hat rasch Schmetterlinge im Bauch. Nikolas ist zugewandt und liebevoll, verschwindet aber immer wieder "im Off"! Nach 3 Monaten kommt Nikolas ums Leben und Rosa macht sich auf die Suche um herauszufinden, ob es wirklich DIE Liebe zwischen ihnen hätte werden können. Dabei lernt sie, mit Hilfe verschiedener Personen aus Nikolas` Umfeld, Nikolas nochmal kennen.

Rosa erscheint einerseits taff und schlagfertig, es kommt immer wieder zu verbalem Schlagabtausch zwischen ihr und Nikolas, was anfangs noch amüsant war, mit der Zeit für mich allerdings übertrieben schien. Andererseits zweifelt sie häufig an sich, an ihrem Äußeren, an Nikolas` Zuneigung.

Ich konnte leider nicht warmwerden mit Rosa. Teilweise sind ihre Gespräche mit ihren Freundinnen meiner Meinung nach doch recht unreif, flach, oberflächlich. Auch andere Rollen waren eher oberflächlich entwickelt.
Der Schreibstil war mir ingesamt zu salopp vor dem Hintergrund der Grundidee. Ausdrücke wie "Random Dude" und "Lucky Corner" haben für mich nicht in die Story gepasst und wären in einem anderen Genre eher passend.

Die Leseprobe hatte mich aufgrund der Grundidee sehr neugierig gemacht und ich hatte mit reiferen Charakteren gerechnet. Leider musste ich mich mehrere Male überwinden weiterzulesen.
Die Grundidee des Autors Timothy Paul gefiel mir gut, allerdings hätte ich mir eine ernsthaftere und weniger saloppe Schreibweise gewünscht.

Aber Geschmäcker sind verschieden und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch eventuell für jüngere LeserInnen gut geeignet sein könnte, die mit dem Sprachgebrauch besser umgehen können!

2 von 5 Punkten!


von bücherliebe74 - 2026-05-18 17:09:00

Liebe, Trauer und die Kraft der Erinnerungen - 5 Sterne

Schon beim ersten Blick auf das Cover von Timothy Pauls Roman hatte ich das Gefühl, dass mich hier eine besondere Geschichte erwartet. Die warmen Farbverläufe wirken schlicht, aber gleichzeitig sehr atmosphärisch und emotional. Wenn man das Buch gelesen hat, bekommen diese Farben plötzlich eine ganz andere Tiefe und wirken viel bedeutungsvoller. Auch die angenehme Haptik des Buches passt perfekt und es liegt hochwertig und angenehm in der Hand.

Die Geschichte von Rosa und Nikolas hat mich emotional wirklich abgeholt. Es beginnt fast schon filmreif: ein kaputter Aufzug, schwere Einkaufstüten und eine zufällige Begegnung im Treppenhaus. Nikolas mit seinem warmen Lächeln und Rosa, die eigentlich nur ihre Ruhe möchte. Diese kleinen, alltäglichen Momente haben sich unglaublich echt und lebendig angefühlt. Gleichzeitig schafft es der Roman, schon früh eine melancholische Stimmung aufzubauen, denn bereits im Prolog wird klar, dass Nikolas nicht mehr lebt.

Besonders bewegend fand ich die vielen emotionalen und stillen Augenblicke der Geschichte. Immer wieder wird deutlich, wie sehr Erinnerungen, kleine Alltagsdinge und unausgesprochene Gefühle einen Menschen auch nach seinem Verlust begleiten können. Gerade diese ruhige und ehrliche Darstellung von Trauer und Erinnerung hat mich beim Lesen sehr berührt.
Mir hat der Schreibstil von Timothy Paul gefallen. Er schreibt ruhig, gefühlvoll und sehr nah am Leben, ohne dabei kitschig zu wirken. Dadurch wirkt die gesamte Geschichte unglaublich authentisch und emotional greifbar. Besonders berührt hat mich, wie ehrlich er über Trauer, Liebe und das Festhalten an Erinnerungen schreibt.

Für mich ist „Eine Liebe ohne Sommer“ ein stiller, emotionaler Roman, der noch lange nach dem Lesen nachhallt.
von Tina - 2026-05-17 18:43:00

Was kommt nach dem Verlust? - 5 Sterne

Das Buch erzählt zum einen die (kurze) Liebesgeschichte von Rosa und Nikolas. Ihr Kennenlernen, die Fragen / die Zweifel am Anfang der Beziehung (alles aus Rosas Blickwinkel), aber es erzählt dann auch vor allem die Geschichte von Rosa nach Nikolas Tod. Da kommen nämlich immer mehr Fragen auf. Ist es gerechtfertig jetzt so zu trauern wie Nikolas Mutter es sich für Rosa vorstellt - schließlich kannten sie sich erst 3 Monate. Wäre es zu der einzig großen wahren Liebe geworden oder wäre Rosa nur ein Abschnitt in Nikolas Leben gewesen. Wie gut kannte sie ihn eigentlich (schon). Rosa schaut hinter die Fassade, sie versucht Nikolas ein zweites Mal kennenzulernen. Beim ersten Mal war er dabei, beim zweiten Mal nicht. Über Freunde, Bekannte, Familie findet Rosa immer mehr über Nikolas heraus und darüber wer er war. Sie versteht ihn immer besser und kann dadurch auch anfangen zu trauern, mit Nikolas Tod abzuschließen und weiterzuleben. Mir hat diese wunderbare ruhige Geschichte sehr gut gefallen!
von leseratte1604 - 2026-05-17 15:25:00

Im Treppenhaus gefunden - 3 Sterne

Eine Liebe ohne Sommer ist ein nachdenklich stimmender Roman mit humorvollen und traurigen Momenten. Man weiß natürlich von Anfang an, was passiert und stellt sich auf das Kommende schon seelisch ein.
Es ist die Geschichte eines Paares, Rosa und Niklas, die eine viel zu kurz Zeit miteinander hatten. Sie treffen sich im Hausflur und sofort stellte sich etwas Besonderes zwischen ihnen ein.
Auffällig, dass die Erzählperspektive ausschließlich bei der Ich-Erzählerin lag. Passagen aus der Sicht von Niklas fehlten mir. Rosa ist sympathisch, aber nicht ohne Selbstzweifeln.
Der Wortwitz im Buch funktionierte bei den Dialogen sehr gut. Zwischen Rosa und Niklas kommt es oft zum dialogischen Schlagabtausch voller Ironie.
Ob aus der Grundidee genug gemacht wird, weiß ich nicht. Ich neige eher dazu, dass es schließlich zerredet wird. Dazu trägt auch bei, dass der Roman zu lang, manchmal sogar langatmig ist. Das gilt vor allen für Teil 2.
Ein schlechter Roman ist es auch nicht. Eher so Mittel. Die guten Ansätze bleiben!
von yellowdog - 2026-05-15 10:42:00